Darf der Sachbearbeiter verlangen, daß man beim Arbeitgeber anruft ?

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mathias74

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Mein SB verlangt von mir bei Arbeitgeber anzurufen die sich nicht auf meiner Bewerbung melden, um nach zufragen was los ist.
Ich gehöre zu den Leuten die nicht gerne telefonieren und mit Arbeitgeber schon mal gar nicht
Ich hab jetzt eh einen neuen SB bekommen der lädt mich jede Woche ein :mad: der sich nur um Langzeitarbeitslose kümmert., der arbeitet auch mit dem Arbeitgeberservice zusammen. Wenn AG es nicht nötig haben mir eine kurze e-mail Nachricht zu schreiben - was soll man jetzt davon halten.
Dann meint dieser SB auch noch das man persönlich zu den AG hin soll - wie man da hinkommen soll interessiert den SB nicht - ich hab kein Auto
 

Nena

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Er meint bzw. verlangt das bisher nur mündlich, nehme ich an? Du kannst freundlich lächelnd nicken - und es ansonsten ignorieren.
Sobald er es schriftlich "verlangt", wird er Dir dafür auch entsprechende Paragrafen liefern - und darauf kannst Du lange warten.

Ja, wenn Du an einer Stelle interessiert bist, würde ich Dir telefonisches oder auch persönliches Nachfragen auch empfehlen, hängt aber natürlich von der Stelle/Position ab. Bei Vermittlungsvorschlägen ist das aber obsolet, diese Arbeitgeberinnen werden in der Regel überschwemmt mit hauptsächlich "unwilligen" Bewerbungen...
 

Merse

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Mein SB verlangt von mir bei Arbeitgeber anzurufen die sich nicht auf meiner Bewerbung melden, um nach zufragen was los ist.

Sonst passiert was?

Ich hab jetzt eh einen neuen SB bekommen der lädt mich jede Woche ein :mad:

Dann bekommt er hoffentlich jede Woche einen schriftlich zu bescheidenden Fahrtkostenantrag?

Dann meint dieser SB auch noch das man persönlich zu den AG hin soll

Und hier auch hier wieder die Frage an den SB: Was passiert sonst und wo steht das?

Folgendes wird passieren: Der SB tippselt in seinem PC herum und druckt dir ein belangloses und zusammenhangloses Merkblatt zu den allgemeinen Mitwirkungspflichten aus. Die Standardlösung, wenn sie nicht weiterwissen und das Handeln hinterfragt wird.

Am Rande bemerkt: Hinterhertelefonieren kann sinnvoll sein, wenn man die Stelle ernsthaft will. Ein Freund hat sich bei einer Firma beworben, nichts mehr gehört, später war die gleiche Stellenanzeige wieder online. Er hat angerufen, sich den Personalchef geben lassen, ihm einen Vortrag gehalten, dass man gefälligst soviel Anstand besitzen und ihm absagen soll. Inzwischen ist er Abteilungsleiter in dem Betrieb.
 

mathias74

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Bei Vermittlungsvorschlägen ist das aber obsolet, diese Arbeitgeberinnen werden in der Regel überschwemmt mit hauptsächlich "unwilligen" Bewerbungen...
Ja das sind dann solche AG die im Vermittlungsvorschlag reinschreiben - Langzeitarbeitslose erwünscht da der Mindestlohn nicht gilt und bei solchen Betrieben ruf ich niemals an

Sonst passiert was?

Dann bekommt er hoffentlich jede Woche einen schriftlich zu bescheidenden Fahrtkostenantrag?

Und hier auch hier wieder die Frage an den SB: Was passiert sonst und wo steht das?

Der droht mit Sankionen
Die Fahrtkosten werden jede Woche überwiesen

Jede Woche der gleiche Mist " Gibs was neues ? Nein. Dann schaun wir gemeinsam in die Jobbörse - das kann ich zuhause auch "
Der SB gibt mir nur Stellen für 20-25 Std ich brauch aber Vollzeit , Sie können ja aufstocken - ich will aber weg vom Staat
 

Ramteid

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Interessant wäre auch die Einladungspraxis /Vorladung. Bist du per EGV/VA oder schriftlicher Einladung jedesmal geladen?
 

mathias74

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Klingt für mich nach "Joboffensive" kannst ja mal im Forum nach anderen Berichten suchen.

Dir werden die Fahrtkosten für den JC Termin wöchentlich überwiesen?

Das ist eine Intensivbetreuung für Langzeitarbeitslose - laut JC erst seit Januar im Programm
Ja ich bekomm zeitnah nach Termin die Fahrtkosten erstattet

Interessant wäre auch die Einladungspraxis /Vorladung. Bist du per EGV/VA oder schriftlicher Einladung jedesmal geladen?
Ich bekomme die schriftliche Einladung beim Termin für nächste Woche jedesmal persönlich überreicht
 

Spiegelsaal

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Kannst SB sagen, dass Du sicher nicht aufdringlich werden wirst und sämtlichen AG von VV hinterhertelefonierst.
Wenn sie den Überblick über ihre Bewerbungen verlieren und/oder Dir keine Rückmeldung geben, ist das deren Problem, nicht Deines.
Sanktion ist keinesfalls rechtsmäßig durchzusetzen, also mach Dir keine Sorgen.
 

Ramteid

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Ich bekomme die schriftliche Einladung beim Termin für nächste Woche jedesmal persönlich überreicht
Diesen unglückseeligen Modus solltest Du irgendwie unterbrechen. Vielleicht hast du mal ein Vorstellungsgespräch oder Arzttermin, jedenfalls so das man Dich schriftlich (dauert in der Regel ne weile) einladen muss.
Desweiteren schriftlich Anfragen warum nicht das mildeste Mittel (zusendung der VV) angewendet wird! Denn "Neues" wird schon lange nicht mehr besprochen, oder?
 

Texter50

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Das SB hat scheinbar zu viel Zeit? :eek:

Ändere das, fordere jedes Mal den Gesprächsvermerk an.

Weiter such Dir ne Weiterbildung, die Dir gefällt.
Die wird schriftlich und nachweisbar beantragt, was wieder Arbeit erzeugt.

Beantrage immer wieder ein paar Tage OAW - natürlich nachweisbar und schriftlich.

Das mitdem Telefonieren sollte nicht von Dir aus thematisiert werden, wecke doch bitte keine schlafenden Hunde...
 

gila

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Der droht mit Sankionen

Stehen diese Drohungen JEDES MAL auf den Einladungen?
Wie sehen die aus? Welche Begründungen haben die Einladungen?

Diesen unglückseeligen Modus solltest Du irgendwie unterbrechen. .......
Desweiteren schriftlich Anfragen warum nicht das mildeste Mittel (zusendung der VV) angewendet wird!
Denn "Neues" wird schon lange nicht mehr besprochen, oder?

Das wäre auch zu überlegen - denn allzu häufige Meldetermine, bei denen es nur um "Anwesenheit" und Kontrolle geht und du die
gleichen Jobangebote auch selbst zuhause finden kannst (vorausgesetzt, du tust das auch und bewirbst dich auch selbstständig) - sind
in so einer Dichte nicht immer und unbedingt statthaft.

Interessant auch hier wegen wöchentlicher Termine und Sanktionen: Sanktionen wegen ALG-II-Meldeversäumnissen begrenzt

Z.B.:
Bei jeder Meldeaufforderung müsse die Behörde aber eine Ermessensentscheidung treffen, wie die Eingliederung des Arbeitslosen in den Arbeitsmarkt am besten unterstützt werden kann, betonte nun das BSG.

Siehe auch: § 65 SGB I Grenzen der Mitwirkung - dejure.org


3.
der Leistungsträger sich durch einen geringeren Aufwand als der Antragsteller oder Leistungsberechtigte die erforderlichen Kenntnisse selbst beschaffen kann.


Und die Ausführungen hier:

„Ob und wann eine Meldeaufforderung ergeht, liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Jobcenters, d. h., dass sie nur zur Erreichung eines konkreten Meldezwecks dienen darf. Ist der Meldezweck durch mildere Mittel (Brief oder Telefon) durchführbar, ist eine persönliche Meldung unangemessen und nicht verhältnismäßig. Grenze sind aufgrund von objektiver Anknüpfungspunkte erkennbar „schikanöse“ Meldeaufforderungen. (vgl. Birk in LPK-SGB II, 3. Aufl., § 59 Rn. 4; 5. Aufl., Rn 2 u. § 32, Rn 6 a. a. O). Der Meldezweck muss in der schriftlichen Meldeaufforderung konkret bezeichnet werden (LSG BE-BB 16.01.2008 – L 28 B 2119/07 AS ER) oder wenigstens stichwortartig angegeben werden (LSG BE-BB vom 12.07.2011 – L 14 AS 999/11 B ER).“



Du müsstest dir also überlegen, ob du in eine gezielte Gegenwehr gehen willst (und dies gemessen an deiner pers. Historie mit JC möglich ist),
oder den Einladungen weiter folgst. Seine Forderungen, den Arbeitgebern hinterher zu telefonieren, soll der SB dir dann "bitte" schriftlich geben - du würdest
das dann mal rechtlich prüfen lassen. ;-)

Gibt es was Schriftliches bei Dir? Joboffensive? EGV? VA?
 

mathias74

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Wenn es keine Verpflichtung in der EGV gibt, den AG anzurufen, dann kann auch keine Sanktion folgen. Das Gerede kann man ignorieren.
Naja es gibt schon eine EGV - leider unterschrieben :cry: da steht dann telefonisch oder schriftlich melden beim AG

Mit AG 1 vereinbahre ich umgehend einen Vorstellungstermin - von diesen AG 1 hab ich nichtmal einen Vermittlungsvorschlag bekommen - das ist ein Kunde vom Arbeitgeber Service - ich soll mich da sofort melden.

Mit AG 2 vereinbare ich umgehend einen Vorstellungstermin - bei diesem AG habe ich mich mitte Mai beworben / bekam keine Absage oder Unterlagen zurück - das ist ein Kunde vom Arbeitgeber - Service - da soll ich mich sofort melden.

Bei AG 3 spreche ich bis 6.9. wie mit dem Arbeitgeber - Service vereinbart wegen einer Stelle im ....... vor.

Bei dem Arbeitgeber - Service habe ich nichts unterschrieben
 
G

Gelöschtes Mitglied 67452

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Naja es gibt schon eine EGV - leider unterschrieben
Aus welchem Grund hast du diese Unterschrift geleistet? Möchtest du eine Umschulung oder Weiterbildung bewilligt bekommen? Aus einem anderen Grund unterschreibt man keine sogenannte EGV, da diese sonst eigentlich nur nachteilig für dich sein kann.

Hast du bei deinem SB schriftlich angefordert, dass dein Profil in der VerBis Jobbörse nur auf "intern anonym" gestellt wird?
 

mathias74

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Aus welchem Grund hast du diese Unterschrift geleistet? Möchtest du eine Umschulung oder Weiterbildung bewilligt bekommen? Aus einem anderen Grund unterschreibt man keine sogenannte EGV, da diese sonst eigentlich nur nachteilig für dich sein kann.

Hast du bei deinem SB schriftlich angefordert, dass dein Profil in der VerBis Jobbörse nur auf "intern anonym" gestellt wird?
Ja warum unterschreibt man .... zumal was drin steht was nicht drinnen stehen darf, da hat der SB einen Fehler gemacht und das hat der noch unterschrieben. Für eine Beschwerde in Nürnberg langt das
Verbis Jobbörse ? Da hab ich noch nie reingeschaut hab daraus aber noch nie was bekommen
 
G

Gelöschtes Mitglied 67452

Gast
Ja warum unterschreibt man .... zumal was drin steht was nicht drinnen stehen darf, da hat der SB einen Fehler gemacht und das hat der noch unterschrieben.
Ah ja, er hat einen "Fehler" gemacht...^^ :ROFLMAO:
Dieser Fehler war bestimmt rein zufällig und natürlich komplett uneigennützig, nehme ich an..., nun ja, unterschrieben hast du jetzt aber. Da die sogenannte "EGV" ein öffentlich rechtlicher Vertrag ist, kannst du normalerweise deine Unterschrift unter dieses Dokument widerrufen.
Aufgrund dieses "Fehlers" deines SB in der EGV hast du zudem eine gute Grundlage für den Widerruf deiner Unterschrift.
Nur in Zukunft würde ich an deiner Stelle so einen Mist nie wieder unterschreiben, es sei denn, du spekulierst auf irgendwelche Weiterbildungsmaßnahmen..., dann könnte eine entsprechend gut und hart verhandelte "EGV" Sinn machen.

Die Beschwerde in Nürnberg kannst du dir eigentlich klemmen, da ich kaum glaube, dass das irgendwas bringt.

Schau mal bitte in den anderen Foren hier, da wird die VerBis Jobbörse genau erklärt und da findest du auch sehr hilfreiche Tipps dazu. ;)
 
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