Das erste Mal - Ausziehen aus dem Elternhaus

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HLecraM

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grobe Faktenlage
- bin Ü30
- wohne bei den Eltern
- will zum ersten Mal ausziehen
- Arbeitsplatz: 30 Stunden Wochenarbeitszeit
- Einkommen ~700 EUR (netto)
- bisher keine offizielle Miete gezahlt (also kein Mietvertrag oder so mit den Eltern)
- bisher 50% des Einkommens für Wohnen/Essen/Waschen/Strom etc. an Eltern bezahlt
- war H4 Empfänger, seit gut 5 Jahren nicht mehr (keinerlei Unterstützung beantragt)
- war Bafög Empfänger, soll zurückzahlen, kann ich nicht, wurde bisher verschoben auf Mitte/Ende 2014
- laut einer Tabelle von 2010 von meinem Landrat ist 50m² für mich alleine angemessen Wohnraumgröße


Bekomme ich Hilfe bei der Erstausstattung?
 

HLecraM

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Was muss ich machen, damit ich Hilfe bei der Erstausstattung bekomme?

Bei wem muss ich mich melden, damit ich Hilfe bei der Erstausstattung bekomme?

Wann muss ich mich melden, damit ich Hilfe bei der Erstausstattung bekomme?
 

gelibeh

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Du stellst beim Jobcenter einen Antrag auf Erstausstattung nach §24 SGBII. Da schreibst Du alles rein, was Du benötigst. Eventuell ist Deine Kommune ja hier dabei(etwas weiter runterscrollen, da gibt es auch was zu Erstausstattung. Harald Thome - Örtliche Richtlinien
Kannst ja Deine Liste hier mal einstellen, dann können wir schon sagen, ob das okay ist.
 

Nimschö

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Ich würd auch einfach formlos ein Schreiben aufsetzen wie gelibeh schrieb. "Hab neue Wohnung, brauch Erstausstattung und zwar..."

Humoriges nebenbei: Ich war leicht irritiert als ich über die Threadliste schaute und las "Das erste Mal - Ausziehen..." :D
 

HLecraM

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Ich würd auch einfach formlos ein Schreiben aufsetzen wie gelibeh schrieb. "Hab neue Wohnung, brauch Erstausstattung und zwar..."
Noch hab ich keine Wohnung gefunden. Muss ich diesbezüglich irgendwas beachten? Nicht das ich dann eine Wohnung habe und die dann sagen, "bekommst nix, hättest dich melden müssen bevor du die Wohnung mietest" oder sowas
 

gelibeh

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Du musst erstens wissen, wie hoch die Miete bei Euch sein darf. Solange Du noch kein ALGII beziehst musst Du Dir die WOhnung nicht genehmigen lassen, wenn Du schon im Bezug bist, gehst Du mit dem ununterschriebenen Mietvertrag zum Jobcenter und lässt Dir die Wohnung genehmigen. Du bist Ü30, also darfst Du zu Hause ausziehen. Lass Dir da nichts anderes erzählen.
 

HLecraM

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Du musst erstens wissen, wie hoch die Miete bei Euch sein darf.
Das ist kein Problem.

Solange Du noch kein ALGII beziehst musst Du Dir die WOhnung nicht genehmigen lassen, wenn Du schon im Bezug bist, gehst Du mit dem ununterschriebenen Mietvertrag zum Jobcenter und lässt Dir die Wohnung genehmigen.
Das verstehe ich jetzt nicht, ohne Dich angreifen zu wollen, das widerspricht sich doch?!

Du bist Ü30, also darfst Du zu Hause ausziehen. Lass Dir da nichts anderes erzählen.
 

gelibeh

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Du schreibst doch oben, dass Du zur Zeit kein ALGII beziehst, dann musst Du Dir die Wohnung auch nicht vom Amt genehmigen lassen.
Beziehst Du schon ALGII, dann musst Du Dir die Wohnung genehmigen lassen.
Kannst Du denn Umzugskosten etc. zahlen?
 

HLecraM

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Ich müsste im selben Wohnort bleiben, kann lediglich meinen TV und meinen Rechner plus Kleinigkeiten (Anziehsachen, Waschzeuch usw.) mitnehmen.
Das würde ich zur Not auch "hinschleppen" also da sollten eigentlich keine Kosten für entstehen.



ps. komisch, das forum schreibt teilweise sätze hier von mir doppelt, wenn ichs dann wegeditieren will, geht es nicht, es steht alles korrekt da.
 

SB Feind

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@ HLecraM

Bei deine Thema überschrift musste ich bisschen grinsen wegen Das Erste mal:biggrin:

Du bist Über 30 Jahre alt und wohnst noch bei deinen Eltern wie geht das?
Hast du Studiert das du Bafög bekommen hast oder wie das bekommt man doch nur wenn du Ausbildung oder schule weitermachst.
 

olivera

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---Humoriges nebenbei: Ich war leicht irritiert als ich über die Threadliste schaute und las "Das erste Mal - Ausziehen..." :D

Humor ist, wenn man trotzdem lacht: Jedem S/meine Fantasien...:tongue:
Mich hat was anderes irritiert: 'Erstes Mal' hört sich ein wenig nach Anfang einer Serie an -als wenn zweites, drittes mal etc. vorbehalten wären: Rin inne kartoffeln, raus aus den Kartoffeln...
Ist ja schön, wenn das Elternhaus offensteht bei Scheitern der Selbständigkeit, aber nach mehreren Versuchen könnte es i-wann peinlich werden.
Jut, war sicherlich so nicht gemeint, dennoch sollte möglichst 'der schuss sitzen', wenn man/frau nach 'reiflicher' Überlegung (oder was auch immer der Grund fürs 'Nesthocken' +12 Jahre n. Volljähr.kt. / +5 J. nach U25 war) sich auf eigene Füsse stellt, die Abnabelung vollzieht.

Für den Sozialstaat konservativer Ausprägung ist TE samt Familie bislang ein glücklicher, weil weitgehend kostenloser Fall von praktizierter 'Subsidiarität': Inanspruchnahme sozialer Leistungen erst, wenn wirklich alle Beteiligten auf dem Zahnfleisch kriechen. Löblich, löblich... :icon_rolleyes:


Sachlage: TE hat bislang mit Vermietern (Eltern) eine mündliche/ stillschweigende Vereinbarung über Wohnrecht gegen Kostenbeteiligung nach Leistungsfähigkeit - im Grunde einen Mietvertrag, der nur nicht schriftlich und der Höhe nach fixiert ist, und wohl auch nicht fixiert werden soll, da spätestens wegen Auszugsplänen obsolet.

TE hat / erwartet Einkommen über dem Regelbedarf und kann mangels schriftl. MV keine KdU und darausfolgend Hilfebedürftigkeit § 9 SGB II geltend machen; gleichwohl liegt Leistungsberechtigung n. § 7 (2, 5) vor, somit könnten Ansprüche auf 'Abweichende Erbringung von Leistungen' nach § 24 (gesondert Abs.3 ) erhoben werden. Die entstehen aber erst bei/nach Auszug/ Anmietung einer eigenen Wohnung, womit sich wegen der Kosten der Unterkunft zugleich Hilfebedürftigkeit ergäbe. Das JC wird dann idR -fälschlich- auf mangelnde Genehmigung (Zusicherung der Kostenübernahme) verweisen - hickhack, evtl.mit Sozialgericht und St. Nimmerlein... (also i-wann Recht und Geld, aber spät, evtl. zu spät...).
man kann jetzt -vor Wohnungsuche(/anmietung)- versuchen, (wenigstens zum Schein) von vornherein 'Einvernehmlichkeit' mit dem JC zu erzielen. Also die entsprechenden Anträge stellen und Reaktion abwarten (Beachte: § 15 a - Sofortangebot). Wenn die ablehnend ist, owohl Unterkunftsverlust terminiert ist (Auszug bei Eltern zum x.y.), oder von vornherein die Chose durchziehen: wohnungslos melden, durch Kosten der NotUnterkunft hilfebedürftig, also Leistungsbezieher werden, Zusicherung der KdU n. § 24 (4) einholen nebst Ansprüchen aus § 24 (6) - gebundenes Ermessen: "Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug .. aus anderen Gründen notwendig ist .... Eine Mietkaution soll als Darlehen erbracht werden." -wichtig, falls eigenes Vermögen für Kaution nicht ausreicht.

Also 3 Varianten:
a) sich dem Gutdünken des JC unterwerfen
b) auf eigene Faust umziehen, und warten können, bis durch notfalls gerichtl. Entscheidung Kosten ersetzt
c) mit der Bürokratie tanzen - paso doble
 

gelibeh

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komisch, das forum schreibt teilweise sätze hier von ps. komisch, das forum schreibt teilweise sätze hier von mir doppelt, wenn ichs dann wegeditieren will, geht es nicht, es steht alles korrekt da.
Problem ist bekannt, aber wohl noch keine Lösung gefunden.
 

SB Feind

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@olivera

Eine Mietkaution soll als Darlehen erbracht werden." -wichtig, falls eigenes Vermögen für Kaution nicht ausreicht.


Ich dachte das eigene Vermögen das man behalten darf soll für die Kaution

nicht benutzt werden? Und das Darlehen wird mit 10 % des Regelsatzes in Raten zurück gezahlt.
 

olivera

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korrektur d. §§ -zahlendreher:
... Zusicherung der KdU n. § 22 (4) einholen nebst Ansprüchen aus § 22 (6) - gebundenes Ermessen: "Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug .. aus anderen Gründen notwendig ist .... Eine Mietkaution soll als Darlehen erbracht werden." -wichtig, falls eigenes Vermögen für Kaution nicht ausreicht...

in 22 (6) heißt es zuerst für den Fall mangelnder Notwendigkeit d. Umzugs: "eine Mietkaution kann bei vorheriger Zusicherung durch den am Ort der neuen Unterkunft zuständigen kommunalen Träger als Bedarf anerkannt werden." (was die /Zusicherung /Bedarfsanerkennung der/ darlehensweise/n/ Übernahme d./ Mietkaution nicht ausschließt, aber das JC dazu eben auch nicht verpflichtet ist wie bei Erforderlichkeit+Angemessenheit zur Erteilung der Zusicherung n. §22 (4) S. 2)
Weiter in 22 (6) wird, um es bildhaft auszudrücken, die 'nächste stufe gezündet': "Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist und wenn ohne die Zusicherung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann." [Spätestens hier wird klar, dass der 'Zusicherungsbegriff' des § 22 (6) hinsichtlich der Neuanmietungskosten einen anderen Inhalt haben muss als die Zusicherung auf Übernahme der KdU n. 22 (4) - letztere kann ja gar nicht erteilt werden, wenn und solange der Wohnungssuchende aufgrund fehlender Mittel zur Aufbringung erforderlicher Kosten der Wohnungsbeschaffung (mE einschl. Kaution als 'nachgelagerte' Kosten) nicht einmal zu einem dem JC zwecks 'Genehmigung' vorlegbaren Wohnungsangebot kommt....]
Kann der LB die Kaution aus eigenem, offenzulegendem Vermögen selbst leisten, stellt sie keinen Hinderungsgrund für das Findenkönnen 'einer unterkunft in einem angemessenen zeitraum' dar. Also bleibt das Kautionsdarlehen (gerne verwehrt unter dem Hinweis, es gäbe Wohnungen ohne Kautionszahlung...:icon_pfeiff:) statt einer soll- eine kann-Bestimmung.
Übrigens bleibt eine aus eigenem Vermögen geleistete Kaution als Forderung -lediglich vorläufig nicht liquidierbarer- Bestandteil des Vermögens (wobei es da teure Kautionsbürgschaften auf Versicherungsbasis am Markt gibt...). Wirtschaftlich macht ein Darlehen auch nur Sinn, wenn seine Zinsen unter den 'opportunitätskosten' des anderweitig anzulegenden 'kapitals' liegen. Beim derzeitigen NiedrigstZins also gehupft wie gesprungen.

In beiden Fällen besteht kein gebundenes Ermessen ("Vermögen das man behalten darf soll für die Kaution nicht benutzt werden") zur Schonung des Schonvermögens für unabweisbare Bedarfe, die anderen, vermögenslosen LBen auch nur auf Darlehensbasis erbracht werden (§24 Abs. 1 / 5). Anders wieder bei den 'gesondert' zu erbringenden 'Nicht vom Regelbedarf nach § 20 umfasst(en) .. Bedarfe(n)' (§24 Abs. 3), also Ersteinrichtung etc..
 
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