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Darf man als Hartzer nicht mehr verreisen?

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Falls es ein Geschenk ist, frage ich mich, wie der FM dahinter kommen will. *kopfschüttel*
Oder werden jetzt alle verwanzt? Nicht jeder hat Internet.

Mal davon abgesehen, dass es stimmt, was mein Vorgänger schrieb.
 

Robinson

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Er kann z.B. dahinterkommen,
- wenn sich der Beschenkte verplaudert
- wenn die Reise auf Kontoauszügen auftaucht
- wenn der Betreffende zur ARG einbestellt wird und sich herausstellt, dass er gerade auf Mallorca ist...alles schon vorgekommen.
 

Dopamin

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Robinson,

auch über Prepaid-Karten ist man auf Mallorca erreichbar, und wenn ich eine Ortsabwesenheit genehmigt bekomme bin ich für diesen Zeitraum aus der Vermittlung raus (sonst bräuchte ich deswegen ja nichts absprechen) ich denke mal das wird der Arbeitsmarkt verkraften können.

Und es können GELDGESCHENKE die einen Wert von mehr als 50 € JÄHRLICH übersteigen angerechnet werden (da aber demnächst bitte nicht die 30 € Versicherungspauschale auf Einkommen aller Art vergessen, nä?)

Da der Hilfeempfänger in diesem Fall wohl ein Sachgeschenk bekommen hat, wie will die ARGE denn das als anrechenbares Einkommen ansetzen? Nun reiche bitte entweder konkrete §§ oder eine logische Erklärung an, ich werfe hier mal einen angenommenen Wert der Reise von 1000 € an. Die Reise wurde von Dritten gebucht, und auch von Dritten bezahlt. WIE will die ARGE das anrechnen?

Dopamin
 

Robinson

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Deine "Logik" hinkt an mehreren Stellen:
- Es ist dem FM egal, ob er dich über Prepaidkarte erreicht: Wenn er dich für den nächsten Morgen einbestellt, hast du einfach ein Problem, welches mit der Entfernung wächst. Er kann dich auch einbestellen bei genehmigter Ortsabwesenheit - die betreffenden Tage können später dann nachgeholt werden, wenn es der FM später genehmigt, aber auch darauf gibt es keinen Rechtsanspruch.
Dass es nicht OK sein kann, dass eine potentielle Vermittlung scheitert, weil der ALGII-Empfänger gerade eben beim Ballermann liegt, ist doch sicher einleuchtend, oder? Also muss es möglich sein, den Betreffenden kurzfristig beizuziehen.

Das ist auch keine Benachteiligung, denn auch Arbeitnehmer müssen ihrem Arbeitgeber ihre Urlaubs-Adresse mitteilen, um im Notfall an den Arbeitsplatz gerufen werden zu können.


-Natürlich sind Geschenke anzurechnen: Sonst bekommt am Montag jemand womöglich einen LCD-Fernseher, ein anderer ein Auto, der Dritte eine Überweisung in 4stelliger Höhe als "nicht anrechnungsfähiges Sachgeschenk".
Hier wurde ein Geschenk in fiktiver Höhe von 1000€ gewährt - und auch das wird angerechnet, da ALGII - und das ist die Logik von ALGII nach SGBII - nachrangig ist, d.h., dass zunächst alles zufließendes Einkommen abzgl. diverser FB zu berücksichtigen und dieses zur Deckung des Unterhaltes zu verwenden ist.
Aber das weißt du sicher auch selbst, oder?
 

Arania

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Ja bei einer Reise ist es schlecht, alles andere könnte man sich gegebenenfalls ausleihen
 

Dopamin

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Mag ja alles SO richtig sein, bei NICHT abgesprochener Ortsabwesenheit...

Wenn aber der SB mir "freigegeben" hat und mir dann am Telefon erklärt, ich müsse mich umgehend zum Wohnort begeben wg. Vorstellungsgespräch/Massnahme oder sonst irgendwas und das vielleicht sogar mit Ankündigung einer Sanktion, weisst Du, wie schnell eben genau DER SB DIESEN Sachverhalt seinem nächsthöheren Vorgesetzten bzw. der Geschäftsführung erklären darf, nach meinem Urlaub?

Sicher ist ja, dass ich mir die Erlaubnis zur Ortsabwesenheit schriftlich geben liesse, und dann soll dieser Mensch mal versuchen meine Nichterreichbarkeit zu sanktionieren :icon_hihi:

Ich würd sagen, da kreist dann der Hammer...

Dopamin
 

biddy

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Robinson, ich würde es begrüßen, wenn man Dich hier hinausschmeißt. Du trägst mit Deinen unglaublichen, z.T. falschen Posting sehr zur Verunsicherung einzelner User bei. Wie Dopamin schon schrieb: Bitte § oder Arbeitsanweisungen zu Deinen Behauptungen!

Eine geschenkte Reise ist kein Einkommen, verdammt noch mal - der HE kann sie nicht mal veräußern, um von dem Erlös zu leben, weil er nicht der "Eigentümer" ist.

Ich habe so einen Hals!
 
E

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-Natürlich sind Geschenke anzurechnen: Sonst bekommt am Montag jemand womöglich einen LCD-Fernseher, ein anderer ein Auto, der Dritte eine Überweisung in 4stelliger Höhe als "nicht anrechnungsfähiges Sachgeschenk".
Beim Auto und einer Überweisung wird es schwierig.
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass jemand einen LCD-Fernseher oder eine Mikrowelle angibt, die er zu Weihnachten bekommt?
Gibst du das beim Finanzamt als Einkommen an? :icon_hihi:
Wer sich Geld auf sein Konto überweisen lässt, dem ist eh nicht mehr zu helfen.
 

Dopamin

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Deine "Logik" hinkt an mehreren Stellen:
- Es ist dem FM egal, ob er dich über Prepaidkarte erreicht: Wenn er dich für den nächsten Morgen einbestellt, hast du einfach ein Problem, welches mit der Entfernung wächst. Er kann dich auch einbestellen bei genehmigter Ortsabwesenheit - die betreffenden Tage können später dann nachgeholt werden, wenn es der FM später genehmigt, aber auch darauf gibt es keinen Rechtsanspruch.
Dass es nicht OK sein kann, dass eine potentielle Vermittlung scheitert, weil der ALGII-Empfänger gerade eben beim Ballermann liegt, ist doch sicher einleuchtend, oder? Also muss es möglich sein, den Betreffenden kurzfristig beizuziehen.

Das ist auch keine Benachteiligung, denn auch Arbeitnehmer müssen ihrem Arbeitgeber ihre Urlaubs-Adresse mitteilen, um im Notfall an den Arbeitsplatz gerufen werden zu können.


-Natürlich sind Geschenke anzurechnen: Sonst bekommt am Montag jemand womöglich einen LCD-Fernseher, ein anderer ein Auto, der Dritte eine Überweisung in 4stelliger Höhe als "nicht anrechnungsfähiges Sachgeschenk".
Hier wurde ein Geschenk in fiktiver Höhe von 1000€ gewährt - und auch das wird angerechnet, da ALGII - und das ist die Logik von ALGII nach SGBII - nachrangig ist, d.h., dass zunächst alles zufließendes Einkommen abzgl. diverser FB zu berücksichtigen und dieses zur Deckung des Unterhaltes zu verwenden ist.
Aber das weißt du sicher auch selbst, oder?
Robinson,

das Problem, dass Deine Logik und meine Logik sich nciht miteinander vertragen, könnte an folgendem Problem liegen: Die unterschiedliche Auslegung der §§ des SGB. Aber ich erkläre Dir das gern, ich weiss ja mittlerweile aus eigener Erfahrung, dass die eine oder andere Geschäftsführung ihre Mitarbeiter darüber im dunklen lässt, WAS Recht und Gesetz ist... Und wenn man eine gegenläufige Dienstanweisung hat, dann muss man diese befolgen, auch wenn die gesetzliche Grundlage etwas völlig anderes sagt...

Ja, wie stellt sich das ein ARGE-Mitarbeiter vor, dieses Geschenk zu verwerten? Was fiktives Einkommen betrifft, halte ich mich nun lieber zurück... Wie stellt sich die ARGE denn vor, dass der Hilfeempfänger FIKTIVES Einkommen zur Deckung des Bedarfs zu nutzt? Es ist kein REALES Einkommen und von daher doch überhaupt nicht zur Bedarfsdeckung geeignet...

Ich weiss, meine Meinung wird nciht jeder teilen, aber ich bin auf dem "Wenn ihr nicht in der Lage/Position seid geltendem Recht entsprechend eure Bescheide zu erstellen, dann lasse ich euch über das Sozialgericht ein paar Coachings zukommen"-Trip, ergo, sollte es Probleme geben - Einstweilige Anordnung und dann schaun wir mal, ob die ARGE wieder mal (das muss man leider so sagen - die Quoten geben mir recht) Mist gebaut hat...

Und hier wird noch das eine oder andere Coaching vorbereitet...

Dopamin
 

Dopamin

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Robinson, ich würde es begrüßen, wenn man Dich hier hinausschmeißt. Du trägst mit Deinen unglaublichen, z.T. falschen Posting sehr zur Verunsicherung einzelner User bei. Wie Dopamin schon schrieb: Bitte § oder Arbeitsanweisungen zu Deinen Behauptungen!

Eine geschenkte Reise ist kein Einkommen, verdammt noch mal - der HE kann sie nicht mal veräußern, um von dem Erlös zu leben, weil er nicht der "Eigentümer" ist.

Ich habe so einen Hals!
biddy,

ich möchte ihn behalten :icon_hihi:

An irgendwem muss ich doch üben :icon_pfeiff:

Wenn er mich irgendwann ignoriert dann kann er meinetwegen auch gesperrt werden :icon_wink:

Und das mit dem Hals - biddy, einfach grinsen - ich kann nicht gegenan ich finde das erklärt wunderbar die hohe Erfolgsquote, die Hilfeempfänger vorm Sozialgericht haben... Im einstelligen %-Bereich würde ich sagen, okay, die machen auch schon mal Fehler, Menschen, da passiert das, aber nicht wenn fast DIE HÄLFTE vor Gericht korrigiert wird...

Dopamin
 

Robinson

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">Wie stellt sich die ARGE denn vor, dass der Hilfeempfänger FIKTIVES Einkommen zur Deckung des Bedarfs zu nutzt?"

Das ist doch nun wirklich einfach: Aufhebungsbescheid für n Monate,
wobei n = Wert des Geschenkes/ALGII lt. Bescheid.

Wieso soll es kein reales Einkommen sein?

-Es ist bereits vorgekommen, dass ALGII-Empfänger im Preisauschreiben eine Reise gewonnen haben und ihnen vorgeschrieben wurde, diese in Geld umwandeln zu lassen, um den Bedarf zu decken.
-Es ist bereits vorgekommen, dass ALGII-Empfänger einen Geldbetrag in einer Ratesendung im Fernsehen gewonnen haben und dieser angerechnet wurde.

@ biddy

Wg. Hals zum Hausarzt gehen (Angina; Schilddrüse usw.) und abklären lassen.
 
E

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Gast
.. Er kann dich auch einbestellen bei genehmigter Ortsabwesenheit ...
So pauschal ist das falsch gesagt und würde unter Umständen in den Bereich Schikane fallen.

-Natürlich sind Geschenke anzurechnen:
Das kommt ganz darauf an, ob das Geschenk auch zu dem unterstellten Sachwert "versilbert" werden kann.

Bei einer geschenkten Reise dürfte dies in der Regel unmöglich sein, denn wenn der Beschenkte von der Reise Abstand nehmen müsste würde in der Regel der Beschenkende den zurück zu bezahlenden Restwert beanspruchen.

Im übrigen fallen Deine Ausdrucksweise und Deine Behauptungen sehr negativ auf da sie zumindest vor Missgunst nur so strotzen - auch wenn Du sie mühevoll mit "Anweisungen" und "Gesetzen" zu untermauern suchst. Ein sehr schönes Beispiel dafür, wie die Line pAp2Hartzler nicht stattfinden sollte wenn sie auch fruchtbar sein soll. :icon_pause:

Gruß, Anselm
 

biddy

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Aber echt - der Computerfuzzi, der die SBs nur in der Kaffeeküche trifft und dann lauscht. *lol*
 

Dopamin

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Ich frage mich ja, warum passieren manchmal so haarsträubende Rechtsfehler? Aber ich schätze da mag Robinson keine Stellung zu nehmen, oder? :icon_pfeiff:

Dopamin
 

Robinson

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Eine geschenkte Reise ist kein Einkommen, verdammt noch mal - der HE kann sie nicht mal veräußern, um von dem Erlös zu leben, weil er nicht der "Eigentümer" ist.

Ich habe so einen Hals!
Natürlich kann man das, es wurden auch schon ALGII-Empfänger genau dazu aufgefordert, nachdem sie eine Reise irgendwo gewonnen hatten.

Erkennt man neuerdings Sozialbetrüger am Hals? Das wäre ja zu schön.

Ich frage mich ja, warum passieren manchmal so haarsträubende Rechtsfehler? Aber ich schätze da mag Robinson keine Stellung zu nehmen, oder? :icon_pfeiff:

Dopamin

Das weiß ich nicht, da bin ich auch der falsche Ansprechpartner. Das musst du diejenigen fragen, welche die Sozialgesetze falsch bzw. oberflächlich auslegen und dabei eben auch Formulierungen übersehen.
Außerdem muss ich keine Stellung nehmen.
 

Dopamin

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Robinson,

mit dem Unterschied Besitz und Eigentum kannst Du was anfangen? Wenn ich mit biddys Auto fahre bin ich grad der Besitzer - aber sie bleibt Eigentümer, und ich kann schlecht hingehen und IHR Auto verkaufen, OHNE mich STRAFBAR zu machen, oder? :icon_hihi:

Dopamin
 

Dopamin

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Das weiß ich nicht, da bin ich auch der falsche Ansprechpartner. Das musst du diejenigen fragen, welche die Sozialgesetzt falsch deuten.
Das tue ich seit Ende Oktober, aber die geben mir einfach keine Antwort :icon_lol:

Egal, ich weiss ja WEM gegenüber sie sicherlich auskunftsfreudiger sind :icon_hihi:

Dopamin
 

Robinson

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">mit dem Unterschied Besitz und Eigentum kannst Du was anfangen? "
Das war nix! Sachverhalt verfehlt.

Kannst du was mit dem Unterschied Leihe bzw. Schenkung was anfangen?

Schenkung - wie in diesem Falle - bedeutet Eigentumsübergang. Eigentümer ist dann derjenige, der die geschenkte Reise antritt. Biddy bleibt z.B. nicht Eigentümer, wenn er dir sein Auto schenkt, um deinen Vergleich auf diesen Sachverhalt anzuwenden.
Tja, und dann kannst du das Auto auch verkaufen.

Ich helfe doch immer wieder gern und über mit dir auch Zivilrecht ;-)
 

Dopamin

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Wenn meine Mutter zwei Reisen bucht und die auch bezahlt und mir erklärt ich soll mit, WO ist der Eigentumsübergang? Weil MEIN Name auf dem Ticket steht? Sicher nicht. Und DAS würde ich durchfechten :icon_hihi:

Dopamin
 

Robinson

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In diesem Falle hat der Fragesteller ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um eine Schenkung handelt. Also gehört dies zu den Fakten des Falles.
Siehe in #186 >"der Urlaub ist also ein Geschenk an mich. "

Die Fakten des Sachverhalts müssen nicht in Frage gestellt, sondern rechtlich beurteilt werden.
Würden wir nämlich die Tatsachen/Fakten des Falles ändern, so würden wir auch einen anderen Fall lösen, aber nicht mehr den vorgegebenen.
 

Dopamin

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Dann weisst Du ja sicherlich auch, das Schenkungen bis zu 10 Jahren nach Erhalt rückgängig zu machen sind, und ich nehme mal an, da der Threadersteller eh nichts von der Reise hat, wird er da auch nichts gegen einzuwenden haben...

Mutti hat ihr Ticket wieder und sie darf mitnehmen, wen sie möchte :icon_hihi:

Dopamin
 
E

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Natürlich kann man das, es wurden auch schon ALGII-Empfänger genau dazu aufgefordert, nachdem sie eine Reise irgendwo gewonnen hatten.
Was ist los Robinson? Nervt dich dass Freitag sich wehrt und plötzlich einen eigenen Kopf hat? Du windest Dich schon fast lachhaft! Es war die Rede von Reise als "Geschenk", nicht von einem Gewinn (der zwar auch ein Geschenk darstellt, aber nicht in hier diskutierter Art und Zusammenhang!), also bleib auch dabei. Der Teufel steckt nicht nur hier im Detail...

Erkennt man neuerdings Sozialbetrüger am Hals? Das wäre ja zu schön.
Also ich würde Forennutzer nicht so leichtfertig als "Sozialbetrüger" betiteln, denn erstens verstößt das gegen die Forenregeln (12), was zu Redepause führen kann und zweitens müsste das hier dann -- wenn schon -- Sozialleistungsbetrüger heißen, denn soziales Betrügen, das willst Du hier rechtfertigen.

Ich als Steuerzahler erwarte dass der von mir finanzierte Bedienstete so agiert, dass Leistungsempfänger in aller Würde und gesund wieder auf den ersten Arbeitsmarkt zurück geholfen wird, ich verbitte mir jedoch meine Steuern dafür einzusetzen, Bedürftige durch diese Art "Abwürgen", wie Du dies hier darstellst, immer fester im sozialen Netz zu zementieren. Damit habt ihr der Gesellschaft bereits rund 2 Millionen früher von Sozialhilfe Abhängige, heute nur ins ALGII verschobene, real aber nie mehr integrierbare "Sozialzombies" beschert!

Das weiß ich nicht, da bin ich auch der falsche Ansprechpartner. Das musst du diejenigen fragen, welche die Sozialgesetzt falsch deuten.
Ach und gerade DU deutest die Sozialgesetze richtig? Lass mich doch einmal an der Erfolgsquote der von "Dir" gewonnen Sozialgerichtsprozesse teilhaben. :icon_lol:

Gruß, Anselm
 

Dopamin

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Achja,

man kann übrigens von einem juristischen Laien nicht immer erwarten, dass "ein Geschenk an mich" auch wirklich eine Schenkung ist, das kann ebenso ein "zum Gebrauch überlassen" sein, das er selber nicht erkannt hat... :icon_pfeiff:

Dopamin
 

Robinson

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>"Dann weisst Du ja sicherlich auch, das Schenkungen bis zu 10 Jahren nach Erhalt rückgängig zu machen sind, und ich nehme mal an, da der Threadersteller eh nichts von der Reise hat, wird er da auch nichts gegen einzuwenden haben..."

Wieder falsch. Die 10-Jahres-Frist gilt nur nach ErbStG (und in dieser Materie liegt der Fall nicht), nicht nach BGB.

In Frage käme theoretisch allenfalls § 528 BGB unter der Voraussetzung der Verarmung des Schenkers. Allerdings kann diese Vorschrift hier nicht verwirklicht werden, das die Reise zum entsprechenden Zeitpunkt vorbei ist und nicht rückgängig gemacht werden kann.

---
Genervt bin ich nicht, wir analysieren den Fall eben mal - mit Austausch von juristischen Argumenten - gründlich durch. Dopamin hat schließlich geschrieben, dass er an/mit mir üben möchte.

> "Also ich würde Forennutzer nicht so leichtfertig als "Sozialbetrüger" betiteln, denn erstens verstößt das gegen die Forenregeln (12), was zu Redepause führen kann"
Richtig, dann mache es doch einfach so wie ich - ich habe ja auch keine konkreten Namen zu dem Begriff subsumiert.

>"
Ich als Steuerzahler erwarte dass der von mir finanzierte Bedienstete so agiert, dass Leistungsempfänger in aller Würde und gesund wieder auf den ersten Arbeitsmarkt zurück geholfen wird, ich verbitte mir jedoch meine Steuern dafür einzusetzen, Bedürftige durch diese Art "Abwürgen", wie Du dies hier darstellst, immer fester im sozialen Netz zu zementieren."

Dir ist schon klar, dass dieser Wunsch unrealistisch ist? Der "Bedienstete" empfindet es auch gar nicht als seine Aufgabe, dich zum Arbeitsmarkt zurückzubringen.
Er weist an, wieviele Bewerbungen DU (niemand anders!) zu erbringen hast und kontrolliert sie unter Androhung von Sanktionen - das ist die Realität.


Die letzte Formulierung habe ich nicht verstanden: "Im sozialen Netz zementiert zu sein" ist doch nicht verkehrt, denn durch selbiges "durchgefallen" zu sein - das wäre doch bedauerlich.
 
E

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In diesem Falle hat der Fragesteller ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es sich um eine Schenkung handelt. Also gehört dies zu den Fakten des Falles.
Siehe in #186 >"der Urlaub ist also ein Geschenk an mich. "

Die Fakten des Sachverhalts müssen nicht in Frage gestellt, sondern rechtlich beurteilt werden.
Würden wir nämlich die Tatsachen/Fakten des Falles ändern, so würden wir auch einen anderen Fall lösen, aber nicht mehr den vorgegebenen.
Ja, die Reise ist geschenkt, aber nur, wenn man sie mitmacht: nicht wenn sie in Bargeld umgewandelt werden sollte! Dann hätte man ja gleich Bargeld schenken können...also doch ein zweckbestimmtes Geschenk.
 

Dopamin

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Ne IT- UND eine Juraausbildung, nicht schlecht Herr Specht, und ich dachte immer ich sei vielseitig - wie auch immer, diese Reise wird die ARGE mit Sicherheit (und zur Not einem fitten Anwalt) nicht als Einkommen werten können - so oder so...

Wie gesagt, Deine Argumentation erklärt warum in mancher ARGE so "schlampig" gearbeitet wird, Mitarbeiter ohne adäquate Ausbildung, das kann ja nichts werden, wenn der Hilfeempfänger den Sachbearbeitern die Urteilsbegründung des zuständigen Sozialgerichts erklären muss...

Dopamin
 
E

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Achja,

man kann übrigens von einem juristischen Laien nicht immer erwarten, dass "ein Geschenk an mich" auch wirklich eine Schenkung ist, das kann ebenso ein "zum Gebrauch überlassen" sein, das er selber nicht erkannt hat... :icon_pfeiff:

Dopamin
Meine Anerkennung, scharf auf den Punkt gebracht, obwohl es hier imo eher eine Mischung aus beidem ist :)

Robinson übergeht in seinem "Eifer" die realen Fakten.


  • 1. Mutter hat Reise gebucht und bezahlt. (ersichtliche Zweckbindung)

  • 2. Muss die Reise storniert werden, wird die Mutter den (restlichen) zurück erhaltenen Reisepreis beanspruchen, sonst könnte sie dem Sohnemann ja gleich das Geld direkt zur Verfügung stellen und er die Reise selbst buchen oder für anderes ausgeben. Deshalb kann von Zweckgebundenheit ausgegangen werden, was auch den Einbehalt des Geldes, von der Mutter bei Wegfall des Zweckes, oder mangels Möglichkeit des Antritts der Reise impliziert.

Eine "Anrechnung" bei nicht Antritt der Reise, ohne Prüfung ob dem Sohnemann das (verbleibende) Geld auch real zugeflossen ist, passt auf echte "rechtsstaatliche" (ziemlich) Arge-Vorgehensweisen.

Aber Robinson geht es imho schlicht darum, über seine "Freitage" zu bestimmen und seinen Kopf in Punkto "erfolgreicher Rechtsansicht" durchzusetzen. Die Möglichkeiten der Hartzgesetze sind zuviel des "Guten" für solche "Angestellte", ebenso als gäbe man einem Kind eine geladen Waffe in die Hand - es wird sie völlig "unschuldig" und "unbedarft" anwenden.

Gruß, Anselm
 

Robinson

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Die Jura-Ausbildung ist nun man fester Bestandteil eines BÖ-Studiums.

Deshalb analysiere ich ja auch gerne mal solche Fälle, um nicht ganz zu vergessen, wie es funktioniert. :)

Möglicherweise hättet ihr aber Recht - in dem Sinne dass die Fragestellerin die Reise als "Geschenk" gewertet hat, was es in Wirklichkeit nach juristischer Sachlage nicht war. Nur dann müsste man nachdenken, was es denn sonst gewesen sein sollte.
 

waldau

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...es ist ja alles schön diese juristische "Fach"simpelei

- nur wie wäre es mal wieder zum Thema der Frage zurückkehren ob der SB bei dem Fragenden

(über oder unter 25 ? - nicht ganz unwichtig - da kommt es schonmal auf 1nen Monat an:icon_pfeiff:)

die Ortsabwesenheit ablehnen kann und wenn aus welchen Gründen :icon_wink:

Eine richtige Antwort bzw. zitierte DVO ist bereits gefallen !!!
 

siod

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Danke an alle für die Antworten und die tolle Diskussion, leider blick ich hier aber nicht mehr durch.
Ich werde zu dem Vermittler gehen und Ihm sagen das ich verreise. Lehnt er die Reise ab verreise ich trotzdem. Soweit ich weiß wird man mit 10% der Leistungen Sanktioniert bei Ortsabwesenheit, das würde ich auch noch verkraften.
 
E

ExitUser

Gast
Danke an alle für die Antworten und die tolle Diskussion, leider blick ich hier aber nicht mehr durch.
Ich werde zu dem Vermittler gehen und Ihm sagen das ich verreise. Lehnt er die Reise ab verreise ich trotzdem. Soweit ich weiß wird man mit 10% der Leistungen Sanktioniert bei Ortsabwesenheit, das würde ich auch noch verkraften.
Na, dann schönen Urlaub.

Aber was sagst nun, damit es nicht mit dem Amt die gleiche Diskussion gibt wie hier mit uns, was Geschenk und zweckbestimmt oder Einkommen angeht? Denn wie die das als zu verwertendes Geschenk sehen, kriegst nicht ne Sanktion von 10%, sondern ne Leistungseinstellung....und die wirst dir nicht leisten können!
 

siod

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Na super. Ich glaube es ist bald besser heimlich zu verreisen. Im Falle eines Termins den ich dann wegen Ortsabwesenheit nicht wahrnehmen kann müsste ich im Höchstfall mit 10 % Sanktion rechnen.
Würde mich dann auf Unwissenheit bzgl. Meldepflicht berufen und die 10% in Kauf nehmen. Sehe sonst keine andere Möglichkeit.
 

vivavista

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Wird die Suppe wirklich so heiss gegessen, wie hier gekocht ?

Hi,

ich frage mich beim Durchlesen dieser Diskussion wirklich, ob die Suppe in der Praxis- von unschönen Einzelfällen vielleicht mal abgesehen - wirklich in der Praxis so heiß gegessen wie gekocht wird ?

Ich weiss es mangels eigener Erfahrungen nicht. Wenn dem so ist, dann Gnade den ganzen und immer mehr werdenden sog. Aufstockern, die die Politik herbeiredet.

Ansonsten ist man in seinem Leben immer gut beraten wenn man sich an folgenden Leitsatz hält: "Gehe nur zu deinem Fürsten, wenn er dich ruft" Oder "wer dumme Fragen stellt bekommt dumme Antworten".

Hartzer sind keine Strafgefangenen auf Freigang, auch wenn in der Tat einige die Gesetze so auslegen möchten.

D.R.
 

Dopamin

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vivaviasta,

deswegen denke ich, sollte ein "guter Hartzi" sich auch ein "Basiswissen Jura" aneignen, einfach um dem SB vor Augen zu führen, dass er/sie es (sollte es ein Mensch sein, der meint er hätte es mit Menschen 2. Klasse zu tun) mit einem Menschen zu tun hat, der ihn/sie auf GLEICHER Augenhöhe trifft...

Wie gesagt, ich kann nicht klagen (ich kann doch klagen - aber das mach ich in anderer Sache bei Gericht :icon_pfeiff:) was meine Sachbearbeiterin angeht die ich regelmässig sehe... Die Nasen, die ich nicht sehe (weil abgeschottet - warum wohl :icon_hihi:) bekommen ordentlich Lesestoff - auch wenn ich langsam den Eindruck bekomme, die lesen nur nur Überschrift und sagen NEIN :icon_pfeiff:

Dopamin
 

Arania

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Nun der Crahskurs in Jura wird da auch nicht jedem helfen, zumal sich auch Juristen nicht in jedem Gebiet auskennen können

Und @vivavista: doch bei unerlaubtem Entfernen von der Truppe werden schon unangenehme Konsequenzen fällig, das sollte man sich gut überlegen

Kennst Du Murphy's Gesetz?:icon_wink:
 

Dopamin

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Arania,

eine Kollegin von mir hat bei ihrer SB nur mit den Stichworten (sie hatte unterwegs vergessen was das genau bedeutete) "§ 13, 14 und 15 SGB I und § 8 und 8a SGB III" bzw. der Frage, ob das für sie nicht gelte, erreicht, dass die SB beinah über den Schreibtisch gesprungen wäre - ging um Alleinerziehend in Verbindung mit Vollzeitberufstätigkeit und Unterstützung bei der Kinderbetreuung in den Ferien (die Tochter besucht eine betreute Grundschule).

Die SB meinte, da eine Betreuung zu organisieren wäre das Problem meiner Kollegin...

Nach diesem Termin soll die Dame irgendwie anders gewesen sein...

Manchmal braucht man überhaupt keinen Schubs, manchmal einen kleinen und andere brauchen einen größeren Schubs - asi es la vida :icon_pfeiff:

Dopamin
 

Arania

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Bei der Erwähnung der genannten Paragraphen sollte man sie aber auch gut erklären können, falls ein SB mal nicht über den Tisch springt, sondern nur ganz ruhig fragt: Und, was sagt uns das?

Wenn dann kommt: Ähm, habe irgendwo gelesen das ich diese Paragraphen nennen soll, dann wird der SB wohl weiter in Ruhe schlafen können
 

Dopamin

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Oder man erklärt ihm dass die in seinem schlauen Buch stehen und ich ihm seine Arbetisgrundlagen nicht erklären brauche :icon_hihi:

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sun2007

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Jetzt schalte ich mich auch mal dazu.

Bei mir ist es so:

Ich bin als selbständig gemeldet beim Jobcenter, mit ein bisschen Zuschuss und baue mir das alles gerade erst auf. Selbständig als Journalistin.

In meine EGV hat meine SB nur als Schlusssatz (jenseits der Unterschrift, auf der Seite danach) geschrieben, mir sei bekannt, dass ich Ortsabwesenheit beantragen müsse. Es liegt in der Natur meines Berufs, schnell mobil sein zu müssen, ohne langwieriges Beantragen im Vorhinein. Ich hatte tierisch Ärger mit denen und habe derzeit überhaupt keinen Bock, da groß aufzufallen mit Anträgen auf dies und das.

Jedenfalls: Schon vor dem ganzen Ärger hatte ich gefragt, wie das denn dann getrennt würde: beruflich bedingte Ortsabwesenheit und OA aus persönlichen Gründen? Ob es dann insgesamt nur 21 Tage für beides gäbe? Ob ich dann privat gar nicht mehr weg dürfe, wenn ich beruflich schon 21 Tage aufgebraucht hätte - und: ob ich rein beruflich keine 22 Tage ortsabw. sein dürfe? Sie ist all diesen Fragen ausgewichen und meinte nur, ich solle ihr vertrauen, sie regele das schon. Ich habe den Luxus, in einer Großstadt zu leben, so konnte ich das Problem umgehen indem ich einfach tatsächlich immer schön zu Hause geblieben bin.

Allerdings habe ich kürzlich für eine Woche in einer Redaktion gearbeitet und da habe ich echt gezittert: Was, wenn der Chefredakteur jetzt von mir verlangt mit dem Team in eine andere Stadt zu fahren - für irgendeinen Antrag bei der Arge reicht die Zeit dann nicht und dem Chef erzählen, dass ich Hartz IV kriege - will ich natürlich auch nicht. Zum Glück nix passiert, wurde nicht aufgefordert, in die andere Stadt zu fahren - hätte mich aber treffen können.

Dazu kommt: Die Arge gibt mir ausdrücklich, steht so in der EGV, Zeit, meine Selbständigkeit zu etablieren und befreit mich für diese Zeit davon, mich auf dem Arbeitsmarkt bewerben zu müssen. Die jederzeitige Aufnahme einer Tätigkeit ist aber doch die Gesetzesgrundlage für die Regelungen zur Ortsabwesenheit - wie kann man dies (einen Antrag auf Zustimmung durch die SB stellen zu müssen) dann eigentlich noch von mir verlangen, wenn in der EGV explizit steht, ich müsse mich erst ab einem späteren Zeitpunkt (und damit logischerweise zurzeit nicht) wieder bewerben? Mal ganz davon abgesehen, dass es, wie oben beschrieben, meiner Tätigkeit unzuträglich ist und meinen Erfolg faktisch hemmt?

Wenn ich den Gesetzestext, eingestellt von M. Behrsing, richtig verstanden habe, macht der Gesetzgeber den Bezug von ALG II zur Grundlage dafür, wen die Bestimmungen zur OA treffen und wen nicht.

Aber: Muss nicht auch der Gesetzgeber die von ihm gemachten Einschränkungen (hier: der Freizügigkeit) genau begründen? Reicht der Bezug von ALG II? Doch wohl eher nicht, denn der Gesetzgeber führt weiter aus, dass es darum geht, jederzeit vorstellig werden zu können. Und das wird zur Zeit der Selbständigkeit ja gar nicht von mir verlangt.

Nun ganz scharf juristisch gedacht: Ist es dann nicht so, dass dem Gesetz bzw. dessen Anwendung in meinem Fall die Grundlage fehlt und es somit nichtig ist?

Ich will versuchen, das hier logisch und möglichst rein juristisch zu betrachten, vielleicht kennt sich jemand aus.

Noch etwas:

Mir ist aufgefallen, das manche hier glauben, sie müssten telefonisch erreichbar sein für die Arge. Irgendwo hier im Portal gibt es Vordrucke für die Löschung der Telefondaten. Man kann sich für wenig Geld sicher auch eine neue Telefonnummer schalten lassen - somit erspart man sich Kontrollanrufe. Worauf ich jedoch eigentlich hinaus will: Man muss nur per Briefpost erreichbar sein.

Wann gelte ich dann aber als ortabwesend? Manchmal kommt meine Post um 12:00, manchmal um 14:30. Muss ich als selbständige Journalistin jetzt jeden Tag zwischen 11:30 und 14:30 meinen Briefkasten checken um als ortanwesend zu gelten? Und wenn ich das nicht tue, gelte ich automatisch als ortsabwesend und bekomme Geldsperre?

Die Arge hat von mir verlangt, ein Coaching zu machen - das ich vorher beantragt hatte, wurde abgelehnnt und dann haben sie es plötzlich von mir verlangt - fragt nicht. Jedenfalls gab es ein Tagesseminar zu einem solchen Thema bei der Gewerkschaft und ich habe daran teilgenommen, weil es zeitnah angeboten wurde und ich mir einen Coach erst noch suchen wollte. Bei diesem Tagesseminar eröffnete mir der Leiter, der sich sehr gut mit den Argen auskennt (berät hauptsächlich Existenzgründer), dass wir jetzt alle ortabwesend wären - obwohl in der eigenen Stadt. Ob das daran lag, dass wir nicht sofort die Post öffnen würden, wenn sie kommt, weiß ich nicht. Aber auf der anderen Seite: Wenn dieses Seminar, das meine Zeit von ca. 10:00 bis 16:00 beansprucht hat, eine OA konstituiert, dann müsste doch logischerweise jeder Tag, den ich von morgens bis abends, also Vollzeit (und so fordert es die Arge in der EGV) meiner Selbständigkeit nachgehe, auch gleichzeitig eine OA konstituieren, oder?

Wenn jemand irgendetwas hierzu weiß, bin für jede Info dankbar.

Ansonsten: Frohes Neues Jahr!
 
E

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Jetzt schalte ich mich auch mal dazu.

... Aber auf der anderen Seite: Wenn dieses Seminar, das meine Zeit von ca. 10:00 bis 16:00 beansprucht hat, eine OA konstituiert, dann müsste doch logischerweise jeder Tag, den ich von morgens bis abends, also Vollzeit (und so fordert es die Arge in der EGV) meiner Selbständigkeit nachgehe, auch gleichzeitig eine OA konstituieren, oder?

Wenn jemand irgendetwas hierzu weiß, bin für jede Info dankbar.

Ansonsten: Frohes Neues Jahr!
Hallo Sun2007,

so exakt wie Du das haben möchtest wäre das Rechtsberatung?
Nunja, ich kann Dir sagen wie das zurecht bei mir läuft.

Als Kurier bin ich recht oft und kurzfristig "Ortsabwesend" was meiner ArGe per Definition dieses Berufsfeldes klar sein muss. Ebenso muss ihr klar sein dass ein selbstständiger Aufstocker der "Arbeitsvermittlung" erst einmal regelmäßig nicht kurzfristig zur Verfügung stehen kann.
Danach muss sie eventuelle Angebote terminlich so setzen dass Du auch darauf reagieren kannst. Mein Ex-SB setzte Termine aller Art immer mit 2 Wochen Reaktionszeit.

Im Zweifel, wenn man eine mit der Erzielung seines Einkommens in Verbindung stehende "Ortsabwesenheit" nicht rechtzeitig "beantragen" (mitteilen) kann, ist die Mitwirkungspflicht dann erfüllt, wenn man dies dem SB (per FAX?) zum nächst möglichen Zeitpunkt mitteilt.

Das habe ich so konsequent eingehalten und die Kosten dafür natürlich Einkommensmindernd verrechnet, dass mein SB mir einen Monat später schrieb, dass ich Ortsabwesenheit erst ab über 5 Tagen am Stück mitteilen muss. :icon_wink:

(Ebenso erzeugt eine "Einladung" meiner ArGe einen zu verrechnenden Einkommensausfall am Tag der Einladung, der in Höhe des durchschnittlich in einem solchen Zeitraum anfallenden Einkommens als Minus zu Buche schlägt. :icon_wink: nur so nebenbei bemerkt.)

Wenn also ein Auftraggeber einen Auftrag erteilt der mich "Ortsabwesend" macht bin ich nach SGBII dazu verpflichtet diesen Auftrag auszuführen (~...alles zu tun seine Abhängigkeit von AlgII zu mindern...), diesen Umstand aber dem SB zeitnah zur Kenntnis zu bringen, um meinen Pflichten vollumfänglich genüge zu tun.

PS. Ein Fax aus Malle wäre bei meiner Tätigkeit "verdächtig", bei einer Journalistin hingegen weniger. ;)

Nimm nicht alles so "Bierernst", solange Du etwas Belegen und Rechtfertigen kannst, kann Dich selbst der unfähigste SB nur solange Trietzen, bis Du den Spies umdrehst. Richter hassen es wenn SBs ihren Ermessensspielraum bei jenen überspannen die ernsthaft und mit legalen Mitteln daran arbeiten ihre Lage/Situation zu verbessern.

Gruß, Anselm
 

sun2007

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Hallo Sun2007,

so exakt wie Du das haben möchtest wäre das Rechtsberatung?
Nunja, ich kann Dir sagen wie das zurecht bei mir läuft.

Als Kurier bin ich recht oft und kurzfristig "Ortsabwesend" was meiner ArGe per Definition dieses Berufsfeldes klar sein muss. Ebenso muss ihr klar sein dass ein selbstständiger Aufstocker der "Arbeitsvermittlung" erst einmal regelmäßig nicht kurzfristig zur Verfügung stehen kann.
Danach muss sie eventuelle Angebote terminlich so setzen dass Du auch darauf reagieren kannst. Mein Ex-SB setzte Termine aller Art immer mit 2 Wochen Reaktionszeit.

Im Zweifel, wenn man eine mit der Erzielung seines Einkommens in Verbindung stehende "Ortsabwesenheit" nicht rechtzeitig "beantragen" (mitteilen) kann, ist die Mitwirkungspflicht dann erfüllt, wenn man dies dem SB (per FAX?) zum nächst möglichen Zeitpunkt mitteilt.

Das habe ich so konsequent eingehalten und die Kosten dafür natürlich Einkommensmindernd verrechnet, dass mein SB mir einen Monat später schrieb, dass ich Ortsabwesenheit erst ab über 5 Tagen am Stück mitteilen muss. :icon_wink:

(Ebenso erzeugt eine "Einladung" meiner ArGe einen zu verrechnenden Einkommensausfall am Tag der Einladung, der in Höhe des durchschnittlich in einem solchen Zeitraum anfallenden Einkommens als Minus zu Buche schlägt. :icon_wink: nur so nebenbei bemerkt.)

Wenn also ein Auftraggeber einen Auftrag erteilt der mich "Ortsabwesend" macht bin ich nach SGBII dazu verpflichtet diesen Auftrag auszuführen (~...alles zu tun seine Abhängigkeit von AlgII zu mindern...), diesen Umstand aber dem SB zeitnah zur Kenntnis zu bringen, um meinen Pflichten vollumfänglich genüge zu tun.

PS. Ein Fax aus Malle wäre bei meiner Tätigkeit "verdächtig", bei einer Journalistin hingegen weniger. ;)

Nimm nicht alles so "Bierernst", solange Du etwas Belegen und Rechtfertigen kannst, kann Dich selbst der unfähigste SB nur solange Trietzen, bis Du den Spies umdrehst. Richter hassen es wenn SBs ihren Ermessensspielraum bei jenen überspannen die ernsthaft und mit legalen Mitteln daran arbeiten ihre Lage/Situation zu verbessern.

Gruß, Anselm

Vielen Dank - auch für die Tipps. Da ich im letzten Jahr erst gegen Jahresende meinen ersten Auftrag hatte und dann auch insgesamt nur einen dreistelligen€-Betrag eingenommen habe (der allerdings im neuen Jahr eingegangen ist) ist das mit dem Verrechnen von dem, was ich sonst an dem einen Tag, den ich bei der SB sitze, so eine Sache.

Trotzdem finde ich es hächst absurd, denn der Sinn des Gesetzes ist ja gerade, dass der/die Arbeitssuchende jederzeit bereit sein muss, eine vom Jobcenter angebotene Tätigkeit aufzunehmen - mit der Genehmigung der Selbständigkeit haben sie jedoch ihrerseits keinerlei Angebote mehr an mich gemacht und verlangen auch nicht, dass ich mich selbst bewerbe. Somit ist dem Gesetz faktisch die Grundlage (Erreichbarkeit zwecks unverzüglicher Arbeitsaufnahme - ich arbeite ja sowieso schon) genommen und es müsste - rein juristisch - sowieso von vornherein nichtig sein. Ich habe im Moment nicht den Nerv, es da auf einen Rechtsstreit ankommen zu lassen aber eigentlich müsste man das mal durchziehen, damit dieser Teil endlich gekippt wird.
 

Micky07

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Lüge

Hi also ich wollte mich hier mal beteiligen denn ich war erst im dezember bei meinem vermittler und der sagte mir zu das man 21 Tage "Abwesend" sein kann. Wo?? Geht die gar nix an finde ich...dann ist man halt die Mama pflegen im anderen Bundesland oder was auch immer...ich denke der phantasie sind da wohl keine Grenzen gesetzt...zudem wenn ihr in einem anderen Bundesland seid ist da ja auch keiner der die Post macht und dann könnt ihr logischerweise nicht erscheinen. Man muss 1 Woche vorher bescheid geben ab wann und bis wann man abwesend ist und muss sich am Tag des Zurückseins persönlich am Empfang der ARGE wieder anmelden...also alles kein Problem...ich hatte im Dezember auch 2 Wochen abwesenheit und es war alles ok...keine Probleme und danach zurück gemeldet vor Ort. Also 21 Tage im Kalenderjahr "abwesenheit=Urlaub sind erlaubt(in Hessen!!)
Grüße
 

Arania

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Hat doch niemand bestritten was Du schreibst, oder?

Nur liegt es eben am SB ob er/sie die Abwesenheit bewilligt oder nicht, und da kann es schon mal zu Ablehnungen kommen
 

Micky07

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das wollte ich jetzt auch nicht damit sagen...ich finde es ne frechheit wenns abgelehnt wird, klar wenn man in einer Maßnahme steckt oder sowas aber ansonsten gibts wohl keinen grund sowas abzulehnen!
 

Ragnaroek

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@Robinson

Ich will Dir jetzt mal was aus eigener Erfahrung sagen....

Ich habe mich mit dem Thema Ortsabewsenheit sehr genau beschäftigt, im Gegensatz zu Dir die richtigen Stellen gelesen und eine gute Bekannte gefragt, die in der Widerspruchsstelle der ARGE arbeitet. FAKT IST:

Eine definitve Einschränkung der Ortsabwesenheit gibt es nicht. Manche Richter sprechen davon dass 550Km an einem halben Tag zu schaffen sind, manche davon das mehr als 250 zu viel sind, manche von 70-90 Minuten. ABER NIRGENDS (!!!) STEHT ES DEFINITIV IM GESETZ (ansonsten zeige es mir...).

Ich bin verpflichtet einmal am Tag in meinem Briefkasten zu schauen. Das bedeutet das ich im Grunde bis 23.59 Uhr dafür Zeit habe. Es soll dadurch nur gesichert sein dass ich direkt am nächsten Tag bei Öffnung der ARGE den ersten Termin war nehmen könnte. Bei mir würde es im Grunde sogar reichen wenn ich am nächsten Tag bis 7.00 Uhr in den Briefkasten schaue.

An Wochenenden oder Feiertagen darf ich mir sogar bis auf den darauffolgenden Tag zeit lassen.

DAS BEDEUTET IN DER PRAXIS:
Wenn ich zu den NORMAL ÜBLICHEN Zeiten - in denen die Post normalerweise kommt - in den Briefkasten schaue, habe ich meiner Mitwirkungspflicht genüge getan. Wenn die Post jetzt - aus welchen gründen auch immer (vielleicht Aushilfe, die den ganzen Tag dafür braucht) - nicht zwischen 9 - 10 Uhr kommt, sondern erst um 17 Uhr, dann ist man aus dem Schneider. DENN: Wie will man dann wissen ob der Postbote noch nicht da war oder man einfach keine Post bekommen hat? Ich kann bei mir z.B. den Postboten nicht sehen. Zudem muss ich PERSÖNLICH in den Briefkasten schauen - kontrolieren der Post durch dritte ist nicht zulässig.

So, wenn ich also in den Briefkasten geschaut habe und keine Post da ist muss ich bis zum nächsten Tag 23.59 Uhr in den Breifkasten geschaut haben, damit ich evt. Termine für den übernächsten Tag war nehmen kann.

Am Sonn- oder Feiertagen sieht das noch anders aus:
Da mus ich Freitags in den Breifkasten schauen und dann Sonntags erst wieder um 23.59 Uhr. Genaus verhält es sich mit Feiertagen.

Und noch etwas zum Anrufen:
Die Rechtssprechung kennt Kommunikationswege wie Telefon, Handy, Email, Fax u.ä. schlichtweg nicht. Rechtlich gesehen haben sie keine Relevants (zumindest in dieser Hinsicht). Daher gilt rechtlich gesehen der Postweg als einzige rechtlich zugelassener Komunikationsweg. Wenn ein SB mich anruft ist das sicherlich ok, aber wenn ich nicht da bin kann er mir auch nichts wollen.

Andersrum reicht es auch nicht dass ich meinem SB meine Handynummer gebe. Dadurch ist auch keine Ereichbarkeit im rechtlichen Sinne hergestellt.

NUR:

Jeder sollte dabei bedenken dass - wenn durch welche Einflüsse auch immer - jemand seiner Rückkehr bis zu den oben genannten Zeitpunkt nicht sicherstellen kann, er alleine die Verantwortung übernimmt und dadurch ungenehmigte Ortsabwesenheit entstehen kann.

Das ich zu Deinen genannten Uhrzeiten quasi in "Hab-acht"-Stellung zu Hause sitzen muss ist schlicht und einfach blödsinn. Steht in keinem Gesetz (komischerweise bist Du bis jetzt alle Gesetze schuldig geblieben).

Btw: Meine Bekannte meinte, wenn sie in der ARGE so arbeiten würde dann wäre sie den Job schon längst wieder los, den soviel Peinlichkeit und Blößewürde sich selbst eine ARGE vor einem Sozialgericht nicht geben...

Wie gesagt, erst lesen, nachdenken, versuchen zu verstehen, rekapitulieren, bei Bedarf noch mal nachlesen, evt sachkundige Menschen fragen, noch mals erklären lassen und dann vielleicht wiederkommen...

Ansonsten gibt es da ja noch die Maus und den Elephanten...Peter Lustig macht ja leider nichts mehr...oder Jean Pütz fragen...der hat da sicherlich schon längst was vorbereitet...auch wenn der auch schon in "Rente" ist...

Ansonsten:
Kann man nicht abstimmen ob der Kerl einfach rausgeschmissen wird: Ich meine eigene Meinung ist ja das eine, aber definitive Falschaussagen tätigen das andere....

In diesem Sinne

Ragna...
 

Ragnaroek

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nich im geringsten Allmy...;-) Aber mal richtig informiert, hier nachgefragt, die Links die man mir gegeben hat gelesen, Bekannte auf ner Fete gefragt und schwupp...kommt man zur Erkenntnis...;-)
 

VipAir78

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Nun muss ich auch mal....

... meinen Senf abgeben.

Folgendes Erlebnis liegt meinem Problem zu Grunde.

Seit 05/2006 unterstehe ich in der persönlichen Betreuung eines Fallmanagers bei der ARGE. Vorher war ich in der ReHa-Abteilung des Arbeitsamtes. Meinen Pflichten lt. EGV komme ich nach. Im letzten Jahr habe ich knapp 1000 Bewerbungen verschickt, davon um die 800 auf elektonischem Wege (alles fein säuberlich sortiert und abgeheftet in Leitz-Ordner) und 200 normale Postsendungen. Vorschläge zur Vermittlung bekam ich bisher noch NIE. *grübel

Als Inhaber eines Gewerbescheines zur "Beschaffung" von Nebeneinkommen versucht man mir leider nur, ständig irgendwelche Maßnahmen aufzuzwingen, die man zukünftigen Existenzgündern gibt. Sanktionen wegen meiner ablehnenden Haltung durfte ich schon erfahren.

Das Nebeneinkommen sollte eigentlich dazu dienen, das ich meinen Kindern (2,5 / 5 / 6,5 Jahren) mal einen Schwimmbad-Besuch ermöglichen kann oder auch mal das Eis in der Stadt zwischendurch. Ebenso wollte ich mir damit den Führerschein finanzieren. Denn selbst auf Darlehensbasis ist das leider nicht möglich.

Ich warte immer noch auf einen Termin bei den Eures-Beratern, den mir mein FM beschaffen wollte. (Gespräch darüber war Anfang September).
Anfang Dezember sollte ich wieder zum Gespräch, Einladung kam nie. Er hatte mich wohl vergessen *freu

Es wurde Mitte November dem FM mitgeteilt, das wir wohl über Weihnachten/ Sylvester zu meinen Eltern fahren (Wir Mönchengladbach / Eltern Stuttgart) konkretes aber noch nicht gesagt werden kann. 2 Wochen später sagte ich dieses Vorhaben telefonisch ab, da meine Eltern zum Geburtstag nach Leipzig eingeladen waren und dieses nutzen.

Nun zum eigentlichen Problem:

Am 28.12.07 rief uns eine gute Bekannte an und bot uns an, das wir Sylvester bei ihr und Ihrem Mann in Hannover feiern könnten, ebenso den Geburtstag meiner Tochter (2.1.), Ihr Mann würde uns auch abholen, um den Stress mit der Bahn zu umgehen. Das ganze geschah gegen 13.00 Uhr.
Eine halbe Stunde später kommt die Post samt Einladung für den 03.01.08 / 9.30 Uhr.
Ich also das Telefon geschnappt und gebetet, das noch irgendwer die Leitungen in der Zentrale der ARGE bewacht.
Hab ne nette Dame erreicht, der ich den Fall und damit die Absage geschildert habe, die mir dann versicherte, das sie es weiterleitet an meinen FM samt Handynummer damit er am 2.1. anrufen kann, falls Fragen sind oder sonst dergleichen. Die telefonische Erreichbarkeit steht übrigens auch in der EGV.
Gestern nun bekomme ich Post von meinem netten Herren, das ich seinen Termin versäumt habe und mir dadurch Sanktionen entstehen sollen. Ihn angerufen, ihm die Sachlage nochmals geschildert.
Er wollte mir erklären, das ich verpflichtet gewesen wäre, auch diesen kurzfristigen "Urlaub" vorab anzumelden, und sollte das nicht möglich sein, dann habe ich gefälligst das "Angebot" abzulehnen.
Die Sanktion wird folgen in Form von naja .... 10% ....und nur weil wir einmal für knapp 120 Stunden unsere 4 Wände verlassen haben?
Ich meine, wir sind nicht nach Malle oder in die DomRep geflogen. Es waren keine Unerreichbarkeit gegeben, NEIN ich war telefonisch erreichbar und wäre, ja gut in 4 Stunden wieder daheim gewesen, wenn er ein Angebot gehabt hätte.
Ist es doch auch so, das ich (entschuldigt den Begriff) vorbildlicher Hartzler allen meinen Terminen und Verpflichtungen immer nachgekommen bin.
Ich erdulde jeden Kurs (5 waren es schon) in Office, eine "Existenz-Gründungs-Eignungs-Feststellungs-Maßnahme", zwei weitere Exi-Maßnahmen und zweimal Bewerbungstraining in 4 Jahren.

Meine Wünsche werden immer mehr unter den Tisch fallen gelassen dafür setzt sich der Wille der ARGE durch.

Ich werde mich, gegen dieses Verhalten, ggfs. rechtlich zur Wehr setzen.
 

Ragnaroek

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Dein Fehler war einfach dass Du Dir die "Ortsabwesenheit" nicht hast genehmigen lassen, also schriftlich. Also dass bei der ARGE was weitergeleitet wird, sich darauf zu verlassen ist ein Fehler der Dir nicht noch mal passieren darf. Ich weiß nicht welche Funktion diese Dame hatte (ich nehme aber mal an dass es nur die Info war). STellen wir uns doch mal folgenden Vorgang vor:

Du rufst an. Danach hält da entweder ein Bus mit A-Losen oder es kommt jemand und macht dick randale. Dann ist Dein Anruf erst mal vergessen. Und das könnte jedem von uns passieren (ich meine dass er dadurch was vergisst - ist ärgerlich, aber menschlich...).

Wir sagen hier ja nicht umsonst immer alles schriftlich geben lassen.

Und meiner Meinung nach reicht ein absagen des Termines nicht aus. Ortsabwesenheit muss man sich genehmigen lassen. Und für alle die die sich jetzt wieder aufregen dass man ja hingehen kann wohin man will: In einem Arbeitsverhältnis könnt ihr auch nicht einfach ein paar Tage wegbleiben. Da muss man auch Urlaub einreichen (im Grunde haben wir es sogar besser, wir können ohne Probleme mal einen ganzen Tag wegbleiben...ich weiß, ein schwacher Trost..;-) )

Die Frage ist auch wie in der EGV die telefonische Erreichbarkeit geregelt ist. Ob es nur bedeutet dass er Dich daheim anrufen kann (kurzer Dienstweg) oder ob auch das Handy gilt.

Und sorry, aber ich sage es noch mal: Du bist einer einzigen Pflicht nicht nachgekommen: Du hast keine Ortsabwesenheit beantragt. Das ist das einzige.

Ob man gegen den Irrsinn Deines FM etwas machen kann - was für mich teilweise schon an Untätigkeit grenzt oder Willkür - da müssten wir Martin mal fragen. Vielleicht weiß er ja was man machen kann. Mein Tipp wäre auf jeden Fall zuerst das Gespräch. Bitte um einen Termin bei Deinem FM, nimm einen Zeugen mit, und schildere ihm Deine Sicht dass Du Dich schon recht im Stich gelassen fühlst und diese Kurse Dir im Grunde nichts bringen und Du den Sinn dahinter auch nicht erkennst, sie aber auch aus den Akten erkennen können dass Du diese Maßnahmen aber immer mitgemacht hast, und die Termine, die für Dich wichtig sind, die er auchzugesagt hat, nie zustande kommen (kann man da was wegen Untätigkeit machen???).

Bei mir hatte ich Glück: Ich konnte denen dann doch glaubhaft machen dass ich als INformatiker sicherlich keinen Office-Lehrgang bräuchte. Den Kurs sollten sie dann doch jemanden geben der ihn wirklich braucht...

In diesem Sinne...
 
E

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.Die telefonische Erreichbarkeit steht übrigens auch in der EGV.
Die werden immer besser. Per Gesetz gibt es keine telefonische Erreichbarkeit. Das hätte ich gern mal gelesen. Was haben die denn da genau geschrieben? Außerdem, wie Ragna schon schrieb, nur Schriftliches zählt.
 

Ragnaroek

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hab ich ja in meinen Ausführengen auch geschreiben dass das Gesetz nur den Postweg kennt...die können mit Dir zwar was anderes ausmachen, setzen sich damit aber über das Gesetz. Aber wie ich auch geschrieben habe reicht Deine Handynummer bei Deinem FM auch nicht aus um eine Erreichbarkeit herzustellen...
 

Robinson

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>"Die Sanktion wird folgen in Form von naja .... 10% ....und nur weil wir einmal für knapp 120 Stunden unsere 4 Wände verlassen haben?"

Korrekt. Die "nette Dame" hat keine Entscheidungskompetenz, da hätte auch irgendein Mitarbeiter, Lehrling oder Pförtner am Telefon sein können.
3.1.08; 9.30Uhr war dein Termin - und der war einzuhalten, da nach deiner Schilderung der Urlaub nicht genehmigt war.
Außerdem kann auch ein Arbeitnehmer nicht einfach eine Woche in Urlaub fahren ohne Genehmigung durch seinen Arbeitgeber - hier liegt keine Diskriminierung oder Schikane vor, sondern ein grober Fehler von dir. Das hat primär nichts mit der Ortsanwesenheitspflicht zu tun.

Deine Pflicht wäre es also gewesen, statt auf dem Amt deine Bekannte anzurufen, und den Besuch für den 28.12.07 ff. abzusagen, da nicht genehmigt, zumal nach deiner Schilderung noch die danach ergangene Vorladung für den 03.01.08 im Raum stand, deren Einhaltung durch deine Ortsabwesenheit - wie sich offenbar auch bestätigt hat - nicht gesichert war.

>"Die telefonische Erreichbarkeit steht übrigens auch in der EGV."
>"Die Frage ist auch wie in der EGV die telefonische Erreichbarkeit geregelt ist. Ob es nur bedeutet dass er Dich daheim anrufen kann (kurzer Dienstweg) oder ob auch das Handy gilt"

Damit ist natürlich der Festnetzanschluss gemeint. Dass der Mobilfunkanschluss nicht gemeint ist, zeigt der vorliegende Fall. Dazu muss es kein Gesetz geben, denn würde es nicht möglich sein, in der EGV etwas nicht im Gesetz stehendes zu formulieren, könnte man auf diese verzichten.

---
Vermittelbarkeit ist eine der Voraussetzungen für ALGII und da gehört die Beherrschung von grundlegenden PC-Kenntnissen im Jahr 2008 dazu. Office-Kenntnisse setzt man also voraus.
 

Ragnaroek

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@Robinson

Schleich Dich...zu Deinen "Ausführungen" habe ich Dir schon was geschrieben...denn das was Du schreibst ist gequirlter Mist...

>"

Damit ist natürlich der Festnetzanschluss gemeint. Dass der Mobilfunkanschluss nicht gemeint ist, zeigt der vorliegende Fall. Dazu muss es kein Gesetz geben, denn würde es nicht möglich sein, in der EGV etwas nicht im Gesetz stehendes zu formulieren, könnte man auf diese verzichten.
Wieder gequirlter Mist...lies mal das was ich oben ein paar Post's vorher geschrieben habe...genauso stehts im Gesetz. Das Gesetz kennt als Ereichbarkeitsmedium das Telefon nicht. Fertig. Damit ist auch kein Festnetzanschluss gemeint. Kann es auch nicht, denn viele haben gar kein Festnetz mehr. Also steht in der EGV was gesetzwidrieges...Aber egal...DU wirst es nie kapieren...

Meine Fresse...kann den Typen nicht endlich jemand rauswerfen?
 

biddy

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Hatte ich vor Längerem auch schon drum gebeten - Verunsicherung, oftmals Falschinfos pur!!
 

Robinson

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Sicherlich werde ich nicht schreiben, was du gern hättest, aber nicht der Realität entspricht.

Nochmal zum Mitmeißeln: Eben, weil das Gesetz die Erreichbarkeit per Telefon nicht definiert, schreibt es der FM in die EGV und ergänzt somit die Verpflichtungen des ALGII-Empfängers, denn was schon im Gesetz steht muss er nicht nochmal in die EGV schreiben.

Verunsicherung ist, wenn jemand seine unrealistischen Vorstellungen und Wünsche als formuliertes Recht verbreitet, an das sich die Behörde gefälligst zu halten hätte. Es geht aber nicht nach dem Willen des HartzIV-Empfängers.
 

Arania

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Und woher beziehst DU Deine Weisheiten? Quelle? Link? Wolke? Bitte...:rolleyes:
 

Ragnaroek

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Und woher beziehst DU Deine Weisheiten? Quelle? Link? Wolke? Bitte...:rolleyes:
Vergiss es...schau Dir mal seine Post's an...er ist bis jetzt immer etwas schuldig geblieben.

Im Gegensatz zu ihm habe ich meine Infos aus "erster Hand"...daher...
 

Robinson

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Ein ALGII-Empfänger, der seine Informationen "aus erster Hand" hat...Wer gibt denn dir schon Informationen?
 

Robinson

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Es steht doch schon in #256, dass bei dem Betreffenden die telefonische Erreichbarkeit in die EGV geschrieben wurde. Da hast du doch die Quelle.
Wie steht es um deine Lesekompetenz?

Wie schon letztens erwähnt, müssen wir nicht über Fakten diskutieren.
 

biddy

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Sicherlich werde ich nicht schreiben, was du gern hättest, aber nicht der Realität entspricht.

Nochmal zum Mitmeißeln: Eben, weil das Gesetz die Erreichbarkeit per Telefon nicht definiert, schreibt es der FM in die EGV und ergänzt somit die Verpflichtungen des ALGII-Empfängers, denn was schon im Gesetz steht muss er nicht nochmal in die EGV schreiben.

Verunsicherung ist, wenn jemand seine unrealistischen Vorstellungen und Wünsche als formuliertes Recht verbreitet, an das sich die Behörde gefälligst zu halten hätte. Es geht aber nicht nach dem Willen des HartzIV-Empfängers.
:icon_hihi:

Ich such' jetzt nicht Deine Falschinfos hier heraus, Robinson, das kannste nicht erwarten... aber die gab es en masse! Als Computeradministrator (wenn überhaupt...) einer Behörde würde ich einfach mal die Finger von Hilfe zur Selbsthilfe Alg2-Betroffener lassen.
 

Dopamin

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Robinson,

ich finde es ja immer wieder amüsant, aber sag mal, meckern die Kollegen nicht wenn Du die Teeküche blockierst?

So weit ich weiss, hast du weder mit der Verwaltung, noch mit der Vermittlung von ALGII-Empfängern zu tun...

Ich wäre Dir sehr dankbar wenn ihr euch endlich darum kümmern würdet, dass A2LL vernünftig läuft... :icon_hihi:

Dopamin
 

Robinson

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Wo bitte, habe ich erklärt, mich auch nur gelegentlich in einer Teeküche aufzuhalten? Quelle?
 

Ragnaroek

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Ein ALGII-Empfänger, der seine Informationen "aus erster Hand" hat...Wer gibt denn dir schon Informationen?
Lies meine Post's...dann weisst Du es...und das es stimmt weisst DU auch, da DU genau weisst dass das stimmt was ich schreibe....
 

biddy

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Ragnaroek, er kann es doch nicht wissen - WOHER denn? Er ist kein SB.
 

Robinson

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>"Lies meine Post's...dann weisst Du es...und das es stimmt weisst DU auch, da DU genau weisst dass das stimmt was ich schreibe...."

Das nennt der Informatiker eine Tautologie (eine Form nur scheinbar vorhandener Logik) oder Excel einen "Zirkelbezug": Aus A folgt B, weil aus B Aussage A folgt:
Weil ich es geschrieben habe(A) stimmt es(B) und das ist deshalb so, weil es stimmen muss, wenn ich es geschrieben habe.

Abgesehen davon, dass hier schon nicht B aus A folgt...
 

Ragnaroek

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Es steht doch schon in #256, dass bei dem Betreffenden die telefonische Erreichbarkeit in die EGV geschrieben wurde. Da hast du doch die Quelle.
Wie steht es um deine Lesekompetenz?

Wie schon letztens erwähnt, müssen wir nicht über Fakten diskutieren.
Der Lesekompetenz derer hier geht es sicherlich gut. Fakt ist hier dass etwas in die EGV geschrieben wurde was rechtswiedrig ist. Und da wir ja nicht über Fakten diskutieren brauchen...
 

Ragnaroek

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>"Lies meine Post's...dann weisst Du es...und das es stimmt weisst DU auch, da DU genau weisst dass das stimmt was ich schreibe...."

Das nennt der Informatiker eine Tautologie (eine Form nur scheinbar vorhandener Logik) oder Excel einen "Zirkelbezug": Aus A folgt B, weil aus B Aussage A folgt:
Weil ich es geschrieben habe(A) stimmt es(B) und das ist deshalb so, weil es stimmen muss, wenn ich es geschrieben habe.

Abgesehen davon, dass hier schon nicht B aus A folgt...
Die Kausalkette ist bei Dir nur recht anzweifelbar...und komm hier nicht mit Informatik....Du hast hier einen Informatiker vor Dir...
 

Robinson

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Dann müssten mindestens 90% aller EGVen rechtswidrig sein, denn da steht regelmäßig noch mehr drin, sodass "telefonische Erreichbarkeit" als vermeintliche Schikane eher untergeordnete Bedeutung hat.
Das aber würde bedeuten, dass sich FM regelmäßig, kontinuierlich und eigenmächtig über Recht und Gesetz hinwegsetzten.

Als Informatiker sollten dir solche logischen Fehlschlüsse eigentlich nicht unterlaufen, außer er war bewusst gemacht, weil du mich als "Fachkollegen" in dem Sinne unterschätzt hast, dass du eine schnelle Antwort brauchtest und spekuliertest, dass ich den logischen Fehler ja doch nicht bemerken würde.

Warum hast du als Informatiker eigentlich keine Arbeit? Sowas wird doch gesucht!
Oder sind deine Kenntnisse auch in der beruflichen Praxis so fragwürdig, wie das vorhin dargebotene Beispiel und u.a. dies ein Vermittlungshemmnis ist?
 

biddy

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Dann müssten mindestens 90% aller EGVen rechtswidrig sein, denn da steht regelmäßig noch mehr drin, sodass "telefonische Erreichbarkeit" als vermeintliche Schikane eher untergeordnete Bedeutung hat.
Das aber würde bedeuten, dass sich FM regelmäßig, kontinuierlich und eigenmächtig über Recht und Gesetz hinwegsetzten.
Ja! Er hat es! :icon_biggrin:
 
E

ExitUser

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Damit ist natürlich der Festnetzanschluss gemeint. Dass der Mobilfunkanschluss nicht gemeint ist, zeigt der vorliegende Fall. Dazu muss es kein Gesetz geben, denn würde es nicht möglich sein, in der EGV etwas nicht im Gesetz stehendes zu formulieren, könnte man auf diese verzichten.
Sag mal, machst du das mit Absicht? Es gibt keine Pflicht per Telefon erreichbar zu sein, auch nicht mit einem Festnetzanschluss.

Vermittelbarkeit ist eine der Voraussetzungen für ALGII und da gehört die Beherrschung von grundlegenden PC-Kenntnissen im Jahr 2008 dazu. Office-Kenntnisse setzt man also voraus.
Genau so ein Quatsch. Wie erklärst du dir dann die tausend Kurse zum Thema, wenn es schon vorausgesetzt wird?
 
E

ExitUser

Gast
Nochmal zum Mitmeißeln: Eben, weil das Gesetz die Erreichbarkeit per Telefon nicht definiert, schreibt es der FM in die EGV und ergänzt somit die Verpflichtungen des ALGII-Empfängers, denn was schon im Gesetz steht muss er nicht nochmal in die EGV schreiben.
Stell dir vor, ich habe bald vielleicht kein Telefon mehr und was dann? :icon_lol:
 
E

ExitUser

Gast
>"Lies meine Post's...dann weisst Du es...und das es stimmt weisst DU auch, da DU genau weisst dass das stimmt was ich schreibe...."

Das nennt der Informatiker eine Tautologie (eine Form nur scheinbar vorhandener Logik) oder Excel einen "Zirkelbezug": Aus A folgt B, weil aus B Aussage A folgt:
Weil ich es geschrieben habe(A) stimmt es(B) und das ist deshalb so, weil es stimmen muss, wenn ich es geschrieben habe.

Abgesehen davon, dass hier schon nicht B aus A folgt...
Kann der Informatiker auch den Zitat-Button benutzen oder gehört das nicht zu seinen Fähigkeiten?
 

Robinson

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>"Wie erklärst du dir dann die tausend Kurse zum Thema, wenn es schon vorausgesetzt wird?"

Hier kann ich gute Quellen nennen: Zum einen gibt es Informatikunterricht für Schüler ab Klasse 7. Aus Gesprächen mit Informatiklehrern weiß ich, dass in Klasse 7 und 8 der Schwerpunkt auf Office und Windows liegt, während in den höheren Klassen schon andere Dinge besprochen werden (u.a. TCP/IP, Vernetzung, Programmstrukturen incl. HTML, SQL-Kenntnisse).
Wenn man während des Informatikunterrichts sich nicht nur Klingeltöne runtergeladen oder im Internet gesurft hat, müssten die Kenntnisse also vorhanden sein.

Letztens wurde in den Medien beklagt, dass man bereits Schulabgängern keine Lehrstelle geben könne, weil grundlegende IT-Kenntnisse (und math. Grundlagenwissen) nicht vorhanden sind - man setzt sie also ab einem bestimmten Alter wirklich voraus.

Die Zielgruppe für die "1000 Kurse" (soviele gibts hier aber nicht) sein soll, können also die nur sein, welche im regulären Unterricht nicht aufgemerkt und brav mitgeschrieben haben.
 

Susann

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Hallo Robinson,

lt. meiner EGV muß ich "nur" durch Briefpost erreichbar sein.

Auch Gesetze folgen einer Hierarchie, die EGV an sich stellt kein Gesetz dar, sondern ist ein Vertrag, der sich eigentlich an die Gesetze halten sollte, aber nicht zwangsläufig rechtskräftig ist bzw. sich dran hält. Und Juristen haben es meistens nicht so mit Logik, sondern eher mit Verschlagenheit zu tun.

OT: Die EGV hält sich da eher an Funktionales Programmieren (vgl. Goos) und das wirft so manch ein Ergebnis heraus, das in der Folge rechtswirdrig ist (also falsch). Nein, ich bin keine Informatikerin, ist nur eine gute Allgemeinbildung. :icon_knutsch:

Grüße,
Susann
 

Ragnaroek

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>"Wie erklärst du dir dann die tausend Kurse zum Thema, wenn es schon vorausgesetzt wird?"

Hier kann ich gute Quellen nennen: Zum einen gibt es Informatikunterricht für Schüler ab Klasse 7. Aus Gesprächen mit Informatiklehrern weiß ich, dass in Klasse 7 und 8 der Schwerpunkt auf Office und Windows, während in den höheren Klassen schon andere Dinge besprochen werden (TCP/IP, Vernetzung, Programmstrukturen).
Wenn man während des Informatikunterrichts sich nicht nur Klingeltöne runtergeladen oder im Internet gesurft hat, müssten die Kenntnisse also vorhanden sein.

Letztens wurde in den Medien beklagt, dass man bereits Schulabgängern keine Lehrstelle geben könne, weil grundlegende IT-Kenntnisse (und math. Grundlagenwissen) nicht vorhanden sind - man setzt sie also ab einem bestimmten Alter wirklich voraus.

Die Zielgruppe für die "1000 Kurse" (soviele gibts hier aber nicht) sein soll, können also die nur sein, welche im regulären Unterricht nicht aufgemerkt und brav mitgeschrieben haben.
Also an unserer Schule werden Website's gemacht...soviel dazu...
 

Ragnaroek

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Hallo Robinson,

lt. meiner EGV muß ich "nur" durch Briefpost erreichbar sein.

Auch Gesetze folgen einer Hierarchie, die EGV an sich stellt kein Gesetz dar, sondern ist ein Vertrag, der sich eigentlich an die Gesetze halten sollte, aber nicht zwangsläufig rechtskräftig ist bzw. sich dran hält. Und Juristen haben es meistens nicht so mit Logik, sondern eher mit Verschlagenheit zu tun.

OT: Die EGV hält sich da eher an Funktionales Programmieren (vgl. Goos) und das wirft so manch ein Ergebnis heraus, das in der Folge rechtswirdrig ist (also falsch). Nein, ich bin keine Informatikerin, ist nur eine gute Allgemeinbildung. :icon_knutsch:

Grüße,
Susann
und logisches Denken? ;-)
 

biddy

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>"Wie erklärst du dir dann die tausend Kurse zum Thema, wenn es schon vorausgesetzt wird?"

Hier kann ich gute Quellen nennen: Zum einen gibt es Informatikunterricht für Schüler ab Klasse 7. Aus Gesprächen mit Informatiklehrern weiß ich, dass in Klasse 7 und 8 der Schwerpunkt auf Office und Windows liegt, während in den höheren Klassen schon andere Dinge besprochen werden (u.a. TCP/IP, Vernetzung, Programmstrukturen, SQL-Kenntnisse).
Wenn man während des Informatikunterrichts sich nicht nur Klingeltöne runtergeladen oder im Internet gesurft hat, müssten die Kenntnisse also vorhanden sein.

Letztens wurde in den Medien beklagt, dass man bereits Schulabgängern keine Lehrstelle geben könne, weil grundlegende IT-Kenntnisse (und math. Grundlagenwissen) nicht vorhanden sind - man setzt sie also ab einem bestimmten Alter wirklich voraus.

Die Zielgruppe für die "1000 Kurse" (soviele gibts hier aber nicht) sein soll, können also die nur sein, welche im regulären Unterricht nicht aufgemerkt und brav mitgeschrieben haben.
Ich bin Mutter von zwei Kids... ich erzähl' Dir lieber nichts zu den angeblich ab Klasse Soundso regelmäßig stattfindenden "Computerkursen" an weiterführenden Schulen *lol*

Die Vorwürfe, von denen Du weiter unten sprichst, richten sich im Übrigen nicht an die Schüler bzw. Schulabgänger, sondern an unser Bildungssystem. Aber Du hast ja keine Kinder, kannst da als Nichtbetroffener kaum mitreden :icon_pfeiff:
 

Ragnaroek

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Hey, das macht jetzt richtig Spaß hier...wenn man den Typen erst mal nicht mehr ernst nimmt ist man echt gespannt was jetzt kommt...;-)
 
E

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Hier kann ich gute Quellen nennen: Zum einen gibt es Informatikunterricht für Schüler ab Klasse 7. Aus Gesprächen mit Informatiklehrern weiß ich, dass in Klasse 7 und 8 der Schwerpunkt auf Office und Windows liegt, während in den höheren Klassen schon andere Dinge besprochen werden (u.a. TCP/IP, Vernetzung, Programmstrukturen, SQL-Kenntnisse).
Wenn man während des Informatikunterrichts sich nicht nur Klingeltöne runtergeladen oder im Internet gesurft hat, müssten die Kenntnisse also vorhanden sein.
Dir ist scheinbar total entgangen, dass es Jahrgänge gibt, die das nicht in der Schule hatten. Ebenso ist dir entgangen, dass auch Informatiker (wie ragna und Menschen, die das schon können) in solche Kurse gesteckt werden.
 

Dopamin

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Mag hier ein wenig offtopic sein, aber ich weiss aus sicherer Quelle, dass es eine ARGE gibt die von dem § 44 SGB X (Überprüfungsantrag) noch nie etwas gehört zu haben scheint...

Verantwortlich für so etwas halte ich immer noch (und da versucht mich mal von abzubringen :icon_twisted:) dass in SO EINEM Falle die Geschäftsführung verantwortlich ist: Grottenschlechte Mitarbeiterschulung!

Wenn ich sowas mitbekomme, dann wundert mich GAR nichts mehr, wenns aus der ARGE kommt :icon_hihi:

Dopamin
 

Ragnaroek

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Dir ist scheinbar total entgangen, dass es Jahrgänge gibt, die das nicht in der Schule hatten. Ebenso ist dir entgangen, dass auch Informatiker (wie ragna und Menschen, die das schon können) in solche Kurse gesteckt werden.
Das konnte ich meiner SB zum Glück ausreden...auch sie fand es dann recht unsinnig...
 

Robinson

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Ich habe nicht dran gedacht, dass es noch ältere Leute gibt, die das nicht gelehrt bekommen hatten, das ist schon richtig.

Unserem Bildungssystem kann man wohl keinen gravierenden Vorwurf machen, denn dieses sieht schließlich den Informatikunterricht zunächst vor, allerdings mit nur 90 Minuten pro Schulwoche - und das ist schon sehr dürftig. Man sollte ihn unter Kürzung von Fächern mit totem Wissen (u.a. Auswendiglernen von 4seitigen Gedichten als Hausaufgabe über Weihnachten, wie mir letztens ein 8.Klässler berichtet hat) ausbauen.
Wenn der Schüler wüsste, wie z.B. eine HTML-Struktur oder eine join-Abfrage in SQL oder meinetwegen eine analoge Abfrage in einer grafischen Version eines Datenbankprogramms (u.a.Access) funktioniert oder wie man feststellt, ob sich 2 PC im gleichen Netz befinden und wie man das ggf. über TCP/IP realisiert, wäre es allerdings nützlicher, als etwa ein Gedicht über mittelalterliche Hexenmeister auswendig zu können.
Goehte gehört etwa zum Allgemeinwissen, aber Geld kann man mit ihm heute (bis auf Ausnahmen als Schauspieler vielleicht) keins verdienen, insofern sollte man im Bildungssystem die Prioritäten vielleicht doch mal den Erfordernissen anpassen.
 

biddy

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Mag hier ein wenig offtopic sein, aber ich weiss aus sicherer Quelle, dass es eine ARGE gibt die von dem § 44 SGB X (Überprüfungsantrag) noch nie etwas gehört zu haben scheint...

Verantwortlich für so etwas halte ich immer noch (und da versucht mich mal von abzubringen
) dass in SO EINEM Falle die Geschäftsführung verantwortlich ist: Grottenschlechte Mitarbeiterschulung!

Wenn ich sowas mitbekomme, dann wundert mich GAR nichts mehr, wenns aus der ARGE kommt

Warum sollten die Schulungen der SBs denn länger als die 6 mal stattfindenden Computerunterrichtsstunden pro Schuljahr gehen, Dopi? Datt muss reichen! Wenn sie's dann nicht gerafft haben, lag's wohl daran, dass sie zu lange Klingeltöne... äh im Duisburger Forum waren, anstatt ihr Hintergrundwissen zu erweitern ... ^^
 

biddy

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Ich habe nicht dran gedacht, dass es noch ältere Leute gibt, die das nicht gelehrt bekommen hatten, das ist schon richtig.

Unserem Bildungssystem kann man wohl keinen gravierenden Vorwurf machen, denn dieses sieht schließlich den Informatikunterricht vor. Allerdings sollte man ihn unter Kürzung von Fächern mit totem Wissen (u.a. Auswendiglernen von 4seitigen Gedichten als Hausaufgabe über Weihnachten, wie mir letztens ein 8.Klässler berichtet hat) ausbauen.
Soll ich Dir die Stundenpläne meiner Kids mal schicken? 6. und 9. Klasse. Informatikunterricht bisher? *such-such* ...


PS: Und Deine Bekannte soll sich nicht so anstellen, dass mussten Andere schon in der 5. Klasse
 

Dopamin

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Warum sollten die Schulungen der SBs denn länger als die 6 mal stattfindenden Computerunterrichtsstunden pro Schuljahr gehen, Dopi? Datt muss reichen! Wenn sie's dann nicht gerafft haben, lag's wohl daran, dass sie zu lange Klingeltöne... äh im Duisburger Forum waren, anstatt ihr Hintergrundwissen zu erweitern ... ^^
biddy,

Schnuckihasiputzi, DORT wissense was n 44er SGB 10 ist, wäre also unter "Weiterbildung" zu führen :icon_hihi:

Dopamin
 
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