chronisch psychisch krank, mehr anerkennung meiner Arbeit? Situation verbessern?

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nobody01

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Ich überlege mir momentan ob es nicht eine Möglichkeit gibt, dass ich Geld oder mehr Anerkennung für meine Arbeit und meine Qualifikation bekommen könnte und meine Situation verbessern könnte.
Zu meiner Vorgeschichte:
Ich habe eine Ausbildung als Fachinformatiker. Nachdem sich vor über 10 Jahren herausgestellt hat, dass ich psychisch krank bin, habe ich mir einen Platz in einer WfbM gesucht. Die einzige Abteilung, die ich irgendwie nicht furchtbar stupide fand, war die CNC-Abteilung. Ich habe immer versucht mich zu verbessern und mich fortzubilden. Inzwischen kann ich alle unsere CNC- Dreh- und Fräsmaschinen einrichten und programmieren obwohl ich dafür nie eine Ausbildung gemacht habe. Wenn einer der Beiden Gruppenleiter im Sommer 2-3 Wochen im Urlaub ist, mache ich die Vertretung für diesen Gruppenleiter an den entsprechenden CNC-Maschinen.
Die Arbeit ist oft sehr hart für mich und ich beiße mich durch. Ich schaffe täglich knapp sechs Stunden mit einigen Pausen.
Die einzige Möglichkeit in der WfbM weiter zu kommen wäre ein Praktikum im ersten Arbeitsmarkt zu machen. Allerdings bin ich mir sicher, dass mir das zu viel wäre.

Momentan mache ich mir Gedandken darüber, dass meine Arbeit bares Geld Wert ist für die WfbM. Ich fahre ein altes Motorrad, das oft kapput ist. Weil ich Sozialhilfe bekomme, darf ich nicht mal meinen Werkstatt-Lohn ansparen (max. 1600 Euro) um mir ein besseres Motorrad zu leisten.
Dinge wie ein Motorrad helfen mir immer wieder mich durchzubeißen.

Ich frage mich ob es nicht doch irgendwelche Möglichkeiten gibt? Ich würde zumindest gerne auf das Motorrad sparen können.

Vielleicht hat hier jemand einen Einfall?
 

subfoo

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Da sieht es derzeit nicht bestens aus.

https://www.bundestag.de/presse/hib/201601/-/401582

Wann es Besserungen gibt, ist also weiterhin offen, ansonsten gibt es diesbezüglich bereits einige Petitionen.
Wenn es die Möglichkeit gibt, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, dann wäre mehr drin.

Hierzu um Nachweise kümmern, dass die Leute die Fähigkeiten an CNC-Maschinen, Programmierung usw. schriftlich als Nachweis geben. Dann ggf. in echten Firmen reinschnuppern, ob das so im Alltag passen würde, also Praktikum. Ggf. auch direkte Beschäftigung.
 

Claus.

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Ich bin in der Sozialhilfe nicht so fit ... man müsste evtl. mal die dortigen Vorschriften zum Ansparvermögen und sonstigem geschützten Vermögen vollständig in seine Einzelteile zerlegen.

Wenn jemand 200€ zur Seite legt falls plötzlich mal die Waschmaschine streikt, und weitere 200€ falls der Kühlschrank ect. überraschend mault, bleiben für ein Gefährt schon nur noch 1400€ übrig. Und das kann´s ja bei Personen die auf einen fahrbaren Untersatz angewiesen sind, auch irgendwo nicht sein. Ob Motorrad, Dreirad oder Auto ist ja egal.

Irgendwo haperts da ... entweder sind die 1600€ doch nicht allerhöchstes Maß der Dinge. Oder die Summe ist schwer weltfremd; dann könnte die evtl. sogar vor´m SG knackbar sein.
Ausschließlich auf die theoretische Möglichkeit einer Schuldenaufnahme verweisen, läuft m.M.n. nicht. Also zweckbestimmtes (Bank-) Darlehen, "mieten", Leasing, "Mietkauf" / Ratenkauf.

Ein 100%-tig zweckbestimmter (Bank-) Sparbrief müsste eigentlich auch möglich sein. Genauso wie man vermutl. beinahe unbegrenzt oft Anzahlungen leisten dürfen müsste (aber welcher normale Händler soll sich auf 3 Jahre lang Anzahlungen, mit erst anschließender Fahrzeugaushändigung, einlassen?).

Wieviel darf denn in der Sozialhilfe ein Fahrzeug wert sein?
 

nobody01

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Die 1600 Euro gelten nur für Geld auf der Bank. Hausrat, Elekrtronik, ... betrifft das nicht.
Eigentlich darf man nicht mal ein kfz haben, da in der Sozialhilfe kein Geld für dessen Unterhalt vorgesehen ist und dann vermutet wird das man irgendwoher Einkommen hat. Ich bin glücklicherweise fit genug mein Motorrad selbst zu reparieren. So lange das Fahrzeug nicht mehr als 1600 Euro Wert ist und man sonst kein gespartes hat, darf man es aber meist behalten.
Wenn man auf ein Untersatz angewiesen ist, darf man ein Auto besitzen aber ich bin darauf nicht wirklich angewiesen.

@subfoo:
Ich bin mir ziemlich sicher, dass das mit dem ersten Arbeitsmarkt nichts wird. Ich kämpfe mich so schon jeden Tag durch. Ich habe vor einigen Jahren ein Praktikum gemacht und das lief nicht lange gut.
 

subfoo

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Es bräuchte einfach Arbeitgeber, die Rücksicht darauf nehmen und dennoch eine bessere Entlohnung zahlen.

WfbM sind ebenso nicht immer in dieser Hinsicht besser, der Druck mag vermutlich geringer sein, weil die WfbM mitunter auch kräftige Gewinne einfahren, trotz der notwendigen speziellen Erfordernisse, denn wird gefördert und hinzu kommen die Gewinne aus Produktion. Oftmals in Kooperation mit bereits gewinnträchtigen großen Unternehmen. Wegen der geringen Entlohnung. Kann natürlich für einen betroffenen Menschen, wenn dieser keinen Arbeitgeber findet, immer noch besser sein als gar nichts, aber die Sache mit der Entlohnung sollte definitiv näher beleuchtet werden. Leider ist derzeit immer noch nicht in dieser Hinsicht vieles getan worden.

Auch wenn es nichts auf dem normalen Arbeitsmarkt werden sollte, würde ich dennoch die Fähigkeiten und Leistungen über Zeugnisse vermerken lassen.
 

nobody01

Elo-User*in
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Ja, es wäre dringend nötig, dass es mehr Abstufungen gibt zwischen Wfbm mit Sozialhilfe und 1. Arbeitsmarkt.


Ich habe bereits eine Prüfung zum Maschihnenbediener (IHK) gemacht. Bringt wahrscheinlich nicht viel aber schaden tuts auch nicht.

Ich habe mit einem Kollegen gesprochen, der Wohngeld bekommt. Mit Rente + Werkstattlohn + Wohngled könnte ich evtl. aufs selbe Rauskommen wie mit Sozialhilfe. Dann wäre nur noch die Gefahr da, dass die Rentenversicherung mich irgendwann nicht mehr als Erwerbsgemindert ansieht. Dann wäre ich wieder auf Sozialhilfe angewiesen und das Motorrad wäre futsch.
 
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