Darf ein Mitarbeiter vom Jobcenter einem Maßnahmeträger den Auftrag geben, seinen arbeitslosen Kunden von seinem Berufswunsch abzubringen?

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Zermürbt38

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Das ist mir mal passiert. Erst tat der FM so als stehe er hinter mir und meinem Wunsch. Dann erfahre ich von der Dozentin beim Maßnahmeträger, welcher ich für 6 Monate freiwillig aufgrund des versprochenen Qualifizierungskurses besuchte, dass sie den Auftrag bekommen habe mich von meinem Berufswunsch der Medizinischen Fachangestellten abzubringen. Darf der das so einfach? Die von der Maßnahme sind natürlich nicht darauf eingegangen und haben mir auch bestätigt, dass dies genau der richtige Beruf für mich ist. Ich soll weiter kämpfen, mich nicht unter Druck setzen lassen und das auch der Qualikurs in der Medizinischen Fachkunde optimal wäre. Notfalls sagten sie auch, wenn es mit einer dualen Ausbildung nicht klappen sollte, sollte ich diesen Wunsch in einer betrieblichen Umschulung ergreifen.
 

die_bold

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Na ja. Vorgänge von denen ich weiss: Im KIZ Management GmbH wird so vorgegangen: Betroffene werden nach ihrer Motivation gefragt und intensiv "ausgefragt".

In einer Runde sass dann auch eine (verzeiht bitte) sehr "voluminöse" Junge Frau mit unglaublicher Fistelstimme...Sie machte über einen längeren Zeitraum einen eher "begrenzten" Interlektuellen Eindruck... Aber ihr Berufswunsch war Sekretärin....

Das wurde (in der Gruppe) von "Dozenten" Anfangs eher verfestigt.....Die arme Junge Frau wurde also in dem Glauben belassen, sie könne in diesem Bereich erfolgreich/dauerhaft arbeiten. Sie hielt sich für "Sozial Kompeten" was sie leider überhaupt nicht war...

Es erfolgte über einen längeren Zeitraum keinerlei (vorsichtige) Korrektur. Man wollte sie also "voll gegen die Wand" fahren lassen....So sollte sie schmerzhafterweise selbst zur Erkenntniss kommen das sie eine....unrealistische Berufsvorstellung hat.

Alle anderen "Mitglieder" der Runde versuchten dann das auch....Angeblich auch ihre SB.... Wie auch immer: Es hatte keinen Sinn und die Junge Frau machte ein Praktikum, was nach 3 Tagen zwangsweise beendet wurde. Was dann folgte waren Tränen, Frustration und -leicht wahrnehmbarer- starker Alkoholmissbrauch/Genuss zur "Kompensation" de Frustes.....

Das fand ich sehr "traurig". Man hätte ihr das eigentlich ersparen können durch einen Gute "Potentialanalyse". Was meint ihr ?
 
Zuletzt bearbeitet:

vidar

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Dann erfahre ich von der Dozentin beim Maßnahmeträger ... / ... dass sie den Auftrag bekommen habe mich von meinem Berufswunsch der Medizinischen Fachangestellten abzubringen. Darf der das so einfach?
Ob der FM es darf ist erst einmal sekundär zu betrachten. Dein Problem wird hier sicherlich sein einen eindeutigen Beweis über die getätigte Aussage zu erbringen. Ob sich die erwähnte Dozentin dazu bereit erklären würde diese Aussage dir schriftlich zu bestätigen, möchte ich sehr bezweifeln.
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noillusions

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Sie machte über einen längeren Zeitraum einen eher "begrenzten" Interlektuellen Eindruck...
Ist es bei dir nur über einen kürzeren Zeitraum?:biggrin:
Das fand ich sehr "traurig". Man hätte ihr das eigentlich ersparen können durch einen Gute "Potentialanalyse". Was meint ihr ?
Tja ist das besser? Hätte es keine Tränenflut gegeben wenn ihr das die MT-Leutz gesagt hätten? Im extremsten Fall müßte man ja Leuten sagen mach gar nix - kannst du nicht scheitern.
 
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