Christoph Butterwegge: Die gespaltene Gesellschaft

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Kaleika

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Die gespaltene Gesellschaft

ARMUT Die Leistungseliten igeln sich ein, Hartz-IV-Bezieher driften in hasserfüllte Paralleluniversen ab. Die Brücken scheinen abgebrochen

Armut ist nicht aus sich heraus, sondern nur im Kontext ihres Pendants, des Reichtums, wirklich zu verstehen. Daher kann man, eine berühmte Sentenz Max Horkheimers über den Zusammenhang von Kapitalismus und Faschismus abwandelnd, mit einiger Berechtigung formulieren: Wer vom Reichtum nicht sprechen will, sollte auch von der Armut schweigen!
Armut und Reichtum stehen zueinander in einem dialektischen Wechselverhältnis, was sich am Beispiel der kapitalistischen Profitwirtschaft zeigt. Der dieser innewohnende Drang nach Gewinnmaximierung und die Tendenz zur Verarmung eines Teils der Bevölkerung gehen Hand in Hand. Deshalb kann Armut im Rahmen der bestehenden Gesellschaftsordnung nicht durch zunehmenden Reichtum beseitigt werden, da beide systembedingt und konstitutive Bestandteile des Kapitalismus sind. (...)
Digitaz-Artikel - taz.de
 

animas

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weis es nicht jeder Buchhalter?
Was auf der einen Seite Minus ist, das ist auf der anderen Plus.

Ohne Reiche keine Armen im Kapitalismus!

Aber jeder hofft auf den Lottogewinn.
 

zebulon

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Wie wahr. Die Polarisierung wird immer größer.
Es wird mit jedem Tag schlimmer und es steigt die Befürchtung (oder Hoffnung, je nach Betrachtungswinkel), das das zu irgendwann einen gewaltigen Knall gibt.
 

Kaleika

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Wie wahr. Die Polarisierung wird immer größer.
Es wird mit jedem Tag schlimmer und es steigt die Befürchtung (oder Hoffnung, je nach Betrachtungswinkel), das das zu irgendwann einen gewaltigen Knall gibt.

(...) Wer die brisante Mischung von berechtigter Empörung, ohnmächtiger Wut und blankem Hass auf fast alle P(arteip)olitiker/innen unseres Landes kennt, wie sie wohl nur in Versammlungen von Hartz-IV-Bezieher(inne)n existiert, der kommt zu dem Schluss, dass innerhalb der Bundesrepublik längst zwei Welten oder "Parallelgesellschaften" existieren und die Brücken dazwischen endgültig abgebrochen sind.

Und nun?

Kaleika
 

zebulon

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Tja, ich weiß es auch nicht.

Die jetzigen Politiker verstehen nicht, was in der Gesellschaft abläuft. Die bekommen zwar die Diskussionen hier und in anderen Protest-Blogs und Foren mit, vermutlich haben sie auch einen Apparat der das beobachtet und auswertet.

Es sind ja nicht nur HartzIV-Empfänger unter denen dieser Haß auf die Politiker gährt, sondern auch der schwindende Mittelstand, die verbleibenden "Leistungsträger", hier im Sinne derjenigen die noch mit eigentlicher Wertschöpfung befasst sind, die stöhnen zu recht unter zu hoher Steuerlast und wegbrechender Kaufkraft. Und natürlich Vermögende, die in einem untergehenden Finanzsystem ihre Lebensleistung gefährdet sehen.

Die Tage habe ich im Netz ein völlig fassungloses Statement eines Politikers gelesen, der nicht verstanden hat wieso die Erwerbslosen sich so aufregen, die hätten ja schließlich mit HartzIV ein "Grundeinkommen". Das war wohl eine Reaktion auf die Forderung nach einem BGE. Man weiß nicht ob das Polemik ist oder wirkliches Unverständnis. Sie verstehen es scheinbar wirklich nicht.

Mir ist auch klargeworden wie wichtig ein freier Markt ist. Das alles mit einem staatlich betriebenen Herzschrittmacher in Gang gehalten wird, kann es ja auch nicht sein, oder ? Das funktioniert eben auch nicht längerfristig. Wenn man den Markt abwürgt, bleiben irgendwann nur noch Zwangsmaßnahmen übrig.

Das alles führt eben zu allgemeiner Ratlosigkeit. Die Frage ist, wer verliert da zuerst die Nerven. Irgendwas wird vielleicht der zündende Funke sein.

"Dreht euch nicht um, der Plumpsack geht um..." :icon_frown:
 

Emma13

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Tja, ich weiß es auch nicht.

Die jetzigen Politiker verstehen nicht, was in der Gesellschaft abläuft. Die bekommen zwar die Diskussionen hier und in anderen Protest-Blogs und Foren mit, vermutlich haben sie auch einen Apparat der das beobachtet und auswertet.

Es sind ja nicht nur HartzIV-Empfänger unter denen dieser Haß auf die Politiker gährt, sondern auch der schwindende Mittelstand, die verbleibenden "Leistungsträger", hier im Sinne derjenigen die noch mit eigentlicher Wertschöpfung befasst sind, die stöhnen zu recht unter zu hoher Steuerlast und wegbrechender Kaufkraft. Und natürlich Vermögende, die in einem untergehenden Finanzsystem ihre Lebensleistung gefährdet sehen.

Die Tage habe ich im Netz ein völlig fassungloses Statement eines Politikers gelesen, der nicht verstanden hat wieso die Erwerbslosen sich so aufregen, die hätten ja schließlich mit HartzIV ein "Grundeinkommen". Das war wohl eine Reaktion auf die Forderung nach einem BGE. Man weiß nicht ob das Polemik ist oder wirkliches Unverständnis. Sie verstehen es scheinbar wirklich nicht.

Mir ist auch klargeworden wie wichtig ein freier Markt ist. Das alles mit einem staatlich betriebenen Herzschrittmacher in Gang gehalten wird, kann es ja auch nicht sein, oder ? Das funktioniert eben auch nicht längerfristig. Wenn man den Markt abwürgt, bleiben irgendwann nur noch Zwangsmaßnahmen übrig.

Das alles führt eben zu allgemeiner Ratlosigkeit. Die Frage ist, wer verliert da zuerst die Nerven. Irgendwas wird vielleicht der zündende Funke sein.

"Dreht euch nicht um, der Plumpsack geht um..." :icon_frown:

Das hast du treffend und eindeutig gesagt Zebulon :icon_daumen::icon_smile:

Grüße - Emma
 
E

ExitUser

Gast
Die jetzigen Politiker verstehen nicht, was in der Gesellschaft abläuft. Die bekommen zwar die Diskussionen hier und in anderen Protest-Blogs und Foren mit, vermutlich haben sie auch einen Apparat der das beobachtet und auswertet.
Hier wird eher gejammert, nicht protestiert, nicht gerade ein gutes Beispiel,
 
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