Darf Arzt Krankschreibung verkürzen / verweigern?

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franzi

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Mich würde mal generell interessieren, ob Ärzte eine Art Prämie erhalten (oder andere finanzielle Anreize bestehen), wenn sie möglichst wenig bzw. kurz krank schreiben?

In den letzten Jahren war ich mehrmals ernsthaft erkrankt und mein Arzt schrieb mich immer nur 3, maximal 5 Tage krank, obwohl ich danach noch längst nicht genesen war (z.B. geschwächt usw.). Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass er die letzte Phase der Genesung quasi in die "Gesundheits-Phase" schiebt. Ich finde das ziemlich unverantwortlich. Solange man krank ist, ist man definitiv noch nicht gesund!

Nun, nachdem ich schon länger nicht bei ihm gewesen war, benötigte ich wieder einmal eine Krankschreibung. Nachdem ich nach 3 Tagen noch nicht - wie von ihm geplant - gesund war, wurde er pampig und unterstellte mir, ich würde die Medikamente nicht ordnungsgemäß einnehmen. - Da ich seit 15 Jahren zu diesem Arzt gehe, empfinde ich so eine Behauptung als Vertrauensbruch.

Ich ging dann zu einem anderen Arzt, weil mein Doc zwischenzeitlich in Urlaub fuhr, zur weiteren Behandlung. Dieser untersuchte mich gründlich und schrieb mich nun weitere 14 Tage krank, weil sich die Grunderkrankung seinen Angaben nach weiter ausgebreitet hat und nun schwerwiegender ist als ursprünglich.

Ich finde das alles ungeheuerlich und werde umgehend den Arzt wechseln.
Falls jemand von euch auch schon einmal soetwas erlebt hat, würde ich mich über Nachricht freuen. Danke.
 

Anna B.

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so etwas habe ich noch nicht erlebt...

mein Rat an dich wäre auch gewesen: Arzt wechseln...

wir haben es doch gar nicht nötig, uns von solchen Dummbatzen blöd anmachen zu lassen..

es gibt noch Ärzte, die sich um den patienten kümmern, wie du hautnah selber erfahren hast...

wir haben hier im Ort einen Orthopäden...das ist ein ganz besonderer...der verordnet bei fast jedem Rückenproblem zuerst einmal: Honig, Kurkuma und Ananas...oder Honig, Thymian und Ananas....
jeweils 6 Wochen und wenn das rückenproblem noch da ist...dann noch mal 6 Wochen..

ich habs genommen, hab gedacht: Versuch macht klug..
ja, der Versuch machte insoweit klug, als das ich mir einen anderen Orthopäden gesucht habe..

zwischenzeitlich habe ich gehört, dass man bei dem Honig-Orthopäden schnelle Termine bekomme...tja, warum wohl...

du hast richtig gehandelt..und ich wünsche dir Gute Besserung...
 

franzi

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Sehr unfreundlich wird er auch, wenn man eine Folgebescheinigung braucht. Dann wird man angeschnauzt: Sie waren doch letzte Woche schon da!

Vielleicht sollen auf diese Weise bestimmte Patienten rausgemobbt werden ...
 

Piccolo

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franzi, erstaunlich finde ich nur dass du 15 jahre dazu brauchtest deinen arzt 'richtig' einzuschätzen. oder hat er sich so negativ entwickelt?
wenn ich soetwas lese bin ich immer froh und dankbar einen so guten und kompetenten arzt gefunden zu haben.

aber, das muss ich zugeben, nicht jeder mag ihn. manchen ist er nicht 'diagnosewütig' genug, d.h. er ordnet keine für ihn überflüssigen tests an. aber es gibt patienten die stehen darauf und sind dann immer enttäuscht wenn es heute keinen ultraschall, keine blutsenkung oder kein 24 std ekg gibt.
 

Anna B.

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das hat sie doch gar nicht geschrieben...

so wie ich sie verstanden habe, war er eigentlich bisher immer ganz in Ordnung...nur jetzt bei der jetzigen AU, die womöglich doch länger dauert, lt. 2. Arzt, hat er sie quasi rausgeekelt...und da hat sie richtig gehandelt...Arztwechsel..Ende aus..
 

gila

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Doch .. manche Ärzte scheinen nach Jahren etwas "seltsam" zu werden, meiner hält sich nur noch strikte an sein Budget und selbst neulich mit akutem Gleitwirbelproblem verlängerte er das Rezept nicht. Er müsse sonst in Regress gehen (der Arme ...) wollte mir ein Merkblatt mit Rückenübungen in die Hand drücken.
Oder ich solle zum Orthopäden - der habe mehr Kapazitäten für sowas.
Hallo? Bin seit 10 Jahren bei ihm und er weiß, ich komme nicht wegen Zipperleins.
War geplättet - habe ihm mein Missfallen kund getan und gesagt, nun hat er einen Patienten weniger, wenn er sooooo überlastet ist...
:icon_neutral:
 

Anna B.

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diesen "Honig"Orthopäden habe ich ja bereits erlebt...

und bin auch der Meinung, dass die Ärzte immer seltsamer werden..


Aktuell: Besuch in der Praxis, in der ich seit 1997 Patientin bin..da hat der Arzt die Praxis eröffnet..
ich komme da also rein, als 1. erzählt mir die Arzthelferin: schauen Sie mal...Frau B. haben wir nicht tolle Tapeten? ja, ihr habt richtig schön renoviert, sieht gut aus..und die tolle Tapete...is ja klasse..

jaaahhhaaaa, hat auch 170 Euro die Rolle gekostet, handgemacht, aus Belgien..

ich:icon_eek:

dann fragen sie den Chef doch mal gleich, ob ich noch manuelle Therapie bekomme..(die wissen das ich die benötige, bin seit 2009 chron. Schmerzkrank)...

sie..äh,ähm da muß ich mal den Doc fragen...
nun gut, ich bekam ein Rezept....1 x manuelle Therapie..
hab ich ihm dann großzügig wiedergegeben, ich will doch nicht schuld sein, dass er sich keine 150Euro-teuren Tapeten mehr kaufen kann..

Monate später: ich wieder rein...meine Schmerzärztin läßt ausrichten, ob sie mal die manuelle Therapie verordnen wollen....??
Arzthelferin, neu: oh, manuelle Therapie? ist ja Heilmittel...die dürfen wir nicht mehr verordnen..!!

ich:icon_eek:hä? seit wann das denn nicht mehr?

sie: naja, die Krankenkassen haben uns das verboten!!

schau an,schau an..

"ich: noch einmal, sie haben es schriftlich, dass die KK ihnen verboten haben, manuelle Therapie zu verordnen?

sie: ja, ne, äh, also, naja, das ist also so, also,ähm...das darf gar nicht mehr verordnet werden..

ich???? junge Frau, ich sag Ihnen jetzt mal, wo ich jahrzehntelang gearbeitet habe...(KK) und nun noch einmal: sie haben schriftlich von der KK, dass sie Heilmittel nicht mehr verordnen dürfen...?ß

sie:ne, so Massagen und KG und manuelle Therapie nicht mehr, aber ich frag mal den Chef...

sie kam wieder, wieder mit VO..1 manuelle Therapie...na, die hab ich ihm auf den Thresen gelegt und bin gegangen..für immer....

und da erzähl mir einer, das manche Ärzte nicht Budget-Hörig sind?
 

Tinka

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Doch, doch, das stimmt, die werden alle ein bißchen seltsam in der letzten Zeit und fertigen die Patienten immer schneller und häufig auch immer unwilliger ab.

Ist mir in den letzten Monaten mehrmals passiert. :eek:

Es hat mit den Abrechnungen, Ärztestreiks, Heilmittelverordnungen usw. zu tun, dass sie in so eine Art internen Bummelstreik verfallen sind, der ganz offensichtlich hinter den Kulissen abgesprochen ist und sie nur noch den absoluten Dienst nach Vorschrift (und weniger) erledigen läßt.

Ganz gruselig! Alles auf dem Rücken der Patienten und dann noch heimlich und von hinten rum gegen die Patienten agieren.

Und was soll dabei rauskommen, wenn die Ärzte wie immer weiterhin genau die Parteien wählen, die für diesen ganzen Dreck verantwortlich sind?

:icon_kotz:
 

Anna B.

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ganz klar ist mir das aber nicht..

es gibt ja auch noch Ärzte, die wirklich für den Patienten da sind..

ich halte ganz viel von meiner Fachärztin, die ist immer für mich da...sogar per Telefon...Verordnungen werden per Post verschickt, Gespräche finden statt. da kann das Gespräch auch mal 15 - 30 Minunten dauern...auch wenn das Wartezimmer voll ist...sie hat Zeit für einen...und sie nimmt sich die zeit auch...

also alle machen da bei dieser heimlichen Verschwörung nicht mit...
 
S

Steamhammer

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Mich würde mal generell interessieren, ob Ärzte eine Art Prämie erhalten (oder andere finanzielle Anreize bestehen), wenn sie möglichst wenig bzw. kurz krank schreiben?

In den letzten Jahren war ich mehrmals ernsthaft erkrankt und mein Arzt schrieb mich immer nur 3, maximal 5 Tage krank, obwohl ich danach noch längst nicht genesen war (z.B. geschwächt usw.). Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass er die letzte Phase der Genesung quasi in die "Gesundheits-Phase" schiebt. Ich finde das ziemlich unverantwortlich. Solange man krank ist, ist man definitiv noch nicht gesund!

Nun, nachdem ich schon länger nicht bei ihm gewesen war, benötigte ich wieder einmal eine Krankschreibung. Nachdem ich nach 3 Tagen noch nicht - wie von ihm geplant - gesund war, wurde er pampig und unterstellte mir, ich würde die Medikamente nicht ordnungsgemäß einnehmen. - Da ich seit 15 Jahren zu diesem Arzt gehe, empfinde ich so eine Behauptung als Vertrauensbruch.

Ich ging dann zu einem anderen Arzt, weil mein Doc zwischenzeitlich in Urlaub fuhr, zur weiteren Behandlung. Dieser untersuchte mich gründlich und schrieb mich nun weitere 14 Tage krank, weil sich die Grunderkrankung seinen Angaben nach weiter ausgebreitet hat und nun schwerwiegender ist als ursprünglich.

Ich finde das alles ungeheuerlich und werde umgehend den Arzt wechseln.
Falls jemand von euch auch schon einmal soetwas erlebt hat, würde ich mich über Nachricht freuen. Danke.

Ja, das kenne ich auch. Hatte mal eine schwere Bronchitis und der HA wollte mich partout nicht krankschreiben. Bin dann zum Facharzt, der gab sofort 10 Tage.
Anschliesend habe ich den hausarzt sofort gewechselt und den alten zur Rede gestellt, vor seinen Sprechstundenhilfen.
 

Tinka

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ganz klar ist mir das aber nicht..

es gibt ja auch noch Ärzte, die wirklich für den Patienten da sind..

ich halte ganz viel von meiner Fachärztin, die ist immer für mich da...sogar per Telefon...Verordnungen werden per Post verschickt, Gespräche finden statt. da kann das Gespräch auch mal 15 - 30 Minunten dauern...auch wenn das Wartezimmer voll ist...sie hat Zeit für einen...und sie nimmt sich die zeit auch...

also alle machen da bei dieser heimlichen Verschwörung nicht mit...

Nein, alle machen da glüchlicherweise nicht mit. Aber die buttern (angeblich...) dann finanziell auch dazu oder verdienen zumindest nicht mehr das, was sie mal hatten.

Was für ein Pech... :wink:
 

Margarethe

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Wir hatten das Thema erst kürzlich im Unterricht. Es ist demnach wohl so, dass die Krankenkassen danach sehen, welcher Arzt wie oft AUs ausstellt und die Aerzte dann deswegen anschreibt.
 

franzi

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Danke für die interessanten Antworten.

Bei meinem Arzt wird es wohl von jedem etwas sein:
einerseits ist es so, dass die Ärzte generell etwas nachlassen, wenn man schon sehr lange dort Patient ist. Sie geben sich nicht mehr so viel Mühe wie am Anfang. Das fiel mir in den letzten Jahren doch auf, allerdings war ich in letzter Zeit nicht so oft dort. Ich gehe ja nicht wegen jedem Zipperlein zum Arzt.

andererseits hat er diesmal doch etwas zu oberflächlich gehandelt, an der Grenze zur Fahrlässigkeit.
Das war für mich der Punkt, wo ich mir sage, es ist eine Grenze überschritten. Es geht schließlich um meine Gesundheit und wenn halbherzige Diagnosen erstellt werden, die der Kollege dann korrigieren muss, dann finde ich das nicht mehr harmlos.
 
E

ExitUser

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es gibt ja auch noch Ärzte, die wirklich für den Patienten da sind..

ich halte ganz viel von meiner Fachärztin, die ist immer für mich da...sogar per Telefon...Verordnungen werden per Post verschickt, Gespräche finden statt. da kann das Gespräch auch mal 15 - 30 Minunten dauern...auch wenn das Wartezimmer voll ist...sie hat Zeit für einen...und sie nimmt sich die zeit auch...

also alle machen da bei dieser heimlichen Verschwörung nicht mit...


ich geh bei meiner Hausärztin unter 15 Minuten garnicht raus, meistens ist es mindestens eine halbe Stunde. sie hat auch jeden Morgen eine halbe Stunde Telefonsprechstunde, da lässt sich auch schon manches besprechen. und wenn nötig mach ich dann einen zusätzlichen Termin aus. auch mit den Verordnungen gibt es keine Probleme.
 

Viktor22

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...
andererseits hat er diesmal doch etwas zu oberflächlich gehandelt, an der Grenze zur Fahrlässigkeit.
Das war für mich der Punkt, wo ich mir sage, es ist eine Grenze überschritten. Es geht schließlich um meine Gesundheit und wenn halbherzige Diagnosen erstellt werden, die der Kollege dann korrigieren muss, dann finde ich das nicht mehr harmlos.

Es gibt doch - zum Glück - Portale auf denen wir Patienten unsere Ärzte bewerten können.
Davon würde ich an deiner Stelle dringend Gebrauch machen.
Würdest du das unterlassen, dann müssen ja seine anderen Noch-Patienten weiter unter der Fahrlässigkeit des Arztes leiden.
Ich finde zu einem konsequenten Verhalten gehört auch das dazu.

Sonst würde der fade Beigeschmack entstehen, sich nur um das eigene Wohl zu kümmern.
Die mangelnde Solidarität innerhalb unserer Gesellschaft ist ja ein aktuelles Thema.
 

franzi

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Ich habe schon mehrere Ärzte bewertet, mit denen ich bisher zu tun hatte.
Allerdings frage ich mich, wie weit diese Bewertungen dann für Dritte aussagekräftig sind. Es gibt auch Ärzte, die sich gegen negative Einträge wehren.
Es gibt auch Leute, die aus persönlicher Aversion negativ bewerten. Auch dadurch werden Bewertungsergebnisse verfälscht.

Und: nicht jeder liest solche Bewertungen, bevor er einen Arzt aufsucht. Manche lesen das ganz bewusst nicht, weil sie sich selbst ein Bild vom jeweiligen Mediziner machen wollen.
 

obi68

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Ich bin ja der Meinung, daß nur ein Mensch wissen kann, wie es mir gesundheitlich geht, und das bin ich selbst.

Also erwarte ich von meinem Arzt, daß er mich bezüglich meiner Beschwerden ernst nimmt und mich im Rahmen seiner Kompetenz behandelt.
Idealerweise fragt er mich, ob ich krank geschrieben werden möchte. Wissen, ob ich mich in der Lage fühle, zu arbeiten, kann nämlich wieder nur ein Mensch und das bin ich selbst.

Fühle ich mich nicht richtig behandelt, wechsle ich den Arzt. Ich bestell mir ja auch nicht immer wieder den selben Handwerker, obwohl ich mit seiner Arbeit unzufrieden bin.

Es gibt immer noch genug gute Ärzte - zur Not muß man halt ein wenig rumpobieren. Das war vor Einführung der Praxisgebühr recht einfach und ist es jetzt nach deren Abschaffung wieder.

Alles richtig gemacht, Franzi!
 
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Ich bin ja der Meinung, daß nur ein Mensch wissen kann, wie es mir gesundheitlich geht, und das bin ich selbst.

Also erwarte ich von meinem Arzt, daß er mich bezüglich meiner Beschwerden ernst nimmt und mich im Rahmen seiner Kompetenz behandelt.
Idealerweise fragt er mich, ob ich krank geschrieben werden möchte. Wissen, ob ich mich in der Lage fühle, zu arbeiten, kann nämlich wieder nur ein Mensch und das bin ich selbst.

Warum brauchst du dann einen Arzt???:eek:

Einfach einen Rezeptblock und ein paar Blanko unterschriebene Gelbe Zettel geben lassen und gut ist.:biggrin:
 

saurbier

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Oh man, da darf ich mich aber Glücklich schätzen das mein Hausarzt (seit 1989) da keine Probleme macht.

Nun gut er kennt meinen Krankenverlauf und weiß das er von mir stets alles Notwenige an Diagnosen in Kopie selbst von anderen Fachärzten erhält. Genauso weiß er das ich eigentlich ein Arbeitstier bin bzw. eben war.

Wenn ich zu dem hin gehen dann hat der mir wegen einer AU noch nie Probleme gemacht.

Es scheint allerdings so zu sein, dass die Ärzte neuerdings nur noch für maximal 2 Wochen eine AU ausstellen dürfen, so zumindest sagt mir dies die Arzthelferin.

Aber was solls, geh ich halt alle 2 Wochen hin, sind doch nur 50m.

Ich hab vor kurzem erst wieder eine OP gehabt, wo ich lt. Entlassungsbericht persé für 6 Wochen keine Belastung (außer KG) ausüben darf, trotzdem geht die AU eben nur über 2 Wochen, die ich dann im Anschluss immer an das jobcenter schicke darf.


Gruß
 

Viktor22

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Es gibt auch Ärzte, die sich gegen negative Einträge wehren.
Ihr gutes Recht. Zeigt m. E. nur, dass diese Ärzte wenigstens dann ihre patienten ernst(er) nehmen.

Es gibt auch Leute, die aus persönlicher Aversion negativ bewerten. Auch dadurch werden Bewertungsergebnisse verfälscht.

Tendenzen kristallisieren sich dennoch heraus.

Und: nicht jeder liest solche Bewertungen, bevor er einen Arzt aufsucht. Manche lesen das ganz bewusst nicht, weil sie sich selbst ein Bild vom jeweiligen Mediziner machen wollen.

Jeder darf und soll es so halten, wie er es für sich am besten findet.

Unter'm Strich sind die Portale richtig und wertvoll.
 

franzi

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So, der aktuelle Stand:

Nachdem meine Krankschreibung beendet war (die der Vertretungs-Arzt ausgestellt hatte), ging ich nochmals zu diesem hin, zur Endkontrolle. Der verwies mich aber an meinen Hausarzt (der inzwischen aus dem Urlaub zurück gekommen war).

Also ging ich zu ihm um mich nochmals untersuchen zu lassen, ob alles ok ist. Leider empfing er mich gleich in gereizter Stimmung und sagte, er habe inzwischen ein Schreiben von der KK erhalten wegen meiner Krankmeldung (dieses Schreiben hat er mir aber nicht gezeigt, ich vermute mal, dass es gar nicht existiert bzw. Bluff war).

Er kündigte mir auch an, ich werde eine Vorladung vom Vertrauensarzt erhalten, weil ich schon "so" lange krank bin. - (Die Folgebescheinigung hatte sein Vertreter ausgestellt, die dieser nach seinem Ermessen und abgestimmt mit seinen Diagnosen erstellt hatte.) - Soll ich jetzt deswegen bestraft werden, weil der Vertretungs-Arzt meinen Krankenstand nochmals verlängert hat, um, wie er wörtlich zu mir sagte, mir die Gelegenheit zu geben, mich "gründlich auszukurieren"??

Ich antwortete meinem Arzt, dass ich mit dem Vertrauensarzt bisher noch nie zu tun gehabt habe und dass ich das nicht verstehen kann, dass ich wegen eines viralen Infektes zum Vertrauensarzt vorgeladen werde.

Danach stand ich auf und ging.

Ich werde mir nun einen anderen HA suchen, das Vertrauen ist komplett zerrüttet.

Ich vermute mal, dass er mit seinem Kollegen Differenzen über die Diagnose hatte und sauer war, dass dieser mich nochmal krank geschrieben hat.

Ich bin aber nicht sein Fußabstreifer.
 

jimmy

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Hallo Franzi,

dass "dann wurde er pampig", hatte ich auch schon.
War auch viele Jahre bei ein und dem selben Arzt, und dieser unterstützte die Krankschreibungen solange wie ich in Therapie war. Eines tages habe ich dann irgend etwas gesagt was den Arzt etwas erregte, und dann hat er sich in Vorwürfen ergossen. Zusätzlich kamen noch die immer gleichen, ungefragten Bewertungen + Äusserungen 2er Mitarbeiterinnen hinzu. Hatte zu dem Zeitpunkt noch einen anderen Arzt, und der hat das Krankschreiben dann übernommen. Aber auch hier habe ich die Sorge, dass er irgend wann austickt, und dann hänge ich in der Luft. Mir wäre es wirklich viel lieber, wenn man auch ohne AU von dem EGV-Mist verschont werden würde. Das ist alles so zermürbend.
 
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