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Darf man Arbeitsangebote ablehnen?

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sincere

Elo-User*in
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Es geht um eine Freundin (wirklich! lol) und sie hat nun ein Angebot vom Jobcenter wegen einer Stelle bekommen, wo sie mit "schwierigen" Jugendlichen arbeiten soll und weil sie nicht so der Typ ist der damit zurechtkommen könnte (ist auch meine persönliche Einschätzung) würde sie das Angebot lieber dankend ablehnen.

Unter welchen Kriterien darf sie das machen, ohne dass sie dann Probleme (Sanktionen, etc.) bekommt?

Ach ja, in 2 Monaten würde ihr Studium eh anfangen, vielleicht wäre das ja auch ein Mitargument. Danke im Vorraus.
 

sincere

Elo-User*in
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Der Arge schreiben das sie aufgrund ihrer Persönlichkeit nicht in der Lage ist mit schwierigen Jugendlichen zu arbeiten und auch keine Ausbildung in der Richtung hat. Hat sie doch nicht, oder?
Nee, die hat keinerlei Ausbildung im dem Bereich. Die Frage ist nur, ist das alles Argument genug für die? Wir haben ja alle leider schon mal so "komische Sachen" bei der ARGE erlebt.
 

Drueckebergerin

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Ich hörte neulich jemanden sagen ".......die sollte man einsperren und den Schlüssel wegschmeißen! "

Falls sie auch so denkt, und das im Vorstellungsgespräch deutlich macht, wird der MT sicher selber feststellen, daß sie ungeeignet ist.......
 

Paolo_Pinkel

Super-Moderation
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Hi,

schau dir mal die Zumutbarkeitskriterien an:

(1) Einem Arbeitslosen sind alle seiner Arbeitsfähigkeit entsprechenden Beschäftigungen zumutbar, soweit allgemeine oder personenbezogene Gründe der Zumutbarkeit einer Beschäftigung nicht entgegenstehen...
§ 121 SGB III - Sozialgesetzbuch Drittes Buch - Arbeitsförderung

Das wären z.B.:
Zumutbare Arbeit

Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass

  1. er zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist,
  2. die Ausübung der Arbeit ihm die künftige Ausübung seiner bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit besondere körperliche Anforderungen stellt („Wenn zum Beispiel ein Klavierspieler als Maurer eingesetzt würde, bestünde die Gefahr, dass er die Fingerfertigkeit verliert. Das darf nicht sein.“ (Frank-Jürgen Weise)[21]),
  3. die Ausübung der Arbeit die Erziehung seines Kindes oder des Kindes seines Partners gefährden würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht gefährdet, soweit seine Betreuung in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege im Sinne des SGB VIII oder auf sonstige Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommunalen Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbsfähigen Erziehenden vorrangig ein Platz zur Tagesbetreuung des Kindes angeboten wird,
  4. die Ausübung der Arbeit mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann,
  5. der Ausübung der Arbeit ein sonstiger wichtiger Grund[22][23] entgegensteht. Ein solcher Grund muss von der Bedeutung den vorgenannten konkreten Gründen für eine Unzumutbarkeit gleich kommen.[24] Ob der Inhalt einer Tätigkeit den Vorstellungen und Ansprüchen des zu vermittelnden entspricht, ist z. B. an sich unerheblich.[25]
Die Gründe für eine geltend gemachte Unzumutbarkeit sind der Behörde stets nachzuweisen.
Arbeitslosengeld II – Wikipedia

Sofern ein oder mehrere Punkte zutreffen könnte man das in einer Ablehnung einfliessen lassen.

Gruss

Paolo
 
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