Darf die Krankenkasse bei Berechnung der Krankengeldanspruchsdauer aus der Elternzeit einfach Zeiten mitnehmen? (1 Betrachter)

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Pewa

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Hallo zusammen,

eine Freundin von mir ist seit November 2017 im Krankengeldbezug. Jetzt kam ein Scheiben der Krankenkasse, dass ihr Anspruch schon im Januar 2019 enden soll.

Sie war bis November 2017 in Elternzeit, aus der sie krank ausschied. Dann hatte Sie bei ihrem Arbeitgeber die 6 Wochen Lohnfortzahlung und seitdem ist sie im KG-Bezug.

Von Mai bis August war sie stationÀr im Krankenhaus untergebracht, ansonsten hat sie niemals eine AU oder irgendetwas Àhnliches an die Krankenkasse geschickt.

Die Kasse behauptet nun, dieser stationĂ€re Aufenthalt wĂŒrde mitzĂ€hlen zu den 78 Wochen.

Ist das richtig oder nicht?
 

Doppeloma

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Hallo Pewa,

eine Freundin von mir ist seit November 2017 im Krankengeldbezug. Jetzt kam ein Scheiben der Krankenkasse, dass ihr Anspruch schon im Januar 2019 enden soll.
Da sollte ja zumindest der aktuelle Beginn der AU auch drin stehen, damit man das nachvollziehen kann, dass die 78 Wochen bereits abgelaufen sind ???
Ansonsten ist die AufklÀrung durch die KK dazu einzufordern.

War das die Erste Erkrankung dieser Art / Diagnose mit AU-Bescheinigung ?

Sie war bis November 2017 in Elternzeit, aus der sie krank ausschied. Dann hatte Sie bei ihrem Arbeitgeber die 6 Wochen Lohnfortzahlung und seitdem ist sie im KG-Bezug.
Mit Elternzeit kenne ich mich NICHT aus, aber die wurde ja offenbar durch die akute Erkrankung beendet und der "normale" Krankengeld-Anspruch hat eingesetzt (mit Lohnfortzahlung zu diesem Zeitpunkt).

Von Mai bis August war sie stationÀr im Krankenhaus untergebracht, ansonsten hat sie niemals eine AU oder irgendetwas Àhnliches an die Krankenkasse geschickt.
Mai bis August welchen Jahres bitte ?

Die Kasse behauptet nun, dieser stationĂ€re Aufenthalt wĂŒrde mitzĂ€hlen zu den 78 Wochen.
Wenn das schon vor der Erkrankung im November 2017 und die gleiche Diagnose war, dann könnte das (eventuell) korrekt sein.
Bei einem Klinik-Aufenthalt gilt man ja "automatisch" als AU geschrieben, dafĂŒr braucht man keine Extra-Bescheinigung, da kann man ja NICHT "Arbeits-FÄHIG" sein.

Der Klinik-Aufenthalt dĂŒrfte ja der KK nicht entgangen sein, ob das so stimmt wie ich mir das gerade denke hat die KK zu beantworten und zu belegen, welche Rechtsgrundlage wird denn dafĂŒr benannt ???

Bitte (nachweislich !!!) schriftliche AuskĂŒnfte verlangen und vorsichtshalber Widerspruch einlegen weil das Datum der Aussteuerung NICHT nachvollziehbar ist.

Dass sie weiter Geld (vom AG ?) wegen der Elternzeit bezogen hat muss noch keine Bedeutung haben, dass die KK das NICHT auf die 78 Wochen anrechnen darf, bei einer med. Reha zahlt ja auch die DRV Übergangsgeld und trotzdem geht die Zeit vom Krankengeld-Anspruch runter.

Es muss dann aber auch Rechtsgrundlagen dafĂŒr im SGB V geben (wie sich Elternzeit konkret auf den Krankengeld-Anspruch auswirken kann) und die hat man ihr zu benennen, einfach nur "behaupten" können die viel "wenn der Tag lang ist" ...

MfG Doppeloma
 

Pewa

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Da sollte ja zumindest der aktuelle Beginn der AU auch drin stehen, damit man das nachvollziehen kann, dass die 78 Wochen bereits abgelaufen sind ???
Ansonsten ist die AufklÀrung durch die KK dazu einzufordern.
Hallo Doppeloma,

ich habe die erste Seite des Schreibens mal blanko reingestellt. Das Beginndatum ist ein fester Tag im November 2017. In allen ihren Schreiben, die sie schon zum KG bekommen hat stand immer dieses "sie sind seit ..... arbeitsunfÀhig erkrankt", nie etwas anderes

Das Ende ist ein fester Tag Ende Januar 2019. Viel zu wenig fĂŒr 78 Wochen, da fehlen etwa 3 Monate.

War das die Erste Erkrankung dieser Art / Diagnose mit AU-Bescheinigung ?
Also kurz zusammengefasst, sie war 2017 bis November noch in der Elternzeit. Der Klinikaufenthalt war von Mai bis August 2017, wurde von ihren Ärzten empfohlen, eben WEIL sie ja noch in der Elternzeit sei und ihr daher keine Nachteile entstehen wĂŒrden. HĂ€tte sie gearbeitet, wĂ€re sie auch nicht dahin gegangen. Weil sie auch kein Akutfall war, hatte sie 10 Monate Wartezeit bis zum Aufenthalt (psychosomatisch, Spezialklinik)

Im Anschluss an den Aufenthalt wurde sie nicht mehr krank geschrieben oder sonstiges. Sie war wieder zuhause beim Kind bis November. Am ersten Tag, an dem sie nach der Elternzeit wieder hĂ€tte anfangen mĂŒssen zu arbeiten,hat sie ihr Arzt dann auf unbestimmte Zeit krank geschrieben und zwar wegen der NEUEN Diagnosen, die sie bei diesem Klinikaufenthalt in der Elternzeit bekommen hat. Also, sie war von August bis November 2017 nicht mehr AU

Zuvor (letzte 10 Jahre minimum) war sie nie AU, dieser Klinikaufenthalt war das erste Mal ĂŒberhaupt, dass sie stationĂ€r war.



Der Klinik-Aufenthalt dĂŒrfte ja der KK nicht entgangen sein, ob das so stimmt wie ich mir das gerade denke hat die KK zu beantworten und zu belegen, welche Rechtsgrundlage wird denn dafĂŒr benannt ???
Kurz zusammengefasst:

Die KK möchte ihr den Klinikaufenthalt um jeden Preis auf die Anspruchsdauer anrechnen.
Sie war ansonsten nie AU oder in sonstiger Behandlung.
PAragrafen wurden im Schreiben genannt, allerdings steht im Schreiben auch ein konkretes Datum "ab xx.xx.xxxx sind sie arbeitsunfÀhig erkrankt" und nach diesem Datum wÀre sie noch bis April 2019 im Bezug und nicht bis Januar 2019.

Ist das ĂŒblich, dass diese Schreiben schon ĂŒber 4 Monate vor der Aussteuerung kommen?
 

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