Chancen auf Umzug trotz teurerer Wohnung?

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Lalu

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Hallo,

erst einmal danke für die Möglichkeit, hier unser Problem schildern zu dürfen. Um es voran zu schicken: Wir leben (wie viele) ungern vom Staat, aber die Situation ist nun mal wie sie ist. Wir wissen auch, dass es bestimmte Regeln gibt an die man sich zu halten hat. Die Frage ist insgesamt eher die, ob aufgrund gewisser Umstände eine Arge auch von der Norm abweichen darf, ob es da für den Menschen hinter der Akte festgelegte Ausnahmen gibt, geben darf.

Wir sind eine Bedarfsgemeinschaft, 2 Erwachsene, keine Kinder, 2 Hunde. Meine Partnerin bezieht eine Frührente auf Zeit nach einem Arbeitsunfall. Wir wohnen jetzt im Münsterland in einem Objekt das von der Arge voll übernommen wird - obwohl es eigentlich mit 90qm viel zu groß ist, dafür ist die Kaltmiete sehr gering.

Um das Objekt in dem wir zur Miete wohnen, rankt sich seit 2 Jahren ein Streit, der Nachbar will es billig kaufen, es ist in der Zwangsverwaltung, Probleme mit dem Wasser (Keime), kaum einer macht noch irgendwas. Ein mobbender Nachbar (verklebte Schlösser, plötzlich Heizung aus, usw.), alles polizeilich bekannt, aktenkundig, sogar schon Gerichtsverfahren die klar zu unseren Gunsten ausgingen.

Wir suchen seit 1,5 Jahren INTENSIV: Anzeigen in der Zeitung, im Internet, Aushänge in Geschäften, aber der Wohnungsmarkt hier ist abgegrast, auch dank eines großen Fleischzerlegers, der mehrere tausend Gastarbeiter beschäftigt die ja irgendwo unterkommen müssen (die Medien berichten manchmal darüber). Bezahlbarer Wohnraum: Ist nicht. Nicht mal in so genannten "Sozialbauten": Alles weg.

Wir haben überdies Atteste die aus verschiedenen Gründen besagen: Erdgeschoss und etwas mehr Wohnraum (die Gründe einzeln zu zerdröseln würde hier den Rahmen sprengen). Der Kreis in dem wir jetzt leben, erkennt das alles an, würde einem Umzug aufgrund der Umstände SOFORT zustimmen, rät selbst dazu: "Ziehen Sie da weg!". Das Haus ist jetzt an einen guten Bekannten verkauft, der will es selbst nutzen. Wir haben jetzt noch so ca 6 Monate Zeit was zu finden.

Jetzt hat sich (das dritte Mal in 1,5 Jahren) überhaupt mal eine Chance ergeben eine Wohnung zu bekommen, im Nachbarkreis Gütersloh. 380 Euro kalt, 160 Euro Nebenkosten "mit allem" (ausser Strom). Die Wohnung ist ebenerdig, ein kleiner Garten dabei, die Vermieterin hat sich auf unsere Anzeige gemeldet, liebt Hunde (hat selber 5 Stück), würde uns nach einem 2-Stunden Gespräch SOFORT nehmen. Ausserdem ist DIREKT an der Wohnung ein alter Laden den ich vorab kostenlos nutzen könnte - ich habe eine angemeldete Selbstständigkeit, darf also 100 Euro im Monat "dazu verdienen" ohne Abzüge.

Wir würden sogar aus eigener Tasche was dazu legen um die Wohnung zu bekommen. Jetzt unsere Frage: Wenn die Arge pauschal "Nein" sagt, haben wir den HAUCH einer Chance die Wohnung aufgrund der Umstände zu bekommen? Wir konnten uns in 1,5 Jahren vorab nur 2 Wohnungen anschauen, die erste war voll mit Schwarzschimmel und Pilzen, auf die zweite haben sich in 3 Tagen 60 (!!!) Leute gemeldet, wir waren auf "Platz 3" der möglichen Mieter... haben es aber dann doch nicht geschafft. Die Wohnungsknappheit in den Kreisen hier ist den Argen auch bekannt.

Welchen (legalen) Weg kann man bestreiten? Wie kann man kämpfen? Wie kann man die Chance wahrnehmen? Ggf. meine Selbstständigkeit mit als Argument einbringen? Ich komme im Monat auf ca. 100 - 300 Euro, was drüber ist über 100 wird natürlich angerechnet. Es könnte auch mehr sein wenn ich mich "voll reinhänge", aber das macht wenig Sinn wenn ich nicht weiß wie lange wir hier noch leben und wo wir überhaupt landen. Und 2 Hunde machen es ja auch nicht leichter - das sind für uns "unsere Kinder", die wir niemals abgeben würden - darauf muss die Arge keine Rücksicht nehmen, aber der Fakt ist ja nun mal gegeben.

Ich freue mich über Eure Tipps oder ggf. hilfreiche Links... bei Rückfragen antworte ich natürlich gerne....
 

Kikaka

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Jetzt hat sich (das dritte Mal in 1,5 Jahren) überhaupt mal eine Chance ergeben eine Wohnung zu bekommen, im Nachbarkreis Gütersloh. 380 Euro kalt, 160 Euro Nebenkosten "mit allem" (ausser Strom)
https://www.harald-thome.de/media/files/kdu,-ae,-but-rilis/KdU-G-tersloh---01.01.2013.pdf
-Entscheidend für Gütersloh ist die Nettokaltmiete
-Nach Baujahr gestaffelt : Demnach ist 380 € Kaltmiete in jedem Fall unangemessen.
-Nach derzeitiger BSG-Rechtsprechung ist für Gütersloh 418 € Bruttokaltmiete noch angemessen.( Nettokaltmiete +kalte Nebenkosten )

-Sieht auf ersten Blick nicht so gut aus .

-Aber : Kannst Du mal differenziert angeben :
-Nettokaltmiete
-Kalte Nebenkosten
-Größe der Wohnung
-Baujahr
-Könntet Ihr auf bezahlten Umzug verzichten ?
-Fällt Kaution an ?
-Dann loten wir noch mal aus.
 

lpadoc

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... Der Kreis in dem wir jetzt leben, erkennt das alles an, würde einem Umzug aufgrund der Umstände SOFORT zustimmen, rät selbst dazu: "Ziehen Sie da weg!"

Zunächst würde ich mir die Notwendigkeit eines Umzuges (siehe oben) vom jetzigen JC schriftlich geben lassen. Dies mit der Folge, das dann auch die mögl. entstehenden Kosten für den Aus- Um- und Einzug in die neue Wohnung getragen wird.

... Das Haus ist jetzt an einen guten Bekannten verkauft, der will es selbst nutzen. Wir haben jetzt noch so ca 6 Monate Zeit was zu finden.

Was bedeutet dies hinsichtlich Kündigungsfrist (?). Oder ist bereits geregelt, das mit Auszug (und Rückgabe der Schlüssel) die Beendigung das Mietverhältnis gegeben ist. Wurde hierüber mit dem Vermieter verbindlich verhandelt?

Zur angemessenen Miete des Kreis Gütersloh zum besseren Verständnis zunächst zwei Links - hier (siehe Webseite unten KdU) und hier. Ich persönlich melde mich später nochmal und hoffe, andere User schalten sich noch ein.
 

Lalu

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Hallo,

vielen Dank schon mal für Eure Antworten. Ich sag es in Sachen Kaltmiete und Nebenkosten mal so: Die Vermieterin hat erwähnt, dass man das entsprechend "notieren" könnte - mehr kann ich dazu jetzt nicht genau sagen. Die genaue "Aufdröselung" kenne ich noch nicht.

Wir müssen hier vor Ort keinerlei Fristen einhalten, können jederzeit raus und haben auch alles schriftlich, aktuell ist die von uns zur Miete noch bewohnte Wohnung "rechtsfreier Raum" - offiziell ist noch ein Zwangsverwalter zuständig, der kümmert sich aber nicht. Der Zwangs"besitzer" (Notar) ist uns freundschaftlich sehr gewogen, da gibt es keinerlei Probleme. Auch der neue Käufer (der in ca. 2 Wochen auch offiziell auf dem Papier der Inhaber ist) legt uns keine Steine in den Weg.

Die Kosten für den Umzug brauchen wir nicht, da der Käufer des Objektes ein Dienstleistungsunternehmen mit entsprechenden Leuten und Fahrzeugen hat - fällt also auch flach.

Hinzu kommen ja 5 Atteste von 5 Ärzten die besagen:

1) Größerer Wohnraum vorteilhaft um Rückzugsraum zu haben (genaue Diagnose möchte ich hier vorerst nicht öffentlich machen)

2) Mehr Heizbedarf aufgrund spezifischer Erkrankung die ein Mindestmaß an Wärme benötigt.

3) Ebenerdig bzw. ansatzweise barrierefrei aufgrund Einschränkungen der Lebenspartnerin.

Diese Atteste sind NICHT "irgendeine Gefälligkeit" sondern (leider) reale Tatsachen - das heisst, die müssten ja ggf. auch irgendwie eine bestimmte Gewichtung haben. Der Teamleiter der aktuellen Arge würde uns auch schriftlich geben, dass ein Auszug "dringend erforderlich und als angemessen" betrachtet wird.

Es steht und fällt also alles mit dem "Gutwillen" der Arge im Kreis Gütersloh, wir möchten da nur von Anfang an vernünftig agieren, immer im Rahmen geltenden Rechts natürlich. Wir haben uns den "Po" aufgesucht und in einer Notunterkunft möchten wir mit Sicherheit im "allerletzten Fall" nicht landen. Wir können auch die intensiven Bemühungen der Wohnungssuche nachweisen.

Es geht uns also NICHT um "Luxus" sondern einfach um "endlich mal ankommen". Zumal der am Objekt befindliche, alte Laden für mich eine zusätzliche Chance wäre, meine Selbstständigkeit vernünftig und richtig in Angriff zu nehmen, selbst dazu bräuchte ich keinerlei Startkapital, da der Käufer des von uns noch bewohnten Objektes selbst auch mit Posten handelt und den Laden mit mir "durchrenovieren" würde - dafür zahlen wir die ersten Monate keinerlei Miete, da die Vermieterin sich ja über "neues Leben" im Laden freut.

Kaution fällt nicht an, weder für Wohnung, noch für den Laden. Das Objekt ist um 1930 erbaut, mehrfach modernisiert, vor ca. 5 Jahren sind nagelneue Fenster reingekommen. Keine enormen Heizkosten, eher moderat dank noch klassisch massiver, "atmender" Bauweise - die meist wesentlich besser ist als dieses nachträglich im Dämm- und Sparwahn zugedonnerte - aber das wäre ein anderes Thema ;-)
 

Kikaka

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vielen Dank schon mal für Eure Antworten. Ich sag es in Sachen Kaltmiete und Nebenkosten mal so: Die Vermieterin hat erwähnt, dass man das entsprechend "notieren" könnte - mehr kann ich dazu jetzt nicht genau sagen. Die genaue "Aufdröselung" kenne ich noch nicht
-Deutet wohl auf Bereitschaft des Vermieters hin gewisse Verlagerungen zwischen Nettokalt -kalte Nebenkosten zu ermöglichen.Das ist positiv.
Hinzu kommen ja 5 Atteste von 5 Ärzten die besagen:

1) Größerer Wohnraum vorteilhaft um Rückzugsraum zu haben (genaue Diagnose möchte ich hier vorerst nicht öffentlich machen)

2) Mehr Heizbedarf aufgrund spezifischer Erkrankung die ein Mindestmaß an Wärme benötigt.

3) Ebenerdig bzw. ansatzweise barrierefrei aufgrund Einschränkungen der Lebenspartnerin.
-dem scheint man in Gütersloh Rechnung zu tragen.Positiv.

Das Objekt ist um 1930 erbaut, mehrfach modernisiert, vor ca. 5 Jahren sind nagelneue Fenster reingekommen.
Bis Baujahr 1960 wird 272 € Nettokaltmiete angegeben. Aber auch hier gibt es offensichtlich Spielraum

https://www.kreis-guetersloh.de/medien/bindata/__
22_SGBII_KostenderUnterkunft_123030__4_.pdf

2.4.1.3
Ermittlung des angemessenen
Quadratmeterpreises (2. Faktor)
Der abstrakt angemessene Quadratmeterpreis ist als 2. Faktor zu ermitteln.
Dazu wird auf die im Kreis Gütersloh seitens der Kommunen erstellten Mietspi
egel zurückgegriffen.. Der abstrakt angemessene Quadratmeterpreis ist da
abhängig von dem Baujahr des Gebäudes und entspricht jeweils dem Durchschnittswert
bei einer mittleren Wohnlage (Tabellen siehe Anlage





)
Eine abweichende Festlegung der Baujahre und der Richtwerte


ist möglich,
wenn Häuser und Wohnungen,
so umfassend modernisiert sind, dass die hierfür
aufgewendeten Kosten mindestens 1/3 der Baukosten für einen vergleichbaren
Neubau betragen, ist das Baujahr der M
odernisierungsarbeiten zu Grunde zulegen.
-Ich denk doch mal hier im speziellen Fall wäre eine persönliche Vorsprache beim neuen JC hilfreich.
-Die Notwendigkeitsbescheiningung für den Umzug solltest Du vorlegen.Falls Du diese noch nicht schriftlich hast beantrage das sofort.
Aber warten wir ab was NRW-Insider ipadoc dazu meint
 

lpadoc

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Was die Umzugsnotwendigkeit betrifft, so würde ich persönlich diese vom jetzigen JC abverlangen zu bestätigen - unabhängig davon, ob dies zwingend benötigt wird. Allein wegen eines Wohnortwechsel - anderer JC-Bereich - wird bezogen auf die Notwendigkeit des Umzuges keine entsprechende Bestätigung notwendig (wohl aber - siehe nachfolgend B).

Ich persönlich (anhand der Darstellung) würde wie folgt vorgehen (A/B):

(1) Unter der Voraussetzung, das bei der neuen Wohnung hinsichtlich Kosten noch vertragliche und JC-gerechte "Gestaltungsspielräume" möglich sind, könnte ein Mietvertrag geschlossen werden. Wenn möglich jeweils zum ersten eines Monats. Ich rate an, den möglicherweise zu nutzenden gewerblichen Teil im Mietvertrag nicht zu erwähnen. Die nachfolgenden Schritte bitte rechtzeitig.

(2) Zum Datum des neuen Mietvertragsbeginn (und Einzug) dem jetzigen JC den geplanten Umzug (Ort, Straße u.s.w.) schriftlich (nachweislich) mitteilen.

(3) Gleichzeitig (wie 2) einen Neuantrag beim JC-Gütersloh nebst dazugehörigen Anlagen (rechtzeitig) einreichen. Über diesen Link sind die entsprechenden Antragsformulare erhältlich.

(4) Sollte entgegen aller Mietvertragsgestaltung die KdU vom JC-Gütersloh nicht erkannt werden, so wird dann lediglich bis zur Höhe der dort ermittelten Angemessenheit beschieden werden. In diesem Fall auch keine Übernahme von notwendiger Aufwendungen für die Einzugsrenovierung. Dies bedeutet, der nicht übernommene Miet-Anteil ist selbst zu tragen. Für den Fall, sollte eine abschließende Prüfung ergeben, das der Berechnung (Bescheid) des JC nicht gefolgt werden kann, so müsste dies notfalls gerichtlich geklärt werden (siehe bestehende Forenbeiträge).

Die vorgenannte Darstellung wäre die harte Variante (A). Die weiche Variante (B) könnte so aussehen:

(1) Eine schriftliche "Umzugsnotwendigkeit" vom jetzigen JC abverlangen.

(2) Über eine künftige Wohnung ein Wohnungsangebot (zum ...) nebst dazugehörigen Daten einholen (ohne Gwerbeteil). Bitte darauf achten, dass dieses Angebot mit einer angemessenen Aufrechterhaltungsfrist versehen wird. Im Falle von Behördenwillkür (zögerliche Bearbeitung) wird dies für eine gerichtliche Durchsetzung (Bearbeitungsfrist) benötigt. Sollte die künftige Wohnung noch besichtigt werden müssen, so können die Fahrkosten dorthin übernommen werden und sind rechtzeitig beim jetzigen JC zu beantragen.

(3) Die schriftliche Bestätigung einer Umzugsnotnotwendigkeit zusammen mit dem Mietangebot (in Kopie) beim JC-Gütersloh (nachweislich) einreichen und die Zusicherung abverlangen - schriftlich und unter Fristsetzung (siehe Mietangebot).

(4) Sofern die Zusicherung (JC-Gütersloh) erteilt wird, so kann der Mietvertrag unterschrieben werden und die künftigen Mietzahlungen sind der Höhe nach anerkannt.

(5) Für den Fall, sollten notwendige und erforderliche Renovierungsarbeiten in der neuen Wohnung anfallen, bitte einen entsprechenden und schriftlichen Antrag einreichen - nachweislich. Möglicherweise wird der JC-Außendienst eine Wohnungsbegehung vornehmen. Grundsätzlich ist den JC-SB's der Wohnungszutritt zu untersagen, aber im Falle von Kostenübernahme für eine Renovierung sollte der Wohnungszutritt ausnahmsweise gestattet werden.

(6) Sollten für die Wohnungsanmietung weitere Kosten entstehen, z.B. für Tel., I-Net, Ummeldegebühren u.s.w. so ist die JC-Übernahme nicht ausgeschlossen. Ebenso die Kostenerstattung für notwendige Elektroarbeiten (Herd). Bitte aber alles vorher entsprechend beantragen - im Nachhinein läuft nichts.

Hinweis: Sollte unerwartet eine Ablehnung der KdU erfolgen, dann bitte hier nochmals melden oder die A-Variante durchziehen.

Noch Fragen?
 

Lalu

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Whow,

vielen Dank für die detailierten Infos. Nur eine Frage noch:

In wie weit müssen die vorliegenden Atteste über raumtechnischen Mehrbedarf (psychologische Gründe) und über Ebenerdigkeit bzw. höheren Heizbedarf (den wir meist nicht erreichen da wir sehr umweltbewusst agieren) Beachtung finden?
 

Kikaka

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In wie weit müssen die vorliegenden Atteste über raumtechnischen Mehrbedarf (psychologische Gründe) und über Ebenerdigkeit bzw. höheren Heizbedarf (den wir meist nicht erreichen da wir sehr umweltbewusst agieren) Beachtung finden?
- Solche Aspekte sind sehr wohl hier verankert
https://www.kreis-guetersloh.de/medien/bindata/__22_SGBII_KostenderUnterkunft_123030__4_.pdf

-Wie das dann vom SB gehandelt wird ist die große Unbekannte.

-Ein weiteres Problem ist die Nettokaltmiete nach Altersklassen.Keiner weiß hier wie das JC mit der Neueinstufung wegen Renovierung umgeht
-Wir wissen auch nicht wie groß die Wohnung ist. Solltest Du mal mitteilen.Wieviel mehr an Raumbedarf Dir das JC zubilligt wissen wir auch nicht.

-Wenn Du ipadoc`s Ratschlägen folgst bekommst Du einen Bescheid = angemessen oder unangemessen.
-Unterschreibe jedenfalls vor Erhalt des Bescheides keinen Mietvertag,das könnte böse nach hinten losgehen

-Überlege Dir ob Du nicht vorher gut gerüstet mit Attesten sowie Bescheinigungen über Renovierungen ein Gespräch beim neuen JC führst. Die genauen Zahlen für die Miete brauchst Du nicht zu benennen.Du möchtest nur wissen welches Mehr an Spielräumen Dir zugestanden wird.
 

lpadoc

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... Atteste über raumtechnischen Mehrbedarf (psychologische Gründe) und über Ebenerdigkeit bzw. höheren Heizbedarf ... Beachtung finden?

Derartige Mehrbedarfsgründe sind für das JC-Gütersloh - meiner Kenntnis nach - Fremdworte, dessen Durchsetzung (im Falle von Berechtigung) freiwillig nicht zugestanden wird. Da brauchen wir schon "handfeste" Gründe um daraus einen nachweisbaren Mehrbedarf rechtfertigen zu können.

Die Frage (Mehrbedarf) stellt sich aber zur Zeit noch nicht, da meinerseits (hier) nicht bekannt ist, ob ggf. über den zugestandenen Wohnflächenbedarf und darüber hinaus (angemessene Heizkosten) ein Mehrbedarf im Einzelfall durchsetzbar ist. Warum meinst Du denn, ein Mehrbedarf für Euch sei gerechtfertigt (kein leichtes Thema).

Ich übertreibe jetzt mal ein wenig: Vorteilhaft ist beim betreten des JC-Gütersloh zur Abgabe von Anträgen sicherlich, wenn sofort der eigene Rechtsanwalt oder die Rechtsanwältin gleich mitgenommen und die Verhandlungsführung übernimmt.

Warum übertreibe ich jetzt nicht: Sofern Du (oben) meinen Link (JC-GT) zur KdU-Richtlinie gefolgt bist, konntest Du feststellen nach welchen Grundsätzen über die KdU-Frage dort entschieden wird. Die heute zum Download veröffentlichte und angebotene Verwaltungsvorschrift zur KdU (aus 2012) ist also einsehbar. Nur den Betroffenen nützt dies wenig, denn die dortige Richtliche ist teilweise rechtswidrig. Ich möchte Dir dies am Beispiel der zugestandenen Wohnfläche verdeutlichen:

Bei einem Einpersonenhaushalt werden laut JC-GT 47 Quadratmeter Wohnfläche zugestanden. Dies ist jedoch seit dem 1.1.2010 und für NRW nicht mehr so. Gemäß höchstrichterliche Rechtsprechung (BSG schon 4/2010) werden jedoch bis 50 Qudratmeter und für jede weitere Person in der BG zusätzlich 15 Quadratmeter zugestanden. Dies gilt selbstverständlich auch für das JC-Gütersloh. Allein daran siehst Du, wie mit Hilfesuchenden (Betroffene) dort verfahren wird. Dies hat Methode und ich unterstelle "böswillige Absicht" zu Lasten von Betroffene. Noch Fragen?
 

Lalu

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So,

ich habe einige Fakten und ggf. vorab die Frage ob es Sinn machen WÜRDE, wenn aus der Bedarfsgemeinschaft eine "WG" würde? Oder ist das zu "auffällig"? Die (potentielle) neue Wohnung würde eine räumliche Trennung erlauben. Aber das mal nur so als mögliche Option nebenbei.

Fakten:

- Haus Baujahr 1923
- Sehr guter Energiewert (77, perfekt ist 68, Maximum ist 150)
- Fenster vor ca. 4 Jahren neu (Iso)
- 84qm² Wohnfläche, ABER: Kann auch "verkleinert" werden (ob auf Papier oder real, wäre eine andere Frage)
- Kaltmiete offiziell: 420 Euro
- Nebenkosten mit "allem drum und dran": 120 Euro, bei aktuell 2 Personen (nur kein Strom)

Info:

Die aktuellen Mieter waren durch einen Träger dort untergebracht der die Kosten übernimmt, entsprechend sind die Nebenkosten von 120 Euro sogar eher noch hoch angesetzt, da die Mieter sich um derartige Kosten nicht selbst kümmern mussten. 2 Personen mit 2 eigenen Zimmern in der Wohnung, entsprechend jeder ein PC, ein Fernseher, und, und, und.

Die Vermieterin ist SEHR kulant und hilft mir wo sie kann, ich bekomme auch gleich noch die genaue "Zerdröselung" der Nebenkosten (also Wasser, Heizung, Warmwasser, Versicherung, Müllabfuhr und was da sonst noch so reinfällt).

Mit dem Jobcenter GT habe ich telefoniert (zuständig ist Halle), die Dame war SEHR nett, teilt es Ihrer Teamleiterin mit (es ist NICHTS unterschrieben!), diese meldet sich bei mir und will auch mit dem aktuell zuständigen Teamleiter im aktuellen Kreis telefonieren. Der WÜRDE (wäre das Objekt im aktuellen Kreis) sofort zustimmen, da die GESAMTKOSTEN in das "Budget" fallen, dass er für unseren "Sonderfall" voll ausreizen könnte... ca. 360 Euro KM und bis max. 180 Euro Nebenkosten effektiv. Ergäbe eine Gesamtverfügbarkeit von 540 Euro.

Ich habe betont, dass KEINE Renovierung notwendig ist (die Wohnung sieht tip-top aus), keine Umzugskosten getragen werden müssten und das wir ggf. auch etwas zuzahlen.

Wie sollte ich jetzt unter Umständen die Kosten "verschieben" damit es sinnvoller ist bzw. sollte ich das überhaupt?
 

Kikaka

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Mit
dem Jobcenter GT habe ich telefoniert (zuständig ist Halle), die Dame war SEHR nett, teilt es Ihrer Teamleiterin mit (es ist NICHTS unterschrieben!), diese meldet sich bei mir und will auch mit dem aktuell zuständigen Teamleiter im aktuellen Kreis telefonieren. Der WÜRDE (wäre das Objekt im aktuellen Kreis) sofort zustimmen, da die GESAMTKOSTEN in das "Budget" fallen, dass er für unseren "Sonderfall" voll ausreizen könnte... ca. 360 Euro KM und bis max. 180 Euro Nebenkosten effektiv. Ergäbe eine Gesamtverfügbarkeit von 540 Euro.

-Das klingt doch topp ! Wenn Sie Dir das dann noch schriftlich bestätigen......Die Frage ist bis zu welcher Grenze Dein Eigenanteil erträglich wäre, Du hast doch noch Munition im Köcher mit dieser Vermieterin........
 

Lalu

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So.... neues von der SEHR NETTEN Vermieterin:

Sie würde mir eine Art "Hausmeistertätigkeit" am Objekt zuteilen und dafür einen gewissen Betrag "X" von der Kaltmiete (420 Euro) abziehen, natürlich OHNE Vertrag.

Dann habe ich jetzt die genaue Aufdröselung der Nebenkosten:

65 Euro "Kalte Nebenkosten":

- Feuerversicherung
- Haftpflicht
- Grundsteuer
- Müll
- Brauchwasser
- Abwasser
- Oberflächenwasser
- Schornsteinfeger
- Hausstrom (Flur, Keller, usw.)
- Sat-TV
- Hofpflege

Und ca. 90 Euro "warme Nebenkosten":

- Heizung
- Warmwasseraufbereitung (über Heizung)

Die Nebenkosten bezogen sich noch auf 3 Personen in der Wohnung, wir sind ja nur zu zweit.


Wohlgemerkt: Ca. 20 - 30 Euro könnte man abziehen für sporadische "Aussenpflege" von der Kaltmiete und man könnte die Nebenkosten ja noch etwas "anpassen", so das die Kaltmiete niedriger wird.

Macht das Sinn? Ich bin ja schon froh eine so kulante, potentielle Vermieterin zu haben, die so agiert und uns die Chance geben will, Sie macht uns richtig Hoffnung. Die Frage ist halt nun, wie genau ich dem JC vermittle, wie die Kosten der Wohnung sind. Also als Beispiel: 50 Euro von der Kaltmiete abziehen und auf die Nebenkosten "verteilen"?
 

Kikaka

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-Hoffentlich unterläuft SB kein Denkfehler,
ca. 360 Euro KM und bis max. 180 Euro Nebenkosten effektiv. Ergäbe eine Gesamtverfügbarkeit von 540 Euro.
-weil das WG -Kosten waren....
-Bei WG hat jede Person Anspruch auf volle KdU-Rechnung,so einfach läßt sich das nicht umrechnen...eine 2-er BG erhält wesentlich weniger...

-abwarten
 

Lalu

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Hallo,

Moment, Moment: Uns beiden als BEDARFSGEMEINSCHAFT würde bei der noch aktuell zuständigen Arge maximal 540 Euro gewährt, also die WÜRDEN das "Budget" voll ausreizen. Daran muss sich aber die Arge in GT NICHT halten... wäre die Wohnung im aktuellen Kreis: Gäbe es keinerlei "Ängste" über eine mögliche Bewilligung oder Absage - das wollte ich damit nur sagen... Wir sind keine WG und möchten es auch nicht "auf einmal" werden - wäre ja doch sehr auffällig... obwohl wir rein "technisch" eher wie eine WG leben, jeder hat seinen Bereich - ist einfach unsere Art der Beziehungsführung...
 
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