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Da laus mich der Teufel! Flaschensammler tun das nicht aus der Not heraus...

E

ExitUser

Gast
Ei der Daus, was staunte ich nicht schlecht, als ich mir soeben die gängige Mainsteampresse antat vor dem Mittagsessen.

Es geht um das Flaschensammeln, fast jede/er kennt das Phänomen, das mit dem Flaschenpfand und der gewollten Armut dank Hartz4 und Niedrigstrenten einhergeht. Zu viel Monat am Ende des Geldes. Fast jeder kennt die stillen Menschen, die er selbst fast täglich sieht mit ihren Riesenbags und alten Fahrrädern die in Tonnen suchen, an Böschungen rumklettern und öffentliche plätze absuchen.

Nun hat Spiegel eine Studie veröffentlicht, gleichwohl auch ein Buch. Nee! Es ist nicht die Armut, es ist der Spaß an der Freud!

Die pure Lust, mit Arthritis und schlimmerem in kaputten Schuhen bei jedem Wind Wetter nach versifften Flaschen zu wühlen.

Pfandsammler: Studie erklärt das Phänomen der Flaschensammler - SPIEGEL ONLINE

Auf Sinnsuche.

Nicht die Armut vereint die ansonsten sehr heterogene Gruppe der Flaschensammler, sondern die Sehnsucht nach einer festen Tagesstruktur und einer Aufgabe, die an Arbeit erinnert.


So, so!

Reich wird sowieso keiner mit der Suche nach Leergut: Moser schätzt den durchschnittlichen Verdienst eines Sammlers, der täglich auf Tour geht, auf etwa 100 bis 150 Euro im Monat. Die Menschen, mit denen er für seine Dissertation sprach, hatten alle noch andere Einnahmequellen wie Rente, oder Mini-Jobs.

So was von gierig aber auch....


Das Pfandsammeln bietet Menschen, für die die Ausfüllung von freier Zeit ein zentrales Problem darstellt, eine Lösung an", schreibt er.

Menno! voll die Spaßgesellschaft!


Wer den Sammlern ihre Arbeit ein bisschen angenehmer gestalten will, kann das übrigens mit einfachen Mitteln tun: leere Flaschen neben den Mülleimer stellen, statt sie hineinzuwerfen.....

Na das widerspricht doch wohl dem Neusprech nach Sinngestalttung, oder hab ich mal wieder "Ikon Mad" im Hirn?

Oha, ich glaub ich geh eine Runde :icon_kotz2:
 

Henrik55

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Das mag es auch geben. Aber die meisten sammeln aus purer Not. Geredet haben mit ihm dann natürlich nur diejenigen welche auf Kontakt aus waren.
 

Seepferdchen

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Aber die meisten sammeln aus purer Not.
Genauso ist es!

Wer nicht gerade mit geschlossenen Augen durch sein Kietz geht, sieht auch viele Rentner.
 

Passant

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Das ist meiner Meinung nach wieder so ein typischer Volksverblödungsartikel. Natürlich steht die Armut an erster Stelle wenn man Pfandflaschen sammelt. Andere Dinge mögen auch noch eine Rolle spielen, aber ohne Armut würden sicher die wenigsten auf Flaschensuche gehen.
 

hope40

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Kommt drauf an, wie , jeder betroffne fuer sich,"not "definiert, es gibt ja nicht nur die "finanzielle not ", sondern auch "soziale noete "wie einsamkeit /isolation.

ich kenne einige flaschensammler, die flaschen sammeln, nicht vordergruendig des geldes wegen, sondern, weils ne (tages)aufgabe is, ihnen ne(tages)struktur gibt, die peinlich genau eingehalten wird, weil man raus kommt, kontakte pflegen/knuepfen kann und so, in ner gewissen weise am sozialen, gesellschaftlichen leben teil haben kann.

das gesammelte geld ist dabei nur e (willkommner )nebeneffekt...die alternative waere einsamkeit /isolation mit all seinen folgen.
 
E

ExitUser

Gast
Also, die Leute, die ich hier bei uns beim Flaschen sammeln sehe, die tun das sicherlich nicht aus "sozialen Gründen", um der Einsamkeit zu entkommen. Die gucken sich eigentlich immer recht beschämt um, ob sie auch ja keiner dabei beobachtet, wie sie in Mülltonnen wühlen. Die sind zwar täglich draußen unterwegs, aber trotzdem ziemlich allein und isoliert.
 
E

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Gast
Ich sag auch, daß es die Mehrheit aus finanzieller Not tut, kenne aber selbst einige Sammler, die definitiv nicht darauf angewiesen sind.
 

hope40

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Es ist zu vermuten, das bei den meisten, die flaschen sammeln, mehrere faktoren zusammen kommen.

ich kann nur die "kund tun ", die ich aus gespraechen erfahren habe .

die "flaschensammler ", die ich kenne, sind alles "single ", also allein, ohne nennenswerte soziale kontakte..die familien nicht mehr vorhanden, oder weit weg.

die meisten haben/hatten urploetzlich, nach einem arbeitsreichen leben, durch krankheit /arbeitsplatzverlust, viel(freie )zeit, die sie nicht auszufuellen wussten/wissen, da sie, solange sie in "lohn&brot "waren, keine zeit fuer hobbys hatten(und, in einzelfaellen, auch kein interesse )und die, die hobbys pflegten, koennen sie dann nicht /nur schlecht finanzieren .

Einige sammeln flaschen eindeutig als "zubrot "zu ihrem, vom staat zugestandenen "staatlichen salaer "um ueber die "runden "zu kommen und ein einigermassen menschenwuerdiges leben zu fuehren, aber, es gibt auch "flaschensammler "(die ich kenne ),wo in dem sinne keine finanzielle not hinterm "flaschen sammeln "steckt, die wuerden mit ihren "finanzen "durchaus gut auskommen, die erfuelln sich durch "flaschen sammeln "zusaetzliche wuensche .

fuer diese gruppe steht wirklich im vordergrund, die(tages)zeit auszufuellen , kontakte zu pflegen /knuepfen...eben, in ner gewissen form am gesellschaftlichen leben teil zu nehmen und..auch gesehen zu werden, in der hoffnung, das man sie vermisst, sollten sie mal erkranken und nicht sammeln koennen.
diese gruppe flaschensammler (die nicht aus finanzieller not sammeln )wuerden/koennten auch , in ner gewissen form , arbeiten, wenn es fuer sie denn arbeit gaebe !

also, denke ich, man kann nicht so pauschal sagen, alle, die flaschen sammeln, sammeln nur aus finanzieller not (sicher wird der grund bei vielen zutreffen ), meist duerfte es ein "konglomerat "aus mehreren gruenden sein und, bei der entwicklung in der gesellschaft, hin zur "separation "/entwurzlung "/"heimatlos machen "...duerfte der soziale aspekt immer mehr an gewicht gewinnen.(da soziale einrichtungen, in denen man sich treffen kann und e mindestmass an sozialem leben fuehren kann /koennte immer mehr kaputt gespart werden /dem ehrenamt ueberlassen /abgeschafft werden und brauchbare alternativen gibts oft kaum...mitunter gar nicht )
 
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Aber mal andersrum gesehen,wenn Jugendliche und auch Erwachsene so einfach mal 25 Cent wegwerfen konnen geht es uns doch gut!?:icon_party:
 

Charlot

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Aber mal andersrum gesehen,wenn Jugendliche und auch Erwachsene so einfach mal 25 Cent wegwerfen konnen geht es uns doch gut!?:icon_party:
Vor kurzem war ich hier in der Maximillianstr, also der teuersten Einkaufsgegend in München.
Da waren richtig viele Menschen unterwegs.

Also geht es allen Menschen in München richtig gut, denn ansonsten könnten sie ja nicht in die Maximillianstr, gehen, gell ?
 

Anna B.

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naja...gehen kann ich ja auch in der Mönkebergstrasse in HH...nur kaufen kann ich mir da nix...nicht mal ein Eis..

gell?
 

pinguin

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er machte an 2 Tagen über 2.000 Euro Pfand...!!!
Da dürfte viel Aufschnitt dabei sein.

Dosen haben 0,25 Euro Pfand das Stück;
2.000 Euro Pfand sind dementsprechend 8.000 Dosen;
die erstmal gefunden und(!) transportiert werden müssen;
jau, und dann braucht's auch noch jemanden, der die abnimmt und Pfand auszahlt.

Selbst dann, wenn 8.000 Dosen gefunden werden würden, mit 1x nimmt die doch keiner ab? Und selbst auf 1 Monat aufgeteilt, sind das ca. 266 Stück je Tag, die eingelöst werden wollen.

Wie lange dauert das Einwerfen von 266 Pfandgebinden am Automaten? Das machst 1x, dann hast Hausverbot.

Diese Geschichte glaub' ich nimmer.
 

Anna B.

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schau dir den Bericht an und dann schau, mit welchen Paletten und Mengen er bei den Geschäften vorgefahren ist...
 
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