Coaching (mit AVGS) umgehen oder aufschieben?

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sMUrpH77

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Hallo zusammen,

ich beziehe seit längerer Zeit ALG 1 (bewilligt bis Mitte Februar 2019) und bin bisher eigentlich ganz gut mit meiner Betreuerin ausgekommen.
Beim vorherigen Termin haben wir über einen Weiterbildungskurs gesprochen, den ich aber ablehnen konnte um mich alternativ "weiter auf die Stellensuche über die Agentur für Arbeit zu fokussieren".
Hatte bei einer Firma bereits ein zweites Bewerbungsgespräch, dort dauert es bis zu einer (hoffentlich positiven) Rückmeldung noch 1-2 Wochen (ca. 27.11.-04.12.). Arbeitsbeginn wäre wohl 15.12.2018 oder 01.01.2019.

Gestern hat mir meine Betruerin einen "Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)" mitgegeben und mich (auch über die EGV) aufgefordert den Gutschein "innerhalb einer Woche einzulösen", das heißt mich verbindlich für ein Coaching anzumelden (habe freie Trägerwahl, aber beschränkt auf zwei Städte A und B). [beide Dokumente angehängt]
Da ich mich Momentan allerdings hauptsächlich in einer anderen Stadt C aufhalte (noch nicht gemeldet) und ich die Zeit gerne sinnvoller nutzen möchte suche ich nun nach Möglichkeiten dieses Coaching nicht zu machen oder aufzuschieben (mindestens bis ich von o.g. Firma eine Rückmeldung habe).

Ich hätte gerne ein Einschätzung zu meinen Optionen, was ist möglich, was zieht evtl. Sanktionen nach sich, was verärgert die Betreuerin/AA am wenigsten?

a) Mich für das Coaching anmelden, mit Prüfung und Rückmeldung zum/vom AA würde es bis zum ersten Termin wohl bis Anfang Dezember dauern. Vor dem ersten Termin vom ALG abmelden möglich, aber Stress wenn ich mich wieder anmelde, könnte Rückzahlung/Sperrzeit verhängt werden?
(wäre v.a. schlecht, wenn ich eine Absage von der Firma bekomme)

b) Wohnsitz ummelden nach Stadt C; Gefahr vom dortigen AA in eine Maßnahme gesteckt zu werden die 1 Woche oder länger dauert? Verliert der AVGS dadurch seine Gültigkeit, oder könnte auch auf Stadt C umgeschrieben werden?

c) Im Zweifel würde ich mich bei der AA abmelden (diese Woche direkt / nächste Woche nach Anmeldung beim Kurs und vor dem ersten Kurstermin / nach Ummeldung nach Stadt C). Mit welchen Konsequenzen müsste ich da bei einer erneuten Anmeldung nach 2-3 Wochen, oder später nach > 6 Wochen (mit erneutem Antrag) rechnen?

Danke für eure Hilfe!
 

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sMUrpH77

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Ja, hab ich direkt unterschrieben (allerdings nur meine Version, die ich mitgenommen habe).

Ich weiß, dass es hier im Forum meist anders empfohlen wird, aber ich fand die bisherigen EGVs fair und musste so nur alle 2 Monate einmal vorsprechen.
 
E

ExUser 2606

Gast
Wenn du das unterschrieben hast, heisst das, das du mit dem Inhalt einverstanden bist. Aber da deine SB kein unterschriebenen Exemplar hat...
[>Posted via Mobile Device<]
 

sMUrpH77

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Das heißt einfach ignorieren und nichts tun?
Wäre wohl theoretisch möglich (auch gegen unpassende Maßnahmen Einspruch einzulegen), aber ich suche eher nach einer Möglichkeit mir Ärger und evtl eine noch zeitaufwendigere Maßnahme zu ersparen/aufzuschieben.
 

sMUrpH77

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Nochmal anders gefragt, könnte ich in irgendeiner Form für eine Abmeldung vom ALG sanktioniert werden?
Abmeldung entweder I) jetzt direkt, II) nachdem ich mich fürs Coaching angemeldet habe, III) nachdem ich mich nach Stadt C umgemeldet habe und von dort evtl eine Maßnahme aufgedrückt bekommen habe?
 
E

ExUser 2606

Gast
Niemand ist verpflichtet. Sozialleistungen zu beziehen.

Aber fuer ALG I hast du Beiträge eingezahlt. Warum willst du darauf verzichten? Du müsstest dich dann auch selber krankenversichern.
[>Posted via Mobile Device<]
 

sMUrpH77

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Ich würde darauf verzichten, um die Zeit effektiver für die Jobsuche nutzen zu können und ich möchte nebenher noch meine Doktorarbeit fertig schreiben.
Können mir bei erneuter Anmeldung (z.B. irgendwann 2019) möglicherweise nach Umzug und bei einem AA in einer anderen Stadt Sanktionen drohen? Ich möchte auch vermeiden, dass eine verärgerte Betreuerin Informationen über mich weitergibt und ich dann nach Wiederanmeldung direkt in irgendeine Maßnahme gesteckt werde.
 

BerndB

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...ich beziehe seit längerer Zeit ALG 1 .... und ich möchte nebenher noch meine Doktorarbeit fertig schreiben.

Also stört ein Maßnahmebesuch bei der Fertigstellung der Doktorarbeit. Mir stellt sich die Frage, wie viele Bewerbungen pro Woche erfolgen, dass nicht einmal ein ein-/mehrtägiges Coaching dazwischen geschoben werden kann.
Die Betreuerin war ja scheinbar bisher human. Ich bin der Meinung dass, eine Maßnahme durchaus sinnvoll sein kann, um den Fokus wieder auf das Wesentliche (Alg gegen Stellensuche) auszurichten. Ein "Einzelcoaching" ist gegenüber sonst drohenden "Bewerberseminaren" eher als Urlaub zu sehen.

Es gibt für den Bezug oder Nichtbezug von Alg 1 verschiedene Gesetze.

Fachl. Weisungen zu § 148 SGB III Minderung des Alg
Wegfall der Arbeitsbereitschaft - Eine Minderung tritt nur dann ein, wenn Eingliederungsbemühungen der AA ohne wichtigen Grund verhindert werden sollten. Die Vorschrift ist nur bei erkennbaren Manipulationsabsichten anwendbar.

Fachl. Weisungen zu § 159 SGB III Sperrzeit
Ablehnung einer beruflichen Eingliederungsmaßnahme
Die Sperrzeit setzt voraus
- ein Angebot ... zur - Aktivierung und beruflichen Eingliederung (§ 45),
...
Die Ablehnung oder die Nichteinlösung eines Bildungsgutscheines ist nicht sperrzeitbedroht.


Ergänzung:
Fachl. Weisungen zu § 138 Arbeitslosigkeit
Arbeitslos ist, wer ... sich bemüht, die eigene Beschäftigungslosigkeit zu beenden.
...
Den Vermittlungsbemühungen ... steht zur Verfügung, wer eine versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende
... Beschäftigung ... ausüben kann.
 
Zuletzt bearbeitet:

sMUrpH77

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Danke für die Antworten!

Gast meinte:
Also man kann ALGI Ansprüche auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Such mal nach Dispositionsjahr.
Denke Disposition macht wenig Sinn, weil ich ja nurnoch 3 Monate Restanspruch habe. Mir kommt es eher darauf an die Betreuerin nicht zu verärgern, vor allem falls ich in der Zukunft wieder auf ALG angewiesen sein sollte.

BerndB meinte:
Es gibt für den Bezug oder Nichtbezug von Alg 1 verschiedene Gesetze.

Fachl. Weisungen zu § 148 SGB III Minderung des Alg ...

Ich bin mir der Pflichten bewusst und habe sie bisher auch alle erfüllt, aber kenne leider nicht alle Gesetze/Konsequenzen. Aus diesem Grund möchte ich keinen Fehler machen und mich z.B. zum "falschen" Zeitpunkt abmelden. (Das wäre der Fall, wenn ich denken würde meine Zeit sinnvoller nutzen zu können...)
Ein (mMn inhaltlich wesentlich sinnvollerer) Weiterbildungskurs wurde von der Betreuerin leicht eingeschnappt abgelehnt, weil ich mich beim letzten Gespräch ja dagegen entschieden habe.

BerndB meinte:
Die Betreuerin war ja scheinbar bisher human. Ich bin der Meinung dass, eine Maßnahme durchaus sinnvoll sein kann, um den Fokus wieder auf das Wesentliche (Alg gegen Stellensuche) auszurichten. Ein "Einzelcoaching" ist gegenüber sonst drohenden "Bewerberseminaren" eher als Urlaub zu sehen.
Das ist richtig und wohl auch der Grund warum ich mich für das Coaching anmelden werde.

Im besten Fall hat sich das Thema durch eine Jobzusage nächste Woche von alleine erledigt.
 
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