Das Elend der Bürgerarbeit (1 Betrachter)

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Minimina

Gast
«Bürgerarbeit» – das klingt sozial und viel besser als «1-Euro-Job», «Hartz IV» oder Arbeitsdienst. Man soll an gemeinnützige Arbeit von Bürgern für Bürger denken und an sozialversicherungspflichtige Jobs für chancenlose Langzeitarbeitslose.
Was sich wirklich hinter dem wohl klingenden bundesweiten Modellversuch verbirgt, kam auf einer Tagung am 29.August in Dortmund auf den Tisch. Sie führte über 50 Gewerkschafter, Personalräte, Bürgerarbeiter, Erwerbslose und Wissenschaftler zusammen – auch um nach Alternativen zur «aktivierenden Arbeitsmarktspolitik» zu suchen.
SoZ – Sozialistische Zeitung » Das Elend der Bürgerarbeit

LG MM
 

Hartzeola

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«Die Kommunen kommen ohne Programmbeschäftigung nicht mehr über die Runden – sie ist systemrelevant. Öffentlich geförderte ‹Dritte Arbeit› wurde als Teil der kommunalen Aufgabenwahrnehmung und der Wohlfahrtspflege verstetigt.» In das bundesweite Projekt fließen jährlich 200 Mio. Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und 230 Mio. Euro bundesdeutsche Steuergelder. Die Stadt Dortmund gibt zudem pro Bürgerarbeiter und Monat rund 250 Euro aus eigenen Mitteln aus, so Irina Vellay.
Wenn auch eigenen Mitteln bei Kommunen vorhanden wären, kann man nur noch schwer der Versuchung widerstehen, Einiges dazu aus dem ESF oder einem anderen Topf zu holen.

Solche Beschäftigungen sichern nicht einmal den Lebensunterhalt eines Alleistehenden.
 
I

igelchen

Gast
hui
da werden also
430 millionen
vierhundertdreißig millionen für ein projekt bereitgestellt und in dortmund werden auch noch je 250 euro für jeden bürgerarbeiter gezahlt.
wohin zum kuckuck
VERSCHWINDEN VIERHUNDERTDREIßIG (430)millionen euros???
in der brd leben ca 84(??) millionen leutz
nur mal so reingeworfen
damit (mit 430 millionen bescheuros)könnte man eine nation von bescheuro-millionären machen.
das sind dimensionen
koppschüttel
-muß man sich mal vor augen führen.
und DAS bei NUR !!!
:) :) :)
man lese und erstaune
2,9 millionen arbeitslosen (ca)
Zahl der Arbeitslosen steigt im August über 2,9 Millionen | meta.tagesschau.de
smiley
 
I

igelchen

Gast
hui
da werden also
430 millionen
vierhundertdreißig millionen für ein projekt bereitgestellt und in dortmund werden auch noch je 250 euro für jeden bürgerarbeiter gezahlt.

das sind dimensionen
arbeitsmarkt 2011,veröffendlicht von der bundesargentur FÜR :) Arbeit
man tue sich einmal die statistik aus dem jahre 2011 an
die gibt es auf seite 21 über pdf zu lesen,einzusehen wie auch immer man das betrachten mag.
.........................................
430 MILLIONEN für ein projekt
"Bürgerarbeit" die letztendlich nix anderes ist als SKLAVENARBEIT oder irgendwann darin ufert,strandet.
igelchen:
sind grad im moment fragend und wegen dimensionen sinnend:
wieviel Bürger z.B.
griechenland
spanien
portugal
italien
frankreich
deutschland insgesammt haben :) :) :)
 

2010

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Eingesetzt werden Bürgerarbeiter in Schulen, Kindertagesstätten, Bibliotheken, Seniorenheimen, Fahrdiensten, Friedhofsgärtnereien, Tierheimen, Sozial- und Ordnungsämtern. An Dortmunder Schulen ist dadurch das zahlenmäßige Verhältnis von Hausmeistern zu Bürgerarbeitern auf 1:1 angewachsen. Sie arbeiten durchschnittlich 25 von 30 Stunden in der Woche wie «echte» Hausmeister und üben deren tarifvertraglich vereinbarte Tätigkeiten aus. Lediglich 5 Stunden pro Woche sind sie in «zusätzlichen» Aufgabenfeldern tätig, die von den Arbeitsagenturen, Jobcentern und Politikern gern in den Vordergrund von Stellenbeschreibungen und Statements gestellt werden.

Trotz vielfältiger Diskriminierung und Schlechterstellung betrachten Betroffene ihre Bürgerarbeit individuell als «begrenztes Glück», so Wolfgang Richter: «Ihnen ist klar, dass es bei der Stadt keine Anschlussbeschäftigung geben wird. Nach ihnen werden andere Programmbeschäftigte ihre Plätze einnehmen. Viele sind dennoch froh, für drei Jahre etwas zu haben. Die Lebenszufriedenheit hat insgesamt zugenommen. Der Zugewinn ist die Planbarkeit des eigenen Lebens über die drei Jahre der Maßnahme und die Gewissheit, nur eine Beschäftigung annehmen zu müssen, die mehr bietet.»

SoZ – Sozialistische Zeitung » Das Elend der Bürgerarbeit
Genau wie bei den 1 € Jobs, jeder der beiden Vertragspartner sucht sich seine Vorteile.

Wie soll gegen 1 € Jobs u. Bürgerarbeit angekämpft werden, wenn sich auch von Seiten der Harter darum gerissen wird einen Platz zu ergattern ?
Genau genommen sind das größte Problem der ganzen Reform die Hartzer selbst.
 

udet

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Jammern nützt nichts, wie sieht eure Gegenwehr aus...habe diesbezüglich einiges hinter mir und sehe euren Antworten mit Interesse entgegen!

Udet
 
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ExitUser

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Habe 1 Euro Job als Zwangsarbeit und mit GG und Völkerrecht nicht vereinbar, abgelehnt.
 
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