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Darf das Arbeitsamt das?

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Izzy

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#1
Endlich hab ich ein Forum gefunden, in dem man sich mal so richtig über die Agentur für Arbeit auslassen kann und vielleicht auch Hilfe zu manchen scheinbar willkürlich getroffenen Entscheidungen erhält.
Also ich erzähl mal kurz die Geschichte:
Ich fing im Mai dieses Jahres eine Ausbildung zum Koch an, kündigte jedoch zum 16.07. dort wieder, da die Arbeitsbedingungen nicht ertragbar waren (12-14 Stunden am Tag arbeiten, von 7 Tagen nur ein Tag frei, in der Berufsschule war ich nicht mal gemeldet, genauso wenig bei der IHK).
Am 26 September nahm ich nun eine neue Stelle als Schlosser an (alles aus Eigenbemühungen gefunden, Berwerbung, Vorstellungsgesräche etc. aus eigener Tasche bezahlt, das Arbeitsamt tat also mal wieder nichts). Für die zwei Monate hätte ich ja eigentlich Arbeitslosengeld 2 erhalten müssen, hab ich aber bis heute nicht. Nun wollten die lieben Arbeitsamtmitarbeiter mir Sanktionen aufdrücken, da ich ja von mir aus und aus ihrer Sicht ohne triftigen Grund gekündigt habe. Das Problem ist nur, da ich jetzt einen festen Job habe und kein Geld mehr von ihnen benötige, können sie mir auch nichts abziehen.
Was machen die also, ziehen meiner Mutter jetzt jeden Monat ein halbes Jahr lang einige Prozente von Ihrem ALG II ab, was sich so heftig auf ihre finanzielle Situation auswirkt, dass ich sie finanziell unterstützen muss.
das wird damit begründet, dass ich bis zum 26.09 also bis zur Aufnahme meiner Arbeitsstelle noch bei ihr wohnte und wir als Wohngemeinschaft galten.
Ich frage mich nun, ob das Arbeitsamt das so machen darf, schließlich kann doch meine Mutter nichts für die Sachen, die ich "verbrochen" habe.
Außerdem ist es doch immernoch meine Entscheidung irgendwo zu kündigen und bei einer neuen Arbeitstelle anzufangen.
Wenn sie mich dafür bestrafen ist es ja ok, aber warum meine Mutter?
 

wolliohne

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#2
Izzy

sollte Deine Mutter eine Sanktion bekommen,sofort schriftl.Widerspruch einlegen und m.d. SG drohen.

Eine juristsche Beratung würde ich ebenfalls vorsorglich empfehlen.

Hier nach Tel.Termin Vereinbarung ab Montag kostenlos:0228-850 8025

Alles gute
 

Arania

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#3
Sie ziehen der Mutter doch schon seit einem halben Jahr Geld ab

Nun ist der Widerspruch hinfällig, also Überprüfungsantrag stellen, gleichzeitig ab zum Anwalt, es darf nur der sanktioniert werden der die Sanktionen verursacht hat
 

Izzy

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#4
Nein, nein, sie haben mit den Sanktionen erst letzten Monat begonnen.

Ich weiß leider nicht, wie das läuft: bekommt man juristische Beratung bzw. einen Anwalt als Hartz IV-Empfänger umsonst oder muss man den bezahlen?:confused:

Leider ist es das erste Mal, dass wir uns gegen die Beschlüsse vom Arbeitsamt wehren, weil sie jetzt einfach zu weit gegangen sind.
 

Helga Ulla

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#5
Hallo Izzy, ja die erlauben sich immer mehr, es ist zum kotzen.
Deine Mutter soll den Kürzungsbescheid, Mietvertrag und Personalausweis zum Amtsgericht mitnehmen. Dort holt sie sich einen Beratungsschein.
Erkundige Dich nach einem Anwalt im Sozialrecht in Eurer Nähe und geht dahin, möglichst noch vor Weihnachten. Dem muss Einhalt geboten werden, sofort. So versuchen die Deine Mutter mürbe zu machen.
Für Dich hole Dir auch den Schein, damit Du Dein Geld bekommst. Das ist ja die Höhe.
Bitte macht es noch in diesem Jahr, denn es sollen die Rechte der Klagen beschnitten werden, weil dann die Gerichte den Beratungschein nicht heraus rücken.
 

Lothenon

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#6
Nein, nein, sie haben mit den Sanktionen erst letzten Monat begonnen.

Ich weiß leider nicht, wie das läuft: bekommt man juristische Beratung bzw. einen Anwalt als Hartz IV-Empfänger umsonst oder muss man den bezahlen?:confused:

Leider ist es das erste Mal, dass wir uns gegen die Beschlüsse vom Arbeitsamt wehren, weil sie jetzt einfach zu weit gegangen sind.
Wenn der Sanktionsbescheid noch keine vier Wochen alt ist, dann soll Deine Frau Mama einen Widerspruch schreiben.
Ist der Bescheid älter als vier Wochen, soll sie einen Überprüfungsantrag nach §44 SGB X stellen.
Unter Umständen kann auch ein Eilantrag bei Gericht gestellt werden.

Mit einen Beratungsgutschein (Amtsgericht) kannst Du einen Rechtsanwalt (max. 10 Euro) aufsuchen. Der Anwalt kann auch einen Antrag auf diesen Gutschein stellen.
 

alfred7

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#7
Bis zu welchem Zeit genau hast du oder deine Mutter Geld für dich vom Arbeitsamt bekommen, Anteilig KDU, Grundsicherung etc, insbesondere was war mit dem Zeitraum nach der Aufgabe der Arge-bezuschußten Tätigkeit nach dem 16.07. ehe du zwei Monate später an 26.09. die Tätigkeit als Schlosser aufgenommen hast und wann bist du in deine eigene Wohnung gezogen?

Hast du die Arge rechtzeitig vom Abbruch deiner Ausbildung als Koch in Kenntnis gesetzt damit sie fristgemäß die Unterstützungsleistungen die an diese Ausbildung gebunden waren einstellen konnte?

Gegen wen und mit welchem Wortlaut genau begründet die Arge die Sanktion?
 

Izzy

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#8
Vielen Dank erstmal für eure Antworten, meine Mutter wird so bald es geht zum Amtsgericht gehen (auch gar nicht so einfach, wenn man tagsüber als 1-Euro-Jobber arbeiten muss und das Amtsgericht nur per Bus, der auch wieder Geld kostet, erreicht werden kann), dort einen Beratungsschein holen und einen Überprüfungsantrag stellen.

Nun die Antworten an Alfred:
Ich bekam Geld bis zum April, im Mai fing ich die Ausbildung an. Während dieser Zeit bekam ich keine Unterstützungsleistungen vom Amt.(nicht mal Fahrgeld, obwohl der Arbeitsplatz 60km von meinem damaligen Wohnort entfernt lag).
Meine Mutter bekam Miete und Geld zur Grundsicherung wie gewohnt (nicht mehr nicht weniger).
Da das mit dem Abbruch der Ausbildung recht schnell ging, mein Arbeitgeber zahlte mir nur einmal in 2,5 monaten Lohn (und nicht mal den vollen) und ich einfach kein geld mehr für die Zugfahrt jeden tag hatte, ging das mit der Kündigung dann recht schnell, dem Abeitsamt gab ich am selben Tag bescheid, an dem ich auch die Kündigung schrieb.
Während der zwei Monate dazwischen bekam ich gar kein Geld, meine Mutter bekam ihrs wie gewohnt, Miete wurde übernommen. Mein Antrag auf ALG II wurde abgelehnt, mit der Begründung, ich hätte gekündigt und bekäme als Sanktion erstmal kein Geld.

Umgezogen bin ich zum 1.10, da der neue Arbeitspaltz von der Wohnung meiner Mutter aus nicht mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen war.


Die genaue Begründung der Sanktion kann ich dir nicht schreiben, hab den Antrag leider nicht hier, wohn 60 km von meiner Mutter entfernt und hab kein festnetztelefon, und das alles übers Handy durchgeben wird etwas teuer :frown:
Sie hat nur gemeint, das wäre, weil ich gekündigt habe, einen anderen Grund kann es auch nicht geben, sie hat sich ja immer korrekt verhalten.

Ich hoffe, dass dir die Angaben so reichen, wenn nicht, frag einfach nochmal nach.
 
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