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Das Ende der Leihbuden ?.

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Shellist

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#1
Leiharbeits-Tarifverträge christlicher Gewerkschaften nichtig

Zahlreiche Tarifverträge für zehntausende Leiharbeitnehmer sind nichtig. Wie das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt am Dienstag nach Angaben der Gewerkschaft Verdi entschied, ist die "Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP)" nicht tariffähig.
Als Konsequenz können nach Verdi-Schätzung 280.000 Leiharbeiter, auf die CGZP-Tarife angewendet werden, nun den gleichen Lohn beanspruchen wie ihre Kollegen der jeweiligen Stammbelegschaft des Unternehmens, bei dem sie eingesetzt sind. Die Sozialversicherungen wiederum können von den betroffenen Unternehmen Beitrags-Nachzahlungen in Milliardenhöhe verlangen. (Az: 1 ABR 19/10)
Leiharbeits-Tarifverträge christlicher Gewerkschaften nichtig - Yahoo! Nachrichten Deutschland
 

Feind=Bild

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#2
AW: Das Ende der Leibuden ?.

Donnerwetter, das hätte ich nicht erwartet. Denn dieses Urteil wird wohl definitiv Arbeitsplätze kosten.
Oder kann man gegen ein Bundesgerichts-Urteil noch was unternehmen, beispielsweise auf europäischer Ebene?
(Bevor ich mißverstanden werde, ich begrüße das Urteil natürlich, ich kanns nur fast nicht glauben, daß da das letzte Wort schon gesprochen worden sein soll).
 

Nur so

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#3
Nein. Wenn überhaupt ein kleiner Rückschlag den sie sicher einzugrenzen und auszugleichen wissen.
 

Stefan26

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#4
Schluß mit den Gefälligkeitstarifverträgen!

Jetzt freue ich mich schon auf das nächste Bewerbungsgespräch beim Leihsklaven-Ausbeuter. Werde das nämlich gleich nutzen, um eine Fachdiskussion über die gängigen Tarifverträge des Hauses und deren Ungültigkeit zu führen. :biggrin:
 

damn

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#5
AW: Das Ende der Leibuden ?.

Ohne zu pessimistisch wirklich sein zu wollen - schön, wenn Recht gesprochen wird oder Menschen sich engagieren, dass es überhaupt soweit kommt, zu einem "hohen" oder "höheren Urteil". Es gibt ja mehrere bzw. einige "Verbände" oder "Zusammenschlüsse" mit "tarifähnlichen Vereinbarungen" im Bereich "Zeitvorbei".

Aber?

Mag es unter den knapp dreihunderttausend Menschen ein paar geben vllt, die eher "die Klappe halten" um den Job nicht zu verlieren?
Würde ich als Chef, Firmeninhaber, Boss oder was auch immer die nicht einfach rausschmeissen? Vielleicht sogar noch dieselben über eine dann andere "Bude" wieder einstellen, zu dem, was sie vorher bekamen, nur eben anders tarifiziert?

CGZP - bestenfalls landen die Menschen in einer anderen ZeitschleifMaschine um von dort "entliehen" werden zu können.

Fast wie mit ner kaputten GmbH - einfach dicht machen, gar nicht erst mit den Büroräumen und Leuten umziehen und ne neue GmbH oder so aufmachen und gut ist.
Im "computer bzw. it bereich" der neunziger hab ich zu ende der neunziger das oft "mitbekommen" - wobei die Gründe und die Zusammenhänge (Geld ;D) egal sind.

Was mache ich nun, wenn ich ma annehm, ich wär einer von den "Leiharbeitern".
Beanspruche oder klage ich ein, gar rückwirkend den gleichen Lohn zu bekommen, dafür aber vllt den Job zu verlieren? Der Konjunktiv ist immer so verflucht schwierig - könnte, müsste, würde...

Immerhin - der Widerstand lebt noch - ist es ein Tropfen auf dem heissen Stein? Ein bisschen ummodeln, aus unternehmerischer Sicht und es wird schon.
 

physicus

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#6
AW: Das Ende der Leibuden ?.

das kostet maximal scheißarbeitsplätze bei den gammligen zeitarbeitsbuden....

mir gefällt das richtig, müssen diese abzocker ja nun die gleichen löhne zahlen wie für die festangestellten nach deren tarifen.
das heist eben auch coole nachzahlungen in mrd.-höhe für die ZAF's an die sozialversicherungen.
verbunden mit dieser freude hoffe ich doch mal das dies den meisten ZAF's das rückrad brechen wird.
wenn das der fall ist müssen die sklaventreiber in den großfirmen nämlich wieder ihre eigenen annoncen schalten wenn sie arbeiter suchen und diese dann logo auch wie ihre anderen angestellten bezahlen.

für mich der richtige weg um als H4-ler aus dem dreckssumpf der ARGE'n zu kommen!

mfg physicus
 

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#7
Leihbuden werden wohl in Zukunft zum alltäglichen Leben dazugehören, wie Brot, Butter und Milch, leider. Hier in Aachen ist das z.T. ganz schlimm. Die Dinger tauchen in selber Dichte auf, wie Handyshops und 1€-Läden. Den Vogel abgeschossen hat ein Sklaventreiber aus Aachen. Damals firmierte man noch unter dem Namen Mumme Personaldienstleitungen GmbH. Irgendwie aber ist das wohl nicht so gut gelaufen und aus Mumme Personaldienstleistungen GmbH wurde die GI Gruop Deutschland GmbH. Was aber der überdurchschnittlichen Internetaktivität keinen Abbruch getan hat. Bei diesem Unternehmen scheinen die Arbeitsplätze sprichwörtlich auf den Bäumen zu wachsen. Anders kann ich es mir nicht erklären, daß man in der Jobbörse des Arbeitsamtes oft 20-30 Seiten an Stellenangeboten inseriert. Solange aber dieses heiße und deregulierte Eisen nicht politisch angefasst und wirklich reformiert wird bleibt es bei der jetzigen politisch gewollten Ausbeutungsform, die als Mittel zum Zwecke des Aufschwungs gilt.
 

physicus

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#8
die werden nur noch solange dazu gehören wie die firmen nicht ihre tarife an die zeitarbeiter weitergeben MÜSSEN, das so etwas aber passieren kann zeigt das urteil, dann ist nämlich ganz schnell ende mit den kuchenbuden!
sie könnten eine aussterbende spezies werden...^^

mfg physicus
 

Atlantis

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#9
Das Urteil ist eine schallenden Ohrfeige für Wolfgang Clement, ehemals SPD-Arbeitsminister Hartz 4 Sklaventreiber, der die Zeitarbeitsbranche erst stark machte.


Ist da nicht auch Springer an der Abzocke mit der Zeitarbeit bei PIN u.a. beteiligt ?
 

Atlantis

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#10
die werden nur noch solange dazu gehören wie die firmen nicht ihre tarife an die zeitarbeiter weitergeben MÜSSEN, das so etwas aber passieren kann zeigt das urteil, dann ist nämlich ganz schnell ende mit den kuchenbuden!
sie könnten eine aussterbende spezies werden...^^

mfg physicus
das beste verdi hat sich ja auch schon zu der kommenden bürgerarbeit
geäußert, das dort tariflöhne gezahlt werden sollen.
 

damn

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#12
Wenn Leiharbeiter etwas einfordern könn(t)en als Folge heisst es noch lange nicht, dass eine Zeitarbeitsfirma zahlen muss automatisch.
Die "Buden" zahlen ja jetzt nicht einfach mehr Geld, weil sie nett sind unaufgefordert und sind dazu ja auch nicht wirklich verpflichtet.

Eher, so seh ich es, der Arbeiter, Angestellte muss von sich aus aktiv werden und sich für sein Geld engagieren - nur, hat er nach so einem Engagement noch seinen alten Tarif (den "nicht gültigen..") mit meinetwegen ca. 1.200 netto .. oder den ALG 2 - Tarif schlimmstenfalls mit .. etwas weniger netto? Oder hat seinen Job dann jemand anders? Oder wird er vor die Wahl gestellt "neuer Vertrag, Job behalten, keine neuer Vertrag, Job weg"?)

Jetzt müsste ich ja als Betroffener die Konsequenz erst mal einfordern.. als ob sich jemand gross interessiert für Recht rein praktisch, ob nun Arge, ZAF, Arbeitsvermittler, Kopfgeldjäger oder Menschenhändler.

Naja. Egal. Zeitarbeit wird auch nicht "in Zukunft" zum Alltag gehören, ich finde, es gehört schon jetzt, heute, zum Alltag.

Wie die Zeit, als "amerikanische Kündigungen" auch in Deutschland modern wurden - war mal irre, da war ne Abteilung, also nen ganzes Stockwerk von einem Büroklotz in Frankfurt, die wurden von ein paar recht einheitlichen Anzugsmenschen eingesammelt spontan, durften nix mitnehmen gross vom Bürotisch, noch kurz kontrollieren und gesammelt in einem Raum kurzerhand nach draussen eskortiert und weg. Ok, sind andere Sachen.

Edit:
Bürgerarbeit brachte immerhin die Schlagzeile vor Weihnachten dieses Jahr noch "Unter 3 Millionen Arbeitslose" als Trick - die hundert tausenden in den "Eignungsfeststellungsdingern" oder wie das heisst bzw. hiess alleine..
 
E

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#13
Da freut Euch mal nicht zu früh. Der große DGB hat im April dieses Jahres nämlich einen Tarifvertrag mit der IGZ abgeschlossen, der 6,65€ (Ost) bzw. 7,60€ (West) pro Stunde vorsieht. Diejenigen, die unter diesen Tarifvertrag fallen, dürfen weiter von equal-pay träumen. Hätte der DGB diesen Tarifvertrag im April nicht abgeschlossen, dann hätten jetzt alle in D Anspruch auf die gleiche Bezahlung wie die Stammbelegschaften. Diejenigen, die jetzt weiter zu den oben genannten Löhnen arbeiten dürfen, können sich beim DGB bedanken.

http://www.ig-zeitarbeit.de/system/files/Tarifbroschuere_2010-2013.pdf
 

Atlantis

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#14
Wenn Leiharbeiter etwas einfordern könn(t)en als Folge heisst es noch lange nicht, dass eine Zeitarbeitsfirma zahlen muss automatisch.
Die "Buden" zahlen ja jetzt nicht einfach mehr Geld, weil sie nett sind unaufgefordert und sind dazu ja auch nicht wirklich verpflichtet.

Eher, so seh ich es, der Arbeiter, Angestellte muss von sich aus aktiv werden und sich für sein Geld engagieren - nur, hat er nach so einem Engagement noch seinen alten Tarif (den "nicht gültigen..") mit meinetwegen ca. 1.200 netto .. oder den ALG 2 - Tarif schlimmstenfalls mit .. etwas weniger netto? Oder hat seinen Job dann jemand anders? Oder wird er vor die Wahl gestellt "neuer Vertrag, Job behalten, keine neuer Vertrag, Job weg"?)

Jetzt müsste ich ja als Betroffener die Konsequenz erst mal einfordern.. als ob sich jemand gross interessiert für Recht rein praktisch, ob nun Arge, ZAF, Arbeitsvermittler, Kopfgeldjäger oder Menschenhändler.

Naja. Egal. Zeitarbeit wird auch nicht "in Zukunft" zum Alltag gehören, ich finde, es gehört schon jetzt, heute, zum Alltag.

Wie die Zeit, als "amerikanische Kündigungen" auch in Deutschland modern wurden - war mal irre, da war ne Abteilung, also nen ganzes Stockwerk von einem Büroklotz in Frankfurt, die wurden von ein paar recht einheitlichen Anzugsmenschen eingesammelt spontan, durften nix mitnehmen gross vom Bürotisch, noch kurz kontrollieren und gesammelt in einem Raum kurzerhand nach draussen eskortiert und weg. Ok, sind andere Sachen.

Edit:
Bürgerarbeit brachte immerhin die Schlagzeile vor Weihnachten dieses Jahr noch "Unter 3 Millionen Arbeitslose" als Trick - die hundert tausenden in den "Eignungsfeststellungsdingern" oder wie das heisst bzw. hiess alleine..

blabala
in den großen konzernen werden die gewerkschaft seit dem neuen urteil darauf achten das die leihbuden mit dem tariflohn rüberkommen müssen , zumal
ihnen die christlichen immer schon ein dorn im auge waren.
konkurenz belebt das geschäft.

Eher, so seh ich es, der Arbeiter, Angestellte muss von sich aus aktiv werden und sich für sein Geld engagieren
 

Atlantis

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#15
Da freut Euch mal nicht zu früh. Der große DGB hat im April dieses Jahres nämlich einen Tarifvertrag mit der IGZ abgeschlossen, der 6,65€ (Ost) bzw. 7,60€ (West) pro Stunde vorsieht. Diejenigen, die unter diesen Tarifvertrag fallen, dürfen weiter von equal-pay träumen. Hätte der DGB diesen Tarifvertrag im April nicht abgeschlossen, dann hätten jetzt alle in D Anspruch auf die gleiche Bezahlung wie die Stammbelegschaften. Diejenigen, die jetzt weiter zu den oben genannten Löhnen arbeiten dürfen, können sich beim DGB bedanken.

http://www.ig-zeitarbeit.de/system/files/Tarifbroschuere_2010-2013.pdf
das wird sich ja zeigen der DGB wird sich da nun auch an das urteil halten müssen

und was dort angegeben ist ist ja faktisch als untergrenze deviniert,
und sagt nichts zu dem tariflohn aus in dem betrieb in dem der leiharbeiter eingesezt wird, nach dem urteil kann er ja nun den tariflohn des betriebes verlangen in dem er eingesezt werden soll.
 

Shellist

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#16
Zeitarbeit-Urteil

Bundesrichter setzen Signal gegen Lohndumping


Das Bundesarbeitsgericht hat die Belange von Leiharbeitern gestützt: Künftig darf die Spitzenorganisation der Christlichen Zeitarbeitsgewerkschaften keine Tarifverträge mehr abschließen - sie steht wegen Lohndumpings in der Kritik. Ver.di, DGB und Co. begrüßten das Urteil.
Erfurt - Die Chancen Zehntausender Leiharbeiter auf eine bessere Bezahlung sind gestiegen: Das Bundesarbeitsgerichts (BAG) hat entschieden, dass die Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personal-Service-Agenturen (CGZP) keine tariffähige Spitzenorganisation ist. Der CGZP fehle aufgrund einer zu geringen Zahl an Mitgliedern die erforderliche Tarifmächtigkeit, sagte ein Sprecher des Erfurter Gerichts.

Zeitarbeit-Urteil: Bundesrichter setzen Signal gegen Lohndumping - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
 

Shellist

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#17
"...den gleichen Lohn beanspruchen wie ihre Kollegen der jeweiligen Stammbelegschaft des Unternehmens, bei dem sie eingesetzt sind..."
und
"...Die Sozialversicherungen wiederum können von den betroffenen Unternehmen Beitrags-Nachzahlungen in Milliardenhöhe verlangen..."

Das wird wohl auch das Aus für einige Leibuden und Leibuden Nutzer bedeuten.
Das ist der eigentliche Sprengsatz des Urteils.
 
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#18
das wird sich ja zeigen der DGB wird sich da nun auch an das urteil halten müssen

und was dort angegeben ist ist ja faktisch als untergrenze deviniert,
und sagt nichts zu dem tariflohn aus in dem betrieb in dem der leiharbeiter eingesezt wird, nach dem urteil kann er ja nun den tariflohn des betriebes verlangen in dem er eingesezt werden soll.
Ich glaube Du hast da etwas nicht ganz verstanden. Der DGB ist im Gegensatz zum CGZP tariffähig und kann Tarifverträge mit den Arbeitgeberverbänden der Zeitarbeitsbranche wirksam abschliessen, was er ja gerade im April 2010 getan hat. Das heutige Urteil des BAG berührt den DGB-Tarifvertrag dehalb nicht. Und da das Gesetz nur dann equal-pay vorsieht, wenn kein wirksamer Tarifvertrag existiert, gibt es jetzt anstelle von equal-pay für die Mitarbeiter, die dem DGB-Tarifvertrag unterliegen, die oben genannten Hungerlöhne.
 

Atlantis

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#19
Ich glaube Du hast da etwas nicht ganz verstanden. Der DGB ist im Gegensatz zum CGZP tariffähig und kann Tarifverträge mit den Arbeitgeberverbänden der Zeitarbeitsbranche wirksam abschliessen, was er ja gerade im April 2010 getan hat. Das heutige Urteil des BAG berührt den DGB-Tarifvertrag dehalb nicht. Und da das Gesetz nur dann equal-pay vorsieht, wenn kein wirksamer Tarifvertrag existiert, gibt es jetzt anstelle von equal-pay für die Mitarbeiter, die dem DGB-Tarifvertrag unterliegen, die oben genannten Hungerlöhne.

den tarifvertrag gelesen hast du nicht ?


Ver.di, DGB und Co. begrüßten das Urteil.





Muss man dann noch Worte verlieren über den Wert dieser Branche?
Es sind Schmarotzer, Parasiten, Ausbeuter, die sich auf Kosten der Menschen mästen, die ihre Haut für ein paar Groschen zu Markte tragen (müssen).
.
Was ist solch eine Branche wert? Nichts ! Null !
.
Ab damit ins Klo !
 

Feind=Bild

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#21
Die LeiHbuden werden sich vermutlich mit dem Argument "Die haben doch unterschrieben, für diese Löhne arbeiten zu wollen" vor der Nachzahlung zu drücken versuchen!
 

physicus

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#22
sooo einfach ist das aber nach dem urteil nicht, weil sie das nämlich mit den sozialversicherungen nicht machen können, die werden ihre kohle eintreiben ;)

diese gelder alleine sollten reichen um sie platt zu machen, denn ich glaube nicht das die üppige rücklagen haben werden, schlisslich wollten die blutsauger ja reichtum geniessen ;)
 

Feind=Bild

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#23
Ich schrub ja auch nur, daß sie es versuchen werden.
Nicht daß sie Erfolg haben werden (oder gar haben sollten). :wink:
 

indi

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#24
Meiner Meinung nach dient das ganze nur dazu, die kleineren Zeitarbeitsfirmen vom Markt zu verdrängen, die nicht nach Tariflöhnen zahlen können oder wollen.
Das Ende vom Lied wird wohl in Zukunft sein, dass wir dann auch von Riesen-ZAF's regiert werden, die dann so eine Art Oligopolstellung einnehmen werden. Momentan ist der Markt überflutet von allen möglichen ZAF's. Zumindest hier im Norden.
Wenn wenige große ZAF's auf dem Markt sind, ist von der Regierung her auch einfacher Gesetze einzuführen oder zu ändern. Die Dumpinglöhne werden auch in Zukunft bleiben. Ansonsten verlagern die Firmen ihre Produktion einfach noch mehr in Richtung Asien und schon haben sie wieder mehr Geld verdient.
 

nightangel

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#25
Hat hier irgendjemand mal den Link angeklickt und den Artikel gelesen, oder nur das zitierte?
Der Artikel wurde zwischenzeitlich korrigiert.

Leiharbeits-Tarifverträge christlicher Gewerkschaften nichtig

Zahlreiche Tarifverträge für zehntausende Leiharbeitnehmer sind nichtig. Wie das Bundesarbeitsgericht (BAG) am Dienstag in Erfurt entschied, sind die von der Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) abgeschlossenen Tarifverträge zumindest für die Zukunft nichtig. (Az: 1 ABR 19/10)

Als Konsequenz können nach Verdi-Schätzung 280.000 Leiharbeiter, auf die CGZP-Tarife angewendet werden, nun den gleichen Lohn beanspruchen wie ihre Kollegen der jeweiligen Stammbelegschaft des Unternehmens, bei dem sie eingesetzt sind.

+++ Berichtigung: Im zweiten Satz des ersten Absatzes wird klargestellt, dass sich der BAG-Beschluss formal nicht auf die Vergangenheit bezieht. Damit bleibt auch offen, ob die Sozialversicherungen Nachzahlungen verlangen können. Deshalb ist der letzte Satz der Meldung entfallen. Zudem wurde die Unterzeile gestrichen, da sich das BAG auf andere Gründe stützt als von Verdi zunächst angegeben. +++
Leiharbeits-Tarifverträge christlicher Gewerkschaften nichtig - Yahoo! Nachrichten Deutschland
 

Atlantis

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#26
Meiner Meinung nach dient das ganze nur dazu, die kleineren Zeitarbeitsfirmen vom Markt zu verdrängen, die nicht nach Tariflöhnen zahlen können oder wollen.
Das Ende vom Lied wird wohl in Zukunft sein, dass wir dann auch von Riesen-ZAF's regiert werden, die dann so eine Art Oligopolstellung einnehmen werden. Momentan ist der Markt überflutet von allen möglichen ZAF's. Zumindest hier im Norden.
Wenn wenige große ZAF's auf dem Markt sind, ist von der Regierung her auch einfacher Gesetze einzuführen oder zu ändern. Die Dumpinglöhne werden auch in Zukunft bleiben. Ansonsten verlagern die Firmen ihre Produktion einfach noch mehr in Richtung Asien und schon haben sie wieder mehr Geld verdient.

wie verlagert man krankenhäuser, gebäude die gereinigt werden müssen den ganzen dienleistungsektor.


wenn in luxenburg , frankreich der zeitarbeitnehmer das selbe bekommt wie der arbeiter im betrieb, wie soll das gehen ein europa mit unterschiedlichen
sozialgesetzen wird auf kurz oder lang zum auseinanderbrechen führen, wir werden von den konzernen nur ausgebeutet.
 

indi

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#28
Spart in der Zeit, dann habt ihr in der Not!
Spart in der Not, dann habt ihr Zeit dazu!
 

Atlantis

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#29
Spart in der Zeit, dann habt ihr in der Not!
Spart in der Not, dann habt ihr Zeit dazu!
fahr gegen den baum und nicht daneben!
ich habe leider zu spät erkannt wie scheisse du bist. warum hast du nichts gesagt? ich hätte viel zeit sparen können.
 

hartzhasser

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#33
ich habe gestern Abend von den Urteil gehört, das ist doch ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk an die ausgebeuteteten Zeitarbeiter?

lg hartzhasser
 

mathias74

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#34
Warum schreit niemand auf :biggrin: mein Mitleid hält sich in Grenzen :biggrin:
Aber was kommt dann: 1,- Jobber sind dann der Ersatz in den Firmen :eek:
 

physicus

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#35
Aber was kommt dann: 1,- Jobber sind dann der Ersatz in den Firmen
das geht zumindest mal nicht, wenn die firma einen betriebsrat hat und auch nicht wenn man die gewerkschaften einschaltet...

so einfach werden sich die maden da nicht rauswinden können.

mfg physicus
 
E

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#37
"...Die Sozialversicherungen wiederum können von den betroffenen Unternehmen Beitrags-Nachzahlungen in Milliardenhöhe verlangen..."

Das wird wohl auch das Aus für einige Leibuden und Leibuden Nutzer bedeuten.
Das ist der eigentliche Sprengsatz des Urteils.
Was leider noch abzuwarten wäre ...

Von der Leyen verzichtet auf 1.500.000.000 € Beiträge für die Rentenversicherung! Ist das gerecht?

Arbeitgeber haben Tarifverträge mit der Leiharbeitsfirma einer christlichen ! Gesellschaft gekündigt, weil diese zu Lohndumpingpreisen Arbeiter und Angestellte ausgeliehen haben. Nun müssen diese Betriebe laut unterschiedlichen Gerichten Sozialleistungen nachzahlen, u.a. in die Rentenversicherung. Dazu muss von der Leyen einen entsprechenden Antrag stellen, den sie mit der Begründung des zu großen bürokratischen Aufwandes ablehnt. Sollte sie es dieses Jahr nicht noch tun, verfallen weitere 500.000.000 €.





Von der Leyen verzichtet auf 1.500.000.000
 
E

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#40
Von der Leyen verzichtet auf 1.500.000.000 € Beiträge für die Rentenversicherung! Ist das gerecht?

Arbeitgeber haben Tarifverträge mit der Leiharbeitsfirma einer christlichen ! Gesellschaft gekündigt, weil diese zu Lohndumpingpreisen Arbeiter und Angestellte ausgeliehen haben. Nun müssen diese Betriebe laut unterschiedlichen Gerichten Sozialleistungen nachzahlen, u.a. in die Rentenversicherung. Dazu muss von der Leyen einen entsprechenden Antrag stellen, den sie mit der Begründung des zu großen bürokratischen Aufwandes ablehnt. Sollte sie es dieses Jahr nicht noch tun, verfallen weitere 500.000.000 €.
  • Laub fegen
  • Hundekacke aufsammeln
  • Schnee schippen

dafür sind wir gut genug...

...Frau von und zu Urselchen für die Leyharbeit:

1.500.000.000 € Beiträge für die Rentenversicherung

könnten wir ELOs für den Staat zurückholen mit aufwendiger bürokratischer Büroarbeit :)

Jobangebote sind zu richten hier an uns ELOs.
Was halten Sie von 10,-€/Std. MAE ?¿


  1. Es entstehen neue, sinnvolle Arbeitsplätze
  2. Die Arbeitslosenzahl sinkt ungetürkt
  3. Dringend benötigte Gelder werden in die leeren Rentenkassen gespült
  4. Abgestraft und zahlen müssen die verbrecherischen ZAFs, die dadurch hoffentlich...
  5. ...bankrott gehen und dicht machen müssen.

Wenn diese Arbeit für Sie und Ihre dekadenten Parteigenossen einen zu großen bürokratischen Aufwand bedeutet,
dann melden Sie sich hier bei uns.
Ein Anruf oder eine kurze E-Mail genügen.
Ganz unbürokratisch.
Wir helfen Ihnen gern.
:biggrin:
 

lupe

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#41
Ich finde es toll, dass so viele hier diese Nachricht in der Luft zerreissen :biggrin:. Vor allem dann, wenn die meisten hier keine Ahnung haben.

Der CGZP Tarif der AMP ist Tarif in Zeitarbeit, und der schlechteste....Die werben mit Christlichen Tarifen und zahlen Hungerlöhne...Der BZA/IGZ Tarif ist da etwas besser. AMP wurde von der Mafia gemacht...

Also, erst denken, recherieren, Dann Schreiben und abposten :biggrin:
 

Shellist

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#42
Was leider noch abzuwarten wäre ...

Von der Leyen verzichtet auf 1.500.000.000 € Beiträge für die Rentenversicherung! Ist das gerecht?

Arbeitgeber haben Tarifverträge mit der Leiharbeitsfirma einer christlichen ! Gesellschaft gekündigt, weil diese zu Lohndumpingpreisen Arbeiter und Angestellte ausgeliehen haben. Nun müssen diese Betriebe laut unterschiedlichen Gerichten Sozialleistungen nachzahlen, u.a. in die Rentenversicherung. Dazu muss von der Leyen einen entsprechenden Antrag stellen, den sie mit der Begründung des zu großen bürokratischen Aufwandes ablehnt. Sollte sie es dieses Jahr nicht noch tun, verfallen weitere 500.000.000 €.





Von der Leyen verzichtet auf 1.500.000.000
Mahl sehen was Schäuble da zu sagt.
Ausserdem Futter für die Oposition.
 

Purzelina

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#43
Heute Termin im Jobcenter und gleich einen Stellenvorschlag erhalten bei einer Zeitarbeitsfirma, bisher Tarifvertrag mit den Christlichen.

Sollte es wider Erwarten zum Vorstellungsgespräch kommen, dann weiß ich genau worüber wir reden werden. :icon_twisted:
 

physicus

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Sollte es wider Erwarten zum Vorstellungsgespräch kommen, dann weiß ich genau worüber wir reden werden.
ja über die bezahlung, welche dann so wie bei den festangestellten ausfallen sollte...^^
 

piotr

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#45
Hi
Lese ich es richtig habe ich also einen Anspruch auf das gleiche Geld wie die Stammbelegschaft wo ich schon seit 6,5 Jahren am Malochen bin.
zur Zeit mein Verdienst 7,60€ std.
wie sOll/kann ich jetzt vorgehen
soll ich jetzt meinen Arbeitgeber anrufen und dann:confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused:
HILFE HILFE HILFE
 

piotr

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#49
hab da etwas rumgelesen da ich nach dem IGZ Tariff bezahlt werde
sehe ich da Schwarz...............
zu früh gefreut:icon_neutral::icon_neutral::icon_neutral:
 
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#50
hab da etwas rumgelesen da ich nach dem IGZ Tariff bezahlt werde
sehe ich da Schwarz...............
zu früh gefreut:icon_neutral::icon_neutral::icon_neutral:
Du kannst ja mal beim Betriebsrat Deines Entleihbetriebes bzw. beim DGB nachfragen, warum Du jetzt nicht genau so bezahlt wirst wie die Stammbelegschaft.
 

piotr

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#51
habe die Woche Nachtschicht
werde nächste Woche da mal nachfragen
hoffe die zicken nicht lege mich jetzt schlafen
muss heute die 8 Nacht
ist das leben nicht schön:icon_kotz::icon_kotz::icon_kotz::icon_kotz:
 

Shellist

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#52
Leiharbeitsfirmen drohen nun doch noch dieses Jahr Nachforderungen



wollen einem Zeitungsbericht zufolge noch in diesem Jahr Beiträge von Leiharbeitsfirmen nachfordern, die nach Tarif der Christlichen Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) zahlen. Dies solle schnell geschehen, da ansonsten die Forderungen für das Jahr 2006 verjähren würden, berichten die Zeitungen der WAZ-Gruppe (Freitagsausgabe) unter Berufung auf Sozialversicherungskreise. Demnach bereiten die Sozialkassen derzeit Schreiben an 1600 betroffene Leiharbeitsfirmen vor. Schätzungen zufolge könnten sie 500 Millionen Euro pro Jahr nachfordern.

Bericht: Leiharbeitsfirmen drohen noch dieses Jahr Nachforderungen - Yahoo! Nachrichten Deutschland
 

ladydi12

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#53
Hallo zusammen,

ich verlinke dazu mal einige passende Informationen und Anschreiben von der DGB- Homepage für diejenigen, die ihre Ansprüche geltendmachen wollen. Ihr braucht dann nur noch etwas runterscrollen.

meint ladydi12
 

Mario Nette

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#54
Ich finde, mit Nachforderungen ist das nicht gegessen. Eigentlich gehören diese Ausbeuter für das billigend in Kauf genommene Ausbeuten noch zusätzlich bestraft. Denn mit den Nachforderungen wird ja erst mal der Normalzustand wiederhergestellt. Ein Denkzettel ist das nicht unbedingt.

Mario Nette
 

piotr

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#55
ich werde aber nachdem IGZ Tariff bazahlt
kann ich denn auch einen anspruch auf Geltendmachung von gleicher Vergütung bzw. Nachforderung der Lohndifferenz: machen.
 
E

ExitUser

Gast
#56
ich werde aber nachdem IGZ Tariff bazahlt
kann ich denn auch einen anspruch auf Geltendmachung von gleicher Vergütung bzw. Nachforderung der Lohndifferenz: machen.
Hätte der DGB im April 2010 mit dem IGZ keinen Tarifvertrag abgeschlossen, könntest Du jetzt das gleiche Geld verlangen, wie die Stammbelegschaft. Dafür, dass das jetzt nicht mehr möglich ist, kannst Du Dich beim DGB bedanken.
Solltest Du in der Vergangenheit jemals in den Geltungsbereich des Tarifvertrages der "christlichen" gefallen sein, kannst Du die Differenz nachfordern, ansonsten sieht es nicht gut aus.
 

ladydi12

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#57
Hallo xavier123,

bist du dir da sicher? Ich frage das nämlich deshalb, weil ich u.a. auch aus deshalb meine früheren Arbeitsverträge durchforsten werde. Wenn das erst im April der Fall war, dann müßte meinereiner und andere Betroffene für die Vergangenheit auch da entsprechende Rückforderungen bezüglich EqualPay und Co geltend machen können, weil ja dann auch der IGZ- Tarifvertrag vorher zumindestens recht zweifelhaft war...:icon_kinn:

Soweit ich weiß wurde etwa Anfang der 90er Jahre der erste Tarifvertrag zwischen der Firma Randstadt und der damaligen ÖTV (Vorläufer der heutigen Gewerkschaft ver.di) geschlossen. Der Christentarif und andere Tarifverträge folgten dann später.

Hätte der DGB im April 2010 mit dem IGZ keinen Tarifvertrag abgeschlossen, könntest Du jetzt das gleiche Geld verlangen, wie die Stammbelegschaft. Dafür, dass das jetzt nicht mehr möglich ist, kannst Du Dich beim DGB bedanken.
Solltest Du in der Vergangenheit jemals in den Geltungsbereich des Tarifvertrages der "christlichen" gefallen sein, kannst Du die Differenz nachfordern, ansonsten sieht es nicht gut aus.
meint ladydi12
 

peter_S

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#59
Es wird kein einziger Leiharbeiter auch nur 1 cent nachgezahlt bekommen.

Dazu muß man sich nur mal die die Rechtslage und die Struktur der Leihbuden anschauen.

Kontrolliert und die Betriebserlaubnis bekommen diese Buden von den ARGEn, noch niemals, ich betone niemals ist es vorgekommen das eine Leihbude selbst bei offensichtlichem Rechtsbruch durch eine ARGE zur Rechenschaft gezogen wurde. Dies ist noch nie vorgekommen, wird auch niemals vorkommen. Praktisch befinden sich die Leiharbeitsfirmen in einem rechtsfreien Raum da weder Politik noch Justiz es wagen würden auf Einhaltung der Gesetze zu drängen.

Pocht man als Leihsklave z.B. auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und wird deswegen entlassen ist das für die ARGEn ein Sperrgrund. Ob man im Recht ist oder nicht spielt dabei keine Rolle.

Selbst wenn man durch Zufall einen Richter erwischen würde der es wagen würde nach Recht und Gesetz zu urteilen bekommt man trotzdem keinen cent, dann macht die Leihbude halt zu (jede einzelne Zweigstelle ist eine eigenständige GmbH) und 5 min später unter gleichem Namen wieder auf (klar ist das nicht Legal, aber wie vorne schon geschrieben, illegal wäre es erst wenn die Justiz dies verfolgen würde).

Nicht umsonst zählt die Leiharbeitsbranche zu den grössten Parteispendern überhaupt.
 

physicus

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#60
Es wird kein einziger Leiharbeiter auch nur 1 cent nachgezahlt bekommen.
dann hast du den thread entweder nicht gelesen oder nicht verstanden....

Kontrolliert und die Betriebserlaubnis bekommen diese Buden von den ARGEn
wo hast du bloss diesen mist her?
die werden weder von der ARGE kontrolliert noch sind die auf die ARGE angewiesen, vielmehr ist es so das die ARGE den leihbuden in den allerwertesten kricht, weil sie so nämlich massenhaft leute über diese ganoven aus der statistik drücken können, und DAFÜR zahlt die ARGE!

Pocht man als Leihsklave z.B. auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und wird deswegen entlassen ist das für die ARGEn ein Sperrgrund. Ob man im Recht ist oder nicht spielt dabei keine Rolle.
dazu gibt es widerspruch und klage...

mfg physicus
 
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#61
Ein erfreulicher Umstand!

Allerdings sollte man diejenigen nicht vergessen, die in ganz normalen niedrig bezahlten Jobs angestellt sind.

Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde deren Verhandlungsposition stärken.
 
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