Darlehen für ein Auto, welche Bedingungen? (1 Betrachter)

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Detmo2009

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Hallo,
meine Freundin hat vor ca. drei Monaten eine Halbtagsstelle angenommen als mobile Altenpflegerin, diese wurde ihr über das Jobcenter vermittelt. Eines der Bedingungen war, dass der Arbeitgeber sie nächstes Jahr in die Ausbildung übernimmt.
Sie erhält aufstockend Hartz4.

Bisher fuhr sie dazu ein geliehenes Auto ihrer Eltern da die Arbeitszeiten ungünstig sind und sie ausserhalb auf dem Land wohnt.
Sie muss oft morgens um halb 6 schon los, gern mal bis Abends 21 Uhr und länger machen, zudem sind halt die Arbeitszeiten unterschiedlich. Hin und wieder muss sie zudem mit ihrem Auto zu Patienten raus statt mit den Firmenwagen.

Nun ist das geliehene Auto kaputt, Zahnriemenriss, totalschaden. Sie hat nun also ein großes Problem zur Arbeit (ca. 8km weit weg) zu kommen und Geld für ein anderes Auto ist natürlich nicht da.

Wie ist es da mit einem Darlehen für ein Auto vom Jobcenter? Hätte sie da Chancen? was für Bedingungen wären daran und wie lange würde das dauern? Morgen hat sie zum Glück Arbeitszeiten bei denen sie mit dem Bus fahren kann, aber schon ab Mittwoch wird es wieder anders so dass sie nicht zur Arbeitsstelle kommt...

MfG
 
E

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Probieren geht über Studieren!

Deine Frage wird dir niemand hier mit Sicherheit beantworten können, da die Darlehensgewährung in unterschiedlichen Jobcenter unterschiedlich gehandhabt wird. Rechtsgrundlage können der § 24 SGB II (Abweichende Erbringung von Leistungen - siehe dazu diese fachlichen Hinweise) wie auch der § 44 SGB III (Förderung aus dem Vermittlungsbudget - siehe dazu diese fachlichen Hinweise) sein.

Es gibt Jobcenter, wo bis zu 1500 € für die Auto-Anschaffung und Reparatur aus dem Vermittlungsbudget wie auch über die freie Förderung nach § 16f SGB II (Freie Förderung - siehe dazu diese fachlichen Hinweise) gewährt werden können. In anderen Jobcenter ist das ganz gestrichen wurden aufgrund von akutem Geldmangel.

In jedem Fall solltest du deinen Antrag gut begründen und z.B. argumentieren, dass die Nicht-Darlehensgewährung mit Sicherheit einen Jobverlust und damit letztlich Mehrkosten für das Jobcenter verursacht. Ferner wird das Jobcenter dich mit ziemlicher Sicherheit an eine Bank verweisen und sagen, du sollest da doch ein Darlehen beantragen.

Es wäre also hilfreich, schon vor dem JC-Termin noch schnell bei der Bank vorbeizugehen und sich dort einen Einzeiler ausstellen zu lassen, dass eine Darlehensgewährung durch die Bank mangels Bonität nicht erfolgt. Das Versagungsschreiben der Bank kannst du deinem Antrag auf eine Darlehensgewährung im Jobcenter beifügen.

Wenn die SBs im Jobcenter wollen (und wenn sie dürfen, woran es auch hapern könnte) kann so eine Darlehensbearbeitung durchaus sehr schnell vonstatten gehen. Das kann binnen weniger Stunden bearbeitet/gewährt werden, wenn es akut ist. Normalerweise dauert es aber zwischen einer und vier Wochen.

Grundsätzlich muss ich aber sagen, dass ich sehr skeptisch bin, ob dir ein Darlehen gewährt werden wird. In den meisten Fällen wird das JC das ablehnen mit dem Verweis, dass man keine Bank sei und dass für solche Dinge Ansparungen zu tätigen seien.

Dass das dann ggfs. zu einem Jobverlust führt, wissen die SBs im JC natürlich auch, aber die haben halt ihre Vorschrift. Und wenn die sagen, dass es kein Darlehen gibt, dann gibt es keines. Manchmal hilft dann aber noch das Bestehen darauf, beim Geschäftsführer vorzusprechen, denn der will schlechte Presse in der Regel vermeiden.
 

Detmo2009

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Kurze Frage, war das eine Bedingung bei der Stellenausschreibung ein Auto zu haben?
Danke erstmal für die Antworten...

Das wird sich meine Freundin von ihrer Cheffin bestätigen lassen dass es Bedingung ist ein PKW zu haben. Führerschein war ja sowieso Bedingung. Ansonsten wüssten wir auch keine anderen Quellen für ein Darlehen, oder einem Kredit (Weder Bank mangels Bonität, noch im Familienkreis).
 

Doppeloma

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Hallo Detmo2009,

Das wird sich meine Freundin von ihrer Cheffin bestätigen lassen dass es Bedingung ist ein PKW zu haben. Führerschein war ja sowieso Bedingung. Ansonsten wüssten wir auch keine anderen Quellen für ein Darlehen, oder einem Kredit (Weder Bank mangels Bonität, noch im Familienkreis).
das wird ihr jetzt nichts mehr bringen, wenn sie dort bereits angestellt ist und bisher ein Auto zur Verfügung hatte ...

Das hätte bereits VOR der Einstellung geklärt werden müssen, wie sie ohne eigenes Auto dort (zu verschiedenen Zeiten UND zu Patientenbesuchen) hin kommen soll, wenn sie keine Auto hat und der AG (offenbar) auch nicht bereit ist für diese (betrieblichen) Notwendigkeiten einen PKW bereitzustellen.

Wenn das "geborgte" Auto nun nicht mehr zur Verfügung steht, dann ist sie eben nicht mehr in der Lage den Job weiter ausüben zu können wenn das JC nicht bereit ist kurzfristig einen Ankauf zu finanzieren.

Ob das was wird kann man nur feststellen, wenn man einen schriftlichen und gut begründeten Antrag darauf stellt, das wäre allerdings besser VOR Aufnahme der Tätigkeit schon passiert.

Eine solche Bewilligung (2500 Euro) habe ich allerdings schon erlebt innerhalb weniger Tage, die Betroffene hätte aber die Arbeit sonst auch nicht aufgenommen, weil sie keine Möglichkeiten hatte das ohne Auto überhaupt zu machen.

Die "Anregung" von @BurnsTorn sich ein Auto für diesen Fall "ansparen" zu müssen ist lächerlich, er sollte doch wissen, dass weder der Erwerb noch der Unterhalt eines PKW im Regelsatz des SGB II vorgesehen sind ...

Man darf ein Auto besitzen im SGB II aber Kosten verursachen darf es nicht ... wie viele Jahre Hartz 4 sind denn so erforderlich um ein Auto "anzusparen", jedenfalls eins was dann auch etwas länger halten sollte für den Arbeitsweg ...

Mal kurz überschlagen braucht man dann ca. 6 Jahre um (mit Rate 30 Euro im Monat) 2500 Euro wieder an das Amt zurück zu zahlen ODER eben genau so lange wenn man es sich "ansparen" will mit diesem Betrag.

Bis dahin braucht die Karre mindestens 3 Mal TÜV und 6 Mal Steuern und natürlich monatlich Versicherung, hoffentlich niemals Reparaturen und mit Leitungswasser fährt das Teil am Besten auch noch ...

Sehr "jung" wird es für den Preis auch nicht mehr sein (können) also ist es fraglich ob es die Schuldenrückzahlung überhaupt "überleben" wird, dass Banken da NIX geben möchten ist als logisch anzusehen, das sollte beim JC auch ohne Bescheinigungen von Kreditunternehmen klar sein ... Hartz 4-Empfänger (auch Aufstocker) sind doch nicht mehr Kreditwürdig ... :icon_evil:

Man sollte sich also vom AG VORHER das benötigte Fahrzeug zusichern lassen und sonst kann man den Job eben nicht annehmen ...
Meine Bekannte bekam übrigens kein Darlehen, sie wollte auch beim JC keine Schulden machen, sie bekam das Auto dann sozusagen "geschenkt", weil das JC mit dem AG "so eng verbändelt war" ... und sie dort unbedingt arbeiten sollte ...

Der AG ist inzwischen schon pleite und sie wieder arbeitslos ... das Auto "lebt" glaube ich auch schon nicht mehr, wenigstens braucht sie es nicht mehr ans Amt abzahlen ... :icon_hihi:

MfG Doppeloma
 

Detmo2009

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Tja, stellt sich nun natürlich die Frage was sie machen kann? Die Arbeitszeiten sind zu flexibel als dass öffentliche Verkehrsmittel klappen könnten...

Und VOR dem unterschreiben vom Arbeitsvertrag konnte damit ja keiner rechnen...
 

roro

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Nun ist das geliehene Auto kaputt, Zahnriemenriss, totalschaden. Sie hat nun also ein großes Problem zur Arbeit (ca. 8km weit weg) zu kommen und Geld für ein anderes Auto ist natürlich nicht da.
Nun 8km ist ja eigentlich keine Strecke, da gibt es Arbeitnehmer die müssen ganz andere Anfahrten in Kauf nehmen. Deshalb würde ich mir erstmal nach alternativen zum Auto umschauen. Fahrrad oder Motorroller wäre ja sicher günstige alternativen. Denn was ist wenn sie ein Darlehn für ein Auto hätte von wen auch immer. Und der Job auf einmal weg ist.
 

Doppeloma

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Hallo Detmo2009,

Tja, stellt sich nun natürlich die Frage was sie machen kann?
Wurde doch schon geschrieben, einen gut begründeten Antrag auf Unterstützung aus dem Vermittlungsbudget stellen, damit sie die Arbeit auch weiterhin durchführen kann.

Solche Zuschüsse müssen nicht zurück gezahlt werden und wenn das JC interessiert ist, dass sie ihren Job behalten kann, wird es wohl reagieren müssen.

Die Arbeitszeiten sind zu flexibel als dass öffentliche Verkehrsmittel klappen könnten...

Und VOR dem unterschreiben vom Arbeitsvertrag konnte damit ja keiner rechnen...
Womit konnte vorher keiner rechnen, dass die Arbeitszeiten flexibel sind und sie dort nur mit einem PKW dann hinkommen kann, dass sie Patientenbesuche fahren muss ... oder dass ein Auto auch mal kaputt sein könnte und sie dann auch irgendwie zur Arbeit kommen muss ... :confused:

Nimm es mir nicht übel aber Arbeits- und Einsatz-Zeiten bespricht man wohl vor Abschluss eines Arbeitsvertrages genauer ... und wenn das nicht passt (weil man da nicht weiß wie man hinkommen soll), dann kann man den Job eben nicht annehmen ...

8 km mögen ja zunächst wenig klingen aber zu Fuß (2 mal täglich) muss man das ja vermutlich nicht bewältigen "nur um Arbeit" zu haben ... und wenn die Öffis nicht fahren wenn man sie benötigen würde, dann ist das eben so (Dienstpläne und Fahrplan ausdrucken und dem Antrag beifügen) ...

Meine letzte Stelle war ungefähr auch so weit entfernt (ich habe dort rund um die Uhr im Schichtdienst gearbeitet) mit den Öffis musste man trotzdem 1 Mal umsteigen um nicht noch ca. 3 km laufen zu müssen.

Ab 18 Uhr fuhr dieser Bus aber nicht mehr und am Wochenende gar nicht, auch nicht wenn ich nachts um 2 Uhr Schichtschluss hatte, meinen AG hat es trotzdem nie interessiert wie ich das geregelt bekomme OHNE Auto ...

Habe dort Anfangs auch nur Teilzeit arbeiten können, da reichte das Geld auch nicht gleich für ein Auto ... also bin ich teilweise Nachts diese rund 3 km zu Fuß gegangen (bei jedem Wetter) es sei denn ich hatte Glück und ein Kollege (der auch gerade Feierabend hatte) nahm mich in seinem Auto mit ...

Mein AG wäre nie auf den Gedanken gekommen mir ein Fahrzeug zu stellen (aber für den Job an sich brauchte ich ja auch keins) und es gab auch kein Amt wo ich eins hätte beantragen können ... ich musste eben selbst zusehen wie ich das organisiere oder laufen ...

Darüber sollte man schon nachdenken ehe man einen Arbeitsvertrag unterschreibt und sich auf die Dauerhaltbarkeit eines geborgten Autos verlassen möchte (nicht mal die Eigenen halten ewig) ... der Zahnriemen ist übrigens ein Verschleißteil das man regelmäßig erneuern sollte, dann lässt sich ein solcher Totalschaden gut verhüten ... aber das nur nebenbei ...

Man KANN sich letztlich auf kein Auto 100 % verlassen, dass es nie Probleme macht und da sollte es also immer Alternativen geben (müssen) trotzdem noch zur Arbeit zu kommen und für mich ist so was immer eine wichtige Überlegung gewesen, ehe ich eine Stelle überhaupt angenommen habe ...

Aktuell sollte sie trotzdem mal versuchen mit dem AG zu sprechen (wegen ihrer Arbeitszeiten) und um "passende" Dienstplanung bitten, damit sie vorerst mit den Öffis fahren kann weil das Auto kaputt ist ... :icon_kinn:

Lehnt man das ab (jedenfalls für längere Zeit oder überhaupt) wäre das ja ein guter Moment dafür, was schriftlich zu "erbitten", damit man beim JC Geld für ein Auto beantragen könnte ...

Hat sie denn wenigstens schriftlich, dass sie bald (am Besten wäre ein konkretes Datum dafür) eine Ausbildung aufnehmen kann, solche "Versprechen" sind mir immer ziemlich "suspekt", um es mal vorsichtig auszudrücken, warum bildet man sie nicht erst aus und lässt sie schon mal ohne Ausbildung mit den alten Leutchen arbeiten ???

Das Einkommen scheint ja bei diesen Arbeitszeiten (das soll Teilzeit sein, bekommt sie Mehrstunden bezahlt, bekommt sie Zuschläge, wenn sie so spät noch arbeiten muss ???) auch nicht gerade "üppig" zu sein ... aber das ist ja nichts wirklich "Neues" in der Pflege ...

MfG Doppeloma
 

Detmo2009

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Die Arbeitszeiten können nicht besprochen werden, die sind halt oft in Pflegeberufen flexibel und meine Freundin wurde ja vom JC zur Arbeitsstelle vermittelt. Die initiative ging halt von denen aus die auch vieles in die Wege geleitet haben damit meine Freundin diese Stelle erhällt. Sie nahm die Stelle dankbar an und hat damals alles dafür getan dass sie auch dort anfangen konnte, inkl. Auto leihen von ihren Eltern.

Auto ist halt Grundvoraussetzung und ihre Cheffin will auch definitiv ein Schreiben aufsetzen, das dieses Pflicht ist für die Stelle.

Natürlich ist uns klar, dass ein Auto auch mal ausfallen kann, es war aber nicht geplant oder erwünscht gewesen, dass es so schnell passiert, vor allem weil das Auto erst 120000km runter hatte und erst vorletzte Woche frischen TÜV bekam und viele Verschleißteile neu gemacht wurden. Zahnriemen war auch bei 90000 gewechselt gewesen und hätte noch viel Zeit gehabt, wieso er nun trotzdem riss weiss keiner bisher, tatsache ist der Motor ist hin, nichts mehr zu machen und ihre Eltern können und wollen nichts mehr hinein stecken...

Momentaner Stand: Arbeitgeber will halt dieses Schreiben für das JC aufsetzen, mehr können die nicht machen, auch ein Dienstauto mitgeben damit sie damit nachhause fahren kann dürfen sie aus Versicherungsgründen nicht (verständlich).
Diese Woche hat ihr AG ihre Arbeitsschichten zum Glück etwas umgelegt, ab nächste Woche aber geht das definitiv nicht mehr, da muss sie mitunter schon um halb 6 los, oder hat wieder späte Schichten bis 22 Uhr. Die Buslinie fährt aber morgens erst ab kurz nach 7 und abends zulelzt gegen 20 Uhr.

Achja:

Hat sie denn wenigstens schriftlich, dass sie bald (am Besten wäre ein konkretes Datum dafür) eine Ausbildung aufnehmen kann, solche "Versprechen" sind mir immer ziemlich "suspekt", um es mal vorsichtig auszudrücken, warum bildet man sie nicht erst aus und lässt sie schon mal ohne Ausbildung mit den alten Leutchen arbeiten ???
Ja, das war ebenso vom JC vorraussetzung, hätte ihr AG nicht schriftlich versichert sie zum 10.2016 in Ausbildung zu übernehmen hätte man dort das ganze nicht angeleiert. Das JC ist hier halt bei allem mit an Board und ohne dem JC hätte es auch diese Stelle nicht gegeben. Und warum sie nicht direkt in Ausbildung kann weiss ich ehrlich gesagt auch nicht oO
 

faalk

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Na da muss ich Detmo2009 Recht geben. Gerade in der Pflege wechseln die Arbeitszeiten wie bekloppt. Manchmal sogar von eine Tag auf den Anderen. Egal was einen beim Vorstellungsgespräch erzählt wird oder nicht.
 

Detmo2009

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Na da muss ich Detmo2009 Recht geben. Gerade in der Pflege wechseln die Arbeitszeiten wie bekloppt. Manchmal sogar von eine Tag auf den Anderen. Egal was einen beim Vorstellungsgespräch erzählt wird oder nicht.
Das ist Wahr, vor allem wenn ein Kollege ausfällt, oder die Patienten andere Besuchszeiten wünschen, oft kommen auch neue Patienten dazu wodurch sich die ganzen Einsatzzeiten nochmal ändern. Anfangs hies es zwar, dass sie Mo. - Fr. von 8 bis 14 Uhr, bzw. 14 bis 20 Uhr, das war aber schon nach 3 Tagen hinfällig ;) Meiner Freundin macht das eigentlich auch nichts aus, wenn das mit dem Auto nun nur nicht wäre...
 
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Ein Arbeitsvertrag auf ein Jahr, oder eine Einstellungsbestätigung zum xy, oder Festvertrag.

Das sind die besten voraussetzungen, man bekommt diese Leistung auch nur einmal.
 

Doppeloma

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Hallo Detmo2009,

Auto ist halt Grundvoraussetzung und ihre Cheffin will auch definitiv ein
Schreiben aufsetzen, das dieses Pflicht ist für die Stelle.
darf ich fragen wie alt deine Freundin ist ??
Wenn ein Auto zwingend erforderlich ist für eine Stelle, dann kann ich die Stelle nicht annehmen wenn ich selbst kein Auto besitze, das war der JC-SB ja sicher auch bekannt.

Kann schon verstehen und es ist ja auch toll, dass deine Freundin die Stelle auch gerne annehmen wollte, aber irgendwo fehlt mir auch das Verständnis dafür, dass sie erst ohne Fachkenntnisse über ein Jahr "verschlissen" wird als ungelernte Pflegekraft mit entsprechend (noch weniger) Geld, um dann im nächsten Oktober eine Ausbildung aufnehmen zu dürfen ... :confused:

vor allem weil das Auto erst 120000km runter hatte
Oh, da war es ja noch fast als neu zu betrachten ... ;-)))

Wohnt sie noch bei den Eltern, dann wäre ja vielleicht auch zu überlegen, ob sie nicht am Arbeitsort ein Zimmer (auf JC-Kosten) anmieten könnte, damit sie die Fahrtprobleme zur Arbeit reduzieren kann ... ???
Auch so was ist möglich aus dem Vermittlungsbudget ...

Momentaner Stand: Arbeitgeber will halt dieses Schreiben für das JC aufsetzen,
mehr können die nicht machen, auch ein Dienstauto mitgeben damit sie damit
nachhause fahren kann dürfen sie aus Versicherungsgründen nicht (verständlich).
Was die alles nicht "dürfen" (angeblich), andere Leute dürfen auch mit dem Dienstwagen nach Hause fahren und wieder zur Arbeit, die WOLLEN ganz einfach nicht.

Die nutzen deine Freundin aus bis auf die Knochen und sie traut sich nicht was dagegen zu machen, weil sie ja gerne die Ausbildung nächstes Jahr antreten möchte und Angst hat sich das zu versauen ...

Warum bitte beginnt denn die Ausbildung nicht dieses Jahr im Oktober, bilden die nur alle 2 Jahre aus ... ich denke es wird überall so dringend ausgebildetes Pflegepersonal benötigt ... und junge Menschen ohne Beruf sollen zunächst mal ausgebildet werden, ist doch auch ein "vordergründiges Ziel" der "Arbeitsvermittlung" bei AfA und JC ...

Aber "erst mal ausbeuten und dann vielleicht mal ausbilden" macht natürlich mehr her, bei den engen Verbindungen vieler JC besonders zu Pflegeeinrichtungen ... sorry aber ich hätte gerne mal ausgebildetes Personal wenn ich gepflegt werden muss und keine überforderten Ungelernten, die sich das erst verdienen sollen und bis dahin so vor sich hinwerkeln was sie für richtig halten ...

Diese Woche hat ihr AG ihre Arbeitsschichten zum Glück etwas umgelegt, ab
nächste Woche aber geht das definitiv nicht mehr, da muss sie mitunter schon um
halb 6 los, oder hat wieder späte Schichten bis 22 Uhr. Die Buslinie fährt aber
morgens erst ab kurz nach 7 und abends zulelzt gegen 20 Uhr.
Das machen die auch noch länger wenn ihnen nichts Anderes übrig bleibt, so leicht finden die auch kein so "williges Personal" ... :icon_evil:

Ja, das war ebenso vom JC voraussetzung, hätte ihr AG nicht schriftlich
versichert sie zum 10.2016 in Ausbildung zu übernehmen hätte man dort das ganze
nicht angeleiert. Das JC ist hier halt bei allem mit an Board und ohne dem JC
hätte es auch diese Stelle nicht gegeben. Und warum sie nicht direkt in
Ausbildung kann weiss ich ehrlich gesagt auch nicht oO
Wird schon seine tieferen Gründe haben, vielleicht hätte sie sich lieber selber in einer guten Pflegeeinrichtung /Pflege- Seniorenheim, um eine sofortige Ausbildung bewerben sollen, als sich vom JC "so verkaufen" zu lassen ...

Das könnte sie z.B. immer noch tun und dann die Kündigung einreichen, wenn sie was Besseres mit mehr Zukunft gefunden hat ... vielleicht weint der AG ja dann bitterlich, weil er keine Zuschüsse mehr vom JC bekommt für deine Freundin ... ich glaube nicht an das "Gute im AG" bei solchen "Geschäften mit den JC" ... :icon_kinn:

Ist das eine Optionskommune, könnte ich mir gut vorstellen die arbeiten immer sehr intensiv mit den örtlichen AG zusammen, besonders wenn es darum geht denen "billige" Arbeitskräfte zu verschaffen ...

MfG Doppeloma
 

Birgit63

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Ich möchte nicht unken aber mein Mann arbeitet in der Pflege. Nächstes Jahr heißt es dann, oh das tut uns leid, wir können uns keine Auszubildende leisten. Entweder sie arbeiten weiterhin als ungelernte Pflegehelferin bzw. jetzt heißt es ja Pflegeassistentin oder aber Sie müssen sich woanders was suchen. Der Pflegeberuf ist die reinste Ausbeute. Wenn mein Mann nicht schon 61 wäre und in 2 Jahren in Rente gehen würde, dann wäre er heute auch nicht mehr dort. Wenn man ausbilden will, dann macht man das zum nächstmöglichen Termin (01.10.2015) und nicht erst nächstes Jahr. Die wissen nämlich ganz genau, dass deiner Freundin nichts anderes übrig bleiben wird, als dort weiterhin ungelernt zu arbeiten, weil sie nämlich sonst vom JC Sanktionen bekommt.
 

Detmo2009

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Hallo Detmo2009,



darf ich fragen wie alt deine Freundin ist ??
Sie ist 31

Wenn ein Auto zwingend erforderlich ist für eine Stelle, dann kann ich die Stelle nicht annehmen wenn ich selbst kein Auto besitze, das war der JC-SB ja sicher auch bekannt.
Es war ja bis dahin ein Auto vorhanden, zwar geliehen, aber das war dem JC alles soweit bekannt.

Kann schon verstehen und es ist ja auch toll, dass deine Freundin die Stelle auch gerne annehmen wollte, aber irgendwo fehlt mir auch das Verständnis dafür, dass sie erst ohne Fachkenntnisse über ein Jahr "verschlissen" wird als ungelernte Pflegekraft mit entsprechend (noch weniger) Geld, um dann im nächsten Oktober eine Ausbildung aufnehmen zu dürfen ... :confused:
Das wollte das JC ebenso wie der AG


Wohnt sie noch bei den Eltern, dann wäre ja vielleicht auch zu überlegen, ob sie nicht am Arbeitsort ein Zimmer (auf JC-Kosten) anmieten könnte, damit sie die Fahrtprobleme zur Arbeit reduzieren kann ... ???
Auch so was ist möglich aus dem Vermittlungsbudget ...
Sie wohnt natürlich alleine inkl. Kind.


Was die alles nicht "dürfen" (angeblich), andere Leute dürfen auch mit dem Dienstwagen nach Hause fahren und wieder zur Arbeit, die WOLLEN ganz einfach nicht.
Eben nicht, diejenigen die bei Pflegebetrieben ein Fahrzeug mit nach Hause kriegen haben diesen weil diese Personen auf Abruf stehen. Im mobilen Pflegebereich kann es auch durchaus vorkommen dass man Nachts mal zum Patienten los muss. Und dazu kriegt man dann ein Fahrzeug mit. Ansonsten ist es schon von der Versicherung aus nicht gestattet.

Die nutzen deine Freundin aus bis auf die Knochen und sie traut sich nicht was dagegen zu machen, weil sie ja gerne die Ausbildung nächstes Jahr antreten möchte und Angst hat sich das zu versauen ...
Wer nutzt denn heutzutage nicht seine Arbeitnehmer aus? Meine Freundin hätte die Stelle im übrigen nicht angenommen (und das JC hätte auch nicht mitgespielt) wenn nicht vertragisch festgehalten worden wäre, dass sie im nächsten Jahr einen 100%igen Ausbildungsplatz bei dem AG hätte. Das ist unter Fach und Fach.

Warum bitte beginnt denn die Ausbildung nicht dieses Jahr im Oktober, bilden die nur alle 2 Jahre aus ... ich denke es wird überall so dringend ausgebildetes Pflegepersonal benötigt ... und junge Menschen ohne Beruf sollen zunächst mal ausgebildet werden, ist doch auch ein "vordergründiges Ziel" der "Arbeitsvermittlung" bei AfA und JC ...
Weil in diesem Jahr keine Plätze mehr frei waren.

Aber "erst mal ausbeuten und dann vielleicht mal ausbilden" macht natürlich mehr her, bei den engen Verbindungen vieler JC besonders zu Pflegeeinrichtungen ... sorry aber ich hätte gerne mal ausgebildetes Personal wenn ich gepflegt werden muss und keine überforderten Ungelernten, die sich das erst verdienen sollen und bis dahin so vor sich hinwerkeln was sie für richtig halten ...
Wie kommst du denn darauf das sie übervordert wäre? Unterbezahlt könnte man so unterschreiben, darum geht es meiner Freundin momentan aber absolut nicht. Sie bekommt knapp 1000€ vom AG, rest wird aufgestockt. Insgesamt hat sie gut 300€ mehr im Monat. Das ist schon nett. Viel wichtiger ist ihr aber vor allem, dass sie viele Fortbildungen mitmacht, sprich sie macht alle zwei Wochen an einem vom AG gesponsortem Seminar teil und erarbeitet sich Zertifikate, z.B. Patientenlagerung die auch bei einem evtl. Jobwechsel irgendwann als Bonus für den Lebenslauf hilfreich sind.

Wird schon seine tieferen Gründe haben, vielleicht hätte sie sich lieber selber in einer guten Pflegeeinrichtung /Pflege- Seniorenheim, um eine sofortige Ausbildung bewerben sollen, als sich vom JC "so verkaufen" zu lassen ...

Das könnte sie z.B. immer noch tun und dann die Kündigung einreichen, wenn sie was Besseres mit mehr Zukunft gefunden hat ... vielleicht weint der AG ja dann bitterlich, weil er keine Zuschüsse mehr vom JC bekommt für deine Freundin ... ich glaube nicht an das "Gute im AG" bei solchen "Geschäften mit den JC" ... :icon_kinn:

Ist das eine Optionskommune, könnte ich mir gut vorstellen die arbeiten immer sehr intensiv mit den örtlichen AG zusammen, besonders wenn es darum geht denen "billige" Arbeitskräfte zu verschaffen ...

MfG Doppeloma
Ich verstehe schon wenn man hier besonders verbittert redet wenn es um das JC geht, ich hab da früher auch allerhand miterleben dürfen. Aber lassen wir doch mal die Kirche im Dorf.
Der AG kriegt Zuschüsse für die Arbeitsstelle meiner Freundin, das stoß mir auch Sauer auf. Andererseits will meine Freundin die Stelle und denkt halt langfristiger, auch wegen dem festen Ausbildungsplatz.

Abgesehen davon geht es hier doch nicht um die Arbeiststelle bzw. was wer wie davon hält, sondern um möglichkeiten diese Arbeit weiter ausführen zu können da nun leider ein blöder Fall eintrat mit dem kaputten Auto...
 

Principessa

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Ich sehe das auch sehr kritisch mit diesem Job und der Vereinbarung.

Wenn es aber wirklich so positiv ist wie du es siehst und das ganze Arbeitsverhältnis auf eine langfristige Zusammenarbeit angelegt ist, würde ich an der Stelle deiner Freundin einen Umzug in Betracht ziehen. Dieser würde ihr dann ggf. aus dem Vermittlungsbudget sogar finanziert werden. Wie schon jemand geschrieben hatte, muss man bei einem Auto immer damit rechnen, dass ein Schaden entsteht und dann müsste deine Freundin auch zur Arbeit kommen. Gegebenfalls kann sie mit ihrer Chefin vereinbaren, dass sie nur noch zu Arbeitszeiten kommen muss, während die öffentlichen Verkehrsmittel fahren.
 
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