Darf ein Jobcenter Mitarbeiter einen Maßnahmeträger mit der Durchführung einer Potenzialanalyse bauftragen oder muss der JC Mitarbeiter dies selber machen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Zermürbt38

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Wenn falsch bitte verschieben!

Denn bei mir als auch bei anderen wie ich in diesem Forum bereits gelesen habe wurde es vom Jobcenter nie gemacht. Aber ist das nicht wichtig damit man auch passende Vorschläge, Maßnahmen oder auch die passende Ausbildung bekommt? Bei mir sollte das zum Beispiel ein Maßnahmeträger in der letzten 6 monatigen Maßnahme machen.
 

Zermürbt38

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Die Potenzialanalyse ist Aufgabe des JC (§15 SGB II).
Willkommen und Danke das du mir antwortest. Leider kann ich dich nicht bewerten :cry:, daher mache ich es mit Worten!:D
Die Bewertung hole ich dann zeitnah nach!(y)
Das das JC dies eigentlich machen müsste, hatte ich mir fast schon gedacht. Macht aber ja Arbeit. Das nichts Vernünftiges rauskommt ist auch kein großes Geheimnis. Habe es leider erfahren müssen.
 
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DrDosenpfand

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Willkommen und Danke das du mir antwortest. Leider kann ich dich nicht bewerten, daher mache ich es mit Worten!
Die Bewertung hole ich dann zeitnah nach!
Das das JC dies eigentlich machen müsste, hatte ich mir fast schon gedacht. Macht aber ja Arbeit. Das nichts Vernünftiges rauskommt ist auch kein großes Geheimnis. Habe es leider erfahren müssen.
Gerne :)

Das macht nicht nur Arbeit, setzt auch eine qualifizierte Person voraus, die in der Lage ist, dich physisch und psychisch einzuordnen. Wenn ich mir so anschaue, welche "Vorbildung" so mancher SB hat, bezweifle ich doch sehr, dass er zu einer qualifizierten Potenzialanalyse in der Lage wäre^^

Die fehlende Analyse bei deinem JC bietet aber eventuell eine Möglichkeit, aus der nächsten unliebsamen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu fliehen, da diese ja (laut Gesetz) individuell auf dich zurechtgeschnitten sein muss.
 

Zermürbt38

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unliebsamen Arbeitsbeschaffungsmaßnahme
Müssen das eigentlich nicht auch Maßnahmen? Bei der letzten Maßnahme war ich beispielsweise extremst unterfordert. Bin froh das in dieser Hinsicht ich noch keine VV gemacht bekommen habe. Denn für mich zählt nur eine neue Ausbildung.
 

DrDosenpfand

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Müssen das eigentlich nicht auch Maßnahmen?
Jede vom JC zwangsverschriebene Maßnahme ist eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die dazu dient, dich aus der Arbeitslosenstatistik zu entfernen. Sollte diese dir zu sehr widerstreben, kannst du immer auf die fehlende Potentialanalyse pochen.

Hast du den Wunsch nach der Ausbildung mal mit deinem SB besprochen?
 

Zermürbt38

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Jede vom JC zwangsverschriebene Maßnahme
Ja nur war die letzte Maßnahme nicht zwanghaft, sondern leider freiwillig. Ich bin nämlich leider auf die Worte meines FM reingefallen. Mir wurde nämlich im Anschluss der 6 monatigen Maßnahme versichert, dass ich für meine angestrebte Ausbildung (Medizinische Fachngestellte) einen diesbezüglichen Qualifizierungskurs (Medizinische Fachkunde) bezahlt bekomme.
 

Onkel Tom

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Meiner Kenntnis nach kann das JC zwecks ihrer Aufgabenerfüllung "dritte" beauftragen.
Von daher vermute ich, das Potenzialanalyse von MT legitim ist.. JC selbst ist ja auf
das Controlling ihrer Kundschaft verbissen und aufwändigere Geschichten wie
"Feinprofiling" überlassen sie lieber MTs, solange sich Elo das gefallen lässt. :unsure:
 

Zermürbt38

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solange sich Elo das gefallen lässt.
MT für die Potentialanalyse zu beauftragen scheint in unserer Optionskommune gang und gebe zu sein. Ja da hast du recht. Ich lasse mir viel zu viel gefallen. Liegt leider in meiner Person. Genauso mit dem aufschwatzen der angeblich so guten 6 monatigen Maßnahme. In dieser Hinsicht muss ich noch viel lernen. Vor allem muss ich lernen zu allem nicht nur ja und amen zu sagen. Ich hatte mich auf die 6 monatige letzte Maßnahme gefreut und blindlinks unterschrieben. Dann kam leider die Enttäuschung. Das einzige was wirklich positiv war ist, dass der MT und alle Mitarbeiter dort die mit mir zu tun hatten auf meiner Seite stehen und sagen das ich für den Beruf sehr gut geeignet bin und mich von nichts abbringen lassen soll diesen zu erlernen.
 
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DrDosenpfand

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Wurde diese "Versicherung" dir mündlich versprochen?

Merke: Immer!!!!!!! mit Beistand zu Terminen. Mündliche Zusicherungen lösen sich gerne in Rauch auf, insbesondere dann, wenn du keine Zeugen hast.

Aber wie sagt man so schön? Erfahrung ist etwas, das man immer bekommt, kurz nachdem man es gebraucht hätte :)

Die Ausbildung wirkt - für mich als Laie - wie genau etwas, was nach erfolgter Potentialanalyse für dich passend wäre. Da der SB aber eine ganz miese Socke zu sein scheint, hilft wahrscheinlich ein Gespräch nicht weiter.

Eventuell wäre die Beantragung eines Bildungsgutscheins möglich, hierbei kenne ich mich aber nicht sonderlich gut aus :)

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Vor allem muss ich lernen zu allem nicht nur ja und amen zu sagen
Ja! Ich weiß, das fällt schwer, aber es ist notwendig, wenn du nicht umher geschubst werden willst.

Ein Beistand mit Biss ist auch nicht verkehrt ;)
 

Zermürbt38

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Wurde diese "Versicherung" dir mündlich versprochen?
Ja leider. Jetzt beantrage ich den Kurs eben schriftlich, das ich was in der Hand habe. Zwar hatte er es in die EGV geschrieben, diese ist aber seit 11 Monaten abgelaufen, also noch vor Maßnahmenende. Hatte mich auf den Kurs im Anschluss so gefreut, dass ich alles andere ausgeblendet habe. Sage es mal so, ich war ganz hippelig! Ich hatte trotz extremer Unterforderung die meisten Anwesenheitszeiten.
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wenn du nicht umher geschubst werden willst.
Genau deswegen konnten die bisher alles mit mir machen und bin deshalb anscheinend dort so beliebt. Es sei denn ich besteh auf meine Rechte. Da werden schonmal Ausbioldungsstellen zunichte gemacht oder man wird auch mal zu mir ausfallend. Ich hatte auch schon zu hören bekommen: Ich glaube sie wollen garnicht arbeiten.
 

Ghansafan

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Von daher vermute ich, das Potenzialanalyse von MT legitim ist... :unsure:
Nein, das ist in keinster Weise legitim.

In der Regel sind das Maßnahmen gemäß § 16 SGB II i.V. § 45 SGB III

Dazu mal die FH der BA 45.06 zu § 45 SGB III:

Im Rahmen des Beratungs- und Vermittlungsgespräches ist nach § 37 Abs. 1 SGB III eine Potenzialanalyse zu erstellen. Aus den daraus resultieren-den Handlungsbedarfen ergibt sich grundsätzlich die Notwendigkeit der Unterstützungsleistungen nach den Nummern 1 bis 5 des § 45 Abs. 1 Satz 1 SGB III. Die erforderliche Maßnahme und das strategische Vorgehen sind mit der Kundin/dem Kunden in der Eingliederungsvereinbarung festzulegen.
Quelle: https://www.arbeitsagentur.de/datei/dok_ba014608.pdf

Es besteht auch ausschließlich ein Sozialrechtsverhältnis zwischen einem Leistungsberechtigten und dem Jobcenter. Somit ist ein Träger als Dritter gar nicht befugt, eine Potenzialanalyse (Profiling) durchzuführen.
 

Zermürbt38

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Es besteht auch ausschließlich ein Sozialrechtsverhältnis zwischen einem Leistungsberechtigten und dem Jobcenter. Somit ist ein Träger als Dritter gar nicht befugt, eine Potenzialanalyse (Profiling) durchzuführen.
Danke auch dir @Ghansafan! Ich werde euch sobald wie möglich eure verdiente Bewertung zukommen lassen! :D
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Ein Beistand mit Biss ist auch nicht verkehrt
Jupp wenn man so einen nur kennen würde ;)
 

Onkel Tom

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Theoretisch korrekt kommt erst die Profilerstellung und dann erst die Vorlage
einer EGV.. SB bevorzugen es jedoch andersrum, damit sie sofort die Daumen-
schrauben anlegen können und dich zu lästigen Tätigkeiten zum MT abschieben
wollen..

Nach dem SGB-Konstruckt her, wird dem Elo anfänglich die Entscheidungsfreiheit
überlassen, von welcher Instutition die Erstellung des "Profil" erledigt wird..
Und da wird Antragsteller auf SGB-Leistungen zuerst Be:poop:en.
Hauptsache Mitspracherecht des Elo so gut wie möglich platt machen..

@Ghansafan

Und wer führt Maßnahmen gemäß § 16 SGB II i.V. § 45 SGB III aus ?

"Beauftragte Dritte" sind es.. Legitim dann, wenn Elo nicht genauer darüber
Kenntnis hat, wo Sozialgeheimnisse was zu suchen haben und wo nicht,
beziehungsweise sich auf eine Datenschutzvereinbarung einlässt.

Ohne Unterschrift ist es nicht mehr legitim "beauftragte Dritte" ein zu spannen, wenn
diese außenstehende Firmen oder Vereine etc. sind.

Deswegen wird es ja auch hier rauf und runter gebetet nix zu unterzeichnen.
 
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DrDosenpfand

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man wird auch mal zu mir ausfallend.
Ich kann dir immer wieder nur zum Beistand raten. Anzeigen wegen Beleidigungen oder anderen unseriösen Dingen laufen ins Leere, solange du keinen Zeugen hast. Der Beistand ist nach §13 SGB X geregelt und darf von deinem herzallerliebsten SB auch nicht abgewiesen werden.

Und: Lege dir ein dickes Fell zu. Die haben dich beim JC eh nicht lieb, egal, wie du dich verhältst. Du bist eine Nummer auf dem Papier, Menschenmaterial, über das das JC meint, freie Hand zu haben. Je weniger du dich wehrst, desto mehr werden sie dich schikanieren.
Das klingt hart, aber wenn du das einmal realisiert hast, gibt es dir ein ganz anderes Selbstbewusstsein, diese Spackos in ihre gesetzlichen Schranken zu verweisen.

Hier im Forum wird dir dabei unter die Arme gegriffen :)
 

Zermürbt38

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Hauptsache Mitspracherecht des Elo so gut wie möglich platt machen..
Da gebe ich dir recht. Machtausübung!
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Hier im Forum wird dir dabei unter die Arme gegriffen
Das ist wahr und bin darüber auch sehr dankbar! Muss auch ehrlich sagen, seitdem ich dieses Forum kenne bin ich auch viel selbstbewusster geworden. Das hilft schon sehr
 
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Onkel Tom

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Der Knackpunkt für das JC und ebenso für den Elo ist das Gewicht "Sozialgeheimnis".

Vor dem Datenschutzprozess vor dem LSG-HH (2010) interessierte der BA das die
Bohne ob der Elo damit einverstanden ist. Auch die Normierung dessen ließ zu wünschen
übrig. Damals wurde Elo erst garnicht nach einer Einverständnis zum Datenschutz gefragt
und éinfach nach beauftragten dritten abgeschoben und es wurde einfach gemacht..

Die Sensibelität von "Sozialdaten" wurde einfach missachtet und so konnten insbesondere
Ein Euro Job Träger die Akten eines Kritikausübenden Teilnehmer ordendlich versauen.

Das war der Kernpunkt meiner damaligen Klage und während des Verfahren kamen BA
und Co eeendlich in die Puschen, dem Sozialdatenschutz mehr zu respektieren.

Es war vorher Gang und Gäbe, sogar bedenkliche Begrifflichkeiten zu benutzen, die
ALG-Bezieher massiv diffamierten.. Das betraf die Beurteilungspraxis von irgendwelchen
dahergelaufenen Ein Euro Job Anleiter, die die Unnormiertheit als Waffe einsetzten a la
"Entweder machst Du genau das was ich will oder ich sorge dafür das Du sanktioniert wirst."

Kurz und knackig : Solange kein Einverständis des Elo vorliegt, ist die Profilanalyse bei
einem "beauftragtem Dritten" nicht legitim. Ich habe es hier nur aus einer anderen
Sichtweise vermittelt.

Sorry, wenn das beim Leser zu Irritationen oder Missverständnissen führte.
Zwei verschiedene Gedankenwege nach Rom sind besser wie eine, die zum gleichen
Ergebnis führen ;)
 
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Frodo

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Immerhin wurde das bei dir ja offen angekündigt.
Bei meiner Freundin wurde eine andere Maßnahme angeboten, die sie motiviert auch antrat, EGV wurde unterschrieben.
Nach zwei Laberterminen lies die Frau dort dann die Hosen runter, dass auch eine Potenzialanalyse Bestandteil ihrer Arbeit sei, sogar der Schwerpunkt der gesamten Arbeit.
Darüber gab es nichts Schriftliches, folglich hatte der Jobcentermann wohl telefonisch mit dem Träger dies besprochen.

So etwas geht gar nicht!
 
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