Da greift man sich doch an den Kopf, oder?

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Ich ziehe in Kürze mit meiner Tochter in eine gemeinsame Wohnung. Nachdem ich der ARGE mein Wohnungsangebot vorgelegt hatte, wurde mir mitgeteilt, das mein Umzugsantrag abgelehnt wurde. Begründung: 0,68 Euro zu teuer. Ist das nicht lustig?

Mit freundlichen Grüßen
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Ich bin nicht zum Umzug aufgefordert wurden.

Wir (meine 13-jährige Tochter und ich) haben beschlossen, in eine größere Wohnung (61,68 qm) zu ziehen. Zur Zeit wohnt meine Tochter bei mir (1-Raum-Wohnung 34,21 qm). Aus Platz- und anderen Gründen (eigentlich verständlich) macht sich dieser Umzug erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen
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Martin Behrsing

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Wenn Du den Bescheid schriftlich hast, dann Widerspruch einlegen. Allerdings, bis der bearbeitet ist, ist die Wohnung schon lange weg. Bekämst Du denn die Miete bazahlt, wenn du die 0,69 EUR selber drauflegen würdest?

Wenn nicht, solltest Du über eine Eilentscheidung beim Sozialgericht nachdenken.
 
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Wir (meine 13-jährige Tochter und ich) haben beschlossen, in eine größere Wohnung (61,68 qm) zu ziehen. Zur Zeit wohnt meine Tochter bei mir (1-Raum-Wohnung 34,21 qm). Aus Platz- und anderen Gründen (eigentlich verständlich) macht sich dieser Umzug erforderlich


§ 22
Leistungen für Unterkunft und Heizung

Text ab 01.01.2005

(1) Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind. Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf des allein stehenden Hilfebedürftigen oder der Bedarfsgemeinschaft so lange zu berücksichtigen, wie es dem allein stehenden Hilfebedürftigen oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate.

(2) Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft soll der erwerbsfähige Hilfebedürftige die Zusicherung des kommunalen Trägers zu den Aufwendungen für die neue Unterkunft einholen. Der kommunale Träger ist nur zur Zusicherung verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind.

(3) Wohnungsbeschaffungskosten sowie Mietkautionen und Umzugskosten können bei vorheriger Zusicherung durch den kommunalen Träger übernommen werden. Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist und wenn ohne die Zusicherung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann.


Dem schriftlichem Bescheid über die Ablehnung der Umzugskosten ist schnellstens zu widersprechen,denn die Umzugskosten müssen gemäß § 22 SGB II vom Amt übernommen werden.


Es kann euch nicht zugemutet werden,in einer 1- Raumwohnung zu leben,2 Personen haben einen Anspruch auf 60 qm Wohnfläche.


Dein Umzug ist begründet und notwendig.


Übersende den Widerspruch bitte per Einschreiben mit Rückantwort und bitte um einen rechtsmittelfähigen Bescheid gemäß § 33/35 SGBX.


Setze dem Amt eine Bearbeitungszeit von nur 7 Tagen,denn es ist ja schon bald unmenschlich,2 Menschen in einer so kleinen Bude leben zu lassen.
 

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Lusjena meinte:
Es kann euch nicht zugemutet werden,in einer 1- Raumwohnung zu leben,2 Personen haben einen Anspruch auf 60 qm Wohnfläche.

Dein Umzug ist begründet und notwendig.

Übersende den Widerspruch bitte per Einschreiben mit Rückantwort und bitte um einen rechtsmittelfähigen Bescheid gemäß § 33/35 SGBX.

Setze dem Amt eine Bearbeitungszeit von nur 7 Tagen,denn es ist ja schon bald unmenschlich,2 Menschen in einer so kleinen Bude leben zu lassen.

Ich habe beim Sozialgericht Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz gestellt, mal sehen, ob von dieser Seite Hilfe kommt.

Mit freundlichen Grüßen
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Martin Behrsing meinte:
Wenn Du den Bescheid schriftlich hast, dann Widerspruch einlegen. Allerdings, bis der bearbeitet ist, ist die Wohnung schon lange weg. Bekämst Du denn die Miete bazahlt, wenn du die 0,69 EUR selber drauflegen würdest?

Wenn nicht, solltest Du über eine Eilentscheidung beim Sozialgericht nachdenken.

Ich werde heute bei meinem Vermieter vorsprechen und ihn Bitten, die Miete um 0,69 Euro zu kürzen.

Dann hat die ARGE keine Argumente mehr (denke ich zumindest), mir die Wohnung nicht zu genehmigen.

Mit freundlichen Grüßen
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kohlhaas

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wurde mir mitgeteilt, das mein Umzugsantrag abgelehnt wurde. Begründung: 0,68 Euro zu teuer.

Da kann man wieder einmal sehn, was für Hirne dort in den Behörden (in den warmen Sesseln) sitzen .... Inkompetent und unflexibel ...

Und früher hiess es mal "Wer nichts wird, wird Wirt ... Aber auf "Sachbearbeiter bei der ARGE " reimt sich wohl nichts ?!
 
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Benutze mal diesen Link https://www.elo-forum.org/search/10.html


Besonders interressant ist dieser Beitrag



Pauschalierung von Unterkunftskosten (§ 29 Abs. 2 SGB XII)
§ 29 Abs. 2 ermächtigt die Träger der Sozialhilfe, für ihren Bereich die Kosten der Unterkunft
zu pauschalieren. Wenn auch bundeseinheitliche Pauschalen für Miete und
Heizung wegen der regional unterschiedlichen Kosten nicht in Betracht kommen, hat
sich in den Modellvorhaben gleichwohl gezeigt, dass erfolgte örtliche Pauschalierungen
sowohl bei den Trägern der Sozialhilfe als auch bei den Leistungsberechtigten auf
Zustimmung gestoßen sind und eine Abschaffung als Rückschritt angesehen würde.
Die Träger der Sozialhilfe können künftig eigenständig entscheiden, ob sie eine verbindliche
Pauschalierung einführen bzw. beibehalten oder nicht. Im Hinblick auf die
Verbindlichkeit ist es notwendig, die Pauschalierung an die Voraussetzung zu knüpfen,
dass der Wohnungsmarkt für Umzüge in bezahlbaren angemessenen Wohnraum auch
tatsächlich offen ist. Die weitere Voraussetzung, wonach die Pauschalierung im Einzelfall
zumutbar sein muss, berücksichtigt insbesondere den Umstand, dass alte und behinderte
Menschen auf eine verlässliche Nachbarschaftshilfe verzichten müssten oder
sie sich in einer neuen Umgebung nicht mehr zurechtfinden würden. Dass die Träger
der Sozialhilfe bei einer Pauschalierung örtliche Wohnungsbaugesellschaften einbinden,
wird als selbstverständlich vorausgesetzt und bedarf daher keiner ausdrücklichen
Regelung. Absatz 2 Satz 2 regelt die Bemessung der Pauschalen. Im Hinblick auf den
Grundsatz der Bedarfsdeckung ist erforderlich, dass sie detailliert an Hand von Fest-stellungen am Wohnungsmarkt erfolgen müssen, insbesondere unter Berücksichtigung
des örtlichen Mietspiegels. Im Hinblick auf die Anzahl der Familienmitglieder und die
dadurch erforderliche Größe der Wohnung werden auch Differenzierungen notwendig
sein. Da es unbillig wäre, Leistungsberechtigte mit höheren Wohnungskosten unmittelbar
nach Einführung nur noch die niedrigere Pauschale zu leisten, enthält Absatz 2
Satz 3 eine Übergangsregelung, wonach bisherige höhere Leistungen für die Wohnung
in der Regel noch für maximal 6 Monate zu erbringen sind.
Absatz 3 regelt die Leistungen für Heizung. Satz 1 entspricht der bisherigen Regelung
in § 3 Abs. 2 der Regelsatzverordnung. Satz 2 lässt die Pauschalierung durch die Träger
der Sozialhilfe zu. Satz 3 stellt sicher, dass die Bemessung der Pauschale nach
bedarfsdeckenden Kriterien erfolgt. Der Faktor „Größe oder Beschaffenheit der Wohnung“
wird zwar wesentlich die Leistungen für Heizung bestimmen. Bemessungskriterien
können aber insbesondere auch die Klimalage des Wohnortes sowie die Energieart
sowie ein alters- oder gesundheitsbedingter höherer Wärmebedarf sein
.
 

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Ich kann eine freudige Mitteilung machen. Aufgrund meiner Überredungskunst ist es mir gelungen, das mein Vermieter auf meinen Vorschlag eingegangen ist. Das bedeutet, er hat die Miete so gekürzt, das die ARGE nichts mehr zu meckern hat. Ach was bin ich für ein Held.

Mit freundlichen Grüßen
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Arania

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kohlhaas schrieb

Und früher hiess es mal "Wer nichts wird, wird Wirt ... Aber auf "Sachbearbeiter bei der ARGE " reimt sich wohl nichts ?!

Bist Du bei der ARGE Sachbearbeiter weisst Du in keinem Fache weiter?

Vielleicht so??
 
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