Corona - Wenn alles Rot ist, und vieles tot ist... Wie lange noch abwarten und zaudern!?

Admin2

Administrator
Startbeitrag
Mitglied seit
1 Juli 2007
Beiträge
3.787
Bewertungen
10.465
Wie weit muss es noch kommen?
Erreichen die Zahlen in der nächsten Woche weiter diese Höhen
nehmen wir unser Kind, als erste Eigensicherungsmaßnahme, aus der Schule.

Jetzt wo es nötig wäre versagen Politik und Behörden kläglich!
corvid19_22-10-2020.png


Bin gespannt wie weit sie es noch kommen lassen....
Wieler, vom RKI, hat völlig Recht wenn er meint es sei JETZT Zeit zu handeln!

Aber...
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
7.563
Bewertungen
19.470
Wieler, vom RKI, hat völlig Recht wenn er meint es sei JETZT Zeit zu handeln!
Sicher ist es jetzt die Zeit, aber was wäre das richtige Handeln? Das ist doch die Schlüsselfrage und ich maße mir nicht an, darauf eine Antwort zu haben.
Allerdings muss ich sagen, dass ich die Idee eines Circuitbreakers durchaus für überlegenswert finde, bevor wochen- und monatelang vor uns hinvegetieren. Zumindest sollte dies, wie in Berchtesgarden, eine zu berücksichtigende Option sein, wenn es um HotSpots geht.
 

Admin2

Administrator
Startbeitrag
Mitglied seit
1 Juli 2007
Beiträge
3.787
Bewertungen
10.465
Ich bin nie um eine Antwort auf schwere Fragen verlegen.

Es müssen wieder alle privaten, außerfamiliären Kontakte (nächster Linie) abgestellt werden. Dazu alle "Events" wo Menschen außerhalb des direkten Familienverbunds zusammenkommen. Schulen müssen den Präsenzunterricht zumindest halbieren.

Einkaufen, zur Arbeit gehen, das alles kann durchaus weiter stattfinden - solange die Hygiene- und Abstandsregeln einhaltbar sind. In Schulen ist das jedoch eine Unmöglichkeit wie ich das die letzten Wochen und Monate beobachten konnte. Reisen müssen untersagt werden, die Grenzen bis auf den allernötigsten Verkehr geschlossen werden.

Immer im Hinterkopf behalten dass wir noch lange Monate vor uns haben, zumindest doppelt so lange ,wie beim letzten Shutdown. Noch brauchen wir keinen kompletten Shutdown, je länger wir aber warten um so schlimmer und sicherer wird einer kommen - oder aber Tote dass auch in Deutschland Kühllaster geordert werden müssen.
 

bondul

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
25 Mai 2019
Beiträge
827
Bewertungen
2.115
Wer es noch nicht hat, sollte schnellstens begreifen, dass Sars-CoV-2 Viren nicht einfach so wieder verschwinden werden – es wird nie wieder einen Zustand wie VOR Corona geben. Auch dem letzten sollte bald klar sein, dass die AHA Regeln helfen, soziales Leben usw. aufrecht zu erhalten; sollte es einmal einen Impfstoff geben, wird dieser nämlich das/den Virus nicht ausrotten. Man hatte den gesamten Sommer Zeit, zu überlegen, wie weiter vorzugehen ist und sieht jetzt die Deppen wieder Klopapier hamstern.

[btw] Steigende Infektionszahlen bedeuten nicht Apokalypse, man muss sie immer in Relation zu anderen Faktoren sehen – z. B. wie viele Menschen sind schwer erkrankt, wie viele versterben usw.​
 

Ameneme

Elo-User*in
Mitglied seit
15 März 2020
Beiträge
48
Bewertungen
33
@bondul

Die Intensivbetten füllen sich gerade, wenn es voll ist steigt die Sterberate dementsprechend. Soweit ich weiß haben wir nicht mal genug Pflegepersonal (lokal?) für die vorhandenen Betten.

Ich finde es ja ehrlich gesagt widerlich, wie die Maßnahmen immer noch offen sind. Mein Freund ist in einer berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme, hatte 1 Woche Urlaub, wo es also Montag wieder los geht. In NRW sind gerade Ferien, weswegen der Zahlenanstieg der Infektionen vermutlich niedrieger war.

Und das schlimmste ist: Ein Denkzettel bekommen die Parteien nicht durch weniger Stimmen. Im Gegenteil.

Und da bald die Bundestagswahl ist, denken sich die Politiker zweimal, was die nun machen wollen. Wenn wir die Zahlen von der Statistik mit letzten Jahr vergleichen, wären wir noch diese Woche in Kontaktbeschränkung.

Edit:

Man könnte meinen, dass wegen weniger Tests im Frühjahr mehr infiziert waren als die Statistik sagt. Man schätzt es waren zum Hochzeitpunkt ca. 17000 infizierte. Dort liegen wir in 1-2 Wochen. Heute haben wir die 10k geknackt.

Edit 2:

Ein anderes Problem sind die Zahlenverzögerung. Wenn wir heute die Kontaktbeschränkungen machen, sieht man das erst in 1-2 Wochen.
 

Draisine

Elo-User*in
Mitglied seit
6 März 2020
Beiträge
397
Bewertungen
365
Herr Wieler hat heute nur ganz kurz die japanische Studie aus Kobe erwähnt.

Das ist für mich vollkommen unverständlich. Denn die 3-C-Regel wurde in Japan sehr schön und überzeugend in Bilder mit Anweisungen gekleidet und an alle Bürger verteilt.


Warum hat man sich hierzulande bis heute kein Beispiel genommen.? Warum gibt es zumindest solche Warn. Spots im Fernsehen nicht? In Wiederholung. Gefahren müssen Bürger sehen, es muss eingeprägt werden.

Und von den Ergebnissen zu Covid 19 in Japan bin ich begeistert, insbesondere von der stringenten einheitlichen Umsetzung. Erst über den asienspiegel. ch erfuhr ich überhaupt davon und davon, wie wichtig diagonale Sitzverteilung und Stille am Tisch sein kann und wie wichtig deren Einhaltung ist.
Ebenso von der Wichtigkeit von 30 Prozent Luftfeuchtigkeit in geschlossenen Räumen.

In Japan sind Sportveranstaltungen problemlos wieder möglich. Dort werden Probleme eben ganz genau benannt und überprüft. Und dann sofort stringent Gegenmaßnahmen eingeleitet. Mit genauen und einheitlichen Anweisungen.

Japan lässt übrigens bis mindestens April 2021 keinen Europäer mehr ins Land. Südkoreaner dagegen schon. Für mich vollkommen verständlich.

Hierzulande agieren die Politiker wie weltfremde Pastoren von der Kanzel und sehen dabei zu, wie ganz Deutschland währenddessen wirtschaftlich vor die Wand fährt.
Es erscheint mir da schon überfällig, wenn sich jetzt Unternehmer zu Sammelklagen zusammenschließen.
 
Zuletzt bearbeitet:

iSlave

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
13 Februar 2015
Beiträge
834
Bewertungen
501
Die Farbgestaltung der Grafik hätte man ändern können.
 

Holler2008

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2008
Beiträge
2.334
Bewertungen
1.827
Es hätten sich schon im Frühjahr mehr Leute klar werden müssen, dass zehntausende Betriebe Konkurs gehen werden und Hunderttausende arbeitslos werden.
Und wenn es Impfungen gibt, werden wieder tausende neue Betriebe entstehen und zwar dort wo Bedarf ist und nicht, wo einer versucht mit seinem Hobby Geld zu verdienen.

Ich finde es gar nicht schlimm, dass der Markt insofern bereinigt wird, dass Unternehmen, die sich gerade so wegen "1-2 Euro" noch gelohnt haben, zu machen müssen.
 

grün_fink

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Juli 2019
Beiträge
3.684
Bewertungen
8.373
Ihr habt recht. Die Zahlen sind beunruhigend. Und dann werden wieder in alle Eile Regelungen zusammen geschustert, die den Schwerpunkt eindeutig auf der Wirtschaft haben. Manche Bevölkerungsgruppen werden dabei ganz außer acht gelassen. Gerade vorhin habe ich in einem Forum für psychsich Kranke gelesen, dass es jemand nicht noch einmal aushält, 2 Wochen lang oder länger gar niemanden sehen zu dürfen. Die bayrische Regelung im Frühjahr war diesbezüglich wirklich heftig, denn man durfte niemanden sehen, der nicht aus dem gleichen Hausstand war. Die Vorstellung, dass das jetzt den ganzen Winter so gehen soll.... Mag gar nicht dran denken, ob sowas doch nochmal kommt, und dann für länger.

In diesem Sinne müsste es eigentlich Ausnahmen im engen Rahmen geben, die allerdings nie mit bedacht werden, und in der Eile der Erstellung von neuen Regelungen erst recht vergessen werden.

Dass Behörden immer noch darauf bestehen, Maßnahmen vor Ort durchzuführen, ist auch ein Unding. Aber solange denen niemand "von oben" sagt, dass jetzt etwas anderes gilt, ist natürlich klar, dass die jetzt auf Teufel komm raus vermitteln wollen.

Ebenso sehe ich das bei "verordneten" Rehas in aktuelle Hochrisikogebiete. Gerade auch in einem anderen Forum gelesen, dass das jemanden sehr unruhig macht, wo beide Eltern erkrankt sind/waren (sind bezieht sich auf jemanden mit Coronafolgen). Die Person soll eine Reha in einem Ort antreten, wo sehr hohe Zahlen sind und auch bleiben werden.

Die Möglichkeit der kurzfristigen Abriegelung find ich super. In vielen Orten können die Kontakte nicht mehr nachvollzogen werden, sieht so aus als ob das ungefähr ab dem 50er Wert so wäre. In Berchtesgaden mit nun knapp 300 Neuinfizierten in 7 Tagen ist das sowieso unmöglich. Da müssen vorrangig erstmal die Zahlen nach unten.

Aber solange jeder nur seine Freiheit verfolgt, wird das nix. In solchen Zeiten muss diese befristet eingeschränkt werden.

Edit:
Habe gerade nochmal nachgeschaut. In unserem Landkreis gab es im Frühjahr ein Hotel, welches geschlossen war und zum Behelfskrankenhaus umgebaut wurde. Es wurde dann doch nicht gebraucht. Im Sommer war ich mal da nebenan spazieren und habe gesehen, dass da wieder gebaut wurde. Auf alle Fälle stand in der Zeitung, das Behelfskrankenhaus wird abgebaut, und so sah es dann im Erdgeschoss auch aus. Als Hotel geöffnet hat es laut Homepage der Hotelkette und laut Google nicht (wieder).
Und wenn ich lese, dass Menschen nach der Corona-Infektion sehr schnell wieder nach Hause geschickt werden, obwohl sie noch sehr schwach auf den Beinen und wohl auch der Brust sind (atemtechnisch), dann kann das meiner Meinung nach nur daran liegen, dass eine Wiederansteckung vermieden werden soll, indem man die Leute unbedingt nach Hause schickt, also das Gesundheitssystem im Sparmodus läuft und keine Reserven hat, und nicht genug Notfallreserven für Epidemien.

Langfristig werde ich (auch da ich jetzt älter werde) meine Wohnform mal ändern müssen. Wenn ich das mal so lese, dass man dann ruckzuck wieder seinen ganzen Kram ohne Kinder, Familie vor Ort oder Partner alleine machen muss, inklusive Keller putzen und Einkaufen - das muss man sich nicht bis ins Alter hinein antun.
 
Zuletzt bearbeitet:

grün_fink

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Juli 2019
Beiträge
3.684
Bewertungen
8.373
Es ist Winter, das Sozialleben findet drinnen statt.
Die Leute schränken sich nicht genug ein.
Die meisten Leute machen das, was nicht verboten ist.
Und dann kommt Weihnachten, wo viele Leute auf Besuch fahren, auch mit Zug und Bus.
Das sind alles ideale Bedingungen, um dass sich Infektionen ausbreiten können.
Wenn man da nicht an mehreren Stellschrauben dreht, bleiben die Zahlen hoch.
Zumindest bis der nächste Sommer wieder kommt und/oder es einen wirksamen Impfstoff gibt.
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
5.616
Bewertungen
17.689
Erreichen die Zahlen in der nächsten Woche weiter diese Höhen
nehmen wir unser Kind, als erste Eigensicherungsmaßnahme, aus der Schule.
Schulen müssen den Präsenzunterricht zumindest halbieren.
Genau das ist die Frage die ich mir auch gerade stelle. Wir haben ja gerade vom 19.10 bis 30.10.2020 Herbstferien und die Kids müssen nicht in die Schule. Aber dort in der Schule ist es so das die Klassen so klein sind das die Kinder sich drängen müssen. Die Schule, respektive das Land, will aber mit aller Gewalt den Präsenzunterricht durchziehen und das ohne Maskenpflicht während des Unterrichts.

Passend dazu liest man dann so etwas:

Vor allem bei dem zweiten Urteil fällt mir nichts mehr ein. Eine Befreiung käme nur in Betracht wenn es einen vom Gesundheitsamt bestätigten Corana Fall an der Schule geben würde. Also warten bis das Kind sich infiziert und die Asthmakranke Mutter infiziert die dann einen schweren Verlauf haben könnte. Ich kann gar nicht soviel essen wie ich ko... möchte wenn ich so etwas lese.


Ich hatte meine Kids ja im Frühjahr befreien lassen. Die Befreiung habe ich noch und da steht nirgendwo das diese Befreiung befristet wäre. Falls ich die Kids nach den Ferien zu Hause lasse werde ich diese Befreiung frech benutzen.
---------------------------


Die Farbgestaltung der Grafik hätte man ändern können.
Gibt ja auch andere.
Coro8.jpg

Quelle: Zeit
 

Holler2008

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2008
Beiträge
2.334
Bewertungen
1.827
Ich muss zugeben, dass Eltern ihre Kinder nicht in der Schule haben wollen, lese ich hier zum ersten mal und es freut mich. Finde das richtig.

Sonst höre ich immer nur, es sei zu viel Stress, die Kinder immer daheim zu haben, Eltern müssten sich frei nehmen, was auch ins Geld geht, und manche Eltern hätten auch nicht die Fähigkeiten, ihre Kinder beim Homeschooling zu unterstützen.
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
5.616
Bewertungen
17.689
Sonst höre ich immer nur, es sei zu viel Stress, die Kinder immer daheim zu haben, Eltern müssten sich frei nehmen, was auch ins Geld geht, und manche Eltern hätten auch nicht die Fähigkeiten, ihre Kinder beim Homeschooling zu unterstützen.
Ich habe meine beiden Gymnasiasten ab dem 17.03.2020 im Lockdown zu Hause gehabt und als dann Anfang Mai die Schule wieder losgehen sollte habe ich die Befreiung beantragt. Die Kids sind dann am 02. September das erste mal wieder in die Schule gegangen. Ein halbes Jahr zu Hause und beide haben sich im Notenschnitt um eine Note währenddessen verbessert.
 

TazD

Super-Moderation
Mitglied seit
12 März 2015
Beiträge
7.563
Bewertungen
19.470
Es kommt dabei immer auf das Alter der Kinder an, die Selbstständigkeit, die Schulform, etc.

Homeschooling mit meiner Großen, die zu der Zeit in die 2. Klasse ging, war eine Katastrophe. Nicht wegen dem Lernstoff, sondern weil die Gute einfach nicht konzentriert bei der Sache bleiben konnte und somit war das eine Belastungsprobe für alle Seiten, da auch noch die Jüngere (Kita-Kind) da rumgesprungen ist.
Von einer Arbeitskollegin habe ich erfahren, dass der Älteste (Gymnasiast) sich über Webcam mit seinen Mitschülern "getroffen" hat und dann wurde gemeinsam gelernt und der Stoff besprochen. Da gab es also fast keine zusätzliche Belastung.

Das ist auch im Moment mit eine meiner größten Sorgen, dass Schule/Kita wieder schließen müssen und wir die Kinderbetreuung noch stemmen müssen. Das vor dem Hintergrund, dass meine Frau im Moment wegen BurnOut krankgeschrieben ist und die Belastbarkeit da ohnehin nicht so gegeben ist.
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
5.616
Bewertungen
17.689
Homeschooling mit meiner Großen, die zu der Zeit in die 2. Klasse ging, war eine Katastrophe. Nicht wegen dem Lernstoff, sondern weil die Gute einfach nicht konzentriert bei der Sache bleiben konnte und somit war das eine Belastungsprobe für alle Seiten, da auch noch die Jüngere (Kita-Kind) da rumgesprungen ist.
Damit hatte ich die ersten 2-3 Wochen auch Probleme weil die glaubte es wäre wie Ferien. Danach aber war es okay. Beide waren da in der 5 Klasse Gymnasium und sind jetzt in der 6. Klasse.

Von einer Arbeitskollegin habe ich erfahren, dass der Älteste (Gymnasiast) sich über Webcam mit seinen Mitschülern "getroffen" hat und dann wurde gemeinsam gelernt und der Stoff besprochen. Da gab es also fast keine zusätzliche Belastung.
Echt toll wenn das so läuft. Bei uns war es von Seiten der Schule eine Katastrophe denn außer Hausaufgaben die mittel Schulcloud übermittelt wurden gab es keinerlei Unterstützung. Ganz im Gegenteil die Aufgaben kamen noch unregelmäßig und jeder Lehrer hat das woanders eingestellt so das man jeden auf der Suche nach den Aufgaben war.
Nach dem Lockdown war es noch schlimmer weil einige Lehrer glaubten da alle wieder in der Schule sind müssten meine beiden sich selber um den Stoff kümmern. Denen habe ich die Allgemeinverfügung um die Ohren gehauen in der klar festgelegt war das dies Aufgabe der Lehrkräfte ist.

Da von der Schule kein Unterricht stattfand, auch keine Vodeokonferenzen habe ich den Unterricht komplett selber übernommen. Ist ja kein Problem da ich zu Hause bin. Hat sogar Spaß gemacht. Habe früher ja auch immer den Werksunterricht bei den Lehrlingen gegeben so das ich damit schon umgehen konnte.
 

AsbachUralt

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2008
Beiträge
2.576
Bewertungen
3.222
Nicht die Politik versagt, es sind viele Mitmenschen die versagen, weil sie Egoismus pur praktizieren. Ich will keinen MNS, ich will Party machen, ich will Reisen, ich will will will....
Der Spielraum der Regierung, etwas Sinnvolles anzuordnen, wird doch ständig eingeschränkt, auch durch die Justiz.
Hätten wir Maßnahmen wie China, wäre Corona schon lange vorbei.
Außerdem wär es sinnvoller,wenn bei solchen Ereignissen der Föderalismus außen vor wäre. Denn 16 Landesfürsten wollen sich profilieren und verhindern dadurch auch wirksames Handeln und zudem verunsichern sie die Bürger mit ihren unterschiedlichen Anordnungen zusätzlich, machen vieles auch noch Unglaubhaft.
 

Admin2

Administrator
Startbeitrag
Mitglied seit
1 Juli 2007
Beiträge
3.787
Bewertungen
10.465
Ich muss zugeben, dass Eltern ihre Kinder nicht in der Schule haben wollen, lese ich hier zum ersten mal und es freut mich. Finde das richtig.

Sonst höre ich immer nur, es sei zu viel Stress, die Kinder immer daheim zu haben, Eltern müssten sich frei nehmen, was auch ins Geld geht, und manche Eltern hätten auch nicht die Fähigkeiten, ihre Kinder beim Homeschooling zu unterstützen.

Du musst unterscheiden zwischen dem was uns über die Medien suggeriert wird, und der Realität. In meinem Umfeld brodelt es schwer ob der Zerrissenheit beim Vorgehen der Regierung in Sachen Corona. Insbesondere aber auch die Aussage einer Ministerin dass 2 bis 3 Grad weniger in den Klassenräumen nicht weiter schlimm wäre. Der Ministerin hätte hier so mancher gerne Zwangslüften in ihrem Büro verordnet, sodass sie die Medizin, die sie anderen so leichtfertig verordnet, einmal selbst zu spüren bekommt.

Zudem scheinen wir in DE ein Kommunikationsproblem zu haben das durch die Berichterstattung aufgeputscht wird. Es gibt keine stressigen Kinder! Es gibt aber zuhauf unfähige und bequeme Eltern die Kinder mit kleinen süßen Kätzchen verwechseln, die dann auch immer so "süß" bleiben. Und genau solche "Eltern" werden dann in der Berichterstattung zitiert weil sie Quote bringen da das dem Wählerstimmen fangenden Mitleidgeheische so manchen Politikers entgegen kommt.

Ach ich könnte... Das Ganze, durch eiserne Disziplin Erreichte von Anfang des Jahres, geht den Bach runter...
Dann wollen die auch noch den Söder als Kanzler.
 

Admin2

Administrator
Startbeitrag
Mitglied seit
1 Juli 2007
Beiträge
3.787
Bewertungen
10.465
Genau das ist die Frage die ich mir auch gerade stelle. Wir haben ja gerade vom 19.10 bis 30.10.2020 Herbstferien und die Kids müssen nicht in die Schule. Aber dort in der Schule ist es so das die Klassen so klein sind das die Kinder sich drängen müssen. Die Schule, respektive das Land, will aber mit aller Gewalt den Präsenzunterricht durchziehen und das ohne Maskenpflicht während des Unterrichts.

Bei uns sind erst ab nächste Woche Ferien, da das aber eine Ganztagsschule ist und wir beide Berufstätig wäre sie da in der Betreuung. Nichtsdestotrotz Wenn die Regierung nichts eindeutiges unternimmt um den Unwillen der Partybevölkerung einzudämmen und die Ansteckungszahlen drastisch zu senken, kann mich kein Gericht der Welt davon abbringen der "Schulpflicht" mein Recht auf Leben, meine Menschenwürde und das Recht auf Widerstand entgegenzusetzen.

Wir haben als Eltern nicht nur die Pflicht unsere Kinder vor Schaden zu bewahren, wir haben dazu auch das grundgesetzlich garantierte Recht. Da es - wenn Ansteckungen in der Schule bereits auftauchen - für mich als Risikofall bereits zu spät wäre und es dem laschen, unwilligen Vorgehen der Regierung und Behörden geschuldet ist dass die Infektionen so hochschnellen habe ich alle Rechte mich dagegen mit aller Macht zu wehren solange kein Anderer dadurch Schaden erleidet.

Zudem würden die Gerichte, im Hinblick auf die aktuellen Infektionszahlen, jetzt anderst urteilen. Es ist uns auch nicht zuzumuten erst ein Urteil abzuwarten um zu handeln da hier schnelles Reagieren angesagt ist um Schaden von uns abzuwenden. Wenn also Regierung und Behörden bis nach der nächsten Woche nur weitere sinn- und effektivlose Maßnahmen auf den Weg bringen bleibe ich mit der Lütten zuhause. Punktum!
 

noillusions

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Oktober 2012
Beiträge
3.979
Bewertungen
3.813
Also warten bis das Kind sich infiziert und die Asthmakranke Mutter infiziert
Och Asthma, was ist schon Asthma?
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
5.616
Bewertungen
17.689
Och Asthma, was ist schon Asthma?
Genau dieses Urteil hatte ich schon in Beitrag #13 verlinkt.


@Admin2
Ich bin absolut bei dir bei deinen Ausführungen aber nicht alleine der Kinder wegen sondern auch weil ich und meine andere Hälfte, aufgrund einer Hirn-Op, zur Risikogruppe gehören. Ich gleich mehrfach.
Das alleine ist aber nicht das Problem sondern das meine zwei Jungs nicht den gleichen Erzeuger haben. Bei einem brauche ich immer auch die Unterschrift von Papi und der ist Pegida und AFD Fan. Wie der über Corona denkt muss ich nicht ausführen. Im Frühjahr bis zu den Sommerferien ging das noch weil auch er davon überfahren war. Aber jetzt schießt er schon quer. Mal sehen wie ich das löse.
 

grün_fink

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
3 Juli 2019
Beiträge
3.684
Bewertungen
8.373
Fast wie durch Zufall habe ich vorhin folgenden Zeitungsartikel gefunden, in dem es um die Verbreitung von Corona in einer Schule geht, in dem Fall VHS (die nutzen ja meist sowieso Klassenräume in Schulen).

Im Klassenraum hielten sich inklusive der bereits infizierten Lehrerin fünf Personen auf, die Dachauerin saß in der hintersten Reihe. Die erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln wurden nach ihrer Schilderung alle befolgt. Die Kursteilnehmer hielten die Platzmarkierungen ein, desinfizierten die Tische, öffneten die Fenster und trugen Masken, bis sie am Platz waren. Von der Lehrerin saß die Rentnerin nach eigener Schätzung sechs bis sieben Meter entfernt. "Der Fall zeigt, wie unglaublich ansteckend das Virus sein kann", sagt ihr Sohn.
Quelle:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/dachau-corona-gesundheitsamt-1.5087161

Das nenne ich mal todesmutig.

Ergänzend dazu noch, dass im Landkreis am (vermuteten) Tag ihrer Ansteckung die Infiziertenzahlen noch relativ niedrig waren, habe gerade nochmal nachgeschaut.
 

Kerstin_K

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
11 Juni 2006
Beiträge
25.444
Bewertungen
28.176
Und wenn ich lese, dass Menschen nach der Corona-Infektion sehr schnell wieder nach Hause geschickt werden, obwohl sie noch sehr schwach auf den Beinen und wohl auch der Brust sind (atemtechnisch), dann kann das meiner Meinung nach nur daran liegen, dass eine Wiederansteckung vermieden werden soll, indem man die Leute unbedingt nach Hause schickt, also das Gesundheitssystem im Sparmodus läuft und keine Reserven hat, und nicht genug Notfallreserven für Epidemien.
Nein, das hat einen anderen Grund. Fallpauschalen. Die Krankenhäuser bekommen für jede Erkrankung eine feste Summe. Wird der Patient schneller gesund als der der Durchschnittspatient, dann mancht das Krankenhaus gewinn, braucht der Patient mehr Zeit, macht daas Krankenhaus minus. dershalb gibt es die sogenannten "blutigen Entlassungen". Die Patienten weren entlassen, so bald es irgendwe zu verantworten ist.
Sonst höre ich immer nur, es sei zu viel Stress, die Kinder immer daheim zu haben, Eltern müssten sich frei nehmen, was auch ins Geld geht, und manche Eltern hätten auch nicht die Fähigkeiten, ihre Kinder beim Homeschooling zu unterstützen.
Das muss man immer individuell sehen. Je nach Famileinkonstellation und Alter er Kinder iat das manchmal nicht so einfach.

Wenn ich mir das bei meien türkischen Freunden anschaue: Der Vater aber Schicht im Lager. Anfag des Jahres konnt er einige Monate nur Nachtschicht machen. Das bringt erstens mehr Geld, was driingend gebraucht wurde und zweitens war er dann tagsüber zu Hause. Aber irgendwann muss er auch mal schlafen. Die Mutter ist psychisch krank und voll ererbsgemindert. ausserdem spricht sie sehr schlecht Deutsch. Sie versucht es zwar immer wieer, es besser zu lernn, aber erkrankungbedingt klappt das nicht wirklich. Der Junge wirdam Sonntag neun, geht in die vierte Klasse. Er soll aufs Gynasium, wenn es nach den Eltern geht. Dafür ist das Zeugnis für dieses Halbjahr entscheidend. Mathe kann er richtig gut, da kann aber auch die Mama gut helfen (besser als der Papa). In Deutsch kommt er zwar auch gut zurecht, aber manchmal merkt man an den Fehler einfach, dass es nicht sine Muttersprache ist.

Die Mttr gehört auch zur Risikogruppe, aber die Eltern haben sich trotzdem entschieden, dass es besser ist, wenn der Junge zur Schule geht. Diese Woche sind noch Herbstferien, Montag fängt die Schule wieder an. Vor 2 Wochen hatten wir in Hannover noch eine Sieben-Tages Inszidenz unter 25, jetzt sind wir knapp unter 50.

Die Versorgung mit Aufgaben durch die Schule hat gut geklappt, er wohnt aber auc nur 100 Meter von der Schule entfernt. und als Papa mal die Arbeitsblätter nicht in der Schule abholen konnte, hat die Lehrerin oder andere Eltern sie einfach in den Hausbriefkasten geworfen.

Aber Grundschüler können sich nur eingeschränkt Dinge selber erarbeiten oder sich Aufgeben für mehrere Tage einteilen. Die Mutr ist sehr bemüht, aber er Junge kann sich schwer konzentrieren und dann wird diskutiert, dannwird eslaut, dann konnte Papa nihct schlafen....ALso wurden die Aufgaben abends gemacht, denn nachmittags war man im Schwebergarten usw. So richtig einen Rhythmus haben sie nicht gefunden. Das war etrem anstrengend für alle Beteiligten.

Sollte es jetztwie der zu Homeschooling kommen, wir es noch schwieriger. Eigentlicich mact die Firma keine Nachtschicht. Das haben sie im Frühjahr nur gemacht, amit nicht so viele Leute gleichzeitig in der Halle sind. Normal wird ort im Wechsel Früh- und Spätschicht gearbeitet, nachts nur, wenn besonders viel zu tun ist. Diese wechselnden Arbeitszeiten des Vaters bringen aber auch viel Unruhe inden Familienalltag und sind der Grund dafür, warum das Kind nicht wirklich einen Rhythmus hat.
 

HermineL

Super-Moderation
Mitglied seit
4 September 2017
Beiträge
5.616
Bewertungen
17.689
Außer das heute schon wieder über 11.000 Neuinfektionen gemeldet werden und die roten Punkte auf der Karte immer mehr werden sieht man die gleiche Entwicklung zeitverzögert auf den Intensivstationen. Bei mir, vor Ort, ist eine Klinik schon auf rot und zwei kurz davor.

Hier mal eine Grafik dazu mit Stand vom 22.10.2020. Zu finden ist diese hier: Lage auf den Intensivstationen

Coro10.jpg
 
Oben Unten