Das Amt lehnt die Nahtlosigkeitsregelung ab. Soll ich Widerspruch einlegen?

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sany822

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Hallo Elo Forum,

mein Mann war heute beim Arbeitsamt und hat auch eine Abfuhr wegen der Nahtlosigkeitsregelung bekommen ☹
Er ist seit Mai 2017 Krankgeschrieben, er hat seine Kündigung letztes Jahr erhalten als Altenpfleger. Er hatte 2 Stationäre Aufenthalte sowie eine Reha hinter sich. Der EM Antrag wurde im September gestellt, wir bekommen seit letzter Woche beide ALG2.

Habt ihr eine Idee wie man dem Arbeitsamt in den hintern treten kann? Das Gutachten wurde im September erstellt, Ausgesteuert wurde am 17. Oktober, Krankgeschrieben ist er weiterhin vom Arzt.

Der vom Arbeitsamt meinte, die Nahtlosigkeitsregelung greift nur wenn das ärztliche Gutachten das bestätigt das man nicht mehr arbeiten gehen kann.

Danke
sany
 

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Machts Sinn

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AW: Das Amt lehnt die Nahtlosigkeitsregelung ab, Einspruch ?!

.
Wieso "in den Hintern treten"?

Es besteht doch eindeutig Anspruch
auf Arbeitslosengeld über die Verfügbarkeit - oder?

Aber hast du mal geprüft, ob die Aussteuerung stimmt?
 

saurbier

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AW: Das Amt lehnt die Nahtlosigkeitsregelung ab, Einspruch ?!

Hallo sany822,

nun ja das hört sich jetzt mal gar nicht gut an für dich/euch.

Nun aber hast du einen Angriffspunkt deine Leistungsklage bei der AfA durchzusetzen.

Im übrigen muß ich mich vorerst mal Machts Sinn anschließen.

Korrekt ist hier ja nur, daß man deinem Mann keinen § 145 SGB III Fall gewährt, nichts desto trotz hat er aber auf jeden Fall einen Leistungsanspruch nach § 136 SGB III, denn 1. wurde ihm ja bereits gekündigt und 2. ist er jetzt von der KK ausgesteuert.

Nach der Aussteuerung greift im Falle der hier ja wohl vorliegenden Arbeitslosigkeit immer noch § 136 SGB III, denn dafür hat er ja Versicherungsbeiträge gezahlt und da er lt. der Begutachtung ja eingeschränkt verfügbar .

Habt ihr eine Idee wie man dem Arbeitsamt in den hintern treten kann?

Im Falle deines Mannes wirst du der AfA wohl eher mal nicht in den Hintern treten können, es denn dir läge ein Reha-Abschlussbericht vor, welcher etwas grundsätzlich anderes aussagt.

Laut dem ärztlichen Gutachten hier, kann dein Mann vollschichtig eingeschränkt arbeiten, ja es wird sogar eine LTA empfohlen.

Alleine der Umstand das er jetzt einen EMR-Antrag am laufen hat, sagt ja mal für die AfA recht wenig, denn den Antrag darf ja jeder stellen.

Für die AfA wäre hier nur relevant, wenn der Reha-Abschlussbericht z.B. ein weit schlechteres Ergebnis beinhalten würde, also dein Mann z.B. für den allgemeinen Arbeitsmarkt nur noch <3 Std./tägl. Leistungsfähig wäre, oder zwischen 3-6 Std./tägl. mit erheblichen Einschränkungen, oder eben wegen psychischer Probleme für längere Zeit nicht arbeiten könnte.

Da wäre dann schon der entsprechende Abschlussbericht hier eher Aussagekräftig, um sehen zu können ob da ggf. was zu machen ist (vielleicht mal anonym einstellen).

So sehe ich da bisher leider noch keinen großen Angriffspunkt.

Es bliebe ihm daher vorerst mal dann nur der Leistungsanspruch auf reguläres ALG-I worauf er mit diesem äD-Gutachten ja Anspruch hat - mit einem Antrag auf LTA.

Aber auch die Frage von Machts Sinn ist ja nicht so unberechtigt, denn grob gerechnet hat dein Mann ja hier nur um die 500 Tage KG erhalten. Da sollte man mal prüfen ob er zuvor überhaupt schon mal AU für die jetzige Erkrankung geschrieben wurde, nicht daß sich da wohlmöglich ganz andere Ansprüche an die KK ergeben könnten (Stichwort: Blockfristen).

So wie du das hier jetzt mitgeteilt hast, besteht für deinen Mann keinerlei Veranlassung einen ALG-II Antrag zu stellen.

Sollte die AfA bei ihm tatsächlich ein ALG-I ablehnen oder abgelehnt haben, dann mußt du dagegen sofort in Widerspruch gehen.


Grüße saurbier
 

sany822

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AW: Das Amt lehnt die Nahtlosigkeitsregelung ab, Einspruch ?!

Hallo Macht Sinn,

wie prüfe ich ob die Aussteuerung stimmt?
Einen Ablehnungsbescheid hat er noch nicht erhalten. Er weiß nicht ob er beim Antrag angekreuzt hat, dass er sich zur Verfügung stellt.

LG
sany
 

sany822

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AW: Das Amt lehnt die Nahtlosigkeitsregelung ab, Einspruch ?!

Hallo saurbier,

ich glaub ich verstehe gerade nur Bahnhof, sorry!

Im Grunde genommen, legen wir bei ihm genau so Einspruch ein sobald wir den Bescheid haben. Wir haben überlegt ob er seine Krankschreibung beendet & sich dem Arbeitsamt zur Verfügung steht.

Warum hat er jetzt einen „einen Leistungsanspruch nach § 136 SGB III“? Er ist weiterhin Krankgeschrieben, daher verweisen sie ihn an das Jobcenter.

Das Krankengeld ist stimmig, das die 18 Monate abgelaufen sind. Den Reha Bericht stelle ich morgen ein. Der Reha Bericht sagt aus, dass er als Altenpfleger nicht mehr arbeiten kann aber weitere Tätigkeiten kann er übernehmen. Für eine Umschulung sei er zu Übergewichtig und mit 47 auch zu alt * Aussage vom Jobcenter.

Wie läuft das mit der LTA ab?! Wisst ihr das zufällig? Seine Tagesklinik endet nächste Woche und dann würde sich das ja anbieten….

DANKE!
sany822
 

Machts Sinn

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.
1. Aussteuerung

Hier gibt es einige Links zu Beispiels-Fällen
https://www.elo-forum.org/aussteuer...d-anspruchsdauer-78-wochen-lange-schluss.html

Am besten wir nähern uns langsam Schritt für Schritt an:
Wegen welcher Krankheit ist dein Mann seit Mai 2017 arbeitsunfähig?
War er früher schon mal wegen dieser Krankheit arbeitsunfähig, während welcher Zeiten?


2. Verfügbarkeit

Dass man sich bei der AA mit dem Restleistungsvermögen zur Verfügung stellen muss,
sollte sich inzwischen herumgesprochen haben. Der Verfügbarkeit steht jedenfalls nicht entgegen,
wenn dein Mann als Altenpfleger nicht mehr arbeiten kann und deswegen weiterhin arbeitsunfähig
geschrieben ist aber andere leichtere Tätigkeiten ausüben kann und dazu bereit ist. Wenn er
letzteres ablehnte, sieht es schlecht aus. Das sollte dann schnellstmöglichst korrigiert
werden.
 

saurbier

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Hallo sany822,

also mein Einwand mit dem § 136 SGB III war ja eigentlich der, daß wenn ihn die AfA nun als § 145 SGB III abgelehnt hat bzw. ablehnen will, er dann ja auf jedenfall (weil wenn ich das richtig im Kopf hab - er ja Arbeitslos (gekündigt) ist) als regulärer Arbeitsloser einen Anspruch auf seine Versicherungsleistung aus dem SGB III hat.

Natürlich wäre es von Vorteil wenn er nach § 145 SGB III behandelt würde, eben weil er ja von der KK ausgesteuert wurde.

Aber wir kennen hier ja inzwischen den Kampf mit der AfA um den § 145 SGB III.

Wie schon von Machts Sinn angeregt, sollte man auch weiterhin versuchen nach § 145 SGB III eingestuft zu werden, daß aber hängt eben erheblich von der Begutachtung des äD-Gutachters ab.

Wenn er bereits aus der Reha (trotz Aussteuerung bei der KK) zwar für seinen Beruf als nicht Leistungsfähig eingestuft wurde, aber eben leider nicht für den allgemeinen Arbeitsmarkt, dann sieht es leider eher schlecht aus.

Ob für deinen Mann jetzt eine LTA wirklich der richtige Weg wäre, (erst ist ja 47) kann ich leider nicht beurteilen, aber ich persönlich halte von LTA nicht gerade viel. Warum kann ich auch sagen, denn mit LTA wird die volle Verantwortung auf den betroffenen abgeschoben, heißt eben, man bekommt zwar diverse Leistungen aber muß sich dennoch selbst um eine passende Maßnahme oder Job mit einem wohlmöglichen Arbeitgeber selbst kümmern.

Nicht viel anders war das bereits 2000 bei mir als meine Umschulung aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig von der LVA abgebrochen wurde. Erst auf meine Klage hin wurde die DRV in ihre Schranken verwiesen, als das mir ein wütender Richter die BU-Rente per Urteil zusprach und dann im folgenden LSG-Verfahren die Richter die LVA verdonnerten mir binnen 6 Monaten nochmals ein Umschulungsangebot zu unterbreiten als auch das ich einen Minijob neben meiner BU-Rente jederzeit nachgehen darf. Nun ja 2000 sa die Rechtslage noch etwas anders aus als heute.

Und mal ehrlich unter uns, welcher Arbeitgeber nimmt jetzt heute noch jemanden, der bereits so krank ist das er seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Für einen anderen Beruf fehlt im ja leider meist die notwendige Ausbildung und selbst wenn er die noch bekäme (will man ja angeblich nicht gewähren), stünde er dann leider einem Arbeitsmarkt gegenüber der doch heute nur nach nach billigen aber immerhin top ausgebildeten Arbeitskräften ausschau hält, leider.

Meine Erfahrung seit 2013 ist das es meistens nur die ZAF´s sind die sofort einstellen wollen, aber eben am liebsten mit Schichtbetrieb, Wochenendarbeit, Überstünden und vor allem ohne SchwerB. Die Krönung ist da dann auch noch nach Möglichkeit die ständige Rufbereitschaft (kommen wenn der Arbeitgeber ruft) die man psychisch Kranken schon gar nicht mehr zumuten kann.

Hier wäre es ggf. fraglich ob ihm beruflich nicht die Möglichkeit eines Aufstieges gegeben wäre, damit er aus der körperlich wie psychisch anstrengenden Tätigkeit als Altenpfleger heraus käme, denn was die so alles leisten müssen hab ich ja bei meiner Mama im Pflegeheim Tag täglich selbst erleben können.

Immerhin hätte er ja noch mindestens 20 Berufsjahre vor sich, da finde ich es schon unverschämt ihm keine adequate Perspektive zu bieten.

Hier müßten wir mal genauer schauen, wie denn das Reha-Abschlussergebnis so von den Ärzten für ihn langfristig eingeschätzt wird.

Für mich ist das mit den Umschulungs/Fortbildungsmaßnahmen so ein Witz, denn wir sollen ja immer länger arbeiten aber die Leistungsträger (DRV/AfA) selbst wollen die Altersgrenzen für solche Maßnahmen natürlich nicht entsprechend erhöhen.

Als erstes würde ich jetzt auf jedenfall mal wenn der Bescheid seitens der AfA vorliegt, schauen ob da nicht ein Widerspruch sinnvoll ist. Dafür aber müssen wir erst den Bescheid hier vorliegen haben, denn noch ist es ja nur gerede eines SB und das ist bekanntlich ja Schall und Rauch.

Wir haben überlegt ob er seine Krankschreibung beendet & sich dem Arbeitsamt zur Verfügung steht.

Nun ja, daß müßt ihr schon selbst entscheiden, denn wir kennen ja nicht den Gesundheitszustand deines Mannes.

Ich selbst würde dazu allerdings eher mal nicht neigen, denn wenn er nicht wieder voll genesen ist kann er doch auch keine 100% Leistung erbringen was ja kontraproduktiv ist. Im übrigen sieht die DRV dann auch, daß der behandelnde Arzt die Sache anders beurteilt als die Reha. Für die AfA ist die AU eh uninteressant, denn sollte man ihm doch nach § 145 SGB III einstufen bringt ihm die AU dort eh nichts, weil diese wegen der Aussteuerung eh nicht berücksichtigt würde.

Der Vermittlung muß dich dein Mann so oder so eh zur Verfügung stellen, denn ohne das fiktive Restleistungsvermögen gäbe es ja bei der AfA kein ALG-I. Die AU-Bescheinigung wäre dann also nur für die Akten der KK (auch als AU-Nachweis für die DRV) und seine, weil einen Arbeitgeber hat er ja aktuell nicht.

Wenn auch er sich jetzt übergangsweise beim JC meldet (eben weil die AfA nicht zahlen will), dann allerdings wäre er aus den Vermittlungsbemühungen mit einer AU natürlich vorläufig mal raus, was ihm ggf. ein wenig Ruhe bringen könnte.


Grüße saurbier
 
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Machts Sinn

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Moin saurbier,
1. Wie schon von Machts Sinn angeregt, sollte man auch weiterhin versuchen nach § 145 SGB III eingestuft zu werden
...
2. denn ohne das fiktive Restleistungsvermögen gäbe es ja bei der AfA kein ALG-I.
zu 1.: das muss ein Missverständnis sein
zu 2.: das halte ich für falsch, sog. Nullfälle sind die Zielgruppe des § 145 SGB III

Schönen Gruß
Machts Sinn
 

sany822

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Hallo Machts Sinn,

zu 1: Mein Mann ist wegen Depressionen Krankgeschrieben, er ist sei 04/2017 deswegen
Krankgeschrieben. Davor hatte er mit Depressionen nix am Hut gehabt.

zu 2: Ihm wurde vom Arbeitsamt gesagt da er aktuell noch in der Tagesklinik ist fällt er raus & momentan bekommen wir ALG2. Sobald die Tagesklinik beendet ist (Ende nächster Woche) geht er zum Amt und redet mit dem Sachbearbeiter und stellt sich „zur Verfügung“.


Hallo HermineL,

die Aussage hat er Mündlich bekommen. Schriftlich wollten sie es ihm nicht geben & ich konnte zu dem Zeitpunkt nicht mit, quasi 4 Ohren hören mehr als 2.


Hallo saurbier,

ich glaube nicht das er Geld wegen der Nahtlosigkeit bekommt. Ich wäre Glücklich wenn er Geld bekommt nach §136, noch besser wäre es er findet einen Job.
Aus der Reha wurde er Arbeitsunfähig entlassen als Altenpfleger (Bericht ist anbei).

Wie ich das hier lese, ist LTA das denkbar schlechteste. Gut wir haben den Vorteil wir wohnen in einer Großstadt, aber da den passenden Job zu finden ist auch Glück. Wie du schon sagtest, wer nimmt einen fast 50 Jährigen der nicht 100% belastbar ist. Einen Aufstieg sehe ich schwierig, er ist PC Technisch nicht versiert und eine Leitungsperson ist er nicht (in meinen Augen)
Im Bericht steht ja das er keinen Schichtdienst mehr leisten kann, eine Schwerbehinderung hat er von 30%. Da jubeln die Arbeitgeber & sagen jaaa den wollen wir…

Mit den Umschulungen auf dem Markt kenne ich mich nicht aus, aber wo wollen Sie jemanden hinstecken der über 30 Jahre als Altenpfleger tätig war. Einen tollen Job ohne Stress etc. ist rar, das müsste auch die Ämter wissen.

Sobald der Bescheid vom Amt da ist, lade ich ihn im Forum hoch.

Also wäre es „schlau“ dem Jobcenter die AU vorzulegen, damit sie ihm nicht auf den Schlips treten und ihn sagen er muss sich als Altenpfleger bewerben…


EIN RIESEN DANKESCHÖN AN EUCH :)
 

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saurbier

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Hallo sany822,

also so wie ich den Reha-Entlassungsbericht lese, sieht er mal nicht gerade gut aus.

In seinem Beruf ist er demnach nicht mehr einzusetzen.

Für was anderes aber leider doch immer noch mit mehr als 6 Std./tägl. Leistungsfähig.

Für einen 47 jährigen ein mehr als deprimierendes Ergebnis, denn da muss man sich ja leider die Frage stelle, wie soll es denn jetzt weiter gehen. Das kann ist voll nachvollziehen.

Bei mir sah es 1998 nach meiner Reha leider auch nicht gerade so viel besser aus, außer das es da bei mir altersmäßig weit besser aus sah (gerade mal 40). Bei mir gab es da dann auch eine Arbeitserprobung und aus dessem Ergebnis heraus dann auch eine bewilligte Umschulung hin zu einem beruflichen Aufstieg, um von der körperlichen Arbeit weg zu kommen. Nur leider scheiterte die auch wieder aus gesundheitlichen Gründen, weshalb es dann bei mir nach jahrelangem Kampf mit der DRV ja die Verrentung gab.

Wie ich das hier lese, ist LTA das denkbar schlechteste. Gut wir haben den Vorteil wir wohnen in einer Großstadt, aber da den passenden Job zu finden ist auch Glück. Wie du schon sagtest, wer nimmt einen fast 50 Jährigen der nicht 100% belastbar ist. Einen Aufstieg sehe ich schwierig, er ist PC Technisch nicht versiert und eine Leitungsperson ist er nicht (in meinen Augen)

Bei deinem Mann stehen hier halt die psychischen Probleme im Fordergrund, so wie ich die Begutachtung verstehe.

Da bleibt dann nur der Weg den Vorschlag der Reha anzunehmen und mittels Berufsförderungswerk zu schauen für was sich eine anderweitige berufliche perspektive ergibt, vor allem wenn es so sein sollte wie du ja schreibst - daß du keinen beruflichen Aufstieg siehst -.

Sein bisheriges berufliches Umfeld würde ja so einige Tätigkeiten bieten, aber leider verlangt dies dann auch den Willen neues zu erlernen. Vielleicht kannst du ihn ja dabei unterstützend helfen.

eine Schwerbehinderung hat er von 30%

Wie lange ist es denn her, als man ihm den GdB 30 bewilligte. Vielleicht sollte man jetzt einen verschlechterungsantrag stellen, bei all den vielen gesundheitlichen Problemen wie Psyche, Adipositas, Schlafabnoe etc..

Ich verstehe aber leider bisher auch immer noch nicht so richtig, weshalb ihr jetzt beide ALG-II erhaltet, mal ganz abgesehen von deinen eigenen Problemen mit der AfA.

Im Fall deines Mannes dürfte es da doch überhaupt kein Problem geben ihm ALG-I zu bescheiden. Er ist jetzt ausgesteuert bei der KK und dazu auch noch arbeitslos. Damit erfüllt er auf jedenfall die Kriterien nach § 136 SGB III.

Hast du denn keine Kopie des ALG-Antrages, um zu sehen ob dein Mann da vielleicht etwas falsch angegeben hat, weshalb man ihm das ALG nicht bewilligen will.

Das ganze ist doch sehr merkwürdig.

Denke daran, der Monat ist in 3 Tagen vorbei.

Selbst wenn es bei euch die AfA SB mal wieder clever verstanden hat euch direkt ans JC abzuschieben, was rechtlich nicht zu begründen ist, hast du und dein Mann weit höhere Leistungsansprüche als nur das ALG-II. Ihr hab für diese Versicherungsleistung Beiträge bezahlt, denk immer daran.

Also wäre es „schlau“ dem Jobcenter die AU vorzulegen, damit sie ihm nicht auf den Schlips treten und ihn sagen er muss sich als Altenpfleger bewerben…

Na ja, beim JC würde ich wenn immer möglich eine AU vorlegen. Im Falle deines Mannes steht ja auch im Entlassungsbericht das er "noch" AU ist.

Das mit der Vermittlung in den Job eines Altenpflegers ist nach dem Reha-bericht eh hinfällig, denn da ist er unter 3 Std./tägl. Leistungsfähig. Den Job kann er nicht mehr machen und sollte man versuchen ihn beim JC da wirklich hinein zu drängen, dann müßtest du da mal auf den Tisch hauen.


Grüße saurbier
 

Dark Vampire

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Da er zur zeit noch in der Tagesklinik ist geht das tatsächlich nicht da er dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht, danach muss er sich mit dem restleistungsvermögen zur Verfügung stellen, das heisst auch dem Amt keine AU´s mehr vorbeibringen, wenn er das tut läufts beim JC weiter weil er mit AU dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung steht.
 

sany822

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Hallo saurbier,

du hast ja auch schon so einiges hinter dir mit den Ämtern :blink: Jahrelanger Kampf, können die nicht einfach sagen Ja so ist es und die Leistung genehmigen… anstatt es so „unnötig“ in die Länge zu ziehen & am Ende müssen die ja doch zahlen.

Die 30% hat er dieses Jahr im Sommer bekommen. Einen Verschlimmerungsantrag wollten wir nach der Tagesklinik stellen. Einen Beruf finden wo er nicht Körperlich & Seelisch stark beansprucht wird, sollte machbar sein. Zur Not schicke ich los als Gärtner *lach. Er weiß noch nicht so recht, was er Beruflich machen möchte. 20 Jahre muss er Arbeitstechnisch noch rumbekommen.

Das totale Chaos mit dem Arbeitsamt! Da wir Mittwoch Feiertag haben, haben wir noch Dienstag. Da ich selber Termine habe und er morgen in der Tagesklinik ist, wird er sich nicht drum kümmern.

Er will nächste Woche zum Arbeitsamt gehen & ALG1 „beantragen“, Morgen will er bei der Rentenkasse einen Termin machen und sich nach der Tagesklinik keine weitere Krankmeldung holen.

Mein Mann hat keine Kopie von seinem Antrag auf ALG, er weiß auch nicht was er angegeben hat.

ALG2 bekommen wir beide, da wir beide Geldmäßig in der Schwebe hängen. Wir wurden vom Arbeitsamt an das Jobcenter verwiesen bis alles geklärt ist.

Er ist keine Person die auf den Tisch haut, Donnerstag wollen wir zur Öffentlichen Rechtsauskunft gehen und uns da beraten lassen. Die Beiträge haben wir bezahlt, nur das ist dem Sachbearbeiter egal.

LG
sany
 

Machts Sinn

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zu 1: Mein Mann ist wegen Depressionen Krankgeschrieben, er ist sei 04/2017 deswegen
Krankgeschrieben. Davor hatte er mit Depressionen nix am Hut gehabt.

Seit 4/2017 sind 78 Wochen vorbei. Wenn es vorher nie eine AU wegen einer psychischen
Erkrankung gab, drängen sich Überlegungen zu längerem Krankengeld auch mir nicht auf.

zu 2: Ihm wurde vom Arbeitsamt gesagt da er aktuell noch in der Tagesklinik ist fällt er raus
& momentan bekommen wir ALG2. Sobald die Tagesklinik beendet ist (Ende nächster Woche)
geht er zum Amt und redet mit dem Sachbearbeiter und stellt sich „zur Verfügung“.

Das erscheint mir plausibel; die Info "Tagesklinik" hatte ich hier überlesen:
https://www.elo-forum.org/aussteuer...egelung-widerspruch-einlegen.html#post2336284
 

sany822

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Hallo,

heute kam die Ablehnung per Post…. Witzig, wegen Tagesklinik nicht verfügbar. Was machen die dann ab nächster Woche ?! Da ist diese beendet :icon_dampf:

LG
sany
 

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Dark Vampire

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Dann läufts eben weiter mit H4. Entweder du musst ihm kräftig mal wohintreten oder resignieren. Ich weiss dass das leicht gesagt ist, ich betreue selber so 2 Fälle und mit Arschtritt hats dann doch irgendwann geklappt sich aufzuraffen....hat zwar fast die Freundschaft gekostet was ich mir als anhören durfte ging aber doch positiv aus.
 

Doppeloma

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Hallo Susanne42,

Darf ich mal nachfragen, wieso kein Anspruch auf „normales“ Alg1 besteht?

Weil man nach einer Aussteuerung aus dem Krankengeld in der Regel noch weiter krank ist und "normales ALGI" nicht gezahlt wird wenn man krank ist (also nicht regulär vermittelbar).

Dafür gibt es ja extra die Sonderregelung nach § 145 SGB III, das wird der AfA aber langsam zu teuer und darum versucht sie den Ausgesteuerten möglichst gar kein ALGI zahlen zu müssen ...

Man hat aber einen Rechtsanspruch darauf weil ALGI als Lohnersatzleistung aus eigenen Beiträgen vorrangig zu leisten ist wenn ein Anspruch darauf besteht.

Leider wird die Unkenntnis der Betroffenen von ihren Rechten immer schamloser ausgenutzt, die AfA hat zu ZAHLEN, egal wie sie das "Kind nennen möchte", darüber hat auch der ÄD NICHT zu entscheiden.

Wenn du weitere Fragen dazu hast mach bitte ein eigenes Thema auf.

MfG Doppeloma
 

Doppeloma

Super-Moderation
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Hallo sany822,

heute kam die Ablehnung per Post…. Witzig, wegen Tagesklinik nicht verfügbar. Was machen die dann ab nächster Woche ?! Da ist diese beendet

Nach einer Aussteuerung ist man ohnehin nur sehr eingeschränkt vermittelbar (eben mit dem Restleistungsvermögen lt. AfA-ÄD) und eine Tagesklinik könnte man beim Angebot des "Traum-Jobs" sofort beenden, das ist also an den "Haaren herbeigezogen", dass er deswegen kein ALGI nach der Aussteuerung bekommen soll.

Selbst bei stationärem Klinik-Aufenthalt ist die AfA nach einer Aussteuerung zur Zahlung von ALGI gesetzlich verpflichtet.
Eure AfA scheint sehr hartnäckig zu sein, sich die Ausgesteuerten als Kostenfaktor möglichst vom Hals schaffen zu wollen, bei dir hat man das ja auch versucht.

Unbedingt Widerspruch einlegen weil das nicht zulässig ist.
Dann schreibe das selber und dein Mann unterschreibt nur noch, so schwer kann das ja nicht sein, die Begründung der AfA ist Unsinn.

In der Tagesklinik sollte es zudem auch einen Sozialdienst geben, die normalerweise bei solchen Sachen unterstützen können, wenn die finanziellen Dinge "aus dem Ruder laufen".

Das trägt ja auch nicht gerade zur Verbesserung der Gesundheit bei.
Spätestens wenn er weiter volles Geld vom JC will werden die da auch eingreifen (wie bei dir), denn die wollen auch nicht mehr zahlen als unbedingt nötig ist und ALGI ist ein vorrangiger Rechtsanspruch, aus dem sich die AfA nicht so "billig" verabschieden kann. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

sany822

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Guten Abend,

ich habe meinen Mann heute zur öffentlichen Rechtsauskunft „geschleift“. Entweder kannte er sich nicht mit der Sache aus oder diese Sache ist verhext. Der Herr von der Rechtsauskunft meinte, es gebe nur ALG1 wenn man sich nicht weiter Krankmeldet. Er meinte man könne Quasi von Krankengeld Ende nach ALG2 durchgereicht werden, ich so Nein. Die letzten xx Jahre flossen Beiträge & diese sollen einfach so im Versickern…

Die Tagesklinik ist morgen definitiv beendet & mein Mann will sich weiterhin Krankschreiben lassen. Er meinte er hat einen Antrag auf Rente gestellt & das würde doch nicht zusammenpassen, wenn er sich dem Arbeitsamt zur Verfügung stellt.

Ich bin langsam am Verzweifeln, zum einen mit der Sturheit vom Amt und dem Desinteresse von meinem Mann. Den Wiederspruch kann ich doch nur schreiben, wenn mein Mann sich zur „Verfügung“ stellt oder sehe ich das falsch?

Danke
sany822
 

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Die Tagesklinik ist morgen definitiv beendet & mein Mann will sich
weiterhin Krankschreiben lassen. Er meinte er hat einen Antrag auf
Rente gestellt & das würde doch nicht zusammenpassen, wenn er
sich dem Arbeitsamt zur Verfügung stellt.
Zum Rentenantrag würde es nicht passen, aber zu diesem Gutachten
https://www.elo-forum.org/attachmen...ung-widerspruch-einlegen-thomas_gutachten.pdf, das allerdings
wieder nicht zum Rentenantrag passt.

Nach der - von mir bisher nicht geteilten - Logik deines Mannes müsste
Widerspruch gegen den Ablehnungsbescheid (wegen Tagesklinik) ein-
gelegt, die Richtigkeit des Gutachtens bestritten und Alg nach der
Nahtlosigkeitsregelung begehrt werden.
 

saurbier

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Hallo sany822,

nun ja das ganze sieht nicht gerade gut aus für deinen Mann.

Also lt. dem Reha-Entlassungsbericht sieht man für ihn ja für die Zukunft ein positives Leistungsbild wonach er wieder >6 Std./tägl. Leistungsfähig sein soll, nur eben derzeit eben nicht.

Mich verwundert diese Beurteilung schon und sie dürfte ja mit Sicherheit bereits einige Zeit her sein (wann?).

Nun kommt er sogar aus einer Tagesklinik, wurde also wegen seiner wohl psychischen Probleme auch noch weiterhin behandelt und man will ihn jetzt so mir nichts dir nichts einfach wieder arbeiten schicken.

Bei dem bisher dargelegten von dir hinsichtlich dem Verhalten von deinem Mann sehe ich da eher so gewisse Probleme, auch bei der Sinnhaftigkeit einer jetzigen LTA hinsichtlich der psychischen Belastbarkeit.

Nach meiner Auffassung ist es fraglich ob ein Widerspruch gegen das äD-Gutachten überhaupt was bringt, denn das stützt sich ja auf den Reha-Abschlussbericht. Danach soll deinem Mann ja auch eine LTA angeboten werden.

Ich bin der Meinung das bei deinem Mann eine LTA aktuell wohl wenig bringen dürfte, wenn er psychisch so drauf ist, weshalb man da eher mit der DRV darum streiten sollte, ob es nicht besser wäre ihm vorüber gehend eine befristete EMR zu bewilligen damit er überhaupt wieder soweit stabilisiert wird um eine LTA erfolgversprechend auszuführen.

Das solltest du dann auch ggf. mit dem letzten Bericht aus der Tagesklinik untermauern.

Wer er sich jetzt weiter AU schreiben lassen wird, dann wird er seitens der AfA zumindest mal kein ALG-I erhalten, eben weil er ja aus gesundheitlichen Gründen eben nicht für eine Vermittlung zur Verfügung steht, leider.


Grüße saurbier
 

sany822

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Hallo,

auch wenn mein Mann es nicht hören / lesen will ich schreibe für Ihn ein Wiederspruch.

Den Bericht aus der Tagesklinik bekommt er nächste Woche ausgehändigt, bis zum Wiederspruch sind noch ein paar Tage Zeit zwecks Frist. Bis dato kann er sich 1-2 Wochen Krankschreiben lassen und dann in ruhe überlegen was weiter passiert.

Der Herr von der Rechtsberatung hat keine große Hoffnung gemacht, dass die Rente durch geht. Meiner Meinung nach wäre dem Arbeitsmarkt sich zur Verfügung stellen, das beste…

> Reha war vom 05.03. bis 10.04.2018
> Stationär im Krankenhaus 21.08. bis 10.09.2018
> Gutachten vom Arbeitsamt ist vom 24.09.2018
> Tagesklinik war vom 14.09. bis 02.11.2018

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!
sany822
 
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