Darf ich eine selbst gesuchte Stelle, ohne Vermittlungsvorschlag, ablehnen?

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reticuli

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Guten Tag zusammen, ich habe eine kurze Frage:

Ich bin ALG II Empfänger, und habe mir eine eine Stelle ohne VV selbst gesucht über die Jobbörse der Arbeitsagentur. Es war eine anonyme Stelle, die von einem anderen Jobcenter im gleichen Kreis angeboten worden ist (Optionskommune). Da sich nach dem Schriftverkehr heraus gestellt hat, dass das Vorstellungsgespräch mehr als fünf Stunden entfernt statt findet, habe ich diese Stelle abgelehnt, da ich weder die Zeit noch das Geld dafür habe, so weit zu reisen, ich habe auch kein Fahrtgeld beantragt, falls das relevant ist. Habe dem Jobcenter nichts von dieser Stelle bisher mitgeteilt.

1. War das in Ordnung, oder habe ich eine Sanktion zu befürchten, kann es sein, dass der Arbeitgeber einen anschwärzt dann bei der Arbeitsagentur, da die Stelle ja anonym über die Jobbörse und die Arbeitsagentur lief? Ich weiß ja nicht, inwieweit Arbeitgeber und Arbeitsagentur in diesem Fall Rücksprache halten?

2. Inwieweit können Arbeitsagentur und Jobcenter auf meine Daten untereinander zugreifen, dass das Jobcenter davon Wind bekommt (andere Stadt, gleicher Kreis, Optionskommune)?

3. Diese Stelle habe ich in mein Bewerbertagebuch eingetragen, kann es sein, dass das JC dort nachhakt, oder tut es das generell, bzw. darf es das, egal bei welchen Stellen ich mich beworben habe, nicht nur diese? Darf es das?

Vielen Dank!
 

Birt1959

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Da die Stelle selbst gesucht wurde, passiert es höchstens, dass der/die SB/in nachfragt, warum die Bewerbung zurückgezogen wurde.

Es kann nämlich durchaus sein - und das ist bei großen Firmen sogar häufig so -, dass das Bewerbungsgespräch in einer Niederlassung, wo die Personalarbeit gemacht wird, geführt wird, der eigentliche Arbeitsplatz aber im Pendelbereich des/der Bewerber/in ist.

In so einem Fall würde ich den Fahrtkostenantrag stellen und eventuelle Übernachtungskosten ebenfalls beantragen und das Bewerbungsgespräch wahrnehmen. Da kann man sich dann ja erkundigen, wo denn nun der Arbeitsplatz wäre.

Also sollte sich der/die TE vor dem nächsten Termin im JC Gedanken machen, was dem/der SB/in erzählt wird, falls die Sprache auf diese Stelle kommt.
 

reticuli

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Ich habe ja keinen Fahrtkostenantrag gestellt, und mir die Stelle selbstständig herausgesucht, das JC weiß doch gar nichts davon, es steht nur im Bewerbertagebuch. Wo der Arbeitsplatz wäre, weiß ich ja, aber ich habe die Stelle abgelehnt. Daher kamen ja die drei Fragen auf.
 

Birt1959

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Sorry, ich hatte das so verstanden, dass die Bewerbung über den anderen JC als verlängertem Arm des Arbeitgeberservices, gelaufen sei. Da kann es dann schon sein, dass ein/e neugierige/r SB/in nachfragt, falls nämlich der andere JC eine Notiz im System hinterlegt. Das könnte passieren, wenn aus der Bewerbung ersichtlich ist, dass Du H4 beziehst und der Arbeitgeberservice in dem Zusammenhang eine größere Funktion als die des Chiffrevermittlers hat.
 

reticuli

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Nun, ich bin zwar in dem Arbeitgeberservice, aber diese Stelle hat rein gar nichts damit zu tun. Zumal es ja zwei verschiedene Dinge im gleichen Kreis in zwei verschiedenen Städten sind. Einmal Jobcenter, einmal Arbeitsagentur. Aber demnach bestehen die Fragen noch immer.
 

Holler2008

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Du hast dich von dir aus beworben, daher kann man davon ausgehen, dass du die Stelle gerne hättest. Darum hätte ich tatsächlich auch die Kosten einfach beantragt und wäre hin.
Auch mMn darf dir von der Rechtslage her nichts passieren.
 

Birt1959

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Nun, ich bin zwar in dem Arbeitgeberservice, aber diese Stelle hat rein gar nichts damit zu tun. Zumal es ja zwei verschiedene Dinge im gleichen Kreis in zwei verschiedenen Städten sind. Einmal Jobcenter, einmal Arbeitsagentur. Aber demnach bestehen die Fragen noch immer.
Da irrst Du dich meines Wissens. Soviel ich weiß, ist die Arbeitsvermittlung - zu der gehört der Arbeitgeberservice auch - weiterhin Teil der Arbeitsagentur, gehört aber auch zum JC. Das heißt, ein/e SB*in vertritt bei den Einladungsterminen beide Einrichtungen. Insofern kann es da Rückfragen geben. Du solltest imho allerdings aus dem Schneider sein, weil Du die Stelle selbst gesucht hast. Nur würde ich mir ne passende Erklärung ausdenken, falls der/die SB/in fragt.
 

reticuli

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Du hast dich von dir aus beworben, daher kann man davon ausgehen, dass du die Stelle gerne hättest. Darum hätte ich tatsächlich auch die Kosten einfach beantragt und wäre hin.
Auch mMn darf dir von der Rechtslage her nichts passieren.
Mittlerweile aber nicht mehr, und ich habe die Stelle abgesagt, bzw. ich habe auch keine Kosten beantragt deswegen.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Da irrst Du dich meines Wissens. Soviel ich weiß, ist die Arbeitsvermittlung - zu der gehört der Arbeitgeberservice auch - weiterhin Teil der Arbeitsagentur, gehört aber auch zum JC. Das heißt, ein/e SB*in vertritt bei den Einladungsterminen beide Einrichtungen. Insofern kann es da Rückfragen geben. Du solltest imho allerdings aus dem Schneider sein, weil Du die Stelle selbst gesucht hast. Nur würde ich mir ne passende Erklärung ausdenken, falls der/die SB/in fragt.
Wie schon gesagt, ich habe ja die Stelle selbst gesucht, da hatten meines Wissens nach beide Stellen nichts damit zu tun.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Es wäre schön, wenn jemand eine Antwort auf alle drei Fragen geben könnte, ich habe vorher danach gegoogelt, aber in einem ähnlichen Thema keine zufriedenstellende Antwort gefunden, bzw. das Thema war von 2010.
 

Spiegelsaal

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1. War das in Ordnung, oder habe ich eine Sanktion zu befürchten, kann es sein, dass der Arbeitgeber einen anschwärzt dann bei der Arbeitsagentur, da die Stelle ja anonym über die Jobbörse und die Arbeitsagentur lief? Ich weiß ja nicht, inwieweit Arbeitgeber und Arbeitsagentur in diesem Fall Rücksprache halten?
Im Endeffekt kann der AG überhaupt nicht wissen, aus welchen Gründen du Dich dort beworben hast und er hat auch nicht (unbedingt) davon auszugehen, dass du beim JC gemeldet bist, selbst wenn du arbeitssuchend bist.
Daher sollte sich ein AG in jedem Falle eher zurückhalten, wenn er keinen Rückmeldebogen eines VV auf dem Tisch liegen hat, denn nur dann kann er sicher sein, dass er Datenschutzrechtlich nichts verkehrt macht.

2. Frage würde nur in Betracht kommen, wenn das Stellenangebot über einen VV abläuft, dann dürfen sich AG und JC/AfA (im datenschutzrechtlichen Rahmen) austauschen und Rückmeldungen geben.
3. Diese Stelle habe ich in mein Bewerbertagebuch eingetragen, kann es sein, dass das JC dort nachhakt, oder tut es das generell, bzw. darf es das, egal bei welchen Stellen ich mich beworben habe, nicht nur diese? Darf es das?
Einfach aus der Bewerbungsliste rausstreichen, sonst kann es sein, dass du schlafende Hunde weckst, denn es könnte bei jeder Stelle nachhaken, die dort eingetragen ist.
 

reticuli

Elo-User*in
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Super, vielen Dank! Das wollte ich wissen! Nun, ich kann es nicht mehr herausstreichen, da es schon abgegeben worden ist. Also auf gut Deutsch, ja, die rufen da manchmal an, ob man sich da auch beworben hat? Ist das überhaupt rechtens?
 
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