Coaching von AfA und ALG-I-Höhe, wenn man vorher Teilzeit gearbeitet hat

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Fragestellende

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Hallo,

ich habe zwei Fragen:

- Zum Einen habe ich eine Liste von Bildungsträgern bekommen, bei denen mir ein Coaching bezahlt wird. Kennt ihr vielleicht gute Coaching-Einrichtungen, bei denen man sich auch wirklich mit der individuellen Situation auseinander setzt? Ich habe ein bisschen Sorge, dass es da vielleicht um ein paar Tipps geht, aber man die gesundheitliche und Lebenssituation außer acht lässt. So in Richtung "sie können sich auch selbständig machen oder auf eine Leitungsstelle bewerben", dabei aber vollkommen außer acht gelassen wird, dass die Person privat wenig finanziellen und/oder persönlichen Rückhalt hat...und von vielen Arbeitsversuchen grade eher nicht das Selbstvertrauen hat, was man für eine Leitungsstelle braucht. Nur als Beispiel jetzt.
Also kann jemand so eine Coachingstelle empfehlen, die mehr auf das Individuelle achtet? Auf meiner Liste stehen neben Privatanbietern auch größere Stellen. Vielleicht ist eine davon (die man mir hier vielleicht empfehlen kann), auch auf dieser Liste.

-Das Andere ist, dass mir meine Arbeitsvermittlerin gesagt hat, dass diese Regelung, dass man weniger ALGI bekommt, wenn man sich nicht Vollzeit für neue Jobs zur Verfügung stellt, nur für Leute gilt, die vorher auch Vollzeit gearbeitet haben.
Ich war längere Zeit AU und habe danach eine halbe Stelle angenommen. Ich habe mich nicht getraut, zu sagen, dass ich nur Teilzeit arbeiten will, weil ich Sorge hatte, dass mir dann mein ALG I (was unter dem Existenzminimum liegen wird) auch noch gekürzt wird. Ist das richtig so, dass das nicht passieren kann und diese Regelung nur gilt, wenn man vorher Vollzeit gearbeitet hat und jetzt kürzen will?

Über konstruktive Antworten bin ich dankbar.

Grüße von mir,

Fragestellende.
 

Agent

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Hallo Fragestellende,

zu deiner ersten Frage kann ich dir nichts raten. Da wäre es evtl. auch sinnvoll, man wüsste, in welcher Region du schaust, denn es gibt einfach sehr sehr viele Bildungsträger.

Zu deiner zweiten Frage: Wie lange hast du denn in Teilzeit gearbeitet? Erfolgt deine ALG-Berechung auf TZ-Basis, weil du zB im letzten Jahr 20h/Woche gearbeitet hast, dann kannst du dich auch weiterhin in diesem Umfang zur Verfügung stellen und erhältst keine weitere Kürzung.

Viele Grüße
Agent
 

Fragestellende

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Danke Dir Agent, für die erste Antwort!

Wegen der 1. Frage: Ich suche in NRW und habe auf der Liste solche Anbieter wie die DAA, die Dekra, EuBia, IBB, Primus, Tertia, WBS und WIPA da stehen. Viele scheinen sich auch eher mit Verwaltungsberufen zu beschäftigen, aber das betrifft mich nicht. ...aber das Wichtigste wäre halt, dass die gesamte Situation mit einbeziehen und nicht einfach x und y nennen.

Wegen der 2. Frage: Ich habe nach der langen Krankmeldung ein Jahr auf einer halben Stelle gearbeitet. Ich habe Sorge, dass mir das zuviel wird, wenn die mir jetzt Stellenanzeigen für volle Stellen schicken, auch wenn ich dadurch am Ende meinen ALG-I-Anspruch wieder hoch heben könnte. Reichen tut das, was ich jetzt bekommen würde, nämlich nicht.
 

Fragestellende

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Gibt es vielleicht eine kompetente Stelle, die für die gesamte Situation helfen kann? Also sowohl für rechtliche Fragen zum Wohnungsgeld, Krankengeld, ALG I, als auch zum Thema, wie es beruflich weiter gehen kann?
 

Doppeloma

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Hallo Fragestellende,

Wegen der 1. Frage: Ich suche in NRW und habe auf der Liste solche Anbieter wie die DAA, die Dekra, EuBia, IBB, Primus, Tertia, WBS und WIPA da stehen. Viele scheinen sich auch eher mit Verwaltungsberufen zu beschäftigen, aber das betrifft mich nicht. ...aber das Wichtigste wäre halt, dass die gesamte Situation mit einbeziehen und nicht einfach x und y nennen.

Wenn ich die Anbieter dafür schon lese wird mir schlecht, das soll dich doch nur "aus der Statistik" bringen (und den MT Geld in die Taschen spülen) oder glaubst du ernsthaft daran, dass man dir nur den "passenden Quark" erzählen muss, um besser Arbeit zu finden, wo es nun mal zu wenig davon gibt ???

Deine gesamte Situation hat ansonsten deine AfA, dein Arbeitsvermittler erst mal einzubeziehen, damt DER dir (vielleicht sinnvoll) was anbieten könnte ... die Maßnahmeträger können auch keine Arbeitsplätze beschaffen, wenn es einfach KEINE gibt, die für dich passen würden.

Deine private Situation und deine gesundheitlichen Probleme gehen noch nicht mal den AfA-SB was an, da hat der dich zum ÄD zu schicken, um die Möglichkeiten / Einschränkungen für deine Vermittlung medizinisch klären zu lassen.

Möchtest du wirklich irgendeinem MT- "Coach" deine Lebens- und Krankengeschichte erzählen, ich würde das nicht wollen ... für deine Vermittlung (und die Klärung der Zumutbarkeit nach § 140 SGB III) ist die AfA zuständig ...

Wegen der 2. Frage: Ich habe nach der langen Krankmeldung ein Jahr auf einer halben Stelle gearbeitet.

Dann wirst du (höchstwahrscheinlich) auch nur noch ALGI für eine halbe Stelle bekommen.

Ich habe Sorge, dass mir das zuviel wird, wenn die mir jetzt Stellenanzeigen für volle Stellen schicken, auch wenn ich dadurch am Ende meinen ALG-I-Anspruch wieder hoch heben könnte.

Dein ALGI wird NICHT auf "Vollzeit" angehoben, wenn du zuletzt längere Zeit schon Teilzeit gearbeitet hast, dann brauchst du dich auch nur Teilzeit (im Zeitrahmen der letzten Stelle) der Vermittlung zur Verfügung stellen.

Das musst du dann deinem Vermittler aber auch klar mitteilen, dass du Vollzeit-Angebote dann auch ablehnen kannst, denn vorrangig soll die AfA natürlich trotzdem Vollzeit "vermitteln", denn Teilzeit ist noch schwerer.

Reichen tut das, was ich jetzt bekommen würde, nämlich nicht.

Das ist dafür unerheblich, ALGI ist eine Lohnersatz-Leistung, die sich (in der Regel) aus deinem davor zuletzt erzielten Einkommen ergibt, wenn das nicht reicht musst du Wohngeld prüfen lassen (bei der Wohngeldstelle) ODER ALGII ("aufstockend") beim JC beantragen.

Gibt es vielleicht eine kompetente Stelle, die für die gesamte Situation helfen kann?

Das würde sich wohl Mancher wünschen und es würde sicher Vieles einfacher machen, es gibt aber für JEDEN deiner genannten Bereiche unterschiedliche Behörden / Vorschriften und Zuständigkeiten und alle wollen nur das EINE = Geld sparen.

Dazu gibt es hier bereits sehr viele Beiträge mit Hinweisen wer da jeweils konkret helfen könnte ... ein Choaching wird es jedenfalls NICHT sein und das ist zudem in der Regel freiwillig, also unterschreibe NICHTS (EGV z.B.), "dass du das machen möchtest" ...

Also sowohl für rechtliche Fragen zum Wohnungsgeld, Krankengeld, ALG I, als auch zum Thema, wie es beruflich weiter gehen kann?

EINE Stelle für ALLES gibt es NICHT, nicht mal Anwälte kennen sich auf allen Sozial-Rechtsgebieten gleich gut aus.

Lies dich hier in den entsprechenden Bereichen gründlich durch und stelle die Fragen die dann noch offen sind.

Meiner Erinnerung nach gab es schon mal eine Disskusion, besonders den (sehr gemischten) beruflichen Bereich betreffend ???

Vielleicht solltest du uns erst mal etwas mehr dazu schreiben, ob du eine abgeschlossene Ausbildung hast (wie alt du bist ?) und was du dir selber etwas konkreter vorstellen würdest.

Viele Praktika / Minijobs/ ein wenig freie Mitarbeit (wo auch immer), Kurse / Fortbildungen (mit welchem Wert für deine aktuelle Arbeitssuche ?) das sagt nicht viel dazu aus, welche Richtung das nun für eine berufliche Zukunft hergibt ... :icon_evil:

Zunächst muss man ja selber irgendein berufliches Ziel haben, um dann konkreter darüber nachzudenken, wie man es (vielleicht) auch erreichen könnte ... und welche Behörde ( AfA / DRV) eventuell für eine berufliche Förderung zuständig ist.

Was du bisher dazu geschrieben hast liest sich eher nach "ziellosem Stückwerk", das würde ich auch nicht alles in einen Lebenslauf schreiben wollen, genau dieser Eindruck kommt dann (vermutlich) auch bei den AG in deinen Bewerbungen rüber ...

"Hat schon Vieles gemacht (versucht?) aber NIX so richtig durchgezogen ... und weiß immer noch nicht, wo es lang gehen soll" ... :confused:

MfG Doppeloma
 

Fragestellende

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Hallo Doppeloma,

dann habe ich jetzt unterschiedliche Infos zum Thema bekommen, ob ich nun mich als VZ-arbeitssuchend melden muss, wenn ich mein volles ALG-I bekommen möchte. Die meisten sagen, dass ich mich auch nur für TZ arbeitssuchend melden kann und keine ALG-I-Kürzung bekomme, wenn ich vorher eh schon TZ gearbeitet habe (was bei mir ja auch Gründe hatte). Wäre ja auch ein richtiges Problem, wenn man z.B. nach der TZ-Stelle nur 700€ ALG I bekommen würde, wenn man sich danach Vollzeit zur Verfügung stellt und nur 350€, wenn man aus unterschiedlichen Gründen weiterhin nur eine Halbtagsstelle sucht.

...und wegen den Coaches: Ich hatte das Angebot von der AfA des externen Coachings oder der lebenslangen Berufsberatung seitens der AfA, die es für Berufsanfänger, als auch für Leute gibt, die schon längere Zeit im Berufsleben waren. Mir erschien da das externe Coaching passender, da ich ansonsten der AfA, im Rahmen der lebenslangen Berufsberatung, weitere persönlichen Daten von mir geben würde.

....und wegen den "Stückelungen" im Lebenslauf: Die liegen daran, dass ich "Sachen" parallel gemacht habe (Arbeit neben Studium, freiberufliche Tätigkeit neben Hauptjob) und vor allen Dingen an diesen Scheißbefristungen in meinen Hauptarbeitsbereich.
 

Doppeloma

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Hallo Fragestellende,

dann habe ich jetzt unterschiedliche Infos zum Thema bekommen, ob ich nun mich als VZ-arbeitssuchend melden muss, wenn ich mein volles ALG-I bekommen möchte.

Dazu gibt es keine unterschiedlichen Informationen, dazu gibt es klare gesetzliche Regelungen.
ALGI ist immer von der letzten Tätigkeit (Einkommen daraus) und der letzten Arbeitszeit abhängig, es mag Ausnahmen geben wo man erst kurze Zeit vor der Arbeitslosigkeit von Vollzeit in Teilzeit gewechselt hatte.

Du bekommst auch dann nicht mehr ALGI wenn du dich nun Vollzeit vermitteln lassen möchtest, als deine letzte Arbeitszeit, dein letztes Einkommen ergeben kann. :icon_evil:

Die meisten sagen, dass ich mich auch nur für TZ arbeitssuchend melden kann und keine ALG-I-Kürzung bekomme, wenn ich vorher eh schon TZ gearbeitet habe (was bei mir ja auch Gründe hatte).

Du "musst" dich NICHT Vollzeit zur Verfügung stellen, wenn du zuletzt nur Teilzeit gearbeitet hast, also auch aus Teilzeit dein ALGI bekommst.

So schwer ist das doch gar nicht zu verstehen ... man meldet sich zunächst mal überhaupt nicht für eine bestimmte Arbeitszeit "Arbeitssuchend" oder arbeitslos ...

Wäre ja auch ein richtiges Problem, wenn man z.B. nach der TZ-Stelle nur 700€ ALG I bekommen würde, wenn man sich danach Vollzeit zur Verfügung stellt und nur 350€, wenn man aus unterschiedlichen Gründen weiterhin nur eine Halbtagsstelle sucht.

Was soll das denn für eine merkwürdige Rechnung sein ... ???

Wenn du aus deiner letzten Tätigkeit (z.B. 30 Wochenstunden) ein ALGI von 700 € zu bekommen hast, dann KANN da NICHTS gekürzt werden, solange du weiterhin wenigstens für 30 Wochenstunden der Arbeits-Vermittlung "zur Verfügung" stehen willst.

Du "darfst" trotzdem eine Vollzeitstelle annehmen wenn du das möchtest ODER auch eine Stelle für nur 20 Wochenstunden selber wählen ... in BEIDEN Fällen bekommst du nach Arbeitsaufnahme sowieso KEIN ALGI mehr gezahlt.

Stellen-Angebote der AfA darfst du aber nicht einfach ablehnen wenn sie wenigstens 30 Wochenstunden sein sollen.
Es bedarf keiner besonderen Begründung warum du bisher Teilzeit gearbeitet hast und das auch in der Zukunft wieder so machen möchtest.

Mir erschien da das externe Coaching passender, da ich ansonsten der AfA, im Rahmen der lebenslangen Berufsberatung, weitere persönlichen Daten von mir geben würde.

Du verstehst es nicht wirklich, oder ... das dient nicht deiner Arbeitsvermittlung (dafür brauchst du anständige Job-Angebote) sondern der "Statistik-Bereinigung", bist du in einer Maßnahme (welcher auch immer) bist du offiziell NICHT mehr arbeitslos.

Ob man dich "lebenslang" beraten darf entscheidest du immer noch selber ..., dafür braucht JEDER Maßnahmeträger dein Einverständnis mit Unterschrift (was man auch jederzeit widerrufen kann, wenn man das nicht mehr möchte).

Besser wäre es ja sicher auch für dich das durch Arbeits-Aufnahme zu erreichen ... :idea:
Ich persönlich hatte mein Leben lang kein Bedürfnis nach irgendwelchen Choachings und habe trotzdem immer wieder selber Arbeit gefunden, in den verschiedensten Berufsfeldern, da musste ich mich auch immer neu drauf einstellen (können und wollen) und "lebenslang" was dazulernen...

vor allen Dingen an diesen Scheißbefristungen in meinen Hauptarbeitsbereich.

Das kann dir immer wieder passieren, das ist eben die moderne Arbeitswelt, die Mitarbeiter sind nur noch "Verschleiß-Material" und werden gerne regelmäßig "ausgetauscht" ... solange es genug Arbeitslose (in fast allen Berufsbereichen) gibt, ist das doch für die AG kein Problem die Bedingungen zu bestimmen ...

Daran wird irgendein Coaching, bezahlt von der AfA aber auch NIX ändern können, ich würde diese Zeit lieber für eigene Arbeitssuche nutzen wollen, als mir irgendwelchen "Müll" erzählen zu lassen ... der mit der Realität am aktuellen Arbeitsmarkt meist auch wenig zu tun hat.

MfG Doppeloma
 

Fragestellende

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Hallo Doppeloma,

Wenn du aus deiner letzten Tätigkeit (z.B. 30 Wochenstunden) ein ALGI von 700 € zu bekommen hast, dann KANN da NICHTS gekürzt werden, solange du weiterhin wenigstens für 30 Wochenstunden der Arbeits-Vermittlung "zur Verfügung" stehen willst.
In Ordnung.

Was mache ich nur jetzt mit dem ALG-I-Antrag? Da kreuzt man doch auch an, wieviele Std. man arbeiten kann/will? Die Arbeitsvermittlerin hat für sich jetzt "Teil- oder Vollzeit" notiert. Ist das jetzt schlimm, wenn ich auf dem ALG-I-Antrag nur Teilzeit ankreuzen würde? ...und kann ich das irgendwo ändern, was die Arbeitsvermittlerin angekreuzt hat oder geht das nur beim nächsten Gespräch?

Es bedarf keiner besonderen Begründung warum du bisher Teilzeit gearbeitet hast und das auch in der Zukunft wieder so machen möchtest.
Das ist gut.

Besser wäre es ja sicher auch für dich das durch Arbeits-Aufnahme zu erreichen ...
Ich persönlich hatte mein Leben lang kein Bedürfnis nach irgendwelchen Choachings und habe trotzdem immer wieder selber Arbeit gefunden, in den verschiedensten Berufsfeldern,
Ich suche ja auch- hab nur ein Problem mit den Onlinebewerbungen (Datenschutz). ...und verschiedene Berufsfelder? Dann hast Du da als ungelernte Kraft gearbeitet?
...und wegen der "lebenslangen Berufsberatung": Ich nehme mal an, da ist man dann nicht aus der Statistik mit raus.
Mir wurde übrigens ein Coaching angeboten, wo ich die Termine selber machen kann. Ich unterschreibe zur Abrechnung die einzelnen Termine, aber ich wüsste nicht, dass ich dann genauso aus der Statistik draußen wäre, als wie ich an einer wochenlangen Vollzeitmaßnahme teilnehmen würde.

Ich hab echt ein Problem mit den Befristungen. Ich habe den Eindruck, dass das so mit der Rente oberhalb Sozialgeldbetrag nicht viel werden wird und mein Angespartes immer mehr sinken wird.
 

Katzenfan

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Ich habe nach der langen Krankmeldung ein Jahr auf einer halben Stelle gearbeitet. Ich habe Sorge, dass mir das zuviel wird, wenn die mir jetzt Stellenanzeigen für volle Stellen schicken, auch wenn ich dadurch am Ende meinen ALG-I-Anspruch wieder hoch heben könnte. Reichen tut das, was ich jetzt bekommen würde, nämlich nicht.
Es stimmt zwar, was hier geschrieben wurde: Nämlich, dass Du Dich nur auf Stellen bewerben musst, die im Stundenumfang Deiner letzten Tätigkeit bzw. der Grundlage für die Berechnung Deines ALG-I-Anspruchs entsprechen.

Evtl. hättest Du aber doch die Möglichkeit, ALG I, das auf einer innerhalb der letzten 3 1/2 Jahre ausgeübten Vollzeittätigkeit beruht, zu beziehen. Dann müsstest Du Dich natürlich tatsächlich auch "Vollzeit" zur Verfügung stellen.

Schau Dir mal den § 150 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 an:


(2) 1Bei der Ermittlung des Bemessungszeitraums bleiben außer Betracht
...
5. Zeiten, in denen die durchschnittliche regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit auf Grund einer Teilzeitvereinbarung nicht nur vorübergehend auf weniger als 80 Prozent der durchschnittlichen regelmäßigen Arbeitszeit einer vergleichbaren Vollzeitbeschäftigung, mindestens um fünf Stunden wöchentlich, vermindert war, wenn die oder der Arbeitslose Beschäftigungen mit einer höheren Arbeitszeit innerhalb der letzten dreieinhalb Jahre vor der Entstehung des Anspruchs während eines sechs Monate umfassenden zusammenhängenden Zeitraums ausgeübt hat.


Ob das überhaupt auf Dich zutreffen könnte, kannst natürlich nur Du selbst wissen.
Und - falls es so wäre - ob Dir ein höheres ("auskömmliches") ALG I es wert wäre, im Gegenzug das "Risiko" einer Vollzeitstelle einzugehen, ebenfalls.

Auf die entsprechende Regelung müsstest Du die AfA aber wahrscheinlich explizit hinweisen, damit Dir dann auch das höhere (Vollzeit-)ALG gezahlt wird.
 

Fragestellende

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Danke Dir. Ich hab zwar noch vor 2 Jahren einen Job mit einer höheren Std.-Anzahl gehabt (und auch mit mehr Gehalt), aber ich bin dort nicht für eine Weile auf weniger Std. gegangen, sondern die weniger Stunden in den letzten Monaten beruhen auf einen ganz neuen Vertrag bei einem anderen Arbeitgeber.
Der Bestandsschutz aus meinem alten ALG I Anspruch dürfte jedenfalls schon weggefallen sein. Das waren, glaube ich, zwei Jahre.
 

Katzenfan

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Ich hab zwar noch vor 2 Jahren einen Job mit einer höheren Std.-Anzahl gehabt (und auch mit mehr Gehalt), aber ich bin dort nicht für eine Weile auf weniger Std. gegangen, sondern die weniger Stunden in den letzten Monaten beruhen auf einen ganz neuen Vertrag bei einem anderen Arbeitgeber.
Und wo steht, dass man beim selben Arbeitgeber Teilzeit gearbeitet haben muss?
Im Gesetz steht das jedenfalls nicht, und auch in den Fachlichen Weisungen der BA ist nichts Derartiges zu finden:

https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/download/documents/FW-SGB-III-150_ba015157.pdf
(siehe unter 150.2 "Außer Betracht bleibende Zeiten")

Es gibt dort auch einen Anhang ("Weitere Informationen" mit Beispielen etc.), worin u. a. zu lesen ist:
Die Beschäftigungszeit aufgrund der Teilzeitvereinbarung muss sich nicht unmittelbar an die Beschäftigungszeit mit der längeren Arbeitszeit anschließen.
Das deutet für mich auch darauf hin, dass es auch ein anderer Arbeitgeber sein kann, mit dem man einen Teilzeit-Arbeitsvertrag (= Vereinbarung) abschließt.

Der Bestandsschutz aus meinem alten ALG I Anspruch dürfte jedenfalls schon weggefallen sein. Das waren, glaube ich, zwei Jahre.
Ja, der Bestandsschutz greift nur, wenn man innerhalb der letzten zwei Jahre vor Entstehung des (neuen) Anspruchs Arbeitslosengeld bezogen hat (§ 151 Abs. 4 SGB III).
 
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