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Chronische Depressionen 3 Jahre krank geschrieben und...

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b31runner

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#1
der vom Sozialgericht bestellte Gutachter schreibt mich voll arbeitsfähig.

Vorgeschichte:
Wegen chronischer Depressionen wurde ich über 2 Jahre hinweg krank geschrieben.
Therapie bei psychologischer Therapeutin begann im Oktober 2007.

Hausarzt und Therapeutin halten mich für 3-4 Stunden arbeitsfähig, aber nur dann, wenn ich nach 45 min. Arbeitszeit eine Pause von mind. 30 min. bekommen würde. Danach erneut 45 min. arbeitsfähig usw. usw.

Rentenantrag wurde gestellt, Gutachter der RV schreibt mich 8 Stunden arbeitsfähig.

Klage vorm Sozialgericht eingereicht, Gutachter wird vom Sozialgericht geordert und nun das Ergebnis:

8 Stunden arbeitsfähig.

Nun geht es mir noch schlechter als zuvor.

Was kann ich tun?
Bin auf Hartz IV.
 
E

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Gast
#2
Das ist schwierig. Wenn schon zwei Gutachter dich für voll erwerbsfähig halten, kannst du vielleicht noch versuchen eigenen Gegengutachten zu bringen.

Auf jeden Fall zum Rechtsanwalt / Sozialverband etc. gehen. Bei akuten Problemen kannst du dich ja weiterhin krankschreiben lassen.
 
E

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Gast
#3
Hallo geh doch mall zur VDK die können dir weiterhelfen das blöde nur an der vdk ist wenn Mann noch kein ganzes jahr bei denen mitglied ist und gleich mit rentenangelegenheiten kommt muss Mann eine gebühr von 90,- Euro zahlen und die mitgliedschaft von 20 euro vom Rest des jahres aber das kann man alles in raten zahlen das sind ganz nette Leute.gruß christof
 

b31runner

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#6
Danke für eure Antworten (mit Ausnahme von jane doe)

Weiterhin krank schreiben lassen wird wohl so kommen.
Wenn man nicht ernst genommen wird mit seinen Problemen, dann wird es erfahrungsgemäß noch schlimmer.
Jedenfalls ist das bei mir so.

Ich frage mich wie es ein Gutachter verantworten kann so zu schreiben.
Ich möchte nicht wissen wieviele Menschen sich umgebracht haben, weil ihr Problem nicht ernst genommen wurde.
 
E

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Gast
#7
Hallo hast du ein paar Artteste wo drinne steht das du arbeitsunfähig bist wenn ja hast du eine chance das du Sozialhilfe bekommt.
 
E

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#8
Bei seelischen Erkrankungen kannst du fast davon ausgehen, dass du nicht ernst genommen oder für arbeitsscheu gehalten wirst, weil die Diagnose nicht so einfach ist und auch von Aussagen des Patienten abhängt. Dennoch gibt es anerkannte Testverfahren.

Interessant wäre zu wissen, wie die Gutachter zu ihrer Aussage kamen. Da könnte man vielleicht ansetzen, wenn bisherige Befunde ignoriert oder nicht durch neue belegt wurden.

Lass dich nicht unterkriegen! Versuch dir keinen Stress zu machen und lass dich sofort krankschreiben, wenn es dir schlecht geht.
 

Muzel

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#9
Ich weiß nicht, was du für einen pfiffigen RA hattest. Ist er vor Gutachtenbestellung gefragt worden? Sollte das nicht der Fall gewesen sein, müsste man das "rechtliche Gehör" rügen. Allerdings macht das alles nur Sinn, wenn irgendein Mediziner deines Vertrauens über die ganzen Gutachten geschaut hat, ob die schlüssig sind oder nicht. Dazu kann ich so nichts sagen.
 

Muzel

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#10
Noch ein Tipp, gute RAs arbeiten mit einem Gutachter zusammen.
 

jane doe

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#11
AW: kein scherz!

ich meinte das ganz ernst. denn nur der aufenthalt in der psychiatrie dokumentiert, auch für amtsärzte, den leidendruck, den depression so mit sich bringt.

und wenn ich das etwas flapsig geschrieben habe, dann hat es auch damit zu tun, daß ich durchaus erfahrung habe, also mit depression und stationärem aufenthalt.
 

b31runner

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#12
Jane doe:

eine Psychoklinik hilft mir nicht bei meinem Problem.

Lass das mal bitte so stehen!

Ich habe bislang nur die Aussage eines Telefonates und erhoffe mir morgen die Vorlage des Gutachtens.

Ich danke euch allen für die Beiträge und melde mich nach dem Lesen des Gutachtens wieder.

Lieben Dank.
 

Muzel

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#13
Jane, ich habe deinen Beitrag auch missverstanden, weiß aber, dass durch einen Aufenthalt in der Psychiatrie entsprechende gesundheitliche Einschränkungen untermauert werden können. (Was ist schon eine einstündige Untersuchung als gegen eine ganztägige psychische Beobachtung). Ich halte für mich persönlich die Geschichte für recht riskant, weil man das Ergebnis einer Untersuchung nie genau vorhersehen kann. Ich würde so etwas nur privat durchführen lassen, aber das ist eine gewaltige Kostenfrage. Ein so brisantes Gutachten sollte man selbst zuerst gelesen haben, bevor man es einer Behörde oder einem Gericht zur Kenntnis gibt.
 

Muzel

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#14
Wenn jemand sich in stationäre Behandlung begibt, taucht die Diagnose in den Unterlagen der KK auf.
 

penelope

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#15
Wenn jemand sich in stationäre Behandlung begibt, taucht die Diagnose in den Unterlagen der KK auf.
kurze Frage an dich Muzel, bedarf es wirklich erst einer stationären Behandlung bevor die KK die Diagnose kennt:confused:

Hallo jane doe
ich meine bis es zu so einer ausgeprägten Depression kommt, gibt es meist eine lange Krankheitsgeschichte.

Es fängt meist mit Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit und Übelkeit an, dazu kommt noch das ständige Gefühl, daß alles in der Welt negativ ist. Man verliert so in sehr kurzer Zeit sein Selbstwertgefühl, gibt sich für alles Schuld und sieht schwarz in die Zukunft.

Es gibt viele Faktoren die den Betroffenenden den Boden unter den Füßen weg zieht, sie verlieren die Zuversicht und das Vertrauen in eine für sie positive Zukunft.

Eine Depression kann aber auch aus anderen bereits vorhandenen Erkrankungen entstehen. So sind z. B. Menschen, die an Zwängen, Angsterkrankungen, Alkoholismus, Phobien, Schlaflosigkeit oder chronischen Schmerzen leiden, und anfällig für eine Depression sind!
 

Muzel

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#16
Penelope, ich habe die KK gefragt: Die Ärzte rechnen nur in Ziffern ab. Die Diagnose taucht nur bei einer Au-Meldung oder Kur (stat. Therapie) auf. Normalerweise rechnen die Ärzt nur die Untersuchung, die Beratung und das Ausstellen eines Rezeptes bei der Kasse (KV=Kassenärztliche Versorgung) ab und das geht dann natürlich weiter an die Kasse. Diese Abrechnung ist eine Wissenschaft für sich.
 

Muzel

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#17
Wenn man ein Gutachten haben möchte , sollte man es mit einen Zweizeiler von der Behörde fordern, die es beantragt hat. Die müssen es begründen, wenn man es nicht einsehen darf. In meinen Gutachten vom (soz.med. Dienst) Versorgungsamt und anderen Behörden steht gleich drin, ob ich das bekommen darf oder nicht.
 

b31runner

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#18
Ich bekomme morgen das ORIGINAL Gutachten :icon_party:

Mal sehen was da drin steht.
 

b31runner

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#20
Im Gutachten steht nahezu WORTWÖRTLICH:

Ich simuliere.

Ich wäre arbeitsscheu.

Ich bin fix und fertig......
 
E

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#21
Das hört man öfter bei psychischen Erkrankungen. Alles was nicht genau sichtbar oder messbar ist, übersteigt die Vorstellungskraft von solchen Viehdoktoren.

Also jetzt das Gutachten anzweifeln und Gegengutachten deiner Ärzte und Therapeuten einbringen. Bei Bedarf kannst du dich ja jederzeit krankschreiben lassen.
 

penelope

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#22
Guten Abend b31runner

darf ich fragen ob du in Moment Medis einnimmst, wenn ja von wem
verschrieben:confused::icon_smile:
 

b31runner

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#23
@ en Jordi: Ja, weil es mir nun noch schlechter geht.

@ penelope: Ich nehme nichts ein. Ich bin auch nicht bei einem Psychiater, der das tun würde vielleicht, sondern bei einer Psychologin. Diese darf das wohl nicht.
 

Fischlein

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#24
der vom Sozialgericht bestellte Gutachter schreibt mich voll arbeitsfähig.

Vorgeschichte:
Wegen chronischer Depressionen wurde ich über 2 Jahre hinweg krank geschrieben.
Therapie bei psychologischer Therapeutin begann im Oktober 2007.

Hausarzt und Therapeutin halten mich für 3-4 Stunden arbeitsfähig, aber nur dann, wenn ich nach 45 min. Arbeitszeit eine Pause von mind. 30 min. bekommen würde. Danach erneut 45 min. arbeitsfähig usw. usw.

Rentenantrag wurde gestellt, Gutachter der RV schreibt mich 8 Stunden arbeitsfähig.

Klage vorm Sozialgericht eingereicht, Gutachter wird vom Sozialgericht geordert und nun das Ergebnis:

8 Stunden arbeitsfähig.

Nun geht es mir noch schlechter als zuvor.

Was kann ich tun?
Bin auf Hartz IV.
Ich bin in der gleichen Lage wie Du. Allerdings jetzt "erst" 1 Jahr krank geschrieben. Mein Antrag auf EU-Rente läuft jetzt seit 2006 und ich bin auch in Berufung gegangen. Habe letztes Jahr im Juli mein drittes Gutachten bekommen und nun.... Erst mal Sendepause.

Bei meiner ersten Verhandlung vor dem Sozialgericht hatte ich einen Rechtsanwalt ( den ich übrigens erst 5 Min vorher kennen gelernt habe ) vom VDK dabei. Aber der hat während der ganzen Verhandlung den Mund nicht auf gemacht. Und obwohl mir das gar nicht liegt habe ich dann versucht selber meine Situation zu schildern. Hat aber natürlich nichts gebracht. Der Richter musste dann am Ende den Anwalt 2x ansprechen und fragen ob er noch was sagen will. Der hat dann nur geantwortet: Meine Mandantin möchte das Urteil schriftlich. Das war 2007 !

Nach dem letzten Gutachten vom Juli 2008 hat man mir auch geraten ein Gegengutachten machen zu lassen. Aber das kostet ja bis zu 1200 Euro !!!! Ich bin aber auch Hartz IV .

Jetzt habe ich schon Angst vor dem nächsten Gerichtstermin der allerding wie gesagt noch nicht fest steht. Am liebsten möchte ich alles wieder absagen. Auch ich bin mit den Nerven völlig runter. Wenn ich morgens aufsteh denk ich daran, wenn ich ins Bett und genauso tagsüber.

Der einzige Vorteil im Moment: Die ARGE läßt mich z.Zt. ziemlich in Ruhe. Aber was ist wenn aus dem EU-Antrag wieder nichts wird ?

Ich werde nächstes Jahr 59. Und wenn sich bis dahin nichts geändert hat werde ich mit 60 in Rente gahen. Auch mit Abzügen. Ich glaube aber, dass es mir dann besser geht.


Viele Grüße einer Leidensgenossin
 

b31runner

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#25
Hallo Fischlein,

das ich genau weiß wie du dich fühlst ist ja klar.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass man uns nicht ernst nimmt.
Und das alles nur, weil es ums liebe Geld geht.

Ich sehe das aber anders, denn wenn wir Hartz IV beziehen bekommen wir Gelder aus der Steuerkasse, aus einer Kasse in die alle arbeitenden Bürger einzahlen.

Das möchte(n) wir beide nicht, oder?

Also möchten wir Gelder aus einer Versicherung welche wir mal abschließen MUSSTEN, ob wir wollten oder nicht.

Du, ich, dein(e) Arbeitgeber, meine Arbeitgeber....alle haben wir einbezahlt mit dem versprechen, dass wir als Renter oder bei früher Krankheit von dieser Versicherung (DRV) leben können.

Aber was macht der Staat?
Er macht uns psychisch noch kaputter, indem alle Gutachter angewiesen werden möglichst viele kranke Menschen als voll arbeitsfähig einzustufen.

Alles Gute für dich
 

Fischlein

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#26
Hallo Fischlein,

das ich genau weiß wie du dich fühlst ist ja klar.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass man uns nicht ernst nimmt.
Und das alles nur, weil es ums liebe Geld geht.

Ich sehe das aber anders, denn wenn wir Hartz IV beziehen bekommen wir Gelder aus der Steuerkasse, aus einer Kasse in die alle arbeitenden Bürger einzahlen.

Das möchte(n) wir beide nicht, oder?

Also möchten wir Gelder aus einer Versicherung welche wir mal abschließen MUSSTEN, ob wir wollten oder nicht.

Du, ich, dein(e) Arbeitgeber, meine Arbeitgeber....alle haben wir einbezahlt mit dem versprechen, dass wir als Renter oder bei früher Krankheit von dieser Versicherung (DRV) leben können.

Aber was macht der Staat?
Er macht uns psychisch noch kaputter, indem alle Gutachter angewiesen werden möglichst viele kranke Menschen als voll arbeitsfähig einzustufen.

Alles Gute für dich
Ich danke Dir für Deine Antwort. Und, oh ja ich weiß, dass Du weißt was ich fühle.

Ich frage mich auch was die Gutachter sich dabei denken oder werden die dafür bezahlt. Und wer überhaupt alles begutachten darf.

Bei mir z.B. liegt eine Neuropathie vor. Das heißt taube Beine. Und da hat mich dann eine Augenärztin begutachtet.

Mittlerweile haben sich auch Depressionen eingestellt. Aber bis zur Rente, auch mit 60, werde ich mich schon noch durchwurschteln.

Dir auch viel Glück und viele Grüße auch aus dem Süden Deutschland
 

Muzel

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#27
Augenärzte fühlen sich nicht für die Beine zuständig. Du hättest die Untersuchung verweigern sollen. Wie lange ist die Untersuchung her? Man kann Befangenheit innerhalb von 14 Tagen nach der Untersuchung rügen.
 

gelibeh

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#28
Ich bin auch nicht bei einem Psychiater
Kann gut sein, dass das anders ausgesehen hätte, wenn Du beim Psychiater gewesen wärst.
 

merlano

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#29
Hallo b31runner,
was war denn deine Intention bei Stellung des Rentenantrages:
Strebst du eine volle Erwerbsminderung an?
Stimmt du der Einschätzung von Hausarzt & Therapeutin/Psychologin zu (= über 3 Std. erwerbsfähig)?
... oder einfach weg von der Arge?

Nun, was liegt auf dem Tisch!
"Deine Ärzte" halten dich für "teilzeit"-arbeitsfähig, mit einer sehr theoretischen Arbeits(zeit)-/Pauseneinteilung ... in der Praxis (in einer Leistungsgesellschaft) utopisch/nicht umsetzbar.
Mit diesem Backround einen Rentenantrag zu stellen .. alle Achtung ...
Der Gutachter der DRV attestiert dir eine Arbeitsfähigkeit von 8 Std.; der durch das SG bestellte Gutachter ebenso.

Man könnte ja weitermachen ... Gegengutachten/Klage/Revision ...
aber ist das ratsam/machbar ... bei einer chronischen Depression???

Es ist an der Zeit, dass du dir Ärzte mit Gewicht suchst!
jane_doe: denn nur der (stationäre) aufenthalt in der psychiatrie dokumentiert, auch für amtsärzte, den leidensdruck, den depression so mit sich bringt.
>>> UNIKLINIK!!!

(... ach ja, zu meinem Backround: ich bin seit 12 Jahren lebertransplantiert. Und bei so einem Eiertanz mit Hausarzt & Psychologin auf unterer Ebene wäre ich längst tot)
 

peramos

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#30
Hallo b31runner, ich habe eine ähnliche Situation, seit Februar 2007 bin ich in ständiger psychologischer Behandlung. Ich hatte 2 Herzinfarkte und leide laut 2 Psychiater und eine Psychologin plus mein Hausarzt an rezidivierende schwere depressive Episode, die halten mich für unter 3 Stunden arbeitsfähig. Bei mir liegen ein Kardiologisches und auch ein psychisches Problem. Ich habe den Rentenantrag März 2007 gestellt – erfolglos.
Jetzt muss ich auch noch das letzte Gutachten abwarten und Hoffnung ist sehr klein.
Ich bin 44 Jahre alt und habe 27 Versicherungsjahre und jetzt lebe ich von dem, was meine Frau verdient!
Tolles Rentensystem!

Ich wünsche dir sehr viel Kraft.

Ps. ich nehme jede menge an Medis fürs Herz und auch für die Psyche wie Citalopram, Mirtazapin und Tavor bei bedarf.
 

gelibeh

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#31
hatte anfangs auch wegen Depris, Angststörungen etc. Rente beantragt. Abgelehnt. War damals auch nicht in psychiatrischer Behandlung.Nun sind bei mir andere Erkrankungen dazugekommen, schwere >Durchblutungsstörungen Beine (kaum Gehfähig) und dieses Jahr Krebs. Nun erst haben die sich auf einen Vergleich vor Gericht eingelassen und mir volle Rente bis April 2012 bewilligt. Also, nur mit einem Hausarzt und Psychologen sieht das schlecht aus.
 
E

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#32
Das Perverse ist doch, dass die Arge Kranke loswerden will und froh ist um jeden den sie loswird, aber die RV möchte nicht zahlen und behauptet, dass man gar nicht krank ist.

Irgendwann wird die Arge dann aber einsehen müssen, dass man nicht vermittelbar ist. Gegen absurde Maßnahmen kann man sich ja immer mit einer aktuellen Krankschreibung wehren.
 

b31runner

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#33
Hallo b31runner, ich habe eine ähnliche Situation, seit Februar 2007 bin ich in ständiger psychologischer Behandlung. Ich hatte 2 Herzinfarkte und leide laut 2 Psychiater und eine Psychologin plus mein Hausarzt an rezidivierende schwere depressive Episode, die halten mich für unter 3 Stunden arbeitsfähig. Bei mir liegen ein Kardiologisches und auch ein psychisches Problem. Ich habe den Rentenantrag März 2007 gestellt – erfolglos.
Jetzt muss ich auch noch das letzte Gutachten abwarten und Hoffnung ist sehr klein.
Ich bin 44 Jahre alt und habe 27 Versicherungsjahre und jetzt lebe ich von dem, was meine Frau verdient!
Tolles Rentensystem!

Ich wünsche dir sehr viel Kraft.

Ps. ich nehme jede menge an Medis fürs Herz und auch für die Psyche wie Citalopram, Mirtazapin und Tavor bei bedarf.
Da muss ich ja ein schlechtes Gewissen bekommen, weil ich NUR chronische Depressionen habe.

(gilt auch für andere Antworten hier)

Danke für die rege teilhabe...finde ich sehr nett. (ernst gemeint)

Aber peramos: Das kann doch nicht wahr sein, was DIE mit dir "treiben"

2 Herzinfarkte, zweimal nah am Tod und dennoch die Ablehnung?

Ich bin ganz ehrlich schwerst entsetzt.

Was bilden sich Gutachter eigentlich ein was sie auf dieser Welt sind????

Ich wünsche dir alles alles Gute, egal wie es finanziell ausgeht, hauptsache du bekommst nicht noch einen dritten Infarkt.

Alles Gute!!!!!!!!!!!!!!
 

b31runner

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#34
Das Perverse ist doch, dass die Arge Kranke loswerden will und froh ist um jeden den sie loswird, aber die RV möchte nicht zahlen und behauptet, dass man gar nicht krank ist.

Irgendwann wird die Arge dann aber einsehen müssen, dass man nicht vermittelbar ist. Gegen absurde Maßnahmen kann man sich ja immer mit einer aktuellen Krankschreibung wehren.
GENAU!!!!!!!!!!!!!!

Alle weigern sich irgendeine Verantwortung zu übernehmen.
Egal ob man ZWANGSVERSICHERT wurde oder nicht.

Die gehen über Leichen, genau so ist das.

Du bist als Mensch wertvoll, wenn du

1.: Arbeiten gehen kannst um Steuern zu zahlen und zu konsumieren (MWST Steuer hinzu)

2.: Wenn du wählen gehst.

Ansonsten ist der Mensch etwas lästiges, wenn er erkrankt ist.
 

gelibeh

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#35
Da muss ich ja ein schlechtes Gewissen bekommen, weil ich NUR chronische Depressionen habe.
Nö, musst Du nicht. Ist schlimm genug.
 
E

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#36
Nö, musst Du nicht. Ist schlimm genug.
Das will ich auch meinen! Ich bin auch Leidensgenosse. Gerade chronische Depressionen sind nicht zu unterschätzen, weil man sich ja fast immer schlecht fühlt und gar nicht mehr glaubt, dass es mal besser werden könnte.
 

Muzel

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#37
Runner, gelegentlich drehe ich den Spieß um und lasse ich meinen Mitmenschen das fühlen was ich fühle, dann hört man meistens nichts mehr von denen.
 

b31runner

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#38
Runner, gelegentlich drehe ich den Spieß um und lasse ich meinen Mitmenschen das fühlen was ich fühle, dann hört man meistens nichts mehr von denen.
Das hilft sicherlich. :icon_klatsch:
 

b31runner

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#39
Wie ist das eigentlich...

Wenn ich nun aufgrund weiterer Krankschreibungen in die SOZIALHILFE fallen sollte:

Werden dann meine Exfrau und Kinder in Anspruch genommen?
Müssen die Auskünfte geben?

Danke im Voraus

B runner
 

peramos

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#40
Was bilden sich Gutachter eigentlich ein was sie auf dieser Welt sind????
Götter

Wenn man am Rechner sitzen und schreiben kann, ist man automatisch für die erwerbsfähig, du darfst keine Hobbys mehr haben und nur im Liegen sein, dann bekommst du vielleicht EM-Rente denn du könntest im Prinzip noch telefonieren für eine Hotline. Ja man weiß es nicht wo eigentlich fängt Erwerbsminderung und wo die Pflegebedürftigkeit. Für die ist ja auch die Arbeitsmarktlage uninteressant - ich glaube die kassieren Prämien für jeden den sie gesund erklären/ machen, heilen hehe sind halt Wunderheiler. Jetzt fehlen mir schon wieder die Worte und ich brauche Pause :icon_pause:sonst geht mir gleich vor Wut sehr schlecht.
 

b31runner

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#41
Es würde ja genügen, wenn mir der Gutachter geschrieben hätte:

Nur noch 3 - 6 Stunden arbeitsfähig

DANN wäre ich aus Hartz IV rausgefallen und hätte die Rente bekommen.

Aber mich 8 Stunden arbeitsfähig zu schreiben ist eine wahrhaftige Falscheinschätzung.

So muss ich feststellen, dass der Gutachter schlicht und einfach gelogen hat, weil er von höherer Stelle angehalten wurde möglichst niemanden die 3 - 6 Stunden zuzuerkennen.

Dann muss ich also auch anfangen zu Lügen, denn scheinbar kommen hier in diesem Land nur Lügner weiter.

Damit es nicht in Vergessenheit gerät, hier nochmal meine Frage von zuvor:
Wie ist das eigentlich...

Wenn ich nun aufgrund weiterer Krankschreibungen in die SOZIALHILFE (SGB XII) fallen sollte:

Werden dann meine Exfrau und Kinder in Anspruch genommen?
Müssen die Auskünfte geben?

Danke im Voraus
 

Susann

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#42
Chronische Depressionen sind medikamentös gut behandelbar. Ich kann mir vorstellen, dass ein Gutachter auch extrem darauf achten muss, ob jemand, der psychisch krank ist, auch alle möglichen Hilfen annimmt, wäre auch eigentlich logisch, wer ist schon gerne krank und tut nichts dagegen.

Es wäre so, als bräuchte es eine Operation um wieder arbeitsfähig zu sein und derjenige will das nicht.

Das ist kein Vorwurf, nicht das ich jetzt angefeindet werde, es ist die gesunde Logik dahinter. Sich krankschreiben lassen ist btw. nämlich kein Problem, auch über längere Zeiten, das ist durchaus bei Depressionen zu simulieren.

Ich wünsche dir, für dich einen weg in die Gesundheit zurückzufinden, denn Depressionen sind alles andere als angenehm.
 

b31runner

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#43
Hallo Susann,

ich werde dich keinesfalls anfeinden. Du hast es doch gut formuliert und bist sachlich geblieben, insofern steht dir diese Meinung auch zu.:icon_smile:

Es gibt Situationen im Leben denen man ausgesetzt ist oder war, die zu Depressionen führen können.

Es gibt aber auch Situationen im Leben denen man tagtäglich ausgesetzt ist, Situationen die man auch mit allen menschenmöglichen Mitteln nicht ändern kann, die Tagtäglich, Allnächtig nicht zu ändern, beheben oder mildern auf den Depressionszustand einwirken können.

Ich muss mich somit 24 Stunden, jeden Monat, jedes Jahr durchgehend mit einer (Trauer) Situation (kein Todesfall) auseinandersetzen, eine Situation welche meinen gesamten Lebensinhalt in dem oben genannten Zeitrahmen zerstört, bzw. bislang schon zerstört hat.

Ich glaube nicht, dass das Einwerfen von Pillen in irgendeiner Form etwas ändern würde, denn die Situation selbst wird sich in den nächsten mind. 10 Jahren nicht wenden.
 
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#44
Hallo Susan,
Medikamente können eine Depression fast nie heilen. Sie können Dich unterstützen. Wichtig wäre auch eine Psychotherapie, wo man sein Trauma oder Traumata verarbeiten kann und/oder lernt mit der Situation die einem in der Gegenwart belastet umzugehen.
Das wär so als wenn ich in Vollnarkose bin und keiner operiert mich :icon_smile:
Das soll keine Anfeindung sein, aber so einfach wie viele sich das vorstellen ist es leider nicht.
Zudem gibt es das Problem für gesetzlich versicherte das die Wartelisten lang sind. In vielen Regionen wartet man über ein Jahr auf einen Therapeuten.

Ich glaube würde man dafür sorgen, dass alle schnell einen Platz bekommen, die einen brauchen/wollen dann würde die Dauer der krankschreibung durchschnittlich bei Depressionen zurückgehen.

Das wäre ein Gewinn für alle aber das wäre auch logisch somit wird es wohl nicht passieren in D.
 

Susann

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#45
Hi,

puh, Glück gehabt :).

Ja, also ich schreibe hier auch aus persönlicher Erfahrung und finde es ganz schrecklich, weil aus meiner Sicht das System Arge Menschen krank macht bzw. auch in die Krankheit zwingt. Das sehe ich hier deutlich, es reicht ja nicht wenn Du, b31runner, deine persönlichen Schwierigkeiten ausräumst, dann kommt der nächste Dreck auf dich zu: die Arge. Das sind mindestens zwei Baustellen.


Ich habe auch einen Buchtipp:
[FONT=verdana,arial,helvetica][SIZE=-1]"Krankheit als Weg: Deutung und Bedeutung der Krankheitsbilder"
Thorwald Dethlefsen

Und das Wesen der Depression ist gerade keinen Ausweg sehen zu können, Medikamente können helfen diesen Nebel zu lichten und wieder Zugang zu sich selbst zu finden. Solange man sich selbst liegen lässt ändert sich natürlich nichts.

[/SIZE][/FONT]
 
E

ExitUser

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#46
Wie ist das eigentlich...

Wenn ich nun aufgrund weiterer Krankschreibungen in die SOZIALHILFE fallen sollte:

Werden dann meine Exfrau und Kinder in Anspruch genommen?
Müssen die Auskünfte geben?

Danke im Voraus

B runner
Da du voll erwerbsfähig bist, kann das ja nun nicht mehr passieren. Du kannst ja immer auf das Gutachten hinweisen.

Psychopharmaka haben kaum bekannte Langzeigtfolgen und zahlreiche Nebenwirkungen. Da muss man immer den Nutzen auch die Risiken gegenüberstellen.

Chronische Depressionen bekommte man nicht so leicht in den Griff, vor allem wenn die Lebensumstände nicht ideal sind. Das ist meine Meinung und Erfahrung.
 

Murphy

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#47
Das hilft sicherlich. :icon_klatsch:
Hallo Runner- man muss immer Versuchen von an ein Gegengutachten zu kommen. Habe ich leider damls auch nicht gemacht und war megaplatt. In meiner stadt gibt es sogar einen Gutachter, der sich beim hereinkommen schon damit brüstet, das sich mal ein patient bei ihm aus verzweiflung und angst aus dem fenster gestürzt habe----dieser Arzt ist Gutachter für mehrerer Kassen und Verbände gleichzeitig, hat auch mir damals voll fit bescheinigt.
Heute weiss ich , ich hätte direkt zum VDK gehen sollen...

Der gleiche Doc hat übrigens einen Patienten aus meinem Freundeskreis , der immer selbständig war , nach einem Hirninfarkt! - auch wieder voll fit eingestuft. Der hat dann aber geklagt und gewonnen.

Mit Logik oder geschweige denn Verständniss oder auch nur der ärtzlichen Fürsorgepflicht ist bei diesen Leuten nicht mehr zu rechnen- es bleibt nur selber zu kämpfen--Alles Gute und viel Glück- Murphy !
 
E

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Gast
#49

fritzi

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#50
Ich kann mir vorstellen, dass ein Gutachter auch extrem darauf achten muss, ob jemand, der psychisch krank ist, auch alle möglichen Hilfen annimmt, wäre auch eigentlich logisch, wer ist schon gerne krank und tut nichts dagegen. ... Das ist kein Vorwurf, nicht das ich jetzt angefeindet werde, es ist die gesunde Logik dahinter.
Wenigstens hast Du eingeräumt, daß diese "gesunde Logik" auf Deiner Vorstellung beruht :icon_rolleyes:.

Und zu Thorwald Dethlefsen - ich kenne das von Dir empfohlene Buch. Das sollte man schon sehr kritisch lesen. Eine Aussage von ihm lautet z. B.: "Die Menschen haben Krebs, weil sie Krebs sind." Da kann man dann schon ein bißchen drüber hin und herdenken, oder?
 

Susann

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#51
Ja fritzi,

kein Gutachter kann wen den Rest seines Lebens in Rente schicken wegen einer Krankheit, die ihrer Natur nach grundsätzlich und vorerst nicht als lebenslang deklariert ist. Und das ist bei Depressionen nicht automatisch der Fall, bei anderen Krankheiten eventuell schon. Und es gibt reichlich Depressive, die trotzdem arbeiten gehen können, ja Arbeit brauchen auf ihrem Weg gesund zu werden. Es kommt natürlich auf den Job an. Und es gibt Menschen, die werden erst krank wenn sie "nichts mehr zu tun haben", damit möchte ich ausdrücken, dass es sehr einseitig wäre, von vorne herein davon auszugehen, dass es richtig ist jemanden mit Depressionen gleich den Rest seines Lebens zu berenten.

Und ja, Krankheit als Weg, das kann auch so aussehen, dass ich in einer Depression hineingehe und auch unbewusst nicht mehr herauskommen will, weil mich in Gesundheit neue Konfrontationen und Ängste und Konflikte erwarten. Was ja bei der Verfolgungsbetreuung eindeutig der Fall ist, die macht Menschen krank, so sehe ich es. Im Grunde wäre hier eventuell eine große Hilfe, würde dieser Argemist ausgesetzt werden für einige Jahre, damit derjenige in Ruhe wieder zu sich kommen darf.

Aber das wollen die Verantwortlichen sicherlich nicht hören. Also die Politiker, Sachbearbeiter etc. das ihr System Menschen gesundheitlich schädigt. Und hier sehe ich schon sehr deutlich den Wunsch diesen Mist von den Hacken zu bekommen, damit sich b31runner wieder seiner Gesundheit widmen kann.

Verstehst Du jetzt wie ich es meine?

Übrigens gäbe es hier eventuell noch einen anderen Weg, nämlich Depression als Behinderung anerkennen zu lassen.
 
E

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#52
Deine Exfrau und die Kinder werden nicht in Anspruch genommen.

Der Gang zum Psychiater sollte auf jeden Fall unternommen werden. Schon weil die auch mit den speziellen Medikamenten den besseren Durchblick haben. Allerdings hätte dein Hausarzt schon längst mal was verschreiben können.

Sationärer Aufenthalt muss ja vielleicht nicht sein. Es gibt auch Tageskliniken. Allerdings macht es sich wohl für den Rentenantrag besser, wenn man in der Krisenabteilung war. Und wenns nur 3 Tage waren. Find ich bekloppt, aber was solls. Ich war da auch noch nicht. Hab allerdings auch keine Rente beantragt.
 

franzi

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#53

peramos

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#54
Hallo Susann
Chronische Depressionen sind medikamentös gut behandelbar. Ich kann mir vorstellen
nein kannst du nicht, glaub es mir!

Sei es du stand es schon auf einer Brücke, die Medikamente, die ich nehme, machen einen "Schild um mich" und mit der Zeit wird es weniger mit dem Schild.
Meine Depressionen/ oder besser gesagt meine Schwierigkeiten drehen sich um meine Herzerkrankung (KHK ist eine fortschreitende Erkrankung, ist sie weit fortgeschritten droht ein Herzinfarkt - na ja ich hatte schon 2 davon also ist es beim mir weit fortgeschritten)
Susanne ich möchte dich fragen, wie wird es dir gehen „psychisch“ mit einer schweren Herzerkrankung?
 

peramos

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#55
Noch was!
Viele Menschen begehren die EM-Rente – wieso?
Ich habe in meinem letzten Job 35.000 Euro / jährlich verdient, wenn ich Rente bekomme, sind es schlappe 800 € im Monat (allerdings jetzt habe ich 0 Einkommen)

Glaub es mir! Am liebsten, wenn ich könnte, hätte ich meinen letzten Job gemacht, leider macht der Körper sehr schnell schlapp.
 

peramos

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#56
Susann, sorry aber du hast keine Ahnung

Chronische Depressionen sind medikamentös gut behandelbar.
NÖ, Alkohol hilft auch, aber nur für kurze Zeit, genau so wie deine "Medis"
 
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#57
@ peramos
Menschen die keine chronische Depression haben können sich einfach nicht vorstellen wie das ist.
(Ich schreibe jetzt rein subjektiv wie ich es erlebt habe / erlebe und verallgemeinere es. Aber man sollte bedenken, dass jede Depression anders ist, andere Ursachen hat!)
Sie können nicht verstehn in was für ein dunkles Loch man fällt. Das man gar nicht die Kraft hat aus dem Loch herauszuklettern. Das man einfach nur in Ruhe da unten sitzen bleiben will, weil alles ander zu anstrengend ist.
Da helfen auch keine Pillen. Sie ändern daran nichts. Man muss erst mal soweit sein, dass man die Kraft findet herauszuklettern. Schritt für Schritt. Und dann können die Medis einem vielleicht helfen nicht so schnell aus der Puste zu kommen beim Klettern.

Eins meiner Probleme wird sich auch durch noch so viele Pillen nicht ändern. Mein Mann ist schwer krank und ich muss lernen damit umzugehen. Doch das Problem geht nicht weg. Auch durch Pillen nicht.
Niemand sollte gezwungen werden solche Medis zu nehmen. Ich wurde es und dadurch besserte sich nichts. Im Gegenteil. Die Nebenwirkungen waren heftig und mein Problem noch da. Wie soll es auch dadurch verschwinden?

Sorry ist etwas konfus geworden aber ich versuche solche Kommentare wie Susans einfach als das zu nehmen was sie sind. Gutgemeinte Ratschläge.
Sie meinen es nicht böse.
Ich will dir nicht auf den Schlips treten peramos. Bitte versteh mich nicht falsch.

@ Susan niemand sucht sich aus Depressiv zu werden. Genausowenig Krebs zu kriegen. Das Buch kenne ich und man sollte da schon sehr vorsichtig mit sein.
Man läßt sich auch nicht freiwillig liegen. Das doch Quatsch. Das wär ja so als wenn ich zu einem Brillenträger sag Guck einfach wieder richtig.
Medis können nur kurzzeitig unterstützen bei bestimmten Behandlungsabschnitten, deren Tempo der Patient bestimmt. Sie sind keine Heilung!


Diese Dunkelheit erdrückt einen. Nirgends ist ein Funken Licht, ein Funken Hoffnung. Man ist allein. Man fühlt sich wie schwerelos und trotzdem tonnenschwer….
...Ich könnte im Moment auch gar nicht arbeiten. Ich bin überhaupt nicht belastbar und ich habe Angst. Angst vor mir. Angst was in mit vergraben ist und rauswill.

Ich hatte vor meinem Zusammenbruch ein paar Mal den Gedanken, wie es wär einfach gegen den nächsten Baum zufahren. Einfach ein paar Pillen einzuwerfen und mich ins gnädige Dunkel fallen zu lassen. Ja man könnte sagen ich hatte zwischendurch Todessehnsucht. Wenn ich daran denke bekomme ich Panik. Panik ich könnte wirklich mal soweit gehen. Ich will nicht sterben. Meistens jedenfalls nicht.

Ich bin froh einen guten Arzt erwischt zu haben, der meine Beschwerden richtig einordnen konnte und gleich die richtigen Schritte eingeleitet hat. Was mich allerdings sehr betrübt ist, das es soo lange mit meiner Reha gedauert hat und das ich immer noch keinen Psychotherapeuten gefunden hab. Ich stehe entweder auf Wartelisten oder ich passe nicht ins Praxiskonzept. Supi. Die einzige Therapie, welche ich sofort anfangen konnte war Antidepressive zu schlucken....
Dies sind ein paar meiner Notizen die ich während meiner langen Krankengeschichte geschrieben hab. Und nein da hielfen Pillen nicht. Die konnten mich nur ruhigstellen. Mich abdröhnen. Das ist keine Heilung!

Das Hauptproblem ist das den meisten Menschen in D die richtige Behandlung verweigert wird. Eine fundierte auf den Patienten abgestimmte Psychotherapie. Dies ist nämlich teurer als ein paar Pillen.
 

susan

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#59
Hallo,
geb die Suche nach einem guten Therapeuten nicht auf. Es war bei mir auch sehr schwierig da nur wenige das posttraumatische Belastungssyndrom und Borderline zusammen behandeln können.
Ich hätte nach 2 Jahren Suche wirklich Glück endlich einen super Arzt gefunden zu haben.
Allerdings nahm ich auch von Anfang an schon Antidepressiva und mir halfen bzw helfen sie sehr den Alltag besser zu meistern dies ist aber von Fall zu Fall unterschiedlich.
Mittlerweile nehme ich deutlich weniger Tabs und es geht mir gut damit, sobald ich aber merke es geht mir wieder einen Tag sehr schlecht nehme ich auch wieder brav meine Tabs.
Depressionen kann man aber nicht mit einem Trauma oder Borderline vergleichen daher weiß ich auch, dass du für dich die richtige Therapie finden mußt um dein Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Bei mir schrieb der Amtsarzt dass ich nicht arbeitsfähig bin, beim einreichen der EU Rente sah das ganze anderst aus, hier wurde ich für bedingt arbeitsfähig gehalten mit sehr vielen Auflagen, womit man niemals einen Job finden würde.
Mein Arzt (wohl sehr anerkannt bei der Arge da er unter anderem eine Ambulanz leitet) sagt ich bin noch mindestens 2 Jahre arbeitsunfähig eher länger. Aktuell hat mich die Arge auch mal wieder genervt wegen einem Attest wie lange meine Therapie wohl noch geht aber ich denke jetzt ist wieder Ruhe.
Ich denke mit einem richtigen Arzt wirst du mit der Arge deutlich weniger Probleme haben.
Also immer wieder anrufen und wenigstens um ein Vorgespräch bitten denn ohne das bist du eventuell umsonst auf der Warteliste wenn du garnicht mit dem Arzt kannst. Man muß ja Symphatie für einen Arzt entwickeln sonst funktioniert eine Therapie sowieso nicht.
Ich wünsche dir weiterhin alles Gute und lass den Kopf nicht hängen.
 
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#60
Ich habe einen Therapeuten. Das waren Notizen aus meiner langen Krankengeschichte um zu verdeutlichen, dass es nicht so einfach ist mit der Heilung.

Und mit der Arge habe ich diesbezüglich kaum Probleme. Die wissen das ich fast fertig bin mit meinem Studium und den Schwerpunkt SGB2 habe. Die lassen selbst meinen Mann relativ in Ruhe.

Ich finde es nur gefährlich zu sagen Depressive sollen einfach ein paar Pillen einwerfen und dann sind sie gesund! Das sehen leider schon viel zu viele so. Wenn dann selbst psychisch Erkrankte das so formulieren wie Du schießen wir uns alle ins eigene Knie.
Genauso sollte man nicht einfach behaupten viele hätten gar keine Lust sich behandeln zu lassen, weil sie sich liegen lassen! (siehe meine Beispielzitate)
Da hat man dann keine Kraft dazu und kommt auch gar nicht auf die Idee.
 

Muzel

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#61
Das sehe ich wie meine Vorredner. In meinem Bekanntenkreis haben sich 2 Leute mit einer chronischen Depression während bzw nach einer stationären Therapie umgebracht. Die Frau hat sich am Heizkörper erhängt und der Mann war auf Urlaub aus der Psychiatrie zu Hause.Er nahm sich als allererstes den Autoschlüssel und ist zum See gefahren um sich zu ertränken. Eine Woche war die Familie im Ungewissen. Dann hat aber eine aufmerksame Spaziergängerin das einsame Auto bemerkt und die Behörden verständigt. Man konnte noch nicht einmal den Todeszeitpunkt mehr feststellen.
Ich finde es einfach schlimm, wenn dies Krankheit verharmlost wird. Beide Menschen könnten heute noch leben, wenn die Krankheit so einfach zu behandeln gewesen wäre.
 

Die Antwort

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#62
Die Frage stellt sich hier doch gar nicht. Entweder er ist nicht erwerbsfähig und bekommt eine Rente oder er ist erwerbsfähig und bekommt Alg II. Es kann ja nicht sein, dass jemand für die Arge erwerbsunfähig aber für die RV erwerbsfähig ist. Das wäre lächerlich, oder?
Gibt es. In dem Fall bekommt man bis zur Klärung der Rente weiter ALG II und läßt sich vom behandelnden Facharzt gegenüber der ARGE krankschreiben. Das kann durchaus auch etliche Jahre so gehen, bis die Erwerbsminderungsrente durch ist.

Auch hier kann gegenüber der Rentenversicherung der Klageweg nötig sein. Übrigens werden EM Renten bei Erstantrag fast immer abgelehnt und dann reicht man begründeten Widerspruch ein.
 

Muzel

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#63
Hallo Antwort! Nach meinen Erkenntnissen sollte es bei widersprüchlicher Einschätzung der Erwerbsfähigkeit von Betroffenen zwischen der BA und der DRV zu einem internem Schiedsverfahren kommen.
 

penelope

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#64
Hallo ihr Lieben

ich glaube das Medis auf Dauer kein Erfolg bei Dreppessionen sind,
habe auch eine Zeitlang Antidresssiva genommen, einmal gleich 2 Kapseln, ich glaubte ich schwebte auf einer Wolke, es war wirklich
schlimm!

ich sehe es so, stellt euch vor ihr werd ein Drachen, je mehr Aufwind wir bekommen, sei es der Halt von unserer Familie, Freunden insbesondere das Vertrauen zum HA/ Facharzt, selbst die Hilfe hier aus den Forum gibt uns allen Halt, man steht mit seinen Problemen nicht alleine da, das gibt uns die Ruhe und die Kraft zu entspannen.

hoffe das ihr genug Aufwind bekommt, bis später denn:icon_smile:
 

Susann

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#65
Susann ich möchte dich fragen, wie wird es dir gehen „psychisch“ mit einer schweren Herzerkrankung?
@SchnuffyPurzel
ich bin kein Feind, bitte nicht vergessen in der Diskussion hier. Nur nehme ich evtl. anders wahr, andere Blickwinkel und da ist ein Gutachter nicht gleich Feind, weil er mir einen Wunsch nach Ruhe nicht leichtfertig erfüllt. Als ich, wie schrieb es peramos so treffend, selbst auf der Brücke stand und dann krankgeschrieben war für Monate - wegen Depressionen - ich kenne das Gefühl sehr gut.

Gefühlt war mir damals nach lebenslang nie wieder arbeiten müssen. Alles war mir zuviel. Auch das ist Wesen der Depression, aufzugeben, weglaufen, Ruhe haben wollen.

Den "Gefallen" tat mir niemand. Wäre auch keiner gewesen. Das wusste ich aber damals noch nicht.

Medikamente hätten einem Bekannten von mir vermutlich das Leben gerettet, der an chronischer Depri litt.

Niemand kann es virtuell vorhersagen, ob und wenn welche Maßnahmen hilfreich sind, aber derjenige kann selbst alles versuchen was möglich ist.

Ich wünsche b31runner Gesundheit und möchte darauf hinweisen, dass es gefährlich sein kann, eine Depression zu verschlimmern durch Nichtbehandlung.
 

Die Antwort

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#68
Hallo Antwort! Nach meinen Erkenntnissen sollte es bei widersprüchlicher Einschätzung der Erwerbsfähigkeit von Betroffenen zwischen der BA und der DRV zu einem internem Schiedsverfahren kommen.
Die Realität ist wie so oft eine andere.
 
E

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#69
Abschiebung in die Grundsicherung dürfte damit aber kein Thema sein und das war ja die Frage.
 
E

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#70
Wie ist das eigentlich...

Wenn ich nun aufgrund weiterer Krankschreibungen in die SOZIALHILFE fallen sollte:

Werden dann meine Exfrau und Kinder in Anspruch genommen?
Müssen die Auskünfte geben?

Danke im Voraus

B runner
Soweit ich weiß, wird bei der Grundsicherung wegen Erwerbsminderung grundsätzlich davon ausgegangen, dass direkte Angehörige nicht unterhaltspflichtig sind. Tatsächlich sind sie das wohl erst, wenn sie über 100.000 Euro im Jahr verdienen. Das war bei der alten Sozialhilfe anders und hier geistern immer noch die alten Werte rum.
 

gelibeh

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#71
Soweit ich weiß, wird bei der Grundsicherung wegen Erwerbsminderung grundsätzlich davon ausgegangen, dass direkte Angehörige nicht unterhaltspflichtig sind. Tatsächlich sind sie das wohl erst, wenn sie über 100.000 Euro im Jahr verdienen. Das war bei der alten Sozialhilfe anders und hier geistern immer noch die alten Werte rum.
Das gilt nur für Altersrentner und für dauerhaft voll Erwerbsgeminderte
(Grundsicherung SGBXII 4. Buch.)
Bei befristet voll Erwerbsgeminderten (Hilfe zum Lebensunterhalt SGBXII 3. Buch) werden Eltern und Kinder eventuell zum Unterhalt verpflichtet.
Zur Unterhaltsberechnung hier etwas
Unterhalt Scheidung Ehescheidung Sorgerecht Ehename Familienrecht
 

b31runner

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#72
Hallo an alle,

ich hatte nun ein paar Tage keinen Internetzugang, konnte aber die Beiträge lesen.

Ich finde die Diskussion die hieraus entstanden ist sehr interessant.

Es gab mir zu denken, nachdenken und noch vieles mehr.

Da ich momentan etwas unkonzentriert bin, kann ich nicht einzeln auf jeden Beitrag antworten.

Aber ein DANKE wollte ich wenigstens noch schreiben.

Liebe Grüße an Alle
 

b31runner

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#73
Ich muss nochmal auf das Thema zurück kommen, insbesondere auf die Sache mit dem:

Wenn´s einem schlecht geht, man wie ich unter chronischen Depressionen leidet und Hartz IV Empfänger ist, dann stellt es sich auf dem Lande ziemlich schwierig dar, ständig einen Psychiater in MINDESTENS 35 Kilometer Entfernung aufzusuchen.

Die Hartz IV Zahlung sieht solche Sonderausgaben nicht vor.

Doppelt bestraft.

Ich habe auch keine Verwandten die ich ständig bitten könnte mich irgendwohin zu kutschen.

Ich kann es mir schlicht und einfach nicht leisten laufend noch Busfahrscheine zu kaufen.

Der Staat verdonnert mich in meiner Krankheit zu Hartz IV gibt mir allerdings nicht die Möglichkeit mich behandeln zu lassen.
 

Muzel

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#74
Runner, ich habe ein ähnliches Problem, weil ich keinen kassenzugelassenen Therapeuten finden kann. Ich muss etwas unternehmen, weil nächstes Jahr meine befristete Rente ausläuft und mein HA kein Therapeut ist. Meine psychische Erkrankung wird bisher deswegen überhaupt nicht behandelt. Wegen dieser desolaten Situation gehen ich momentan vielen Behörden gewaltig auf den Wecker.
Hast du die Angelegenheit mal mit deinem HA besprochen? Mein HA hilft mir immer, wenn ich Ärger mit Ämtern und Behörden habe.
 
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#75
Fahrkostenerstattung durch die Kasse? Ist das nicht eine Möglichkeit, wenn vor Ort kein Therapeut verfügbar ist? Ich habe sogar schon gehört, dass jemand vom Arzt eine Dringlichkeitsbescheinigung bekam und dann in einer Nachbarstadt zum Therapeuten gehen konnte.
 

b31runner

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#76
Fahrkostenerstattung durch die Kasse? Ist das nicht eine Möglichkeit, wenn vor Ort kein Therapeut verfügbar ist? Ich habe sogar schon gehört, dass jemand vom Arzt eine Dringlichkeitsbescheinigung bekam und dann in einer Nachbarstadt zum Therapeuten gehen konnte.
Dass das Möglich sein soll???

Na ich erkundige mich mal.

danke dir!!!
 
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#77
der vom Sozialgericht bestellte Gutachter schreibt mich voll arbeitsfähig.

Vorgeschichte:
Wegen chronischer Depressionen wurde ich über 2 Jahre hinweg krank geschrieben.
Therapie bei psychologischer Therapeutin begann im Oktober 2007.

Hausarzt und Therapeutin halten mich für 3-4 Stunden arbeitsfähig, aber nur dann, wenn ich nach 45 min. Arbeitszeit eine Pause von mind. 30 min. bekommen würde. Danach erneut 45 min. arbeitsfähig usw. usw.

Rentenantrag wurde gestellt, Gutachter der RV schreibt mich 8 Stunden arbeitsfähig.

Klage vorm Sozialgericht eingereicht, Gutachter wird vom Sozialgericht geordert und nun das Ergebnis:

8 Stunden arbeitsfähig.

Nun geht es mir noch schlechter als zuvor.

Was kann ich tun?
Bin auf Hartz IV.
Ich kann Dir aus eigener Erfahrung nur einen Rat geben.Laß Dir eine mindest 6 Wöchige Kur in einer Psychosomathischen Klinik genehmigen(am besten durch einem Psychiater beantragen),dort wird man Dich gründlich Untersuchen und Behandlungswege aufzeigen.Wenn Du danach als AU entlassen wirst,dann ist das Deine EM-Rente.
Niedergelassene Gutachter mit Minuten Check werden Dir dabei nicht helfen.

Mein Highlight war eine Neurologin.Kam ins Zimmer:
Wo fehlts ihnen ?aber ohne eine Antwort abzuwarten,ziehen sie die Hose aus,darauf fuhr sie mit einem Rädchen einmal die Beine rauf und runter(miteinander hatten wir bis jetzt noch nicht geredet).Der nächste Satz:Sie können sich anziehen.Dann kam die MTA,machte ein EEG und das wars.
Diese "Ärztin"hatte ich also gerademal 1 Minute gesehen.
Ihr Gutachten war natürlich klar.:biggrin:
Aber mein Psychiater hat dann eine Psychosomatische Kur für mich beantragt,/es wurden gleich 6 Wochen ganz schnell bewilligt,nach Beendigung der Kur war ich EM-Rentner.
Man sollte sich vorher natürlich schon ein wenig schlau machen über die Kranheit die man hat:icon_party:,das kann dann sehr nützlich sein.Internet sei Dank,kein Problem.
 

Muzel

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#78
Was die Psychotherapeutensuche betrifft, da habe ich wirklich den Überfrust. Ich weiß nicht, wie viele vergebliche Anrufe ich getätigt und e-Mails geschrieben habe. Alles waren nur Ablehnungen und dass ist niederschmetternd, weil man immer so viele persönliche Informationen Preis geben muss. Endlich habe ich eine Therapeutin gefunden. Allerdings habe ich später erfahren, dass sie keine Kassenzulassung hat. Deshalb habe ich meine KK kontaktiert und die hat mich an die Zentrale Informationsbörse für Psychotherapie in Aachen (0241 750182 für Düsseldorf) weiter vermittelt, da man mir dort freie Therapieplätze offerieren könnte. Ich habe die Informationsbörse nach einem Traumatherapeuten gefragt. Mir wurde gesagt, dass Therapeut gleich Therapeut wäre und die Krankheit überhaupt keine Rolle spielen würde. Dann habe ich mit Mühe und Not 2 Namen von Therapeuten erfahren. Inzwischen hat sich eine bei mir gemeldet. Sie ist Rentnerin und hat ihre Kassenzulassung schon längst abgegeben.
 

franzi

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#79
Was die Psychotherapeutensuche betrifft, da habe ich wirklich den Überfrust. Ich weiß nicht, wie viele vergebliche Anrufe ich getätigt und e-Mails geschrieben habe. Alles waren nur Ablehnungen und dass ist niederschmetternd, weil man immer so viele persönliche Informationen Preis geben muss. Endlich habe ich eine Therapeutin gefunden. Allerdings habe ich später erfahren, dass sie keine Kassenzulassung hat. Deshalb habe ich meine KK kontaktiert und die hat mich an die Zentrale Informationsbörse für Psychotherapie in Aachen (0241 750182 für Düsseldorf) weiter vermittelt, da man mir dort freie Therapieplätze offerieren könnte. Ich habe die Informationsbörse nach einem Traumatherapeuten gefragt. Mir wurde gesagt, dass Therapeut gleich Therapeut wäre und die Krankheit überhaupt keine Rolle spielen würde. Dann habe ich mit Mühe und Not 2 Namen von Therapeuten erfahren. Inzwischen hat sich eine bei mir gemeldet. Sie ist Rentnerin und hat ihre Kassenzulassung schon längst abgegeben.
Gleiches ist mir passiert. Ich sollte auch mal eine Psychotherapie machen. Hab auch einen Therapeuten gefunden. 6 Wochen auf einen Termin gewartet. Dann dachte ich, dass es nun endlich los geht mit der Therapie. Da sagte er mir, dass er keine Therapien macht (steht aber auf seinem Praxis-Schild!). Statt dessen reichte er mir einen Zettel mit einer Liste von Therapeuten (ca. 20 Adressen). Er meinte, ich soll die mal alle abtelefonieren und mir einen aussuchen.
Ich also die Liste genommen, und mich an den Hörer gehängt. Raus kam nichts. Überall wochenlange oder sogar monatelange Wartezeiten.
Echt zermürbend.
 

Muzel

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#80
Franzi, ich mach das jetzt so, die Kasse hat mir gesagt, dass eine Wartezeit von 6 Monaten auf einen Therapeuten zumutbar ist. (An sich sollte jeder Kassentherapeut grundsätzlich Kapazitäten für eine Krisenintervention frei haben. Das mir Therapeut eine Krisenintervention angeboten hätte, wüsste ich.) Man muss 10 Abschmetterungen in dieser Zeit nachweisen, dann bekommt man einen Therapeuten, der keine Kassenzulassung hat und bereit ist für 81,5 Euro pro 50 min arbeitet. Dass ist der Satz der BEK. Ich dokumentiere mir nun jedes Telefongespräch und jede E-Mail.
 
E

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#81
Ihr müsst euch auf die Wartelisten setzen lassen und dann so einmal im Monat anrufen, dass ihr noch Interesse habt.

Das ist die einzige Möglichkeit, aber so ist es halt. Die Wartezeit kann auch mal 6 -12 Monate betragen. Bei manchen Kassenärztlichen Vereinigungen soll es auch Listen mit freien Plätzen geben. Auf jeden Fall haben die Adressen der kassenzugelassenen Therapeuten mit Schwerpunkt.
 

Muzel

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#82
Die Zentralbörse für freie Therapieplätze ist von der kassenärztlichen Vereinigung eingerichtet und wird von ihr betrieben.
Wartelisten werden nur von ganz wenig Therapeuten geführt. Der Mitarbeiterberater Psychotherapeutenkammer sagte mir, entweder habe ich einen freien platz, dann nehme ich einen Patienten an, sonst nicht.
 
E

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#83
Gut, ob man auf einer Liste steht, oder jeden Monat fragt, ob was frei ist, kommt auch aufs selbe raus. Bei uns läuft es halt über Wartelisten. Die KV kann für meinen Wohnort keine Auskunft über freie Plätze machen. Die genannte Börse scheint es nur für bestimmte Städte zu geben.
 

Muzel

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#84
Ich gehöre auch zur KV Nordrhein und habe es bisher noch auf keiner einzigen Warteliste eines einzigen Therapeuten geschafft. Aber wie du schon sagst, auch auf einer Warteliste kann man verhungern. Ich halte deshalb die Dokumentation für wichtig, damit man die Möglichkeit hat einen freien Therapeuten wählen zu können. Nur sehe ich die ganze Angelegenheit auch nicht für so prickelnd an, weil die Therapeuten eben mehr Geld haben wollen als ihnen die Kassen zahlen. Wenn ich nun nach 6 Monaten den Anspruch auf einen Therapeuten ohne Kassenzulassung habe, ist es eben die Frage, ob die Therapeuten tatsächlich bereit sind , für den Preis zu arbeiten. Jetzt wo sie gar nicht zuständig sind, können sie ja viel sagen.
 
E

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#85
Das sind ja echt Zustände :icon_neutral:. Ich dachte es wäre schon schlimm bei uns, weil ich 9 Monate auf eine Platz bei einem kassenzugelassenen Therapeuten warten musste. Fairerweise haben die Therapeuten aber auch realistische Wartezeiten vorher angekündigt und wenn man solange auf der Liste bleibt, klappt das auch.

Kannst du nicht Fahrgeld für die nächste größere Stadt bekommen? Das kommt die Kasse doch vermutlich immer noch billiger als eine Privatbehandlung zu zahlen.

Eine Bekannte aus Bochum hat mir erzählt, dass man dort, wenn es hochkommt 8 Wochen warten muss. Die freien Plätze werden von der dortigen KV vermittelt.
 

Muzel

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#86
Die KK übernimmt nur die Behandlungskosten aber nicht die Fahrkosten und andere Leistungsträger gibt es nicht.
 
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#87
Bist du sicher? Ich würde da nochmal bei Krankenkasse, Facharzt, psychosozialer Beratung, Integrationsfachdienst etc. nachfragen. Ich habe es, wie bereits gesagt, von anderen Patienten so mitbekommen.
 

Muzel

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#88
Ich habe bei der KK nachgefragt. Sie hat mir gesagt, dass sie mir jede traumatherapeutische Behandlung eines Therapeuten mit Kassenzulassung bezahlen würden, nur die Fahrkosten würde ich selbst tragen müssen.
Solche Kosten werden möglicherweise übernommen, ( § 64 Abs. 2 SGB X) im Rahmen des sozialen Entschädigungsrechtes.
 

b31runner

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#89
Die Fahrtkosten werden kaum übernommen. Auch nicht und wenn nur unter ganz bestimmten Umständen von diesem Entschädigungsgesetz.

Eine Psychosomatische Klinik, wie hier auch schon beschrieben sollte die Möglichkeit sein.

Ist es aber eine von der Rentenvers. betriebenen Klinik, dann hat man auch da kaum Chancen als NICHT ARBEITSFÄHIG entlassen zu werden.

Wenn ich höre, dass ich in eine Klinik soll, dann wird es mir schwindelig und schlecht, denn mein letzter Rehaaufenthalt bereitet mir heute noch (2,5 Jahre danach) noch schlaflose Nächte.
 
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#90
Das stimmt.
Ich wurde auch als gesund/arbeitsfähig entlassen, dabei ging es mir viel schlechter als vorher.
Mein Arzt hat mich gleich wieder krankgeschrieben und die KK schickte mich dann zum MDK. Der bestätigte das ich krank bin.
Man hätte sich das Gerenne auch sparen können und es wäre auch besser für uns Patienten aber dann stimmt die Statistik ja nicht :icon_neutral:

Also die DAK übernimmt keine Fahrtkosten. Ich hatte da angefragt weil ich auch keinen Therapeuten in der Nähe gefunden hab.
Mag sein das andere Kassen das anders handhaben.
 
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#91
Wenn ich höre, dass ich in eine Klinik soll, dann wird es mir schwindelig und schlecht, denn mein letzter Rehaaufenthalt bereitet mir heute noch (2,5 Jahre danach) noch schlaflose Nächte.
Sorry, aber wenn Du mit dieser Einstellung an die Sache gehst, kannst Du es gleich vergessen. Nicht böse gemeint, aber mit Angst brauchst Du erst garnicht den Weg auf Dich nehmen.
Denn Du wirst dort ankommen und alles für schlecht empfinden und somit kann Dir niemand helfen, denn Du lässt anscheinend Dich auf nichts ein und niemand an Dich ran.

Stell Dir mal vor man genehmigt Dir die Rente, wie soll es weitergehen ?
Nur durch die Rente verbessert sich doch nicht die Situation wenn Du nicht alle möglichen Versuche unternimmst.

Mein Bekannter hatte zwar keine Depressionen, aber er hatte Magen-Darm-Krebs, ist letzte Woche verstorben, und hat bis zum Ende gearbeitet, 9h am Tag auf dem Bau - nur um nicht in Depressionen zu fallen bzw. sich so gehen zu lassen. Für ihn war das Ablenkung von der Krankheit.

Und mein Onkel (Kehlkopfkrebs) würde auch lieber sich durch Arbeit von der Krankheit ablenken, wenn er nicht immer umfallen würde da der Krebs trotz Chemo gestreut hat, denn zu Hause grübelt man nur mehr darüber nach.

MfG
 

Bestagers

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#92
@b31

Wir haben damals mittels VDK/SG auf neutralen Gutachter geklagt.
Das erstellte Gutachten erhielten wir vom SG mit einem Schreiben (in dem Stand: Gutachten nicht anfechtbar) zugesandt.

Hast Du etwas in der Art erhalten?
LG
 
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#93
Ähm kleinemaus du redest von Krebspatienten. Deren Krankheitsbild ist ganz anders als das von Depressiven. Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen!

Wenn man eine Reha hinter sich hat, die einem nur eine Verschlimmerung der Depression gebracht hat, dann ist es wohl nur verständlich, dass man nicht gerne wieder in eine Klinik will. Die Angst ist groß, dass es wieder so abläuft. Die negative Erfahrung hat sich quasi eingebrannt.

Ich spreche jetzt mal aus meiner Erfahrung heraus.
Ich beantragte eine Reha in der Hoffnung sie würde mir helfen.
Obwohl ich über Weihnachten und Sylvester weg musste und nicht nach Hause durfte sah ich die Reha positiv und habe mich drauf gefreut!
Dann war ich in der Reha und ich wurde falsch therapiert. Laut MDK und Psychiater "stümperhaft"!
Wenn man abreisen will, weil man es nicht mehr aushält bekommt man gleich von der Rehaklinik, meine wurde direkt von der Rentenkasse betrieben, die Rechnung in die Hand gedrückt. Da man dann ja alles selbst zahlen muss.
Man ist einfach nur noch verzweifelt. 700km weit weg von zuhaus.
Es ging mir nach der Reha so schlecht, dass über eine Einweisung in die Psychiatrie nachgedacht wurde.
Ja auch ich würde bei der nächsten Reha Anst haben. Angst das wieder stümperhaft an mir herumtherapiert wird. Das man nicht ernstgenommen wird, weil man ist ja ehh "psychisch krank und daher nicht voll zurechnungsfähig".

Sorry KleineMaus aber Du hast keine Ahnung! Und solche Kommentare helfen Depressiven nicht im geringsten!
 

Muzel

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#94
Ich bin in der BEK und die übernimmt keine Fahrkosten. Ich telefoniere auch nicht mit denen, weil die eine teure Sondernummer haben. Ich maile die an, dann bekomme ich kurzfristig von denen einen Anruf. Hallo Kleine Maus, du kannst keinen Erwerbstätigen mit einem Elo vergleichen. Mit einer schweren Erkrankung und wie du beschrieben hast, tödliche Prognose, kann dich als Elo keine Reha der Welt wieder auf den Arbeitsmarkt katapultieren. Wenn man eine Krankheit hat und weiß, dass es auf die Dauer nur bergab gehen kann, ist eine Reha nur frustran.
 

b31runner

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#95
Danke SchnuffyPurzel,

besser hätte ich die antwort nicht formulieren können.

DiekleineMaus redet schon so wie ein Gutachter.
 

Muzel

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#96
Hallo SchnuffiPurzel ! Hast du diese Reha tatsächlich abgebrochen? Welche Kosten musstest du tragen?
 
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#97
Nein habe ich nicht. Ich war viel zu fertig und eingeschüchtert.
Ich hätte den Satz zahlen müssen den Selbstzahler in der Klinik sonst bezahlen. Das waren knapp 200 Euro pro Tag.
Mittlerweile gehts mir wieder gut (nach Beginn einer anständigen Therapie!) und würde mich auf den Rechtstreit einlassen. Und mich auch nicht bedrohen lassen!

Ich war ja wegen Depression mit Angst und Panikstörung in Reha und von daher war da nichts mit Kampfgeist. Leider.

Ich habe dann die letzten 10 Tage von 8 Wochen noch durchgezogen.

Auf Beschwerden seitens der KK und des MDK reagierte die Klinik übrigens bis heute nicht.
 

Muzel

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#98
Danke Schnuffipurzel, genau so etwas habe ich mir vorgestellt. Die Kliniken wollen ihre Betten belegt haben, alles andere ist denen egal. Deshalb habe ich so einen Bammel vor einer Reha.
 
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#99
Um jetzt aber mal was positves zu schreiben :icon_wink:
es gibt auch Reha's die gut verlaufen. :icon_smile:
Du hast zum Beispiel auch ein Recht darauf selber eine Klinik auszusuchen. Dies sollte man
a) gut begründen
b) bei antragsabgabe gleich mitabgeben
c) gleich 2 oder 3 Kliniken angeben, dann ist die Chance größer das auch eine davon gleich genehmigt wird.

Dann hat man vorher die Möglichkeit die Kliniken abzuchecken. Häufen sich negative Berichte im Netz (wie bei meiner ) dann sollte man die vielleicht nicht unbedingt aussuchen.
Beachten muss man allerdings das diese Klinik vom Träger, also KK oder RV, übernommen wird und das sie logischerweise auf Deine Erkrankung spezialisiert ist.

Der Rehaträger kann nicht einfach die Klinik ablehnen, sondern muss dies begründen und Du hast dann auch das Recht dem zu Widersprechen.

Bekommt man kein Krankengeld, kann man, indem man bei der Klinik der man dann zugewiesen wurde, anruft auch den Termin noch gut aushandeln:icon_wink:


Wenn während der Reha etwas schief läuft alles genau protokollieren. Wann welche Behandlung, was stimmt nicht etc.
Dann bei der Klinikleitung beschweren. Bringt dies nichts den Rehaträger anrufen und sich dort beschweren!

Also auch in der Reha muss man sich nicht alles gefallen lassen und man hat das Recht sie abzubrechen bei unhaltbaren Zuständen, aber nur wenn man sich vorher beschwert hat und keine Besserung eingetreten ist. Dann muss man auch die Kosten der Reha nicht tragen.

Kann aber einen Rechtsstreit nachsich ziehen. Deswegen sollte man Beweise sichern. Protokolle, Namen von Mitpatienten etc.

Mittlerweile bin ich schlauer was Rehas betrifft und nun steht wieder eine neue an. Allerdings bei meinem Mann.
Ich suche auch schon schöne, gute Kliniken und rufe dort auch an und frag nach bestimmten Therapieangeboten etc.
Viele sind ganz freundlich und erklären einem alles ganz genau und nehmen sich Zeit.


@ Muzel in meiner Reha hatte ich trotz allem etwas wundervolles erlebt und zwar habe ich 2 neue Freunde gefunden und wir haben immer noch regen Kontakt.

Versuche eine Klinik zu finden, die Dich anspricht. Wo das Konzept zu Dir passt und auch die Gegend (ja auch das ist wichtig!) stimmt.
Wenn die Klinik nicht zu weit weg ist dann fahr hin und schau sie Dir an. Ich weiß wir haben alle kaum Geld aber das kann einem ein Teil der Angst nehmen.



Ich wollte hier niemanden vor einer Reha Angst machen. Ich kann aber jeden verstehen der Angst vor einer hat :icon_wink:
 

gelibeh

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Ich habe in meinem Leben jetzt 3 Rehas gemacht. Die erste war eine Alkoholreha über 4 Monate, die lasse ich jetzt hier mal außen vor. War aber nicht schlecht.
Dann war ich wegen Depressionen, Panikattacken etc. 2000 in einer Psychosmatischen Klinik in Schleswig-Holstein. Ich habe mich dort gut aufgehoben gefühlt und mir hat das was gebracht. Natürlich hatte ich Angst. Man hat ja auch sein gewohntes Umfeld nicht um sich. Andererseits hat man, da man sich nicht um die alltäglichen Dinge kümmern muss, auch mehr Zeit für sich. Ich hab bewusst zu dem Zeitpunkt keine ambulante Therapie gemacht, weil ich mich vollkommen auf mein Problem konzentrieren wollte.

Meine letzte Therapie war eine Krebsnachsorgetherapie, aber auch mit Betreuung im psychosomatischem Bereich. Der Sozialdienst des Krankenhauses hatte mir einige Kliniken genannt und ich hab mich dann im I-Net Hier -> http://www.rehakliniken.de/ schlau gemacht und mir eine Klinik ausgesucht.
Im großen und ganzen hab ich mich gut aufgehoben gefühlt. Dass der nächste Ort für mich als Fußkranke schwer erreichbar war, war nun nicht so sehr schlimm, aber da würde ich beim nächsten Mal näher nachfragen.
 
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