Darf ich im ALGII Bezug einen Minijob annehmen, trotz bestehender Arbeitsunfähigkeit (Depressionen)?

RobRob84

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Hallo, liebes Forum!

ich habe mal eine Frage an Euch Profis.

Und zwar bin ich jetzt schon seit mehreren Jahren AU aufgrund Depressionen und stehe seit knapp 3 Jahren im ALGII Bezug. Ich habe zwar immer noch einen unbefristeten Arbeitsvertrag (Vollzeit), dieser ruht aber seit der Krankschreibung im Feb. 2015.

Nun hätte ich die Möglichkeit, bei mir um die Ecke einen Minijob als Helfer (Verpackungstätigkeiten) anzunehmen. Die Arbeitszeit beträgt 8 Std. (Frühschicht) täglich, und dies 5 Mal im Monat. Also käme ich auf eine Arbeitszeit von 40 Std. monatlich.

Dürfte ich diesen Job annehmen, und dennoch weiter meine AU Bescheinigung beim Jobcenter einreichen? Es geht im Prinzip darum, dass ich sowohl körperlich, als auch seelisch diesem Minijob gewachsen wäre, nicht jedoch einer Teil-, oder gar einer Vollzeitstelle.

Oder würde es da irgendwelche Probleme mit dem JC geben?

Würde mich freuen, wenn Ihr mir da hilfreiche Antworten geben könntet.

Liebe Grüße

Robin
 

TazD

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Moderation Themenüberschrift:

Hallo @RobRob84 ,

Ich möchte dir Forenregel 11 in Erinnerung bringen, immer eine aussagekräftige Überschrift für neue Themen zu erstellen.
Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage, die sich auch auf den Inhalt deines Erstpostings, bzw. dein Anliegen bezieht, soviel Zeit sollte sein.
Ergänzend verlinke ich auf Forenregel #11 und den Hinweis der Administration dazu...

Um dein Thema wieder allgemein für weitere Antworten zu öffnen, kannst du rechts oben, über deinem Beitrag, in dem 3 Punkte Menü "Deine Themenüberschrift bearbeiten" wählen und selbige aussagekräftiger gestalten.
Danach informiere bitte hier im verlinkten Forum einen Moderator
dass das Thema wieder geöffnet werden kann.

Wir bitten zukünftig um Beachtung und wünschen dir weiterhin einen angenehmen und hilfreichen Aufenthalt im Forum.

Minijob im ALGII Bezug trotz AU (Depressionen)
 

ZynHH

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RobRob84

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@ZynHH
@hansklein

Zunächst einmal ein Dankeschön für Eure Beiträge.

Es geht darum, dass ich diesem Minijob - so denke ich zumindest - durchaus gewachsen wäre, da dieser nur 5x im Monat stattfinden würde. Er dient hauptsächlich zur finanziellen Aufstockung.

Bei einer Teil- bzw. Vollzeitbeschäftigung sähe dies ganz anders aus. Dieser Art von Beschäftigung sehe ich mich (zumindest noch) nicht als gewachsen an aufgrund meiner psychischen Probleme.

Würde mein Arbeitgeber überhaupt davon erfahren? Nicht falsch verstehen: Ich möchte hier niemanden betrügen und ich würde den Minijob - sollte ich ihn antreten - natürlich auch ordnungsgemäß dem JC melden.

Die Frage ist hier generell nur, ob ich diesen Minijob überhaupt trotz regelmäßiger AU - ausgestellt durch meinen Therapeuten - annehmen dürfte.
 

Piiiter

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Grundsätzlich darfst du auch mit einer AU Arbeiten. Versichert bist du nach wie vor.

Insgesamt aber wohl eine schwierige Situation, eine Arbeitsaufnahme würde beim JC evtl als Arbeitsfähig gelten. Vermutlich kann dir hier niemand richtig helfen, frag deinen Sachbearbeiter beim JC... Mit dem muss das sowieso abgesprochen werden.
 

RobRob84

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@Piiiter

Ok, vielen Dank auch Dir.

Dann werde ich wohl mal mit meinem SB sprechen.

Evtl. hat hier ja noch jemand andere Vorschläge bzw. Antworten.

Ansonsten dennoch vielen Dank!
 

hansklein

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Ein Minijob wird gemeldet.Was passieren könnte:Siehe Kündigung des AN wegen Ausübung eines Nebenjobs während AU.
Wer während einer Krankschreibung inkl. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung dennoch einer anderen Arbeit nachgeht, riskiert unter Umständen eine fristlose Kündigung durch den Arbeitgeber. Denn der Verdacht, die Arbeitsunfähigkeit nur vorgetäuscht zu haben, liegt natürlich nahe.

Wer während einer ordnungsgemäßen Krankschreibung ggf. einer leichteren Tätigkeit nachgehen will, die die konkrete Erkrankung auch ohne weiteres zulässt – z. B. Bürojob statt Baustelle – sollte sich aber ggf. ärztlich bescheinigen lassen, dass diese leichtere Tätigkeit unbedenklich ist und auch die Genesung nicht verzögert.
 

abcabc

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Ich habe zwar immer noch einen unbefristeten Arbeitsvertrag (Vollzeit), dieser ruht aber seit der Krankschreibung im Feb. 2015.
Beabsichtigst du früher oder später den Job fortzuführen? Das würde das Arbeitsverhältnis nachhaltig stören oder zerstören, wenn der AG davon erfahren würde...
Und es gibt ein weiteres Problem: Die Einnahmen aus dem Nebenjob musst du dem JC melden, wodurch das JC von deiner Tätigkeit erfährt. Das kann dazu führen, dass das JC dafür sorgt, dass der MdK dich begutachtet und evtl. deine Krankschreibung aufhebt. Bei 5 Schichten a 8h wird der schnell zu dem Ergebnis kommen, dass die Einschränkungen garnicht so schlimm sein können, wenn du so lange am Stück arbeiten kannst. Das JC hat Interesse dich bei irgendeinem Sklaventreiber oder sonst wo schnellstmöglich unterzubringen - da wäre eine Krankschreibung nur hinderlich.
 
Zuletzt bearbeitet:

Sodele

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Der Arbeitgeber muss den Minijob genehmigen.

Dies aber nur, wenn dies im Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag so geregelt ist. Es gibt auch Regelungen, dass Nebentätigkeiten lediglich angezeigt werden müssen oder - das andere Extrem: gar ganz ausgeschlossen sind. Da hilft nur der Blick in die individuellen Verträge!
 
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