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Das Denkmal der Einheit

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jimminygrille

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#1
Der Bundestag hat heute wieder mal gegen die Mehrheit des deutschen Volkes entschieden.
In Berlin soll also das Denkmal stehen.
Laut Umfragen waren aber 70 % für Leipzig,
ich muss sagen, daß mich das sogar als Wessi ärgert,
es ist eine totale Nichtachtung den Menschen gegenüber, die damals ihren Kopf hingehalten hatten.


Die Mehrheit des deutschen Volkes war gegen den Regierungssitz in Berlin -- man hat es dennoch getan.

Die Mehrheit des deutschen Volkes war gegen den Euro
ist gegen die EU-Verfassung usw. usw.

Manchmal greife ich mir an den Kopf, wie es denn sein kann, daß ausgerechnet wir im EWL Forum anscheinend als einzige begriffen haben, von welcher Sippschaft wir regiert werden.
 
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#2
die Reden zu diesem Thema haben übrigens die ganze Verlogenheit
von diesem unerträglichen Requisitenladen aufgezeigt

ein Höhepunkt im Theaterstück Grosskotz war z.B. dieser hier
Wolfgang Börnsen (Bönstrup) (CDU/CSU):

Herr Präsident, ich komme zum Schluss.

Kein Text fasst dieses Ideal von Freiheit schöner als das Volkslied aus dem Jahr 1780, dass 1848 verboten wurde: Die Gedanken sind frei. Darin heißt es in der dritten Strophe:

Und sperrt man mich ein
im finsteren Kerker,
das alles sind rein
vergebliche Werke.
Denn meine Gedanken
zerreißen die Schranken
und Mauern entzwei:
Die Gedanken sind frei!

Bitte stimmen Sie mit für das Denkmal für Freiheit und Einheit hier in der Hauptstadt!

http://www.bundestag.de/bic/plenarprotokolle/plenarprotokolle/16124.html
 
E

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#3
Gibt es mal wieder eine Absprache mit Bush?

aus obigen BT-Protokoll
Präsident Dr. Norbert Lammert:

Nächste Rednerin ist die Kollegin Dr. Lukrezia Jochimsen für die Fraktion Die Linke.
(Beifall bei der LINKEN)

Dr. Lukrezia Jochimsen (DIE LINKE):

Herr Präsident! Kolleginnen und Kollegen! Ich spreche nach den großen Daten, auf die der Ministerpräsident verwiesen hat, zu einem speziellen Thema, nämlich der Errichtung eines Freiheits- und Einheitsdenkmals. Schnell, schnell, schnell, bloß keine Diskussion, kein Nachdenken, so müsste man den Antrag der Koalitionsfraktionen und der FDP auf Errichtung eines Freiheits- und Einheitsdenkmals überschreiben.
(Beifall bei der LINKEN)

Noch nicht einmal der federführende Kulturausschuss hatte vorgestern Zeit für eine Aussprache. Der Antrag wurde per Mehrheit aufgesetzt, angenommen und in einer Weise durchgezogen, die aus meiner Sicht allen parlamentarischen Sitten hohnspricht,
(Beifall bei der LINKEN sowie des Abg. Peter Hettlich (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN))

und das ausgerechnet bei einem Denkmal, das der Erringung demokratischer Freiheiten in der DDR gewidmet werden soll. Sie merken offensichtlich noch nicht einmal, wie weit Ihr Gebaren von der Atmosphäre und dem Niveau der runden Tische entfernt ist, an denen die Demokratie in der DDR neu geboren wurde. Und warum? Weil heute der 9. November ist und an diesem Symboltag ein neues Nationalsymbol etabliert werden soll. Basta! Und was soll symbolisiert werden? Einerseits die friedliche Revolution im Herbst 1989 und andererseits die Wiedergewinnung der staatlichen Einheit sowie die freiheitlichen Bewegungen und Einheitsbestrebungen der vergangenen Jahrhunderte.
...
ja gucke mal da
US-Präsident Bush ruft Weltfreiheitstag aus

11:05 | 09/ 11/ 2007


WASHINGTON, 09. November (RIA Novosti). US-Präsident George W. Bush hat den heutigen Freitag zum Weltfreiheitstag („World Freedom Day“) erklärt.

„Am 9. November 1989 ist die Berliner Mauer gefallen. Das wurde zum Freiheitssieg über jene, die Millionen Menschen Hoffnung und Chancen genommen haben. Der Fall dieser Barriere signalisierte das Ende des sowjetischen Imperiums in großen Teilen Mittel- und Osteuropas“, heißt es in der Erklärung Bushs, die von der Pressestelle des Weißen Hauses verbreitet worden war.
...
http://de.rian.ru/world/20071109/87295054.html
Na da rufen ja die "richtigen" zu Freiheit und gegen Tyrannei auf

ausgerechnet Bush und die Grosskotz
 

ofra

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#5
Der Bundestag hat heute wieder mal gegen die Mehrheit des deutschen Volkes entschieden.
In Berlin soll also das Denkmal stehen.
Laut Umfragen waren aber 70 % für Leipzig,
ich muss sagen, daß mich das sogar als Wessi ärgert,
es ist eine totale Nichtachtung den Menschen gegenüber, die damals ihren Kopf hingehalten hatten.


Die Mehrheit des deutschen Volkes war gegen den Regierungssitz in Berlin -- man hat es dennoch getan.

Die Mehrheit des deutschen Volkes war gegen den Euro
ist gegen die EU-Verfassung usw. usw.

Manchmal greife ich mir an den Kopf, wie es denn sein kann, daß ausgerechnet wir im EWL Forum anscheinend als einzige begriffen haben, von welcher Sippschaft wir regiert werden.
wie soll dieses denkmal eigentlich aussehen? ein ausgestopfter politiker? eine wachsfigur? in anderen ländern werden denkmäler eifrig abgebaut ...
 

Rounddancer

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#6
Denkmal egal

Schon vor unseeligen Zeiten hat Berlin alles an sich gezogen,-
und feiern können den Anschluß der DDR, die, mit Worten der Wirtschaft gesprochen eigentlich eine Art "feindlicher Übernahme" war, wenn wir ehrlich sind, nur die westlichen Wirtschaftsbosse, und die vielen, betrügerischen Piranhas, die nach dem Fall der Mauer hineinschwärmten, um den über den 1:1- Umtausch zu D-Mark gekommenen Ex-DDR-Bürgern dieses Geld und noch mehr sofort wieder abzunehmen.

Und so verloren nicht nur die Ex-DDR-Bürger vielfach ihre Arbeit und ihr Recht auf Arbeit und Wohnung, ihre Vorgesetzten wurden entweder sofort rausgeworfen, und durch Wessies ersetzt, oder sie kriegten die Order, binnen eines Jahres 90 Prozent der Mitarbeiter zu entlassen,- und als das geschafft war, wurde ihnen selbst der Stuhl vor die Tür gesetzt und die erarbeiteten Rentenansprüche geklaut, nein, so war auch der Grund da, um bergeweise Westbeamte mit Bus(c)h-Zulage versehen, in den Osten zu schicken, während junge Ossies gezwungen wurden, im Westen in die Arbeitsmärkte zu drängen, um so den Wessies das Lohn-/Gehaltsniveau massiv zu drücken, und zur Verarmung der Westbürger zu führen.

Soll doch dieses Denkmal nach Berlin, dann kommen schon nicht alle Jahre irgendwelche Staatsbesucher nach Leipzig, so müssen schon nicht die Leipziger laufend mit Absperrungen und zugeschweißten Gullideckeln leben, und so muß schon der sächsische Freistaat nicht auch noch für die Bewachung dieser Staatsbesucher aufkommen.

Heinz
 

wolfgang52

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#7
Hallo Heinz,

ich weiß garnicht ob Du weißt wie Recht Du hast.
Dein Beitrag trifft die Sache recht Gut.
Unser Problem ist nur daß alle meckern aber nur gaaaannnzzz wenige was gegen diese Mißstände tun.
 
E

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#8
Unser Problem ist nur daß alle meckern aber nur gaaaannnzzz wenige was gegen diese Mißstände tun.
Denn sie wissen nicht was sie tun könnten. Demonstrieren? Interessiert keinen! Flugblätter verteilen? Lesen eh nur die, es vorher schon wußten. Leute überzeugen? Die wollen nicht überzeugt werden. Briefe an Politiker schreiben? Werden die je gelesen?

Was sollen wir also tun?
 

left

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#9
Wir Sind Das Volk

1989 zeigten die Menschen in Leipzig und OSSILAND den Regierenden die *Rote Karte*.

Gestern beteiligten sich vor allen Dingen *in OSSILAND* die meisten Lokführer an den berechtigten Streik der GDL.

Und die WESSI`s (ich,wir) ??????

Mir scheint die Menschen in OSSILAND sind eher bereit für notwendige Veränderungen in unserer Gesellschaft zu kämpfen.
 

Rounddancer

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#10
Wir? Wir ziehen den Schwanz ein.

Wir ziehen den Schwanz ein, hoffend, daß wir, jeder für sich, die letzten sein werden, die in der jeweiligen Firma "das Licht ausmachen",- bzw., wenn wir schon "draußen" sind, dann lassen wir uns gegen andere aufhetzen, von denen man uns glauben macht, sie seien noch weniger Wert als wir, und sie seien für unsere Misere verantwortlich. Und wir hoffen, durch Verstecken unserer Gedanken und Meinungen (vor den (Personal-)Chefs und durch Wohlverhalten als erste wieder eingestellt zu werden...

Und wenn ein bissiger Hund kommt, so verstecken wir uns hinter den anderen, in der Hoffnung, daß er, wenn er die alle gefressen hat, satt abdrehen und uns verschonen wird.

Und wenn ich dann so Statements lese, wie
https://www.xing.com/app/forum?op=showarticles;id=4264767;articleid=6375489#6375489

dann mag ich zur Sau raus und nicht mehr hinein...
 

jimminygrille

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#11
Davon abgesehen, daß die Deutschen zumeist potthässliche Denkmäler fabrizieren, (das merkwürdige Gebilde, ich glaube vor dem Kanzleramt , z.B. oder die abstoßende Willy Brandt Statue im SPD Haus) kommt mir gerade die Idee, daß Leipzig ja trotz Allem ihr eigenes Gegendenkmal aufstellen könnte.
Weiß der Geier, durch wieviele Instanzen das dann erst wieder gehen müsste.
 

Rounddancer

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#12
Da steht schon eines in Leipzig

Da steht schon ein Denkmal dafür vor der Nikolaii-Kirche, eine Säule, wie sie auch in der Kirche steht.
 

wolfgang52

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#13
Hallo,

@Tom
Tom sagte :
Denn sie wissen nicht was sie tun könnten. Demonstrieren? Interessiert keinen!
Sie wissen es und tun es trotzdem nicht.
Demontrieren ist genau das richtige, weil das einzig legale, Mittel das wir haben.
Kannst Du Dich an die Zeit Juli/August 2004 erinnern als die Demos noch Massenandrang hatten? Da hat der Kanzler seinen Urlaub abgebrochen um den Leuten zu verkünden "Ja ihr bekommt euer Geld für Januar". Da waren aber auch allein in Magdeburg 100.000 auf der Straße.
Alle Demos danach waren doch minderbemittelte Kleinveranstaltungen.
(Letzte "Groß(Maul)demo" in Berlin am 13.10. hatte 7.000 Teilnehmer)

@left,
left sagte :
Mir scheint die Menschen in OSSILAND sind eher bereit für notwendige Veränderungen in unserer Gesellschaft zu kämpfen.
nein, auch hier im Osten wird es ruhiger. Die Massen sind demoralisiert, desinteressiert und verbittert.
Auch hier schämt man sich und traut sich nicht zu seiner prekären Situation zu stehen.

@Rounddancer,
Rounddancer sagte :
Wir ziehen den Schwanz ein, hoffend, daß wir, jeder für sich, die letzten sein werden, die in der jeweiligen Firma "das Licht ausmachen",- bzw., wenn wir schon "draußen" sind, dann lassen wir uns gegen andere aufhetzen, von denen man uns glauben macht, sie seien noch weniger Wert als wir, und sie seien für unsere Misere verantwortlich. Und wir hoffen, durch Verstecken unserer Gedanken und Meinungen (vor den (Personal-)Chefs und durch Wohlverhalten als erste wieder eingestellt zu werden...

Und wenn ein bissiger Hund kommt, so verstecken wir uns hinter den anderen, in der Hoffnung, daß er, wenn er die alle gefressen hat, satt abdrehen und uns verschonen wird.

Und wenn ich dann so Statements lese, wie
https://www.xing.com/app/forum?op=sh...5489 #6375489

dann mag ich zur Sau raus und nicht mehr hinein...
genau das beschreibt 99,9x % der Masse. Es ist eine unsichtbare Masse, Menschen ohne Rückgrad.
 
E

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Gast
#14
nein, auch hier im Osten wird es ruhiger. Die Massen sind demoralisiert, desinteressiert und verbittert.
Auch hier schämt man sich und traut sich nicht zu seiner prekären Situation zu stehen.
das ist schade und tragisch, denn wer wenn nicht die "Ossis" könnte aus Erfahrung überzeugender den Protest auf die Strasse tragen.
Denn für das was sich zeit der Wende in Deutschland tut, hat damals sicher keiner sein Leben riskiert.

Und nun soll das ganze auch noch Geschichtsverklärend in Berlin geehrt werden
 

X-med

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#15
Denn sie wissen nicht was sie tun könnten. Demonstrieren? Interessiert keinen! Flugblätter verteilen? Lesen eh nur die, es vorher schon wußten. Leute überzeugen? Die wollen nicht überzeugt werden. Briefe an Politiker schreiben? Werden die je gelesen?

Was sollen wir also tun?

ein universalrezept wird es dafür nicht geben.
der wichtigste punkt scheint mir zu sein, nicht den überblick zu verlieren, nach dem wesen einer sache zu fragen.

regelmässig erscheinen ereignisse dumm oder unnötig, nur weil man auf anhieb nicht den profiteur erkennen kann. dabei ist das unverständliche, seltsame, oft nur die nebenerscheinung des eigentlichen vitalen interesses. in dem zusammenhang würde es nichts nützen, die begleiterscheinungen zu bekämpfen.

der nächste punkt wäre seine urteilskraft zu pflegen und zu kultivieren.
(im wortbedeutungssinn, muss man bei dem wortmissbrauch ja inzwischen dazusagen.)
damit meine ich, auch seinen eigenen standpunkt verlassen zu können, um sein gegenüber zu verstehen.
eine neutrale position wird kaum jemand wirklich einnehmen können, aber anstreben und versuchen sollte man es.

hat man das so einigermassen verstanden, ergeben sich die werkzeuge im austausch untereinander und durch die situation.
keiner würde fragen welches werkzeug man braucht um ein haus zu bauen.
die antwort wäre: viele verschiedene, die man mit entsprechenden kenntnissen an den richtigen stellen einsetzt.

die vorstellung, eine nachhaltige veränderung könne mit gross angelegten machtübernahmeaktionen erreicht werden, halte ich für einen irrtum.
so etwas ist zentral organisiert und wird binnen kürzester zeit erneut missbraucht. dieser lösung fehlt der andauernde erneuerungscharakter.
(vergl. natur)

wo ich jetzt zu dem denkmal und "ordenskult" komme. das sind beerdigungsrituale!
na klar sind da die reaktionären burschen ganz vorn dabei, ist eine initiative erst einmal tot,
kann man sie ganz "ausgezeichnet" hoch leben lassen! die statik machts möglich.


.
 

gitta2

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#16
Schon vor unseeligen Zeiten hat Berlin alles an sich gezogen,-
und feiern können den Anschluß der DDR, die, mit Worten der Wirtschaft gesprochen eigentlich eine Art "feindlicher Übernahme" war, wenn wir ehrlich sind, nur die westlichen Wirtschaftsbosse, und die vielen, betrügerischen Piranhas, die nach dem Fall der Mauer hineinschwärmten, um den über den 1:1- Umtausch zu D-Mark gekommenen Ex-DDR-Bürgern dieses Geld und noch mehr sofort wieder abzunehmen.

Und so verloren nicht nur die Ex-DDR-Bürger vielfach ihre Arbeit und ihr Recht auf Arbeit und Wohnung, ihre Vorgesetzten wurden entweder sofort rausgeworfen, und durch Wessies ersetzt, oder sie kriegten die Order, binnen eines Jahres 90 Prozent der Mitarbeiter zu entlassen,- und als das geschafft war, wurde ihnen selbst der Stuhl vor die Tür gesetzt und die erarbeiteten Rentenansprüche geklaut, nein, so war auch der Grund da, um bergeweise Westbeamte mit Bus(c)h-Zulage versehen, in den Osten zu schicken, während junge Ossies gezwungen wurden, im Westen in die Arbeitsmärkte zu drängen, um so den Wessies das Lohn-/Gehaltsniveau massiv zu drücken, und zur Verarmung der Westbürger zu führen.

Soll doch dieses Denkmal nach Berlin, dann kommen schon nicht alle Jahre irgendwelche Staatsbesucher nach Leipzig, so müssen schon nicht die Leipziger laufend mit Absperrungen und zugeschweißten Gullideckeln leben, und so muß schon der sächsische Freistaat nicht auch noch für die Bewachung dieser Staatsbesucher aufkommen.

Heinz
Danke, Heinz

Meistens waren es abgehalfterte Politiker und Gesellen, die im Westen nichts geworden sind und sich im Osten gesund gestoßen haben. Merkwürdigerweise sind die auch noch mit offenen Armen empfangen worden. Ich kann mich an einen unheimlich versnobten, von sich eingenommenen "Unternehmensberater" erinnern, der in Fulda in die Politik wollte, es nicht schaffte, und dann hier im Osten noch ne ganze Menge kleine Betriebe in den Ruin gewirtschaftet hat. Der hat hier mit der damaligen Unwissenheit der Leute ein Vermögen erwirtschaftet für sich.
Und solche gab's ne ganze Menge.

Sollte man nicht lieber Das Geld für die Bildung ausgeben, statt noch ein protziges oder (die können nicht anders) häßliches Denkmal zu errichten?

Wofür ein Denkmal? Dass man große Teile der Bevölkerung in die Armut getrieben hat? Dass man für andere arme Länder spendet oder in Krisenregionen Geld reinbuttert, statt im eigenen Land (reiches armes Land) das soziale Gleichgewicht wieder herzustellen.

Oder dass unsere Kandesbunzlerin in der Weltgeschichte rumreisen kann. Sollte die sich nicht besser - mit offenen Augen - um die interne Entwicklung in Deutschland kümmern?

Nächstes Jahr gehen wir auf die Äcker und klauen, was die Bauern so produzieren. Für so was ein Denkmal?

Für ein ausgeblutetes Ostdeutschland sind wir damals sicher nicht auf die STraße gegangen!
 
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#18
Ein Denkmal für gierige, Lügen und Angst verbreitende, sich maßlos bis zur Absurdität an Hunger, Armut und Kriegen bereichernde Menschen- und Staatenspieler.

Ein Denkmal für erniedrigende und niederträchtige Entehrung, Ausgrenzung und Minderwertigkeit, in denen durch staatliche Repression bis hin zum Existenzentzug hörig gemachtes „Humankapital“ in Putzjobs, unterbezahlter Leiharbeit und Kriegseinsätzen „gefördert und spezialisiert“ wird.

Ein Denkmal für die Zerstörung von Familien, die Verzweiflung der "unrentablen und überflüssigen" Menschen.

Ein Denkmal der Schande.
 

wolfgang52

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#19
Hi Cementwut,
das ist schade und tragisch, denn wer wenn nicht die "Ossis" könnte aus Erfahrung überzeugender den Protest auf die Strasse tragen.
Denn für das was sich zeit der Wende in Deutschland tut, hat damals sicher keiner sein Leben riskiert.

Und nun soll das ganze auch noch Geschichtsverklärend in Berlin geehrt werden
immer wenn ich hier die Betroffenen vor und im Amt schimpfen und jammern höre kommt
mir nur noch die Galle hoch.
Denen kann es noch so dreckig gehen, sie bewegen ihren Ar**h nicht auf die Straße.
(Die Ausreden sind ja bekannt)
Die paar die wirklich noch kämpfen stehen alleine da und werden höchstens noch dumm angemacht.
:icon_kotz2:
 
E

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#20
Hi Cementwut,

immer wenn ich hier die Betroffenen vor und im Amt schimpfen und jammern höre kommt
mir nur noch die Galle hoch.
Denen kann es noch so dreckig gehen, sie bewegen ihren Ar**h nicht auf die Straße.
(Die Ausreden sind ja bekannt)
Die paar die wirklich noch kämpfen stehen alleine da und werden höchstens noch dumm angemacht.
:icon_kotz2:
das kann ich wirklich sehr gut nachvollziehen

nur ich hätte es nie für möglich gehalten, dass dieses selbstschädigende Verhalten so schnell im Osten von den Menschen übernommen wird.
Gerade die müssten doch eigentlich noch sehr gut wissen, wovor die regierenden Politiker am meisten Angst haben.

Ich begreif das einfach nicht
 

gitta2

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#21
das kann ich wirklich sehr gut nachvollziehen

nur ich hätte es nie für möglich gehalten, dass dieses selbstschädigende Verhalten so schnell im Osten von den Menschen übernommen wird.
Gerade die müssten doch eigentlich noch sehr gut wissen, wovor die regierenden Politiker am meisten Angst haben.

Ich begreif das einfach nicht
Es hat doch aber 40 Jahre gedauert
 

Selene

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#22
Nur das in D-Land in ein paar Jahren mix mehr zum kämpfen ist.Und in anderen EU Ländern auch nicht.Dafür wird ja schon im Dezember gesorgt.
 

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#23
Wie wahr "Martin Luther King"

Zutreffender kann man es nicht formulieren.

Kein Problem wird gelöst, wenn wir träge darauf warten,
dass Gott sich darum kümmert.
Martin Luther King
 

rich72

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#24
Denkmal der Einheit?

Warum braucht man ein Denkmal der Einheit, wenn es eine solche doch gar nicht gibt. Die Gesellschaft ist gespalten wie niemals zuvor. Arme, Reiche, Arbeitnehmer, Arbeitslose und gerade die Politik spielt die einzelnen Gruppierungen oftmals gezielt gegeneinander aus, was man an den Kommentaren mancher Politiker zum Thema Langzeitarbeitslosigkeit erkennen kann und was doch nichts anderes ist als plumpe Meinungsmache.
Ganz ehrlich - eine Einheit im eigentlichen Sinne gibt es hierzulande nicht.
Für mich hat es eher den Eindruck, als ob sich hier die sog. politische Elite selbst ein Denkmal setzen will.
 
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