Darf das Jobcenter vorschreiben, dass man auf einen Vermittlungsvorschlag sich persönlich vorzustellen hat? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

dominikB

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Auf dem VV steht man solle persönlich dorthin fahren. Ist man dazu verflichtet? Oder kann man auch per Post oder online bewerben? Zumal der Arbeitgeber es hier möglich macht sich online zu bewerben.
Und wer erstattet die Fahrtkosten in eine andere Stadt? AG oder JC?
Komisch ist, dass der Brief von der AfA aus einer ganz anderen Stadt gekommen ist. Ist das so normal und üblich? Der VV hat auch eine andere Referenznummer als die Rechtsfolgenbelehrung.
Auch weist die RFB auf eine eventuell mögliche 100% Sanktion. Da das nicht mehr der jetzigen Rechtslage entspricht, ist die RFB dennoch wirksam?
Und ist der Lohn von 13,50€ pro Stunde üblich für Be- und Entladetätigkeiten auf einem Lager?
vv1.jpgvv2.jpgvv3.jpg
 

PsychoSon

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Auf dem VV steht man solle persönlich dorthin fahren. Ist man dazu verflichtet? Oder kann man auch per Post oder online bewerben?
Es wird im VV seitens des AG nur drauf hingewiesen, wann man sich persönlich bewerben kann. Es ist aber nicht explizit von Ihm gewünscht. Also geht auch Post oder online.

Eine Verpflichtung für eine bestimmte Bewerbungsart ist mir nicht bekannt und verlangen kann dies die AfA/JC schonmal garnicht.

Und wer erstattet die Fahrtkosten in eine andere Stadt? AG oder JC?
In dem Fall wohl die AfA/JC, da die zum persönlichen bewerben auffordert.
 

iSlave

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Auf dem VV steht man solle persönlich dorthin fahren.
Ich denke mal UPS macht gerne Probearbeit. Daher solle man persönlich antanzen. Kannst ja mal bei Gelegenheit fragen, ob du einen Probearbeitsvertrag bekommst. Mit Vergütung und Regelung, wer bei unbeabsichtigten Sachschäden haftet. Und ob man unfallversichert ist. Gerne prüft man den Vertrag vor Unterschrift erst mal eine Woche lang (bzw. lässt ihn von anderen prüfen) oder ähnliches. Kostenloses Probearbeiten über das JC mag man nicht anbieten.
Sollte es doch anders als erwartet kommen und man bekommt bei der (Probe-)Arbeit Rückenprobleme, so muss man eben zu einem Arzt.

Komisch ist, dass der Brief von der AfA aus einer ganz anderen Stadt gekommen ist. Ist das so normal und üblich?
Auch andere JC und die AfA können VV auslösen. Ist nichts ungewöhnliches. Ich vermute mal, dass "marktnahe" Kunden in deren System auch entsprechen geführt werden und auch von anderen JC/AfAs "betreut" werden. Je nachdem welche Art der Intensivbetreuung sich der SB wünscht und der gewünschten Anzahl der VV pro Monat bei dem auch andere SBs mithelfen, damit dem Elo nicht langweilig wird.

Und ist der Lohn von 13,50€ pro Stunde üblich für Be- und Entladetätigkeiten auf einem Lager?
Üblich ist der Mindestlohn. UPS gehört bereits zur Spitze, was man im Paketebereich verdienen kann. Ähnlich zahlt nur DHL. Soweit ich gelesen habe arbeitet man bei UPS aber auch Akkord-ähnlich, mit bis zu 31kg schweren oder evtl. noch schwereren Paketen.
 
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abcabc

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Und nur 20h pro Woche "flexibel". Mit flexibel ist sicher nicht gemeint, dass der Arbeitnehmer sich bei dem 3-Schicht-System seine Schichten frei auswählen darf.....
Macht dann 1300-1400€ Brutto (ggf. Nacht- und Feiertagszuschlag).

Wie lange wäre denn die Pendelzeit (noch im zulässigen Rahmen)?
 

gila

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Mitnichten sehe ich hier eine explizite Aufforderung durch das JC, sich persönlich vorzustellen, dann hätte der Arbeitsvermittler das in seinem VV deutlicher ausdrücken müssen.

Ich sehe hier lediglich eine Stellenbeschreibung durch Zitat der Firmendarstellung und "Info" über die Zeiten, in denen man sich persönlich vorstellen kann.

Von daher würde ich das komplett ignorieren, Verwaltungshandeln hat klar und verständlich zu sein, daher wird der Versender sich schwer tun, das anzumeckern.
Entweder du bewirbst dich wenn das Angebot zumutbar ist und die Arbeitsstelle auch erreichbar und wartest ab ob du überhaupt genommen würdest... oder du musst halt Gründe anführen warum das Angebot für dich nichts ist.

Vom Lohn her wäre das nach Probezeit in Vollzeit etwas über 2500 brutto... Das wäre sogar genauso viel was mein Mann z.b. im Einzelhandel verdient mit Samstagsarbeit und regelmäßigem 10 Stunden Tag.

Natürlich müsste man hier über die Stelle mehr wissen was gemeint ist, da ist die Beschreibung auch ein wenig dürftig, denn allgemein stellt man sich unter UPS den freundlichen braun gekleideten Fahrer vor der einem die Paketchen bis vor die Türe schmeißt... das bedingt natürlich dass man auch so ein Fahrzeug fahren kann... Oder sollte man dort vor Ort Lagertätigkeiten ausführen?
Das geht nicht wirklich klar hervor.
 

dominikB

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Mitnichten sehe ich hier eine explizite Aufforderung durch das JC, sich persönlich vorzustellen, dann hätte der Arbeitsvermittler das in seinem VV deutlicher ausdrücken müssen.
Ich sehe hier lediglich eine Stellenbeschreibung durch Zitat der Firmendarstellung und "Info" über die Zeiten, in denen man sich persönlich vorstellen kann.
Also mich stört dieser Abschnitt im VV:
vv4.jpg


Auf der Webseite in den FAQs steht aber:
""Wie bewerbe ich mich bei UPS?
Viele Wege führen zu UPS. Sie können Ihre Bewerbung sowohl per Post als auch per Email einreichen. Wenn Sie sich auf eine ausgeschriebene Stelle bewerben möchten, nutzen Sie einfach die Funktion in der Stellenanzeige "Ich bewerbe mich"
 

gila

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Hier geht es ja darum dass die Behauptung im Raume steht ob das Jobcenter berechtigt ist eine Form der Bewerbung vorzugeben, sprich hier persönliche Vorsprache. Dazu habe ich meine Meinung abgegeben wie ich pers. diesen VV lese.

Und ich lese das lediglich als eine Info, die das Jobcenter aus den Infos der Firma übernommen hat. Es ist in keinster Weise eine Aufforderung daraus zu entnehmen, dass das Jobcenter dir hier vorschreiben möchte, dass du dich dort persönlich vorzustellen hast.

Man stelle sich vor, der Firma würden zu den genannten Terminen hunderte von Bewerbern die Türen einrennen. Das wäre einfach nur absurd.

Die meisten Firmen sind sowieso schon angefressen, weil Jobcenter ihnen oftmals Bewerbungen von Leuten bescheren, die ihren Anforderungen überhaupt nicht entsprechen. Und nur weil die Leute sich unter dem Druck bewerben müssen, ersticken die Arbeitgeber in solch unnützen Bewerbungen.
 

charly0915

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was ist denn im Vermittlungsvorschlag mit …"bitte stellen sie sich persönlich mit folgenden Unterlagen vor..."
ist damit keine persönliche Vorstellung gemeint??… unter Angabe der Zeit der Vorstellung...
 

charly0915

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steht im Startbeitrag, erste Seite die hochgeladen wurde, unten... da steht persönlich vorstellen... usw. ist doch vom TE angekrickelt...

für mich schreibt der SB mir die persönliche Vorstellung mitsamt der erforderlichen Unterlagen vor... zu den vom Unternehmen angegebenen Zeiten...
so steht es für mich im Vermittlungsvorschlag...

@dominikB was dich stört, ist eine Angabe zur pers. Vorstellung, also wenn du da hin willst... dann weißt du wann...

ich meine in Seite 1 unten... im Vermittlungsvorschlag... ergo ist es vom SB...
 

grün_fink

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Es handelt sich um ein Depot von UPS. Wenn man auf der Karte das Luftbild anschaut, sieht man, wieviele LKWs davor zum Beladen stehen. Der Job wird das Beladen sein, also sehr wahrscheinlich Paletten und große Pakete. Diese werden dann wohl zu quer durch ganz Deutschland zu den örtlichen Verteilzentren gefahren, was dieser VV und Job nicht beinhaltet.
Die Mitarbeiterzahl ist ganz beachtlich.
Ob es die super tollen Weiterbildungsmöglichkeiten gibt oder das nur etwas schön geredet wird, weiß hier wohl niemand.
 

dominikB

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Wie sieht es mit den Fahrtkosten aus (ca. 30€)? Da ja nicht der Arbeitgeber zum Vorstellungsgespräch einlädt, kann man von ihm die Kosten nicht verlangen.
Eine EGV besteht aber auch noch nicht. Muss JC trotzdem erstatten?
 

Nena

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Wie würdest Du denn täglich zur Arbeit kommen? Auch nur mit dem Taxi möglich? Dann hätte sich doch jede Bewerbung/Vorstellung/Probearbeiten eh erledigt?
 

gila

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Danke für den Hinweis.

Mich würde jetzt die Aufforderung des Vermittlers in keinster Weise "stören" , ich vermute eher mal er hat diesen Hinweis auf der Arbeitgeber Info eventuell selber nicht wirklich verstanden.
Welcher Arbeitgeber stellt soviel Personal zur Verfügung um irgendwelche Massen von Bewerbern zu bewältigen. Das ist Unfug. Ich würde das ignorieren und sollte die Stelle nicht von Hause aus unzumutbar sein wegen der hier weiter besprochenen Kriterien, dann würde ich mich auf andere Art und Weise bewerben, sowie der Arbeitgeber es erwartet, und nicht das Jobcenter.
Das Jobcenter ist nicht der Ansprechpartner für die Bewerbung sondern der Arbeitgeber.
 

grün_fink

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Allerdings halte ich es für möglich (jetzt nicht für die Bewerbung an sich, sondern das Arbeiten), dass bei dieser Masse an Beschäftigten es einen Werksverkehr zum nächst größeren Verkehrsknotenpunkt gibt, also Bahn beispielsweise oder S-Bahn.
 

Woodruff

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Welcher Arbeitgeber stellt soviel Personal zur Verfügung um irgendwelche Massen von Bewerbern zu bewältigen

Wäre es nicht einfacher die Firma per Mail zu kontaktieren.

z. B.:
Es geht um eine Verständnisfrage zum Stellenangebot ..... Referenznummer ......
Ist die Vorgabe der Art der Bewerbung von Ihnen (Firma), wie bei mir vom Jobcenter vorgegeben, auch so gewünscht?


Dann Antwort der Firma abwarten (so hast Du etwas schriftliches in der Hand).

Dann weiteres mit der Vermittlung abklären. Die gewünschte Art der Bewerbung (wie es die Firma möchte) kannst Du dann ggf. dem Jobcenter schriftlich mitteilen.
 
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