Darf die Krankenkasse jeden Krankengeldbezieher auf Reha schicken?

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marcmuller

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Hallo,

wisst Ihr was aus dem Fall geworden ist und ob man sich wehren kann?

Gem §63 kann wenn man die Schreiben von Willy77 liest davon ausgehen, dass die KK jeden Krankengeldbezieher auf Rehe schicken kann.
Es scheint viel einfacher zu sein als gem §51 , da man sich nicht wehren kann.

Könnt Ihr mir schreiben ob das Vorgehen so korrekt ist und was man machen kann um sich zu wehren.

Danke
 

Kerstin_K

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Die kK darf zur Reha auffordern, das ist unbestritten, aber eben nicht mit 2 Wochen Frist, sondern diese beträgt 10 Wochen.
 

marcmuller

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Hallo Kerstin,

Willy77 hat geschrieben, dass es nicht um § 51 geht außerdem hat der Anwalt ihm gesagt, dass die KK im Recht ist. Die 10 Wochenfrist betrifft nur § 51.

Weiß jemand noch näheres zum Fall?
 

marcmuller

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Hallo liebest Forum,

ich wende mich an euch weil mein KG gestrichen wurde.


Anbei das Schreiben der KK

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung MDK empfiehlt eine medizinische Rehabilitation. Dies hatten wir Ihnen mit Schreiben vom xxxxxxx mitgeteilt.

Ihren Widerspruch begründen Sie, dass Sie nach §51 Abs. 1 Sozialgesetzbuch SBG Fünftes Buch V Gesetzliche Krankenversicherung eine Frist von 10 Wochen haben.
Dies ist grundsätzlich Richtig . Jedoch wurden Sie von uns nach § 63 Sozialgestzbuch SGB Erstes Buch I -Allgemeiner Teil- aufgefordert.

Sollte uns der Antrag auf eine medizinische Reha bis zum xxxx nicht vorliegen, beabsichtigen wir, die Krankengeldzahlung zum xxxxx einzustellen, bis der Antag bei uns eingeht.

-----------
Die Krankenkasse hat mir mitgeteilt, dass Im §63 SGB Erstes Buch steht , dass Sie sich in diese Behandlung begeben müssen die vom MDK gefordert wird und das ist die Reha.

Meine Frage Stimmt das ? Kann die KK mich wirklich zwingen auf Reha zu gehen ?
 

Kerstin_K

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Dein KG ist jetzt auch noch nicht gestrichen, aber es wird dir angedroht, wenn du den Antrag nicht stellst.

Warum willst du die Reha nicht?
 

marcmuller

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Ich fühle mich gesundheitlich nicht in der Lage eine Reha zu machen aber mein Arzt sieht es anders und will mich nicht Reha Untauglich schreiben.

Mein Frage ist ob die KK mich wirklich dazu zwingen kann den Reha Antrag zu stellen und ob alles Rechtlich sauber ist.

Kann die KK mir wirklich das KG streichen und mich somit zwingen den Reha Antrag zu stellen ?

Wenn alles rechtlich sauber wäre , kann ich doch nur hoffen, dass die Reha abgelehnt wird oder seht Ihr noch andere Möglichkeiten ?

Kann mir jemand sagen wie ich den Antrag stellen sollte, damit er abgeleht wird bzw. Tipps geben ?
 

Bitas

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Such dir einen anderen Arzt der dich Reha Unfähig schreibt oder, stell den Antrag oder, verzichte auf das Krankengeld.
Vielleicht hat noch jemand eine andere Idee?
 

marcmuller

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Danke für die Tipps,

Ihr habt mir sehr weitergeholfen.

Da ich keinerlei anders-lautenden Feedback erhalten habe gehe ich davon aus, dass die KK das Recht hat die Reha zu verlangen und ich in den sauren Apfel beißen muss und den Antrag stellen werde, sonst gibt es kein Krankengeld .

Auf das Krankengeld kann ich nicht verzichten - vielleicht wird der Antrag von der DRV auch abgeleht.

Hat vielleicht noch jemand eine Idee was man im Reha-Antrag schreiben könnte um die Bewilligung zu verschlechtern ?

Wenn ich angebe, dass es mir gut geht könnte die Reha abgelehnt werden, aber gibt es dann Probleme mit meinem Arzt oder der KK ?


@kerstin Hast du eine Idee wie und wo man eine passende Reha Klinik finden kann ?
Wenn Ich schon eine Reha machen muss könnte ich zwei angeben die besonders lange Wartezeiten haben.

Danke
 

Susanne42

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Hi, das mit den langen Wartezeiten klappt nicht dann macht die KK da einen Eilantrag draus und dann muss die Klinik dich innerhalb von 4 Wochen aufnehmen ( für einen Eilantrag muss jede mit der DRV kooperierende Klinik Plätze haben). War bei mir auch so und somit war ich dann noch früher in der Klinik als ursprünglich vorgesehen 😅such dir lieber eine Klinik aus, wo du schon immer mal Urlaub machen wolltest und die gute Klinikbewertungen hat.
 

saurbier

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Mal abgesehen was Kerstin_K geschrieben hat, sollte man sich auch mal überlegen ob es hier überhaupt um eine Reha zu Lasten des Kostenträgers DRV geht.

Nicht jede Reha wird von der DRV durchgeführt!

Wenn die KK jemanden zu einer Reha auffordet bei welcher die DRV der Kostenträger ist, dann dürfte sie auch entsprechende Antragsunterlagen dazu mitschicken (war bei mir bisher immer so) und dann liefe dies nach § 51 SGB V ab.

Aber die KK kann auch von sich aus, auf eigene Kosten eine Reha durchführen, z.B. wenn die DRV die Auffassung vertritt hier nicht zuständig zu sein (§ 10 SGB VI).

Ich sags nicht gerne, aber es ist halt im SGB so das die eigene Einschätzung der Erwerbsfähigkeit vollkommen irrelevant ist - hier zählt nur eine medizinische Beurteilung. Genau da scheint im vorliegenden Fall wohl der eigene behandelnde Arzt eine Reha zu befürworten, oder.


Grüße saurbier
 

marcmuller

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Bitte nicht vergesst §51 . Ich habe das Schreiben der KK abgetippt und die KK schreibt dass es um den anderen § geht .

Ich stimmt dem Vorschreiber zu , denn mein Arzt befürwortet die Reha .

Ich habe bereits eine Reha 2016 durchgeführt und diese hat nichts gebracht - deshalb will ich keine machen.

In den Informationen auf Leistung zur Teilhabe - Rehantrag G0103 ist unter 3.1.2 vermerkt

Leistungen zur medizinischen Reha werden nicht vor Ablauf von 4 Jahren nach Durchführung der letzten Leistungen erbracht .....

Unter 3.1.3

Leistungen zur medizinischen Reha können wir für Ske erbringen wenn bei Antragstellung
....
In den letzten zwei Jahren vor Antragstellung 6 Kalendermonate mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben ......


Was bedeutet es in meinem Fall ?
 

Dark Vampire

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Nichts. Ich gehe selber alle 2 Jahre auf Reha und arbeite schon seit 8 Jahren nimmer.


Und nur weil eine reha nichts brachte , heisst das nicht dass es woanderst auch so ist.Ich suche mir immer wieder andere Kliniken aus, die eine war da mal besser und woanderst wieder schlechter. Na und? deswegen geb ich nicht auf.
Ich habe zumindest bei jeder Reha nette Menschen kennengelernt und wir hatten immer Mordsgaudi. Zumindest für die Psyche war das bei mir immer gut. Besser als andere täglich stumm in irgendeiner Ecke zu hocken und alles schlecht reden nur weil man nicht mitarbeiten will oder einfach keinen Bock hat.
 

Susanne42

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At Marc: im Prinzip bedeutetet es nicht, nur wahrscheinlich das die KK die Reha bezahlt. Du kannst den Antrag einfach zur DRV schicken und die schicken den Antrag dann weiter, wenn die Kasse bezahlt
 

saurbier

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Hallo marcmuller,

entsprechend dem § 63 SGB I kann dich die KK zu einer Heilbehandlung sehr wohl auffordern, eben weil du von dieser ja aktuell KG erhälst. Gehst du nicht in eine Reha (die ja der MdK befürwortet) darf die KK das KG einstellen (Begründung: Verweigerung einer Heilbehandlung).

Hier hast du jetzt die Wahlmöglichkeit, entweder eine Reha und dann ggf. weiter KG (je nach Reha-Ausgang), oder Einstellung des KG wegen Verweigerung der Heilbehandlung.

Wir sollten hier nicht vergessen, die letzte Reha war in 2016 und jetzt haben wir bereits 2019. Bei manchen bringt eine Reha schon einiges (mir z.B. ist mit einer medizinischen Reha 100mal mehr geholfen als mit den vom Arzt verordneten Rehasport), daß könnte bei dir ggf. nicht anders sein, aber das wird man erst am Ende der Reha sehen.

Im übrigen kannst du dir ja eine Reha-Klinik aussuchen und mußt nicht zwingend in die von der KK gehen (Wahlrecht), es sein denn du bist auf eine bestimmte Klinik angewiesen für die es keinen Ersatz gäbe.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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Hallo saurbier,

Mal abgesehen was Kerstin_K geschrieben hat, sollte man sich auch mal überlegen ob es hier überhaupt um eine Reha zu Lasten des Kostenträgers DRV geht.

davon darfst du mit Sicherheit ausgehen, das Thema wurde bereits "lang und breit" anderswo diskutiert, bis dem TE die (durchaus sinnvollen) Hinweise und Vorschläge zur Gegenwehr nicht mehr gefallen haben (dann wurde das Thema geschlossen) ... er wollte immer nur von uns wissen, wie das beim "Willy77" (im Jahr 2016) ausgegangen ist (hier im ELO), was wir ihm natürlich "dort" NICHT beantworten konnten ...

Habe mir nun die Mühe (oder eher den Spaß ?) gemacht und das mal nachgelesen ... es gibt keine Antworten darauf, jedenfalls nicht vom dortigen TE ... zur besseren Orientierung mal der Link dahin ... @marcmuller erwartet da schon ein wenig "Eigeninitiative" von den Helfern ... :rolleyes:


Nicht jede Reha wird von der DRV durchgeführt!

Diese sehr wahrscheinlich schon, sonst kann die KK ja kein Krankengeld sparen, wie sie es vor hat mit dieser "übereiligen Aufforderung" zur "Heilbehandlung" nach § 63 SGB I.

In der Regel gilt eine Reha aber nicht als (Ersatz-) "Heilbehandlung", sondern soll eine bereits erfolgreiche Heilbehandlung (von ambulanten Ärzten und Therapeuten vorher durchgeführt) "krönen und stabilisieren" ... möglichst mit Reha-Entlassung als Arbeits-FÄHIG ...
In diesem Zusammenhang hatte ich auch schon irgendwo einen sehr guten Hinweis gefunden, dass die KK ihren spezifischen § 51 gemäß SGB V dafür zwingend zu nutzen hat, um diese Forderung durchzusetzen, aber die 10- Wochen-Frist scheint der KK einfach "zu lang zu sein", also beruft man sich auf das SGB "allgemeiner Teil", um der Sache etwas (unzulässiges) Tempo zu verleihen ... :icon_kinn:

Genug fundierte Vorschläge sich dagegen zu wehren, hat der TE inzwischen auch (hier UND "dort") schon bekommen ... nur MACHEN, das müsste er schon noch Alleine ...
Auch zu Klinik-Wahlrecht usw. wurde er bereits sehr umfassend informiert ... aber ihn interessiert immer wieder nur der "Fall Willy" aus 2016. :doh:

Nehme mal an der @Willy77 hat seine Reha inzwischen schon lange gemacht, selbst wenn er die Vorschläge zur Gegenwehr genutzt haben sollte und die reguläre Aufforderung mit Frist von 10 Wochen dann doch noch durchsetzen konnte ... :icon_kratz:
Wir werden es wohl nie erfahren wenn uns der Willy das nicht selber noch mitteilen möchte ...

Damit bin ich schon wieder weg ... :sorry:

MfG Doppeloma
 

saurbier

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Hallo Doppeloma, danke für deinen Hinweis.

Also ich hab da auch was gelesen, nur danach darf die KK sich zwar auf den § 63 SGB I berufen, nur dann steht sie jedoch als Leistungsträger selber da, denn nach § 51 SGB V wäre es eben die Verweisung an die DRV.

Das hier etwas forciert werden soll, war mir auch schon klar, sind doch die KK´s aktuell sehr um Kostenreduzierung bemüht.

Du hast natürlich vollkommen recht, wir haben dem TE hier ausreichend hinweise gegeben und wenn er unbedingt was über den @Willy77 wissen möchte bzw. dessen vorgehensweise, nun dann muß er sich an diesen wenden, falls das nach so langer Zeit noch möglich wäre/ist, vielleicht besteht ja noch die angegebene Verbindung zum Forum. Irgendwann stößt natürlich auch unser Wissen an Grenzen.


Grüße saurbier
 
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