Darf man als Hartz4ler Bücher verkaufen oder wird es mit angerechnet?

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meli54

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Darf man als Hartz4 Empfänger gebrauchte Bücher u.a. online verkaufen? Oder wird das Geld mit angerechnet? Sollte die Zahlung für den Onlineverkauf über einen anderen Empfänger laufen damit es keinen Ärger gibt? :confused: Mein Sohn möchte sich mal was zusätzlich leisten können (Kleidung, Bücher u.a.).
Kann mir jemand weiterhelfen?
Leider mußte unser Sohn nach seinem Studiumabschluß im Nov.08 auch Hartz4 beantragen, weil er noch keinen Arbeitsplatz fand und wir Ihn finanziell nicht mehr voll unterstützen können. Er ist zwar davon nicht begeistert, aber leider mußte er diese Hilfe in Anspruch nehmen um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können. Ich danke und warte auf eine Antwort.:icon_pause:

Gruß
meli54
 

tasmania69

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Lass es besser über ein anderes Konto laufen,dann bist Du auf der sicheren Seite.....mein SB sagte mir selbst Einnahmen aus Flohmarktverkäufen müsse ich angeben...
 

Seminor

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Gibt mal Stichwort Vermögensumwandlung oben in die Suche ein.

Das Thema würde schon ofters angesprochen.

Gruß Seminor
 

Mario Nette

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Ich denke auch - wenn das seine eigenen Bücher sind, dann ist das Vermögensumwandlung.

Mario Nette
 

Marco*

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Wenn ich an der Supermarktkasse Wechselgeld bekomme, muss ich das dann als Einkommen angeben? :icon_party:
 

Martin Behrsing

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Die Rechtslage ist so, dass es keine Vermögensumwandlung ist. Die hätte vorher angegeben müssen.
Deshalb gilt auch hier: alles was Einnahmen von 50 Euro/jährlich übersteigt wird als Einkommen angerechnet und zwar voll.
Etwas anderes ist es, wenn du die Bücher gegen andere tauscht. Du kannst sie auch verkaufen und dafür dir andere zulegen. Dies muss allerdings belegt sein.
Ich wäre mit so etwas vorsichtig. Denn es kann leicht unterstellt werden, dass Du Wertgegenstände nicht angegeben hast Und Bücher können, je nachdem, einen erheblichen Wert darstellen.
 

Arania

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Einnahmen aus dem Verkauf von Hausrat, persönlichen Gegenständen, Kleidung usw. stellen mitnichten ein anrechenbares Einkommen dar, sondern sind vielmehr als Vermögensumschichtung aufzufassen. Dies ergibt sich u.a. aus der Definition von Vermögen nach § 12 SGB II (identisch mit § 19 SGB XII). Für den hier behandelten Punkt interessant ist allerdings nicht, was nun im Einzelnen als Vermögen gilt, sondern vielmehr, was als nicht anrechenbares Vermögen angesehen wird (§ 12 III SGB II). Dazu zählt insbesondere:

Angemessener Hausrat (§ 12 III Nr. 1 SGB II)
Tacheles Forum: Re: privater Ibäh Verkauf als Vermögensumwandlung?

es kommt also immer auf die Einzelheiten ein
 

Martin Behrsing

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Bücher, je nach Wert sind aber nicht mehr angemessener Hausrat. Deshalb rate ich hier wirklich zur Vorsicht. Und es gibt wirklich sehr, sehr wertvolle Bücher.
 

Marco*

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Die Rechtslage ist so, dass es keine Vermögensumwandlung ist. Die hätte vorher angegeben müssen.
Deshalb gilt auch hier: alles was Einnahmen von 50 Euro/jährlich übersteigt wird als Einkommen angerechnet und zwar voll.
Etwas anderes ist es, wenn du die Bücher gegen andere tauscht. Du kannst sie auch verkaufen und dafür dir andere zulegen. Dies muss allerdings belegt sein.
Ich wäre mit so etwas vorsichtig. Denn es kann leicht unterstellt werden, dass Du Wertgegenstände nicht angegeben hast Und Bücher können, je nachdem, einen erheblichen Wert darstellen.
Ja, besonders die vom Flohmarkt, die man für 7.- kauft und für 5 wieder verkauft. Wenn man das 10 mal im Jahr macht, ist es Einkommen.
Daher meine Frage: Wie ist es mit Wechselgeld?
Oder wenn ich jemandem 5.- leihe und es eine Woche später wiederbekomme?
Muss ich das dann auch melden?
Und was ist, wenn ich einen Cent zuviel an der Kasse herausbekommen habe?
Fragen über Fragen.
Zur Sicherheit empfiehlt es sich, bei jedem Anlass ein entsprechendes Schreiben mit vielen Belegen an die Argen zu schicken, die freuen sich immer über Papier. :icon_party:
 
E

ExitUser

Gast
Zitat von Martin Behrsing
Die Rechtslage ist so, dass es keine Vermögensumwandlung ist. Die hätte vorher angegeben müssen.
Deshalb gilt auch hier: alles was Einnahmen von 50 Euro/jährlich übersteigt wird als Einkommen angerechnet und zwar voll.
Aber wenn ich 100 Bücher besitze, die zusammen einen Wert von 100,- Euro haben, dann stellt der Verkauf dieser Bücher doch keinen Zugewinn dar.
Es ist doch unerheblich ob die 100,- als Bücher im Regal stehen, oder ich sie bar auf meiner Hand habe. Der Wert an sich ändert sich doch nicht,.....

LG
 
E

ExitUser

Gast
Verstehe ich auch nicht. Wenn er keine "wertvollen" Bücher hat, ist es ganz normaler Hausrat. Wertvolle Bücher hätte er ja angeben müssen. Dann müsste man ja den gesamten Hausrat angeben, nur um sicher zu gehen, dass es keine Probleme gibt. Sollte man vielleicht auch tun. Wäre zumindest eine Idee und Absicherung.
Aber zur Sicherheit würde ich es doch über ein anderes Konto laufen lassen. Sicher ist Sicher...Alternativ kann man die auch auf dem Flohmarkt verkaufen oder zur Abholung gegen Barzahlung anbieten.
 

Arania

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Ich sehe da auch keine Probleme, wenn er halt keinen großen Gewinn damit macht, ich habe meine Bücher jedenfalls nicht angegeben und das sind hunderte
 

Jesaja

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Verstehe ich auch nicht. Wenn er keine "wertvollen" Bücher hat, ist es ganz normaler Hausrat. Wertvolle Bücher hätte er ja angeben müssen. Dann müsste man ja den gesamten Hausrat angeben, nur um sicher zu gehen, dass es keine Probleme gibt. Sollte man vielleicht auch tun. Wäre zumindest eine Idee und Absicherung.
Was für "wertvolle" Bücher soll man denn gerade noch als ALG II - Empfänger besitzen ? Die Manessische Handschrift oder die erste Lutherbibel ?
Selbst Bücher, die bereits um die 100 Jahre auf dem Buckel haben und gut erhalten sind, sind nicht wirklich etwas wert.
Bücher gehören meiner Meinung nach zum normalen Hausrat, sind Teil der kulturellen Teilhabe. Ich sehe keine Bewandnis darin, solche als Luxus einordnen zu wollen.
 
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