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Darf das JC verlangen das ich Vollzeit arbeite?

midola

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#1
Hallo,

ich stehe gerade vor einem Problem. So wie es ausschaut darf ich ab übernächster Woche wieder arbeiten gehen. Allerdings möchte ich aus gesundheitlichen Gründen nicht gleich mit Vollzeit anfangen, sondern zunächst nur ca. 30 Stunden arbeiten.
Da ich dann wahrscheinlich Aufstocker bin und es möglich wäre dort Vollzeit zu arbeiten, mache ich mir natürlich Gedanken was das JC dazu sagen wird.
Dürfen die mir vorschreiben, dass ich dort Vollzeit arbeiten muss, da ich ja alles zutun habe um aus dem Leistungsbezug raus zu kommen?

Wenn ja, gibt es eine Möglichkeit dieses zu verhindern? Ich bin über ein Jahr krank gewesen, mit Reha und allem was dazu gehört und insgesamt seit drei Jahren ELO. Ich traue es mir zu Anfang einfach selber nicht zu dort Vollzeit zu arbeiten.
 
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#2
Dürfen die mir vorschreiben, dass ich dort Vollzeit arbeiten muss, da ich ja alles zutun habe um aus dem Leistungsbezug raus zu kommen?
Wenn der Teilzeitjob finanziell nicht ausreicht, um aus dem Leistungsbezug raus zu kommen. Ja.


Wenn ja, gibt es eine Möglichkeit dieses zu verhindern?
Da hilft nur was vom Arzt. Attest oder Gutachten. Wenn so was vorliegt, muss das arge Pack - so es Zweifel daran hat - selbst den Ärztlichen Dienst einschalten.
 

midola

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#3
Ok, soweit, so gut. Aber widerspricht nicht schon die Aussage in §1 Abs. 2 dem ganzen zum Teil?

Die Leistungen der Grundsicherung sind insbesondere darauf auszurichten, dass1.durch eine Erwerbstätigkeit Hilfebedürftigkeit vermieden oder beseitigt, die Dauer der Hilfebedürftigkeit verkürzt oder der Umfang der Hilfebedürftigkeit verringert wird,
Daraus lässt sich doch herleiten, dass es durchaus statthaft sein kann seine Hilfebedürftigkeit zu verringern, wenn auch nicht ganz zu vermeiden.
 

Seepferdchen

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#4
Hallo midola,

sprich doch mal deinen Arzt an ob, ist nur so ein Vorschlag, das Hamburger Modell
für dich angewendet werden kann!

Du schreibst das du ein Jahr krank warst und in der REHA!
Ganz sicher bin ich mir nicht, da du wie du schreibst ohne Job bist
ob dann auch das Modell greifen würde???

Rede mit deinem Arzt ein Attest usw.

Hamburger Modell - einfach teilhaben - Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Gruss Seepferdchen:icon_pause:
 

midola

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#5
Danke für den Tipp Seepferdchen, aber das habe ich bereits erfolglos versucht. Das Problem dabei ist, das die OP, die REHA und das Krankheitsjahr 2009 gewesen sind. Daher hätte ich das spätestens 2010 beantragen müssen :-(
Ich bin jetzt seit 11/2009, nachdem die REHA-Nachsorge beendet war, arbeitssuchend gemeldet, auch wenn ich aus der REHA als arbeitsunfähig entlassen wurde.
 

Seepferdchen

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#6
Schade!!!!!

Hast du dir die Stelle selbst gesucht?

Und du schreibst nächste Woche wieder arbeiten gehen, kannst du nicht mit dem AG
vereinbaren das die Stundenzahl stufenweise erhöht wird?????????

Gruss
 

midola

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#7
Nein, das war ein VV, selber hätte ich mir keinen Job im Call-Center gesucht.

Und genau darauf zielt ja meine Frage ab. Vom AG her gäbe es keine Probleme das ich erst einmal mit 30h/Woche einsteige. Die Frage ist halt, kann mir das JC vorschreiben das ich Vollzeit arbeiten muss. Bei 30h/Woche dürfte ich bei der geringen Entlohnung wohl Aufstocker sein.
 

Seepferdchen

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#8
Stand denn in dem Stellenangebot Teilzeit/Vollzeit?

Das JC kann verlangen das du Vollzeit arbeitest!

Gruss
 

midola

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#9
Ja im VV stand drinne das es sowohl TZ ab 20h/Woche aber auch VZ gibt.
 

Seepferdchen

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#10
Midola, dann rede mit dem AG, wie ich schon erwähnt habe, vieleicht gibt es doch

eine Möglichkeit es stufenweise anzugehen!

Wenn du und der AG euch einig seid, kann das JC dir erstmal nix!

Dann hat AG im moment nur Stellen in Teilzeit,Punkt!

Das JC kann dem AG keine Vorschrift machen, wie er seine Mitarbeiter einstellt,
im Punkt Arbeitszeit!

Habe mir sagen lassen, das es auch gute Call-Center gibt ob das so stimmt
weiß ich nicht!

Gruss:icon_pause:
 
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#11
Ok, soweit, so gut. Aber widerspricht nicht schon die Aussage in §1 Abs. 2 dem ganzen zum Teil?

Die Leistungen der Grundsicherung sind insbesondere darauf auszurichten, dass1.durch eine Erwerbstätigkeit Hilfebedürftigkeit vermieden oder beseitigt, die Dauer der Hilfebedürftigkeit verkürzt oder der Umfang der Hilfebedürftigkeit verringert wird,
Daraus lässt sich doch herleiten, dass es durchaus statthaft sein kann seine Hilfebedürftigkeit zu verringern, wenn auch nicht ganz zu vermeiden.

:icon_wink: Deine Interpretation hat einen gewissen Charme ... aber genauso ist es nicht gemeint.

Der Gesetzestext hat eine Hierarchie:

Es soll

1.durch eine Erwerbstätigkeit Hilfebedürftigkeit vermieden oder beseitigt werden

2. die Dauer der Hilfebedürftigkeit verkürzt oder der Umfang der Hilfebedürftigkeit verringert werden.


Nur wenn das Ziel zu 1. nicht erreichbar ist, kommt das Ziel zu 2. in Betracht.


Nur wenn eine Vollzeittätigkeit, die vollständig aus dem Leistungsbezug führt, nicht möglich oder aus irgendwelchen objektiven Gründen nicht zumutbar ist, kommt Ziel 2 zum Tragen.

Warum aber eine Vollzeittätigkeit nicht möglich ist, das musst Du belegbar begründen. Hier hilft imho nur eine ärztliche Stellungsnahme, da Du ja gesundheitliche Gründe anführst.
 
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