Darf ein Arbeitgeber dem Jobcenter mitteilen ob man vorstellig wurde? Ist der Arbeitgeber verpflichtet die Bescheinigung der AfA auszufüllen?

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Steckrübe

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Ein AG behauptet eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch an einen Leistungsempfänger geschickt zu haben. Diese kam jedoch nicht an und der LE wusste demzufolge nichts von dem Termin. Der AG hat nun dem JC mitgeteilt, dass der LE nicht zum Gespräch erschienen ist.

Frage: Darf der AG dem JC diese Information mitteilen oder spricht datenschutzrechtlich etwas dagegen?
 

HermineL

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Snktioniert kann der LE aber nur werden, wenn der Arbeitgeber beweisen kann, dass die Einladumg den LE erreicht hat.
Du hast dich bestimmt verschrieben. Der AG muss das nicht nachweisen aber das Jokecenter und das kann es in der Regel nicht es sei denn der AG hätte das per PZU geschickt.
 

Steckrübe

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Gestern hatte ich ein "Vorstellungsgespräch" bei der ZA-Mafia. Bewerbung erfolge aufgrund VV mit RFB. Weil ich dafür Fahrtkosten beantragt habe wurde mir im gleichen Zug auch eine Bescheinigung mitgegeben, die der AG auszufüllen hat.

Nur sehr widerwillig hat der Fatzke diesen Wisch ausgefüllt. Die Begründung, warum der AG die Fahrtkosten (§670 BGB) nicht erstattet, wurde komplett leer gelassen.

Frage 1: Wenn der AG meint die Bescheinigung nicht ausfüllen zu müssen droht einem dann Ungemach?
Frage 2: Könnte ich Probleme bekommen weil die Begründung mit den Fahrtkosten fehlt?
 
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Imaginaer

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Generell: Mal ein wenig mehr Informationen.

Was ist das für eine Bescheinigung die der Arbeitgeber ausfüllen soll? Bitte den korrekten Namen (Überschrift) bzw. die Bescheinigung mal hochladen.

Hat die ZAF die Fahrtkosten vor dem Vorstellungsgespräch ausgeschlossen?

Zu Frage 1: Wenn der Arbeitgeber sich weigert die Bescheinigung auszufüllen, dann kann dies nicht zu Lasten deiner Person gehen.
Zu Frage 2: Mitwirkungen von Dritten sind auf das gesetzlich mögliche beschränkt. Also darf das Jobcenter nichts fordern, was nicht in deiner Entscheidung steht.

Ich kenne die Bescheinigung nicht. Auch nicht ob der Arbeitgeber verpflichtet ist diese auszufüllen.

Ich beantrage zuvor die Kostenübernahme beim Jobcenter, sofern zuvor vom AG ausgeschlossen. Bevor dies nicht geklärt ist, fahre ich nirgends hin!
 

Texter50

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Genau dieser Schrieb war es. Da muss man sich als AG ja direkt rechtfertigen warum man den Bewerber nicht eingestellt hat. Absolut widerlich!
Widerlich ist es, entgegen der gesetzlichen Regelungen die Leuts einzuladen und als AG die Fahrtkosten nicht zu zahlen (wie es die ZAFs gerne durchführen), das dem Steuerzahler zu überlassen. :icon_stop:

Häßlich für das ELO finde ich den Eintrag "Sonstige Mitteilungen". :icon_kinn:
 

FrauRatFrag

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Ich beziehe ALG 1 . Meine Vorlage für den Arbeitgeber sieht anders aus.

1569947219726996672840.jpg

Die vollständige Fusszeile (unten links) lautet: BA-VB c-AG - 05/2017
 

Imaginaer

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@Texter50 Die Frage ist nun. Muss Arbeitgeber (ZAF) diese Bescheinigung (konkret) ausfüllen oder nicht!? Also ist er gesetzlich dazu verpflichtet?

Das es nicht zu Lasten des Threadsteller gemacht werden darf, ist sicherlich geklärt?!
 

Texter50

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Das kann ich Dir nun nicht sagen, da das Formular eine reine Beziehung zwischen Behörde und AG ist.
Für hats immer nur bedeutet, ich krich meine Taler.
Eine Antwort habe ich selbst auf ne Nachfrage nicht erhalten - es geht mich ja nach deren Meinung auch nix an. :icon_kinn:
Vielleicht gibbet ne Möglichkeit, die Behörde zur Auskunft zu zwingen?
Immerhin ermöglicht sie die Verschwendung von Steuergeldern in erheblichem Umfang. :icon_motz:
 

noillusions

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@Texter50 Die Frage ist nun. Muss Arbeitgeber (ZAF) diese Bescheinigung (konkret) ausfüllen oder nicht!? Also ist er gesetzlich dazu verpflichtet?
Vielleicht nicht.
Das es nicht zu Lasten des Threadsteller gemacht werden darf, ist sicherlich geklärt?!
Vielleicht ist ja ein Elo gar nicht verpflichtet so ein Formular zurück zu bringen. Eine Bestätigung über ein wahrgenommenen Vorstellungsgespräch erfüllt doch alles notwendige als Alternative.
 
E

ExitUser

Gast
Ich weiß nicht ob ich als AG dieses Formular so vollständig ausfüllen würde
Ich weiß als Unternehmer das ich es gar nicht ausfüllen würde
Was ich allerdings machen würde entweder bei denen anrufen und die rund machen und zwar im Beisein des Bewerbers
oder evtl ein Schreiben aufsetzen und fragen ob sie was genommen haben und einen Platz in der Psychiatrie bräuchten
und das ich nicht ihr Depp bin der Ihren Wahn unterstützt, da klar auch Kopie an den Bewerber.
Je nach Sachlage und Lust mache ich das dann massiv oder ganz einfühlend, wobei die letzte Variante brutaler ist.

Selbstverständlich hätte dann der nicht ausgefüllte Wisch keinen Einfluss darauf ob jetzt eingestellt wird oder nicht, das kann ich trennen
 

FrauRatFrag

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Jetzt muss ich da doch noch einmal nachhaken. In meinem Formular steht die Passage zur Einstellung nicht drin! Gibt es Unterschiedliche?

PS: Da die Formulare sowieso zu spät kamen, habe ich im Vorfeld mit dem Hinweis, dass ich die Fahrtkosten abrechnen möchte, um eine Bestätigung für das Gespräch gebeten und in allen Fällen auch erhalten.
Nun werde ich sehen, ob das erkannt wird.
Über die Sinnhaftigkeit, dass jedes mal beantragen zu müssen, anstatt ein Online-Formular zu hinterlegen kann man trefflich streiten...
 
Zuletzt bearbeitet:

Onkel Tom

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...
Frage 1: Wenn der AG meint die Bescheinigung nicht ausfüllen zu müssen droht einem dann Ungemach?
...

Kurz und knackig : Definitiv ein klares Nein.

Will AG nicht, beruht dies auf sein Wohlwollen.. Bekommt Elo deswegen richtung
Eigenbemühungen vom JC Ärger oder gar Sanktionen, lässt sich sowas anhand
"Wohlwollen Dritter" juristisch locker flockig "erschlagen".

Wäre ja noch schöner, den AG die Pistole auf der Brust zu setzen a la "Füll mal
aus".. Nicht kirre machen lassen (y)
 
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