Darlehen f. alte Stromschulden beantragt über SGB XII

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Hannah55

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Hallo,
ich habe vor ca. 1 Monat ein Darlehen für alte Stromschulden beim Sozialamt über SGB XII beantragt (war da noch in Bezug von ALG1) über ca. EUR 750,00.
Der Betrag stammt aus der Abgrenzung zum Tag der Eröffnung meiner PI, den ich aber einfach nicht aufbringen konnte. Erst 1 Jahr später wurde die Abgrenzung vorgenommen nach mehrfachem Schriftverkehr.

Zwischendurch Mahnungen und Androhung von Weitergabe an Inkasso. Nun sieht es so aus, als würde ich das Darlehen bekommen, da eine Ratenzahlung (in kleinen Beträgen) vom Grundversorger bereits abgelehnt wurde. Es sind nur 6 Raten möglich, aber da ich im Monat schon EUR 120,00 Abschlag zahle (Nachtspeicher, Heisswasser über Strom u. Haushaltsstrom), kann ich eine solch hohe Rate nicht zusätzlich zahlen. Seit Ende Juni bin ich jetzt im ALG II - Bezug.

Die laufenden Abschläge werden bedient. Nur um dieses Darlehen zu bekommen, muss ich lt. Schreiben die Androhung einer Versorgungssperre vorlegen. Solch ein Schreiben habe ich aber nie bekommen.

Sollte ich irgendwann umziehen müssen, weil unsere Wohnung zu groß ist, wird es deshalb wohl Probleme geben.

Ich hätte diesen Betrag so gerne von der Backe, aber ich weiss nicht was ich jetzt tun soll. Ich kann doch nicht den Grundversorger anrufen und um eine Stromsperre bitten, oder???? :confused:

Kann mir jemand einen Rat geben?
 

Helga40

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Ich verstehe nicht, wieso hier das Sozialamt überhaupt eine Zuständigkeit erkennt. Stromschuldenübernahme als Darlehen sieht auch das SGB II vor, also wäre das JC zuständig. Solche Darlehen gibts aber nur bei einer mit Wohnungslosigkeit vergleichbaren Notlage, also einer möglichen Stromsperre. Und selbst dann nicht immer, weil auch ein Anbieterwechsel vorrangig wäre. Hinzu kommt doch, dass du demnächst eine Arbeit hast:
https://www.elo-forum.org/50/149651-letzter-tag-alg-job-gefunden-algii-nur-fragezeichen-kopf.html
die noch dazu
Es ist ein Traum-AG, ein Traumjob, gute Bezahlung (kein EUR 8,50 Mindestlohn) und ich würde endlich mal wieder auf eigenen Füßen stehen.
so dass du wohl dann finanziell in der Lage bist, die vom Versorger gewünschten Raten selbst zu zahlen. Wo wäre da das Problem, sich mit diesem in Verbindung zu setzen, zu sagen "Ab 1.8. hab ich Arbeit, könnte also ab 1.9. die 700 Euro in monatlichen Raten von xxx Euro abzahlen, stunden Sie bitte solange."?
 

Hannah55

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Hallo,
ja, den Beitrag habe ich angefangen, als ich noch hoch motiviert vom Bewerbungsgespräch war und die Hoffnung hatte, es würde sich endlich mal etwas Positives ereignen, nach den vielen Absagen. In meinem letzten Eintrag habe ich allerdings auch geschrieben, dass ich die Arbeit zur Probe abgebrochen habe nach dem 2. Tag.

Viel Wind um Nichts, die Kommunikation zwischen uns passte überhaupt nicht, Versprechen im Bewerbungsgespräch die niemals eingehalten werden können, so gut wie keine Mittagspause und die extrem kurze Zeit in der ich wieder komplett fit sein muss auf dem Gebiet Küchenplanung kann ich nicht gewährleisten. Lt. Bewerbungsgespräch hätte ich ca. 2 Monate Einarbeitungszeit gehabt, nun hieß es 2 Wochen!

Nein, ich bin erst einmal weiter Kunde des JC.

Warum das Sozialamt so nett ist und mir das Darlehen gewähren würde, weiß ich nicht. Aber ich möchte den Betrag ja irgendwann einmal abbezahlen.

Als ich das Darlehen beantragt habe, hatte ich noch keinen Anspruch auf ALGII und mit ALG1+KiG+KiUh lagen wir gerade mal EUR 15,00 über ALGII. Da kann man genauso wenig zurücklegen.
 

Doppeloma

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Hallo Hanna55,

ich habe vor ca. 1 Monat ein Darlehen für alte Stromschulden beim Sozialamt über SGB XII beantragt (war da noch in Bezug von ALG1) über ca. EUR 750,00.
Der Betrag stammt aus der Abgrenzung zum Tag der Eröffnung meiner PI, den ich aber einfach nicht aufbringen konnte. Erst 1 Jahr später wurde die Abgrenzung vorgenommen nach mehrfachem Schriftverkehr.

Verstehe ich nicht so ganz, was hat es mit dieser "Abgrenzung" auf sich wenn du in PI bist ... da gehen (meines Wissens) auch solche Schulden mit rein, die bereits vor der PI entstanden sind und der Versorger muss sich (eigentlich) mit den anderen Gläubigern zusammen anstellen bei deinem Treuhänder ???

Ist das mit dem Insolvenzgericht und dem Treuhänder besprochen worden ???

Zwischendurch Mahnungen und Androhung von Weitergabe an Inkasso. Nun sieht es so aus, als würde ich das Darlehen bekommen, da eine Ratenzahlung (in kleinen Beträgen) vom Grundversorger bereits abgelehnt wurde.

Ist doch alles gar nicht mehr zulässig für Schulden die bereits vor der PI bestanden haben, denen ist doch damit klar bekannt dass du Zahlungsunfähig bist, sonst geht man ja nicht in PI an Inkasso dürfen die gar nicht mehr übergeben, zumindest bleiben sie dann auf den zusätzlichen Kosten sitzen, weil das unverhältnismäßig ist in deinem Falle ... :icon_evil:

Die laufenden Abschläge werden bedient. Nur um dieses Darlehen zu bekommen, muss ich lt. Schreiben die Androhung einer Versorgungssperre vorlegen. Solch ein Schreiben habe ich aber nie bekommen.

Denke auch nicht, dass du ein solches Schreiben bekommen wirst, irgendwie habe ich den Eindruck, dein Versorger will sich an den PI-Vorschriften vorbeimogeln und sich seine "Schäfchen am Inso-Gericht vorbei ins Trockene holen", wenn du die laufenden Abschläge zahlst und kein Pfändbares Einkommen vorhanden ist, dann brauchst du auch keine Ratenvereinbarungen treffen oder irgendwo Darlehen aufnehmen (die bekommt man ja auch nicht geschenkt).

Das ist eigentlich nicht der Sinn der PI, ALLE Gläubiger haben ihre Forderungen beim Insolvenzgericht anzumelden und müssen warten bis es da was "zu verteilen" gibt und wenn nicht sind diese Schulden in 6 Jahren erledigt ... warum willst du da freiwillig neue Schulden machen ... wieso dir das Sozial-AMT da überhaupt was geben will kann ich auch nicht verstehen ...

Bitte setze dich umgehend mit deinem Treuhänder in Verbindung und lege den gesamten Schriftverkehr dazu vor ... der wird zu finden wissen, ob das überhaupt berechtigt ist was die da mit dir machen seit Eröffnung der PI ... manchmal ist es wirklich unglaublich was sich Gläubiger (trotz PI des Schuldners) noch erlauben ... :icon_neutral:

Sollte ich irgendwann umziehen müssen, weil unsere Wohnung zu groß ist, wird es deshalb wohl Probleme geben.

Hat man dich denn dazu schon schriftlich aufgefordert, die Größe ist nicht unbedingt das Problem, sondern die Kosten sollten "angemessen sein" ... ???

Ich hätte diesen Betrag so gerne von der Backe, aber ich weiss nicht was ich jetzt tun soll. Ich kann doch nicht den Grundversorger anrufen und um eine Stromsperre bitten, oder???? :confused:

Bitte wende dich unbedingt schnellstens an deinen Treuhänder und/oder an das Insolvenzgericht, das ist sicher nicht korrekt, was da gemacht wird ...
Ich war selber in PI und mein Vermieter wollte mal eine (verspätete) Nachzahlung auf eine Betriebskosten-Abrechnung haben, das habe ich meiner TH zugeleitet und damit war die Sache erledigt, die haben von mir nie mehr dieses Geld eingefordert ... :icon_evil:

Diese Regelung die du da beschreibst ist mir komplett unbekannt, üblicherweise gilt die PI für ALLE Schulden die bereits zur Eröffnung schon vorhanden waren ... aber ich lasse mich gerne auch korrigieren, wenn das ein Irrtum meinerseits sein sollte.

MfG Doppeloma
 

Hannah55

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Hallo Doppeloma,
vielen Dank dass du dir so viele Gedanken gemacht hast.

Bei mir war es um die PI herum etwas kompliziert, da ich damals mitten in einer schweren depressiven Phase war, aufgrund vieler Schicksalsschläge und ich dadurch auch 14 Monate AU war incl. Reha. In dem Jahr 2013 hatte ich nur die Grundbeträge für Strom bezahlt, aber keine Abschläge. Habe nicht gemerkt, dass der Grundversorger keine Abschläge gefordert hat.
Mitte des Jahres wurde dann die PI eröffnet und eigentlich hätte der TH den Grundversorger auffordern müssen, die Abgrenzung zum Eröffnungsdatum druchführen zu lassen. Auf meine Aufforderung und die des THs hat der Grundversorger aber einfach nicht reagiert.

Nach etlichen Schreiben von mir wurde die Abgrenzung dann endlich nach 1 Jahr vorgenommen (Ende 2014). Der Betrag vor Eröffnung der PI wurde vom Grundversorger nicht rechtzeitig gemeldet zur Tabelle, nach Aussage meines Rechtspflegers hat er dann eben Pech gehabt. Der Rest, eben diese ca. EUR 750,00, bleiben natürlich an mir hängen, sind ja nach Eröffnung sozusagen entstanden.

Da wir aber auch nur von der Hand in den Mund gelebt haben, knapp über ALG II, konnte ich diesen Betrag einfach nicht beibringen und mein Abschlag ist bereits EUR 120,00 monatlich (NT und HT), dazu noch einmal EUR 125,00 monatlich (da nur 6 Raten möglich sind), ging einfach nicht.

Bei ALG I fiel mir kein anderer Kontakt ein, als das Sozialamt und es über SGB XII zu versuchen. Mein 1. Antrag war im Nov. '14, der ist angeblich verlorengegangen, der 2. Antrag im Mai '15. Nun bin ich seit Mitte Juni '15 beim JC gemeldet und habe zeitgleich mit der Abgabe des HA noch einmal das Darlehen beantragt über BB-Formular. Und siehe da, gestern kommt tatsächlich die Bewilligung des Darlehens, mit Ratenzahlung von EUR 39,90 monatlich. Dass das so schnell geht, damit hätte ich nie gerechnet!

Gestern sind mir etliche Brocken vom Herzen gefallen. Endlich passiert mal wieder etwas Positives in meinem Leben!!! Mich hat dieser Betrag unheimlich belastet.

So, nun kann ich dem Grundversorger mitteilen, dass es erledigt wird und dem Sozialamt, dass sich mein Antrag nach SGB XII erledigt hat.
 
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