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Chronische Depressionen 3 Jahre krank geschrieben und...

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Muzel

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Letztes Jahr konnte ich ohne Nachteile die drohende Zwangs-Reha von mir abwenden und ich hoffe, dass sie mir im nächsten Jahr erspart bleibt.
 

Muzel

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Ich weiß, (und das ist eben entscheidend für die Rente) Schnuffipurzel. aber in so einer Reha entscheiden andere über die eigene Gesundheit und diese Ungewissheit ist ungemein belastend. Als man mir nach meinen Rentenantrag die Reha bewilligt hat, bin ich ganz bestimmt 10 Heldentode gestorben.
 

gretl007

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Bei Klinikbewertungen.de kann man inzwischen fast jede Reha-Klinik nachlesen..ist so was ähnliches wie Holidaycheck aber eben für Reha-Kliniken..da stehen einige ganz interessante Bewertungen drin..
Da hatte ich mich im Vorfeld auch schlau machen können über meine Reha-Klinik..
Ich hatte wohl viel Glück mit meiner Kureinrichtung..

Gruß gretl
 

Muzel

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Man hat mir eine Klinik zugewiesen. Mein HA hat für mich eine ambulante Therapie befürwortet. Über diesen Antrag hat die DRV bis heute nicht entschieden. Die Beratungsstelle hat mir gesagt, dass die DRV solche Anträge überhaupt nicht liest und nach Lage der Dinge, gehe ich davon aus, dass die DRV auch einen Klinikwunsch nicht berücksichtigt hätte. Ich bin froh, dass meine Zeitrente bewilligt ist.
 
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Wenn Sie das nicht getan hätte, hätte man aber dagegen vorgehen können.
Ok ist leichter gesagt als getan. Vor allem wenn man krank ist. Weiß ich ja aus eigener Erfahrung.
Die DRV ist schon in manchen Fällen schlimmer als die Arge und das heißt schon was :icon_twisted:
 

gretl007

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Die DRV hatte meinen Kurantrag auch erst abgelehnt..
Ich habe 28 Jahre meines Lebens geschuftet, nebenher 2 Kinder aufgezogen..
Aus Angst um meinen Arbeitsplatz hab ich jede Kurempfehlung meines Orthopäden abgelehnt..bis er mir am Ende förmlich die "Pistole" auf die Brust setzte und sagte,daß ich keine Spritzen mehr von ihm bekommen,wenn ich nicht endlich den Kurantrag stelle..

Dann kam die Ablehnung..mit Hilfe des VdK Widerspruch-und siehe da ich bekam ganz schnell Post und mußte zum Gutachter..
Ich hatte einen, mir wohlgesonnen, Gutachter erwischt(auch so etwas gibt es)...noch bevor er mich untersuchte sagte er schon das ich selbstverständlich meine Kur bekomme..
Das ganze hat sich insgesamt 1 Jahr hingezogen..in diesem Jahr haben sich die Symptome derartig verschlechtert,das die Kur nicht den Erfolg hatte,den die RV sich erhofft hatte..

Nein,die Kurklinik konnt ich mir auch nicht aussuchen.Aber mit Hilfe vom Bewertungsportal im Internet konnte ich mir im Vorfeld schon einmal ein Bild machen von der Klinik..

Gruß gretl
 
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Man hat das Recht eine Klinik vorzuschlagen!
Das einem die Rentenversicherung das nicht auf die Nase bindet ist klar.
Man sollte das gleich bei dem Rehaantrag mit abgeben. Sie müssen die Klinik berücksichtigen und können sie nicht einfach so ablehenen. Zudem hat man ein Widerspruchsrecht sollten sie die Klinik ablehnen.
Ich such das heute nochmal raus.
 

sogehtsnich

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entscheiden andere über die eigene Gesundheit und diese Ungewissheit ist ungemein belastend.
In Deutschland finde ich das äußerst menschenverachtend, dass Juristen, Richter und Börokraten über den Gesundheitszustand entscheiden!
 

Die Antwort

Elo-User/in

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Franzi, ich mach das jetzt so, die Kasse hat mir gesagt, dass eine Wartezeit von 6 Monaten auf einen Therapeuten zumutbar ist. (An sich sollte jeder Kassentherapeut grundsätzlich Kapazitäten für eine Krisenintervention frei haben. Das mir Therapeut eine Krisenintervention angeboten hätte, wüsste ich.) Man muss 10 Abschmetterungen in dieser Zeit nachweisen, dann bekommt man einen Therapeuten, der keine Kassenzulassung hat und bereit ist für 81,5 Euro pro 50 min arbeitet. Dass ist der Satz der BEK. Ich dokumentiere mir nun jedes Telefongespräch und jede E-Mail.
Für Krisenintervention haben viele Kliniken psychosomatische Abteilungen in denen man Kurztherapien von einigen Sitzungen machen kann (ambulant). Bei schwereren Situationen gibt es psychosomatische Tageskliniken die bei Notwendigkeit auch kurzfristig aufnehmen können.
 
E

ExitUser

Gast
Für Krisenintervention haben viele Kliniken psychosomatische Abteilungen in denen man Kurztherapien von einigen Sitzungen machen kann (ambulant). Bei schwereren Situationen gibt es psychosomatische Tageskliniken die bei Notwendigkeit auch kurzfristig aufnehmen können.
Das kommt ganz auf den Wohnort an. Unsere (psychiatrisch-psychotherapeutische) Tagesklinik hat mich damals nicht aufgenommen, weil ich keine Medikamente nehme. Fahrkosten für eine andere Klinik werde natürlich nicht übernommen, weil es vor Ort ein Angebot gibt. Die Wartezeiten sind aber auch bei Tagekliniken oft sehr lang. Krisenintervention gibt es in unserer Stadt (so 65.000 Einwohner) gar nicht.
 

Hansilo

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Hallo zusammen,
...ich gehöre auch zum Club. Mit allem Zubehör: Allerschwerste Depressionen, panikartige Angstzustände etc.
Durch die Einnahme des Medikaments Citalopram werden diese Beschwerden unterdrückt.
Rente wurde 2x abgelehnt, und jetzt habe ich Klage beim Sozialgericht eingereicht.
Mir wurde geraten, mich beim Arbeitsamt pro forma beschränkt arbeitsfähig schreiben zu lassen, um Alg 1 zu kriegen.
Dies bekomme ich nun auch wirklich.
Doch nun schickt mich die Arbeitsvermittlung auf eine "Wiedereingliederungsmaßnahme"...
Das würde bedeuten, 3 Tage die Woche von Morgens bis Abends in eine Schulung, wo ich zum Beispiel lernen soll, Bewerbungsschreiben zu verfassen...

Weigere ich mich, wird mir das ALG gestrichen, und ich muß
Hartz 4 beantragen.
Dies wiederum wird aber schwierig, da mit dem Einkommen meiner Frau dieser niedrige Satz etwas überschritten wird.

Das Problem ist:

Ich KANN nicht arbeiten und somit auch nicht 3 Tage die Woche so eine völlig sinnlose Maßnahme aushalten. Das ist definitiv und NICHT zu diskutieren und von Hausarzt und Psychiater bestätigt.

Gehe ich hin, kriege ich zwar das Geld, richte mich aber zugrunde.
Gehe ich nicht hin, kriege ich gar nichts und richte mich auch zugrunde.

Gleich neben meinem Häuschen ist ein Asylantenheim.
Die sind alle kerngesund und kriegen, was sie zum Leben brauchen, bezahlt.

Es lebe der Deutsche Staat.

Euer Hänsel!!!
Ich widme diesen Beitrag Robert Enke.
 

Bestagers

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Werde Mitglied beim VDK! Dort wirst du gut beraten und bist bestens aufgehoben!

Viel Glück
 

Muzel

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Hallo Hänsel, warum holst du dir kein Attest von deinem behandelnden Arzt, dass du das Bewerbungstraining mit deiner Krankheit nicht durchhältst. So habe ich das gemacht, als man mir das 2. Bewerbungstraining auf das Auge drücken wollte.
 
E

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Du könntest eher eine gute Rehamaßnahme vertragen. Bewerbungstraining wird dir sicher nicht helfen ...
 

Hansilo

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Danke, Freunde.
Eure kurzfristigen Antworten haben mich tiefst erfreut - und das meine ich ehrlich.
Reha hatte ich heuer im Juni, psychosomatische Reha in Bad Kissingen, von der Rentenversicherung angeleiert, zum Zwecke der Gutachtenerstellung wegen meines Rentenantrags.

Ergebnis: Arbeitsunfähig...

Zum Thema VdK:

Ich bin bei der Gewerkschaft VerDi, und die haben mich an die Rechtsabteilung des DGB weitergeleitet. D.h. die beschäftigen hier bei uns zwei Anwälte, die auf solche Sachen spezialisiert sind. Dort erhalte ich gute Unterstützung.

Ich nehme seit fast 2 Jahren 80 mg Citalopram am Tag...
Von selbst produziert mein Hirn halt kein Serotonin mehr...

Der Rentenversicherung geht es aber nur ums Geld sparen.
All unsere logischen und vernünftigen Argumente sind deshalb völlig wertlos.

Aber es tut gut, mit Leidensgenossen zu "reden"!

Euer Hänsel
(der sich die Frechheit erlaubt hat, nach 30 Jahren Arbeit mit 46 krank zu werden, ohne vorher zu fragen:icon_klatsch:
 
E

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Nach der medizinischen Reha wäre konsequenterweise ja nun über eine berufliche nachzudenken.

Das mit den Medikamenten sollte keine Dauerlösung sein. Hat die Therapie nicht angschlagen?
 
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Hallo En Jordi, Hänsel und alle?
bin 55, arbeitslos, von Krankenkasse im Oktober ausgesteuert, vom med. Dienst (Gutachten) für 6 Monate 3-6 std arbeitsfähig beurteilt und habe jetzt noch einen Restanspruch von ca 7 Monaten ALG1.
Der SB sagte, P. 125 greift nicht. Die Krankmeldung (Depressionen) vom Arzt die ich habe, interessiert niemanden. Im September habe ich auch EM-Rente beantragt.
Ich werde bald in eine Maßnahme geschickt.
Gbt es eine Alternative? oder die Möglichkeit zum Widerspruch, ohne dass ich ALG1 verliere? Ich KANN NICHT !!!
Bekommt man wirklich das ALG1 nicht weiter, Hänsel, wenn man in die Maßnahme nicht gehen kann? Ich habe gedacht, ich werde am ersten Tag hingehen, solang ich kann und dann... mal sehen! ... zum VDK oder RA??
 

Hansilo

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Hallo,

- Die Reha brachte keinen Erfolg
- Der Zustand ist dauerhaft. Sagen Psychiater und Hausarzt und ich.
- Ohne die Tabletten ist ein Überleben nicht möglich. Definitiv.
- Auch ich kann die Maßnahme nicht machen, Montags versuche ich, ein entsprechendes Attest beim Hausarzt zu bekommen.
. Ich stelle jetzt einen Antrag auf Schwerbehinderung.

Mit herzlichem Gruß an die Deutsche Rentenversicherung und an euch

Euer Hänsel
 
E

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Ach das ist aber traurig. Bei mir sind es eher die Lebensumstände, die eine Genesung unmöglich machen. Die Ärzte wollen mir immer Medikamente andrehen, aber ich bleibe standhaft. Das ist aber immer eine Einzelfallentscheidung.

Bei schweren Depressionen gibt es, max. 40% GdB, da muss also noch etwas anderes dazukommen, um den Schwerbehindertenstatus zu erreichen, oder man kann beim Amt Gleichstellung beantragen.

Wegen der Maßnahmen: Wenn ihr krank seid kommen höchsten Rehamaßnahmen in Frage und die sind immer freiwillig. Bei mir hat der PD der Agentur für Arbeit Rehabedarf festgestellt und seitdem habe ich vor der Arge Ruhe. Krankgeschrieben war ich in der ganzen Zeit nie.

Euch alles Gute und lasst euch nicht bevormunden, trotz Krankheit
 

Muzel

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Wenn Heilbehandlungen von Leistungsträgern bewilligt werden, ist die Reha an sich freiwillig, nur es können Leistungskürzungen oder Leistungsversagungen als Folge eintreten. Das ist für mich nicht freiwillig.
Ich bin z.Z. in psychotherapeutischer Behandlung, die Therapeutin erzählt mir ständig etwas über ihre Schweigepflicht. Mich ärgert das gewaltig und das habe ich ihr auch schon gesagt, dass für einen Leistungsbezieher die Schweigepflicht nicht das Papier wert ist, auf das sie gedruckt ist. Gelddruckmaschinen können natürlich auf ihr Recht bestehen.
 
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