COPD Gold IV - FEV 1 Wert 1,1 l, 29 % - kein AG im Schwerbehindertenausweis

trawinsky

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
11 November 2014
Beiträge
27
Bewertungen
5
Hallo,

ich hatte bis zum Frühjahr aufgrund psychischer Erkrankungen und Rückenleidern einen GdB von 60 (ohne Merkzeichen). Dieser wurde mir auch nicht gleich gewährt, erst 20, dann Gutachten, dann 40 und später erst 60.

Nun war ich wegen Atemnot und anderer Diagnosen beim Hausarzt, dieser stellte noch eine aterielle Verschlusskrankheit, kurze Gehstrecke, Treppensteigen kaum möglich, Atemnot fest.

Ich beantragte einen Verschlimmerungsantrag beim Versorgungsamt. Das Versorgungsamt bestand auf einen Lungenfunktionstest.

Ich ging daher zum Lungenfacharzt und machte diesen dort. Bei dem Test kam COPD Gold IV, FEV1 Wert 1,1 l, 29 % heraus.

Diesen Bericht legte ich dem Versorgungsamt vor und beantragte, die Merkzeichen G, aG und B zu erteilen.

Nun bekam ich heute den Bescheid, COPD (Einzel GdB 60), Psychisches Leiden (Einzel GdB 50), Wirbelsäulenleiden (Einzel GdB 20) - Gesamt GdB 90.

Das aG wurde abgelehnt mit Hinweis auf ein Gutachten vom versorgungsärztlichen Dienst.

Nun habe ich nachgelesen: Voraussetzung für das Merkzeichen aG ist ganz klar der FEV1 WERT, welcher unter 30% liegen muß ! Dieser Wert wird mit 80% eingestuft und entspricht somit automatisch aG.

In der Anlage zur Einschätzungsverordnung ist die sehr schwere Form der COPD auch allein mit 80 - 100 GdB bewertet (und nicht mit 60).

Was sollte ich tun?

Gruss
Mike
 

Machts Sinn

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Oktober 2010
Beiträge
1.881
Bewertungen
1.017
.
Du hast deine Frage doch schon selbst beantwortet:
Widerspruch einlegen!
 

trawinsky

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
11 November 2014
Beiträge
27
Bewertungen
5
Hallo,

... wenn ich in den Widerspruch gehe und es wird wieder ein Gutachter bestimmt (ist schon einmal in die Hose 2013 gegangen), kann ich das ablehnen?

Wenn dann der Widerspruch abgelehnt wird, bleibt es dann bei dem alten Bescheid oder hat man dadurch noch weitere Nachteile.

Ich war nämlich in einer Lungenfachklinik und habe alle relevanten Arztberichte vorgelegt.

Gruss
Mike
 

Goldfield

Super-Moderation
Mitglied seit
29 Juli 2012
Beiträge
668
Bewertungen
412
Hallo,
Nein ein Gutachten kannst du nicht ablehnen, du hast Mitwirkungspflichten, man kann höchsten um einen anderen Gutachter bitten.

In der Regel bietet man bei einem Widerspruch an das man Begutachtet werden möchte, muss man natürlich nicht erwähnen.

Habe unter anderem auch COPD und bekam darauf kein aG sondern G, jedes Versorgungsamt kocht da beim GdB und Mz. sein eigenes Süppchen, die handeln alle nicht einheitlich, zudem gehts beim GdB nicht allein um die Diagnose.

Spätestens wenn du Klagen solltest, wenn deinem Widerspruch nicht abgeholfen werden sollte, würdest du sowieso vom Gericht aus zu einem Gutachter geschickt.

Wenn deinem Widerspruch nicht abgeholfen wird, bleibt es bei deinem jetzigen GdB.

Ich hätte auch Klagen können wegen dem aG, aber mir dauern Klagen zulange, da fährt man mit Verschlimmerungs/Veränderungsanträge m.M.n besser.

Wenn du Widerspruch einlegen solltest dann fordere erstmal alles an was zur dieser Entscheidung geführt hat, insbesondere dem Versorgungsärtztlichem Gutachten, dort schreibst dann rein das eine Begründung später erfolgt.


Grüße
 

trawinsky

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
11 November 2014
Beiträge
27
Bewertungen
5
Hallo,

ich werde erst einmal die Unterlagen anfordern und mich dann mit meinem Lungenfacharzt zusammensetzen. Ich bin sauerstoffpflichtig, 24 Std., 4 L bei Ruhe, 6 L zum Laufen.

Gruss
Mike
 

Goldfield

Super-Moderation
Mitglied seit
29 Juli 2012
Beiträge
668
Bewertungen
412
Eigentlich müsste, insbesondere wo du Sauerstoffpflichtig bist das Mz.aG vergeben werden, evtl.holste dir Hilfe von einem Sozialverband oder einem Anwalt, für die Begründung später nachdem du die Unterlagen erhalten hast.

Genau berede es erstmal mit deinem LuFa, kannst ja mal Berichten ob du Erfolg mit deinem Widerspruch hattest.

Viel Glück.
 
Oben Unten