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Darf die Arge Rückerstattung als Einkommen berechnen?

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Lexi77

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#1
Hallo!

Vielleicht ist meine Frage etwas doof, aber bei der HartzIV-Gesetzgebung weiß man ja nie... (oder sehe ich jetzt schon Gespenster???)

Also: Da ich in diesem Jahr schon einiges an Zuzahlungen bei Medikamenten, Praxisgebühr und Zuzahlung im KH hatte, habe ich mich bei meiner KK wegen der Befreiung erkundigt.
Die Sachbearbeiterin dort war super nett und empfahl mir aufgrund verschiedener erkrankungen, einfach mal zu versuchen, ob der Arzt mir so eine Chroniker-Bescheinigung ausstellt, dann müsste ich ja nur 1% bzw. als Hartz IV-Empfänger nur 42,60 € bezahlen.

Mein Hausarzt hat diesen Antrag dann auch problemlos ausgefüllt und ich habe das der Kasse mit allen Belegen über die Zuzahlungen, die ich dieses Jahr schon geleistet habe (115 €), eingereicht.

Gerade heute bekam ich mit der Post den Bescheid, dass ich nach Prüfung die Voraussetzungen für eine Absenkung der Belastungsgrenze auf 1% erfülle.
Der Differenzbetrag zu dem von mir bisher geleisteten Betrag in Höhe von 72,40 € bekomme ich nun auf mein Konto überwiesen.:icon_klatsch:

Jetzt meine Frage (wie gesagt, vielleicht sehe ich ja Gespenster, aber "nichts ist unmöglich"): Wird/Kann/Darf die Arge diese 72 € jetzt als zusätzliches Einkommen betrachten? Oder ist das jetzt tatsächlich Geld, über das ich frei verfügen kann?

Das würde mir nämlich weiterhelfen, da ich zur Zeit ein Medikament brauche, das nicht von den Kassen bezahlt wird (nur auf grünem rezept verschrieben) und dafür muss ich 45 € pro Woche hinlegen... Von daher täten die 72 € im Moment sehr gut...

Die Arge wird auch von dieser Zahlung erfahren, da ich bald meinen Verlängerungsantrag stellen muss und dann ja wieder mal alle Kontoauszüge offenlegen muss...

Danke! Viele Grüße
 

catwoman666666

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#2
Hallo!

Vielleicht ist meine Frage etwas doof, aber bei der HartzIV-Gesetzgebung weiß man ja nie... (oder sehe ich jetzt schon Gespenster???)

Also: Da ich in diesem Jahr schon einiges an Zuzahlungen bei Medikamenten, Praxisgebühr und Zuzahlung im KH hatte, habe ich mich bei meiner KK wegen der Befreiung erkundigt.
Die Sachbearbeiterin dort war super nett und empfahl mir aufgrund verschiedener erkrankungen, einfach mal zu versuchen, ob der Arzt mir so eine Chroniker-Bescheinigung ausstellt, dann müsste ich ja nur 1% bzw. als Hartz IV-Empfänger nur 42,60 € bezahlen.

Mein Hausarzt hat diesen Antrag dann auch problemlos ausgefüllt und ich habe das der Kasse mit allen Belegen über die Zuzahlungen, die ich dieses Jahr schon geleistet habe (115 €), eingereicht.

Gerade heute bekam ich mit der Post den Bescheid, dass ich nach Prüfung die Voraussetzungen für eine Absenkung der Belastungsgrenze auf 1% erfülle.
Der Differenzbetrag zu dem von mir bisher geleisteten Betrag in Höhe von 72,40 € bekomme ich nun auf mein Konto überwiesen.:icon_klatsch:

Jetzt meine Frage (wie gesagt, vielleicht sehe ich ja Gespenster, aber "nichts ist unmöglich"): Wird/Kann/Darf die Arge diese 72 € jetzt als zusätzliches Einkommen betrachten? Oder ist das jetzt tatsächlich Geld, über das ich frei verfügen kann?

Das würde mir nämlich weiterhelfen, da ich zur Zeit ein Medikament brauche, das nicht von den Kassen bezahlt wird (nur auf grünem rezept verschrieben) und dafür muss ich 45 € pro Woche hinlegen... Von daher täten die 72 € im Moment sehr gut...

Die Arge wird auch von dieser Zahlung erfahren, da ich bald meinen Verlängerungsantrag stellen muss und dann ja wieder mal alle Kontoauszüge offenlegen muss...

Danke! Viele Grüße
Über das 72 € kannst du frei verfügen, da du diese aus deinem Regelsatz vorgelegt hast, aber du hast recht, bei ARGE muß man mit allem rechnen
 

redfly

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#3
Vielleicht wie beim Stromguthaben. Ich würde den Zufluss/Rückerstattung nicht angeben. Schliesslich wurden die Zuzahlungen aus der Regelleistung getragen. Bald müssen wir auch noch das Wechselgeld vom Einkauf als Zufluss angeben.
 

Hartzi09

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0
#4
Hallo!

Vielleicht ist meine Frage etwas doof, aber bei der HartzIV-Gesetzgebung weiß man ja nie... (oder sehe ich jetzt schon Gespenster???)

Also: Da ich in diesem Jahr schon einiges an Zuzahlungen bei Medikamenten, Praxisgebühr und Zuzahlung im KH hatte, habe ich mich bei meiner KK wegen der Befreiung erkundigt.
Die Sachbearbeiterin dort war super nett und empfahl mir aufgrund verschiedener erkrankungen, einfach mal zu versuchen, ob der Arzt mir so eine Chroniker-Bescheinigung ausstellt, dann müsste ich ja nur 1% bzw. als Hartz IV-Empfänger nur 42,60 € bezahlen.

Mein Hausarzt hat diesen Antrag dann auch problemlos ausgefüllt und ich habe das der Kasse mit allen Belegen über die Zuzahlungen, die ich dieses Jahr schon geleistet habe (115 €), eingereicht.

Gerade heute bekam ich mit der Post den Bescheid, dass ich nach Prüfung die Voraussetzungen für eine Absenkung der Belastungsgrenze auf 1% erfülle.
Der Differenzbetrag zu dem von mir bisher geleisteten Betrag in Höhe von 72,40 € bekomme ich nun auf mein Konto überwiesen.:icon_klatsch:

Jetzt meine Frage (wie gesagt, vielleicht sehe ich ja Gespenster, aber "nichts ist unmöglich"): Wird/Kann/Darf die Arge diese 72 € jetzt als zusätzliches Einkommen betrachten? Oder ist das jetzt tatsächlich Geld, über das ich frei verfügen kann?

Das würde mir nämlich weiterhelfen, da ich zur Zeit ein Medikament brauche, das nicht von den Kassen bezahlt wird (nur auf grünem rezept verschrieben) und dafür muss ich 45 € pro Woche hinlegen... Von daher täten die 72 € im Moment sehr gut...

Die Arge wird auch von dieser Zahlung erfahren, da ich bald meinen Verlängerungsantrag stellen muss und dann ja wieder mal alle Kontoauszüge offenlegen muss...

Danke! Viele Grüße

Hallo,

hast du schon mal probiert für das Medikament welches 45 € je Woche kostet, einen Mehrbedarf oder die Kostenübernahme bei der ARGE zu beantragen?
 

Lexi77

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#5
Hallo,

hast du schon mal probiert für das Medikament welches 45 € je Woche kostet, einen Mehrbedarf oder die Kostenübernahme bei der ARGE zu beantragen?
Hallo!

Nein, ich hatte mir zwar auch schon überlegt, wie ich das machen soll mit der "finanzierung" dieses Medikamentes, aber ich wusste bisher nicht, dass man sowas bei der ARGE beantragen kann.

Denn es ist ja so, dass mir nach allen Abzügen (Miete, Strom, Versicherungen etc.) im Monat ca. 175 € bleiben. Wenn ich das Medikament jetzt 4 Wochen nehmen muss, dann sind das mal eben locker 180 €... Also nur das Medikamet nehmen und nichts essen in diesem Monat - oder wie??? :icon_eek:
Jetzt ist man schon so weit, dass man sich Sponsoren für Medikamente suchen muss...

Werde mich aber mal bei der ARGE erkundigen. Denn schließlich sollte denen ja dran gelegen sein, dass ich auch insoweit arbeitsfähig bleibe und wenigstens meine paar Stunden in der Woche arbeiten kann. Wenn ich das Medikament aber nicht mehr nehmen würde, dann müsste ich mit einem deutlichen Rückfall der Beschwerdesymptomatik rechnen müssen (war gerade erst fast eine Woche im Krankenhaus, dort bekam ich dann zum ersten Mal das Medikament)...

Danke für den Tipp!
 

gelibeh

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#6
Nicht erkundigen, dann wimmeln die Dich gleich ab. Schriftlich beantragen.
 

vagabund

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#8
Wird/Kann/Darf die Arge diese 72 € jetzt als zusätzliches Einkommen betrachten? Oder ist das jetzt tatsächlich Geld, über das ich frei verfügen kann?
Ich gehe davon aus, dass dies eine zweckbestimmte Einnahme ist und daher nicht anzurechnen ist.
 

Martin Behrsing

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#9
Dieses Geld darf auch nicht angerechnet werden, da dies ja vom Regelsatz getragen wurde. Anders kann so etwas in der Sozialhilfe sein. Aber auch da habe ich so etwas noch nie erlebt.
 

Hartzi09

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#10
Hallo!

Nein, ich hatte mir zwar auch schon überlegt, wie ich das machen soll mit der "finanzierung" dieses Medikamentes, aber ich wusste bisher nicht, dass man sowas bei der ARGE beantragen kann.

Denn es ist ja so, dass mir nach allen Abzügen (Miete, Strom, Versicherungen etc.) im Monat ca. 175 € bleiben. Wenn ich das Medikament jetzt 4 Wochen nehmen muss, dann sind das mal eben locker 180 €... Also nur das Medikamet nehmen und nichts essen in diesem Monat - oder wie??? :icon_eek:
Jetzt ist man schon so weit, dass man sich Sponsoren für Medikamente suchen muss...

Werde mich aber mal bei der ARGE erkundigen. Denn schließlich sollte denen ja dran gelegen sein, dass ich auch insoweit arbeitsfähig bleibe und wenigstens meine paar Stunden in der Woche arbeiten kann. Wenn ich das Medikament aber nicht mehr nehmen würde, dann müsste ich mit einem deutlichen Rückfall der Beschwerdesymptomatik rechnen müssen (war gerade erst fast eine Woche im Krankenhaus, dort bekam ich dann zum ersten Mal das Medikament)...

Danke für den Tipp!

Für was ist den das Medikament?
Wie heißt es denn?
Ist es medizinisch notwendig aus sicht des Arztes?
 

Lexi77

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#11
Für was ist den das Medikament?
Wie heißt es denn?
Ist es medizinisch notwendig aus sicht des Arztes?
Hallo!

Also das Medikament heißt Tepilta. Es ist ein Antazidum (Säureblocker), das auch gleichzeitig die Magenschleimhaut betäubt und so den Magenschmerz ausschaltet. Gerade dieser betäubende Wirkstoff ist im Moment für mich wichtig und dieser ist in den anderen Säureblocker-Medikamenten (die ich sowieso regelmäßig als Magenschutz wegen der Schmerzmedikamente nehme) nicht drin.

Es ist schon notwendig, denn ich habe seit fast 2 Monaten ständig Magenschmerzen aufgrund einer chronischen aber zur Zeit akut gewordenen Magenschleimhautentzündung. Ich war wegen der Magenschmerzen und weil ich bereits in 5 Wochen 5 kg abgenommen hatte (und das Untergewicht bereits erreicht habe) sogar fast 1 Woche im Krankenhaus. Seitdem ich das neue Medikament Tepilta bekomme, sind die Magenschmerzen deutlich zurückgegangen (eben durch die betäubende Wirkung) und ich kann wenigstens wieder ein bißchen essen.

Aber wenn ich das Medi jetzt wieder weglassen würde, dann sind die Magenschmerzen wieder deutlich verstärkt (bin gerade dabei eine geringere Dosis auszuprobieren - erfolglos). Das würde dann auch wieder die entsprechenden Folgen nach sich ziehen: kaum essen können, noch weiter ins Untergewicht abrutschen, aufgrund der starken Magenschmerzen kaum arbeitsfähig (habe einen kleinen Nebenjob)...

Also alles in allem eine verzwickte Situation...
 

redfly

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#12
Es sind doch keine Beiträge die erstattet werden, sondern Zuzahlungen die von der Kasse wieder gutgeschrieben werden. Und die hast du aus deiner Regelleistung bezahlt. Ich denke das Thema ist damit erledigt.
 
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