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Darf ein Sachbearbeiter Eigenbemühungen nachprüfen?

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Kleincarmen

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
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#1
Hallo,

mich würde interessieren, ob ein Sachbearbeiter des Arbeitsamtes eigentlich nachprüfen kann/darf ob ich mich bei einem Unternehmen, dass ich in meinem "Nachweis von Eigenbemühungen" abgegeben habe wirklich beworben habe. D.h. rufen die tatsächlich die Personalabteilungen der Unternehmen an und fragen ob eine Bewerbung von dem oder dem eingegangen ist?

Vielen Dank schon mal im voraus
Carmen S.
 
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#2
Eher nein

Der SB hat den "Kunden" zu befragen. Vgl § 60 ff SGB I.

Inwieweit man sich auf die fernmündlichen Aussagen Unbekannter verlassen kann, ist da auch noch eine Frage.
Muss denn ein AG einen Nachweis über eigegangene Bewerbungen führen? Wäre mir neu.
Eine Auskunftspflicht der ARGE/BA gegenüber kann ich mir auch nicht vorstellen. Hier fehlt die Geschäfts-/Rechtsgrundlage.
Dass man dann personenbezogenen Daten so einfach unter Unbekannten austauschen darf, wage ich mal zu bezweifeln.
 
Mitglied seit
21 Jun 2005
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#3
Hallo,

mich würde interessieren, ob ein Sachbearbeiter des Arbeitsamtes eigentlich nachprüfen kann/darf ob ich mich bei einem Unternehmen, dass ich in meinem "Nachweis von Eigenbemühungen" abgegeben habe wirklich beworben habe. D.h. rufen die tatsächlich die Personalabteilungen der Unternehmen an und fragen ob eine Bewerbung von dem oder dem eingegangen ist?

Vielen Dank schon mal im voraus
Carmen S.
:eek: :eek: :eek:http://bundesrecht.juris.de/sgb_10/__21.html
§ 21 Beweismittel

(1) Die Behörde bedient sich der Beweismittel, die sie nach pflichtgemäßem Ermessen zur Ermittlung des Sachverhalts für erforderlich hält. Sie kann insbesondere
1.
Auskünfte jeder Art einholen,
2.
Beteiligte anhören, Zeugen und Sachverständige vernehmen oder die schriftliche oder elektronische Äußerung von Beteiligten, Sachverständigen und Zeugen einholen,
3.
Urkunden und Akten beiziehen,
4.
den Augenschein einnehmen.

(2) Die Beteiligten sollen bei der Ermittlung des Sachverhalts mitwirken. Sie sollen insbesondere ihnen bekannte Tatsachen und Beweismittel angeben. Eine weitergehende Pflicht, bei der Ermittlung des Sachverhalts mitzuwirken, insbesondere eine Pflicht zum persönlichen Erscheinen oder zur Aussage, besteht nur, soweit sie durch Rechtsvorschrift besonders vorgesehen ist.

(3) Für Zeugen und Sachverständige besteht eine Pflicht zur Aussage oder zur Erstattung von Gutachten, wenn sie durch Rechtsvorschrift vorgesehen ist. Eine solche Pflicht besteht auch dann, wenn die Aussage oder die Erstattung von Gutachten im Rahmen von § 407 der Zivilprozeßordnung zur Entscheidung über die Entstehung, Erbringung, Fortsetzung, das Ruhen, die Entziehung oder den Wegfall einer Sozialleistung sowie deren Höhe unabweisbar ist. Die Vorschriften der Zivilprozeßordnung über das Recht, ein Zeugnis oder ein Gutachten zu verweigern, über die Ablehnung von Sachverständigen sowie über die Vernehmung von Angehörigen des öffentlichen Dienstes als Zeugen oder Sachverständige gelten entsprechend. Falls die Behörde Zeugen, Sachverständige und Dritte herangezogen hat, erhalten sie auf Antrag in entsprechender Anwendung des Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetzes eine Entschädigung oder Vergütung; mit Sachverständigen kann die Behörde eine Vergütung vereinbaren.

...
 
E

ExitUser

Gast
#4
Hallo,

mich würde interessieren, ob ein Sachbearbeiter des Arbeitsamtes eigentlich nachprüfen kann/darf ob ich mich bei einem Unternehmen, dass ich in meinem "Nachweis von Eigenbemühungen" abgegeben habe wirklich beworben habe. D.h. rufen die tatsächlich die Personalabteilungen der Unternehmen an und fragen ob eine Bewerbung von dem oder dem eingegangen ist?

Vielen Dank schon mal im voraus
Carmen S.
Daß sie das dürfen, möchte ich mal bezweifeln. Aber alles ist möglich!

Daß sie das tun, kann ich bestätigen. Ich arbeite im Büro, und es kommen Anrufe vom Arbeitsamt oder den Argen mit Anfragen unter anderem auch sehr datenschutzrelevanter Dinge.

Viele Grüße,
angel
 

Kaleika

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#5
Die argen ARGEN überprüfen alles.
Deswegen sollte mensch auch genau angeben können, wann mit wem, wann telefoniert, geschrieben wurde.
Kaleika
 
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#6
Wow. Das wäre mir so endspeinlich.. Das könnte doch sogar ein Grund sein daß der Bewerber nicht genommen wird, wenn die Arge da den Personaler nervt, oder?

Ausserdem wenn auf eine Stelle hundert Bewerbungen reinkommen, kann sich da ein Personalsachbearbeiter ersthaft merken wer da aller seine Mappe geschickt hat?
Buchgeführt über eingegangene Bewerbungen wird doch da eh nicht, oder?

Und haben Personalsachbearbeiter Zeit sich auch noch mit nervenden Arge Mitarbeitern abzuärgern?
 

gerda52

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#7
§ 21 Beweismittel

@ Heiner Peters

Das ist ja alles schön und gut, beantwortet aber keinesfalls die Frage der Threaderstellerin. :icon_pfeiff:

Was sollen die Anfragen beweisen?
 
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#8
Hallo,

mich würde interessieren, ob ein Sachbearbeiter des Arbeitsamtes eigentlich nachprüfen kann/darf ob ich mich bei einem Unternehmen, dass ich in meinem "Nachweis von Eigenbemühungen" abgegeben habe wirklich beworben habe. D.h. rufen die tatsächlich die Personalabteilungen der Unternehmen an und fragen ob eine Bewerbung von dem oder dem eingegangen ist?

Vielen Dank schon mal im voraus
Carmen S.
@ Heiner Peters

Das ist ja alles schön und gut, beantwortet aber keinesfalls die Frage der Threaderstellerin. :icon_pfeiff:
Guck noch mal genau hin.

Was sollen die Anfragen beweisen?
Na, was wohl?
 

ladydi12

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#9
Was das beweisen soll, ist doch klar.

Guck noch mal genau hin.


Na, was wohl?
Hallo @all,

die gehen davon aus, daß der böse, böse Arbeitslose die Bewerbungskosten für alles andere anstatt für Bewerbungen ausgibt und die Anschreiben nur gefakt sind.:icon_cool:

meint ladydi12
 
E

ExitUser

Gast
#10
Wow. Das wäre mir so endspeinlich.. Das könnte doch sogar ein Grund sein daß der Bewerber nicht genommen wird, wenn die Arge da den Personaler nervt, oder?
Richtig erkannt.

Ausserdem wenn auf eine Stelle hundert Bewerbungen reinkommen, kann sich da ein Personalsachbearbeiter ersthaft merken wer da aller seine Mappe geschickt hat?
Nein, kann er nicht. Besonders, weil ja auch gelegentlich (bei mir) der Chef selbst Bewerbungen "bearbeitet", sprich, wegwirft. Vor allem dann, wenn das Bewerberprofil nicht gut passt, oder es eine sichtbare "das AA zwingt mich dazu, eigentlich will ich gar nicht"-Bewerbung ist.

Buchgeführt über eingegangene Bewerbungen wird doch da eh nicht, oder?
Nein, leider, s.o.

Und haben Personalsachbearbeiter Zeit sich auch noch mit nervenden Arge Mitarbeitern abzuärgern?
Nein, haben sie nicht.

Viele Grüße,
angel
 

Kerstin_K

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#11
Daß sie das dürfen, möchte ich mal bezweifeln. Aber alles ist möglich!

Daß sie das tun, kann ich bestätigen. Ich arbeite im Büro, und es kommen Anrufe vom Arbeitsamt oder den Argen mit Anfragen unter anderem auch sehr datenschutzrelevanter Dinge.

Viele Grüße,
angel
Ich hoffe doch, dass Du dann keine Auskunft gibst?
 
E

ExitUser

Gast
#12
Ich hoffe doch, dass Du dann keine Auskunft gibst?
:icon_lol: Was glaubst Du denn?

Am "lustigsten" ( :icon_neutral:) ist, wenn auf meine Aufforderung zu schriftlichen Anfragen statt telefonischer gar nichts mehr oder Briefe mit völlig anderem Inhalt als im Telefonat kommen.
Nur keine Beweise hinterlassen, liebe SBs, gell?


Viele Grüße,
angel
 

gerda52

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#13
Heiner Peters sagte :
Guck noch mal genau hin.
Das habe ich. Die Praxis, dass es getan wird, lässt sich allenfalls aus dem folgendem Abschnitt ableiten.
§ 21 Beweismittel

(1) Die Behörde bedient sich der Beweismittel, die sie nach pflichtgemäßem Ermessen zur Ermittlung des Sachverhalts für erforderlich hält. Sie kann insbesondere
1.
Auskünfte jeder Art einholen,
Aus dem Beitrag #10 von angel6364 ist klar ersichtlich, dass sie zur tatsächlichen Beweisführung untauglich ist. Am Ende steht Aussage gegen Aussage. Wer entscheidet nun, welche Aussage davon glaubwürdig ist?

Die Firma wird mit einer Bewerbung nicht automatisch zum Beteiligten, dabei vorausgesetzt, dass kein konkreter Vermittlungsvorschlag der Arge Anlass der Nachfrage ist. Und hier im Fall geht es um die Eigenbemühungen!

Daher kann man den Rest aus dem zitierten § 21 gleich abhaken. Stellenbewerber legen nicht an der Tür der AfA bzw. Arge ihre Persönlichkeitsrechte ab. :icon_cool:

Heiner Peters sagte :
Na, was wohl?
Für mich beweist es, dass der/die anrufende SB zu viel in die Glotze schaut und sich vom Mainstream beeinflusst, einem krankhaften Verfolgungstrieb hingibt. :icon_razz:
 
Status
Nicht offen für weitere Antworten.
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