Coach hat falsch informiert (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Minifisch

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Die Kacke ist am dampfen. Ende August hatte ich meinen Coach gefragt ob ich denn das Geld was ich aus meinem neuen 400 Euro Job verdiene auch behalten kann und für Werbung und Betriebsausgaben für meine Selbstständigkeit nutzen darf oder ob mir das angerechnet wird. Da sagte der Coach, nein nein, das können Sie natürlich behalten und für Ihr Unternehmen einsetzen. Gut war ich zufrieden. Mein Verdienst für September ist schon auf meinem Konto. Bin auch recht zufrieden mit dem 400 Euro Job. Heute Morgen hatte ich wieder einen Termin mit dem Coach und da fragte er ob ich denn den 400 Euro Job angemeldet hätte beim Jobcenter. Nein. Warum nicht? Weil ich keine Notwendigkeit sah und in der vorausschauenden EKS sowieso als Einnahmen ein monatlicher Betrag von 350 EUR stand. Als ich die EKS ausfüllen musste wusste ich schon das ich den Job bekomme und den Verdienst hatte ich als Einkünfte eingetragen. Also meiner Meinung nach habe ich auf keinen Fall etwas verschwiegen. Auf einmal fragte mich der Coach wie ich denn meine geplanten Ausgaben für Oktober finanzieren will und ich sagt: na vom Nebenjob. Nein da habe ich doch nur 100 EUR und der Rest wird verrechnet. Dann habe ich den gefragt was das soll, weil er beim letzten Termin doch gesagt hatte ich dürfe das Geld für mein Unternehmen einsetzen! Ach dann war das ein Missverständnis. Das kotzt mich gerade sowas von an! Ich habe extra gefragt und mich auf die Aussage verlassen und nun habe ich den Mist! 100 und noch bisschen was kann ich behalten, aber 200 Euro werden verrechnet mit meinen Leistungen. Ganz toll, habe ich 200 Euro eingebüßt und kann im nächsten Monat wieder nichts mit Werbung machen um voranzukommen! Fühle mich regelrecht verarscht von dem Typen!
 

Pfiffi

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Schaue dir mal an welche Einkommensarten alle zur Anrechnung kommen. Dann sind Veränderungen in den persönlichen Verhältnissen mitzuteilen. Und als Abschluß, man hört nicht auf andere, wenn man es nicht weiß. Gegen den Berater wirst Du schlecht etwas unternehmen können.

Du schreibst das Du die Zahlungen Deines Nebeneinkommens in der EKS mit angegeben hast, da bist Du zumindest Deiner Mitwirkungspflicht nachgekommen, für diese Nachweise gibt es das Formular EK welches Dein Arbeitgeber ausfüllen muss.

Als Hinweis, bei der Berechnung der Freibeträge wird gern der § 11b SGB II Satz 5 übersehen.

Der da sagt, das alle mit der Erzielung des Einkommens verbundenen Kosten abzusetzen sind.

Sprich, wenn der Arbeitgeber keine Arbeitschutzkleidung stellt und auch nicht für die Reinigung dieser sorgt, dann sind das Ausgaben die vom Einkommen absetzbar sind. Das ist ein Beispiel, Monatskarte, Benzinkosten nachgewiesen usw. Versicherungsbeiträge für bestimmte Berufsgruppen usw.

Hast Du mit dem "Brater" einen Vertrag? Wenn Du den "guten" das nächste mal zu solchen Aussagen "nötigst" dann lasse es Dir von Ihm schriftlich geben.:biggrin:
 

Gaestin

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steht es nicht in den Bescheiden?
Ich kenne das nur, daß bei 400 Euro
immer 240 angerechnet werden, also
man bekommt 240 weniger und hat
400 vom AG, also 160 darf man behalten.
Bei der Selbständigkeit kann man die
Kosten immer absetzen.
 

alpha

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EK und EKS ist ja ein Unterschied, ich verdien auch noch ein paar € nebenbei, die Abrechnungen muss ich monatl. einreichen. Das ist aber getrennt von EKS zu sehen, denn EKS ist nur für Eink. aus selbstst. Tätigkeiten.
 

Pfiffi

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Damit ist es doch klar, für Dein 400 € Einkommen EK und für Deine Selbstständigkeit EKS, also 2 verschiedene Baustellen, welche sich aber letztendlich in Deinem Bescheid wiederfinden.
 

Minifisch

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Ich habe mit meinem Chef geredet und wir stellen den Vertrag um damit ich ihm dann eine Rechnung schreiben kann. Somit habe ich im September Lehrgeld gezahlt und kann meine geplante Werbeaktion erst im November starten und im Oktober nichts weiter für mein eigentliches Gewerbe tun. Wenn solche Leute schon für das Jobcenter arbeiten, dann sollten sie auch Ahnung haben! :icon_sad:
 
E

ExitUser

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Ich glaube es ist an der Zeit, dich in ein Geheimnis einzuweihen: Das JobCenter und Leute die fürs JobCenter arbeiten sind keinesfalls gewillt dir in irgendeiner Art und Weise zu helfen, die für dich positiv sein könnte. Helfen tun die dir nur dabei Fehler zu machen, so dass du weniger Geld bekommst.
Du kannst dich nur auf dich selbst verlassen...oder maximal auf das Forum hier.
 

Pfiffi

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Lese Dir bitte vorher nochmal einige Beiträge zum Thema "Scheinselbstständigkeit" durch, nicht das Ihr dann im Vertrag Sachen drin habt die man als eine solche ansehen könnte, wäre ja fatal sonst, wenn Du Dich dann mit Forderungen konfrontiert sehen würdest, die Dir keiner gesagt hat. Unwissenheit schützt nicht, daher sollte man sich wirklich versuchen umfassend zu informieren und selbst entsprechend zu belesen, auch wenn es mitunter nicht einfach ist, alle und vor allem richtige Informationen zu bekommen.:icon_kinn:

Steht hier fast alles im Forum ist eben aufwändig alles zu lesen und die Infos zusammenzutragen.
 

Minifisch

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Pfiffi, das mag sein das man sich selbst informieren muss. Ich bin trotzdem davon ausgegangen wenn jemand im Auftrag vom Jobcenter abreitet das ich dann auch korrekte nformationen bekomme wenn ich schon genau nachfrage, darf ich denn das geld aus dem 400 EUR Job im Unternehmen einsetzen oder wird das angerechnet? Nein das kann ich nutzen. Später war alles ein Missverständnis. So. Und dann hatte ich eben in den sauren Apfel gebissen und die meldung plus Kontoauszug eingereicht. Irgendwann kam ein brief man hätte davon erfahren das ich einen Nebenjob habe und weil ich meiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen bin (hä?) hat man die Leistung ersteinmal storniert. Woher wissen die von dem Nebenjob? Entweder der Coach hat es brühwarm erzählt oder sie haben meine eingeschickten Unterlagen doch bekommen und wollten mir mal eben ans Bein pinkeln. Weil ich nichts besseres zu tun hatte, habe ich alles nochmal hingeschickt, ohne Arbeitsvertrag weil geht sie nichts an. Und was passiert? Kein Geld, kein einziger Cent wurde überwiesen. Komme gerade von einem Auftraggeber rein und muss nun noch schnell ins Jobcenter rudern und dort versuchen was zu erreichen. Habe jetzt schon wieder Herzrasen. Und mal ganz anders gesagt: Da können die sich schon freuen das es was anzurechnen gibt und dann hat man dafür als "Dankeschön" nur noch mehr Stress und Ärger und nachteile an der Backe! :icon_neutral:
 

franky0815

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der coach sollte doch eine betriebshaftpflicht haben, meiner ansicht nach is er für die falschberatung voll haftbar, einzig dass zu beweisen dürfte schwer sein.
wenn ddie meldung mit dem nebenjob vom deinem coach ans jobcenter stammt würde ich anzeige erstatten.
 

ela1953

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"Im Grunde genommen" hat der Coach ja Recht. Jeder darf den Lohn aus einem 400 Euro Job komplett behalten und ausgeben, wie er will. Du durftest also deine 400 Euro in deinen Betrieb stecken.

Der Coach hat nur verschwiegen, dass ein Nebenverdienst bei der Berechnung des Leistungsanspruchs berücksichtigt wird, sprich, ein Teil von der Leistung abgezogen wird.
 

Minifisch

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So oder so, ich habe den Nachteil und kann natürlich nichts beweisen. Im Fall des Falles stünde Aussage gegen Aussage und wer als Verlierer dabei rausgeht dürfte klar sein. Manchmal habe ich von all dem so die Nase voll das ich mich wieder auf Vollzeitstellen bewerbe. Nicht das das wesentlich mehr Erfolg bringen würde.
 
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