Das erste Mal ein VG bei einer ZAF - wie sich jetzt verhalten? (1 Betrachter)

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FairyUltra

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Hey,

nun ist es auch mir passiert. Ich habe mich auf einen VV bei einer ZAF beworben und hatte prompt am nächsten Tag! (heute) eine Einladung zum VG im Briefkasten (für nächste Wo. Montag). Fahrtkosten werden natürlich nicht übernommen. Da das meine erste Erfahrung mit einer ZAF sein wird, habe ich mich hier schon gut eingelesen. Der Job passt auch leider nicht wirklich zu mir. Jetzt gibts für mich zwei Möglichkeiten.

1. Einladung nie erhalten
Wie würde es da eurer Erfahrung nach weitergehen? Melden sich die ZAF wohl ein zweites Mal? Die haben bisher nur meine Adresse + E-Mail. Oder rufen die vielleicht direkt beim JC an?

2. Ich gehe da hin und höre mir an, was die zu sagen haben. Da gebe so wenig wie möglich von mir preis. Ausweise darf die ZAF ja immer noch nicht kopieren, oder? Ich frage, weil 2016 da irgendwas geändert wurde. (Bin ehrlich gesagt eher der ruhige Typ, nicht schüchtern aber auch kein guter "Nein-Sager", weswegen ich eher zu 1. tendiere)
Da müsste ich dann vorher noch die Sache mit den Fahrtkosten klären. Dh. per Post an die ZAF schreiben, dass ich den Termin nicht einhalten kann (Brief wäre Freitag bei denen) und gleichzeitig ein Schreiben an meinen SB, mit der Frage, ob die Kosten übernommen werden?

Ich bedanke mich schon mal bei euch. :)

Edit: Ich entschuldige mich für die zu ungenaue Überschrift. Danke an den Mod. :)
 

Linsen87

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Hallo,
Fahrtkosten nachweislich beim JC beantragen und darauf hinweisen, die Fahrtkosten nicht vorlegen zu können, da diese nicht im Regelsatz enthalten sind. Niemand kann dich zwingen, dem JC ein zinsloses Darlehen zu gewähren. Als Nachweis für die nicht Übernahme der Fahrkosten seitens der ZAF, am Besten das Schreiben von der ZAF mit in den Anhang. Der ZAF dann die ungeklärte Fahrtkostenerstattungsfrage mitteilen und um weitere Terminvorschläge bitten. Du kannst auch mal das Forum nach "Fahrkostentango" oder "Fahrtkostentango" durchsuchen, man findet viele Tipps...

Ist vielleicht erstmal der bessere und sicherere Weg, gerade wenn du kein guter "Nein-Sager" bist....


Allerdings kannst du dann Variante eins (Einladung zum VG nicht erhalten) natürlich nicht mehr anwenden. Sowas sollte man eh immer nur als Notlösung im Hinterkopf haben.

mfg
Linse
 

avalanche

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Moin fairy ultra,

bist du im Alg I oder ALG II Bezug?

Welchen TV wendet die ZAF an?

Zu deinen Fragen:
zu 1) Wenn ein Brief nicht zustellbar ist oder die Annahme vom Empfänger verweigert wird, geht der zum Absender zurück. Wenn du diese Schiene fahren willst, dann schreib "ungültige Adresse" auf den Umschlag und schmeiß den Brief in einen Briefkasten, damit er zurück geht. Diese Maßnahme greift aber nur einmal fürchte ich.

zu 2) Fahrtkosten sind immer Ermessenssache des Amtes. Wenn du zum VG gehst, weder Ja noch Nein sagen, sondern den AV zur Überprüfung mit nach Hause nehmen. Wenn du den AV dann hinreichend anonym hier einstellst, lässt sich dieser dann hier im Forum sicher begründet ablehnen.

Starken Willen für Montag, ave
 

FairyUltra

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Moin fairy ultra,

bist du im Alg I oder ALG II Bezug?

Welchen TV wendet die ZAF an?

Zu deinen Fragen:
zu 1) Wenn ein Brief nicht zustellbar ist oder die Annahme vom Empfänger verweigert wird, geht der zum Absender zurück. Wenn du diese Schiene fahren willst, dann schreib "ungültige Adresse" auf den Umschlag und schmeiß den Brief in einen Briefkasten, damit er zurück geht. Diese Maßnahme greift aber nur einmal fürchte ich.

zu 2) Fahrtkosten sind immer Ermessenssache des Amtes. Wenn du zum VG gehst, weder Ja noch Nein sagen, sondern den AV zur Überprüfung mit nach Hause nehmen. Wenn du den AV dann hinreichend anonym hier einstellst, lässt sich dieser dann hier im Forum sicher begründet ablehnen.

Starken Willen für Montag, ave
Moin ava,

ich bekomme zur Zeit ALG II. Der Tarifvertrag ist iGZ.

Ich denke der angesprochene Fahrtkostentango ist erst mal das richtige für mich. Da ich dazu noch Verständnisfragen habe, poste ich das im passenden Thread.
Danke euch beiden.
 

mangoman

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Doppeloma

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Hallo avalanche,

Wenn du diese Schiene fahren willst, dann schreib "ungültige Adresse" auf den Umschlag und schmeiß den Brief in einen Briefkasten, damit er zurück geht. Diese Maßnahme greift aber nur einmal fürchte ich.

Vorsicht mit solchen Ratschlägen, das kann durchschlagenden "Erfolg" haben, denn Leistungen werden sehr schnell eingestellt (sowohl von der AfA, also auch besonders beim JC) wenn man an der Meldeanschrift für das Einladungsschreiben (angeblich) nicht (mehr) erreichbar ist.

Immerhin sollte man ja die Bewerbung mit dem korrekten Absender dort hingeschickt haben und die "Beziehungen" gerade zwischen AfA / JC und den diversen ZAF vor Ort sollte man nicht unterschätzen ... gerade auch wenn es sich um einen VV mit RFB gehandelt hat ...

"Bewerber war an seiner Adresse nicht erreichbar" oder ähnliche Begründungen für eine Retoure der Einladung könnten da sehr schnell weitere Probleme bringen, als die Einstellung bei einer ZAF "zu verzögern oder zu vereiteln ...

zu 2) Fahrtkosten sind immer Ermessenssache des Amtes.

Das ist (zumindest für ALG II) nicht korrekt, denn solche Kosten sind im Regelsatz nicht vorgesehen und da gibt es kein "Ermessen" mehr, das ist aus dem Vermittlungsbudget zu übernehmen, mindestens zu erstatten.

Es wird schon etwas von der konkreten Höhe der Fahrt-Kosten abhängig sein, ob man auf einer Vorauszahlung bestehen sollte, man braucht dem JC da wirklich keinen "Kredit" einräumen.

Aber auch bei der AfA ist zumindest auf Antrag zu prüfen, ob die finanzielle "Belastungsgrenze" noch eingehalten wird ... in der Regel gilt der Mindest-Bedarf im SGB II für die gleiche Person als Richtlinie.

Es gibt durchaus auch ALGI das niedriger ist oder im Grenzbereich liegt und die Erstattung erforderlich macht ... da wird aus "kann" dann sehr schnell ein MUSS erstattet werden ...

MfG Doppeloma
 
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