Chancen auf Bildungsgutschein? Bitte um Rat (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

WernerMeier

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Hallo zusammen,

ich bin etwas über 50 Jahre alt, habe keine abgeschlossene Berufsausbildung und bin seit Herbst letzten Jahres ohne Erwerbstätigkeit.

Bei meinem ersten Gespräch in der AfA wurde mir vorgeschlagen, eine halbjährige Qualifizierung zur Vorbereitung auf die Externenprüfung zu machen (Sicherheitsbranche). Dieses würde meine Jobchancen langfristig erheblich verbessern. Mir wurde auf meine Nachfrage hin mündlich zugesichert, daß auch Qualifizierungen in anderen Berufsfeldern möglich sind.

Die mir vorgeschlagene Maßnahme wollte ich aus verschiedenen persönlichen, logistischen und beruflichen Gründen nicht machen.

Die letzten Monate habe ich also damit verbracht, meinen Sachbearbeitern immer höher qualifizierte Ausbildungen anzubieten. In Verbindung dazu wurden die Begründungen für die Ablehnungen immer abstruser/ merkwürdiger.

Letztes Beispiel einer Anfrage: Ausbildung 2 Jahre mit staatlicher Prüfung, Stellen im Umkreis mehrfach ausgeschrieben.

Antwort der Sachbearbeitung: "gibt es denn die Stellen in 2 Jahren auch noch und nehmen die Arbeitgeber denn auch über 50 jährige?"

In diesem Moment wußte ich dann ehrlich gesagt auch nicht mehr recht weiter. :)

Wenn ich die Lage richtig deute, ist das für mich eine Sackgasse oder?

Danke für eure Einschätzungen.
 

Kerstin_K

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Also Die Sicherheitsbranche ist ein hartes Brot, Viel Arbeit, Schicht, Wochenende, Feiertage, dazu wenig Verdeinst, das muss man nicht haben. Typisch JC, dass die damit ankommen.

Mit dem letzten Arbument hat Deine SB so unrecht nicht. Mit über 50 noch so eine verhältnismäßig lange Ausbildung und die Einstellungschancen in dem Alter sind wirklich nicht die besten.

Was mir allerings auffällt: Hast Du jemals eine schriftlichen Antrag gestellt?

Mündlich ist schnell abgelehnt. Shriftlich muss sie sich schon eine vernünftige Begründung einfallen lassen.
 

WernerMeier

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Hallo und danke für die schnelle Antwort.

Ich habe die Anträge immer nur mündlich vorgebracht. Die letzte Ablehnung habe ich erst schriftlich bekommen nachdem ich darum gebeten hatte.

Hierin ist die Rede von arbeitsmarktrechtlichen Gegebenheiten die es unmöglich machen, eine Weiterbildung zu finanzieren da keine realistischen Chancen auf eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt bestünden.

LG
 

Kerstin_K

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Genau so dae ich mir das. Denn Du wirste keine Arbeitgeber finden, der Dir heute zusagt, dass er Dich in 2 Jahren einstellt.
 

Fairy11

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WernerMeier meinte:
Bei meinem ersten Gespräch in der AfA wurde mir vorgeschlagen, eine halbjährige Qualifizierung zur Vorbereitung auf die Externenprüfung zu machen (Sicherheitsbranche). Dieses würde meine Jobchancen langfristig erheblich verbessern.
WernerMeier meinte:
Die letzte Ablehnung (...) Hierin ist die Rede von arbeitsmarktrechtlichen Gegebenheiten die es unmöglich machen, eine Weiterbildung zu finanzieren da keine realistischen Chancen auf eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt bestünden.
Hallo WernerMeier.

Erst soll eine Qualifizierung deine Chancen ganz erheblich verbessern, und ein halbes Jahr später gibt es ganz plötzlich gar keine realistischen Chancen mehr; das ist doch total widersprüchlich. Hast du die allererste Aussage eventuell doch in schriftlicher Form vorliegen? Vielleicht hat dir der SB damals ja zumindest irgendwelche informativen Unterlagen zur Maßnahme mitgegeben.

Vor ein paar Jahren wurden in meinem JC wie verrückt Altenpflege-Schulungen an die Leute verteilt. Weil ich das aber definitiv nicht machen wollte, bekam ich dann eben gar keine Weiterbildung bewilligt. Meine eigenen Wünsche und Ideen wurden mit der Aussage "Das ist für Sie nicht vorgesehen" abgeschmettert.
 

Kerstin_K

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Die erste ualifizierung sollte über 6 Monate gehen, de letzte über 2 Jahre.

Das dürfte der springende Punkt sein.
 

WernerMeier

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Guten Morgen,

ich habe die erste Aussage leider nicht schriftlich.

Vielleicht hake ich da trotzdem nochmal in der AfA nach weil die Aussagen zwischen damals und heute doch sehr unterschiedlich sind.

LG
 

BerndB

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Letztes Beispiel einer Anfrage: Ausbildung 2 Jahre mit staatlicher Prüfung, Stellen im Umkreis mehrfach ausgeschrieben.
Antwort der Sachbearbeitung: "gibt es denn die Stellen in 2 Jahren auch noch und nehmen die Arbeitgeber denn auch über 50 jährige?"

Die Entscheidung zur Weiterbildung hängt vom Gesetz, dem Arbeitsmarkt und den persönlichen Voraussetzungen ab.

Deshalb hier nur mal grundsätzliches zur Weiterbildung:

Weiterbildung muss notwendig sein. Das sieht von Fall zu Fall anders aus. Aber, das Gesetz (§ 81 SGB III) sagt in einem einzigen Fall konkret, was notwendig ist: Wenn jemand ungelernt ist und eine anerkannte Ausbildung anstrebt. Diese Personen können mit einer gewissen Anspruchshaltung zur AfA gehen. Wird nur ein Lehrgang angestrebt, hat der SB eine Ablehnung leichter zu begründen

Üblich sind mündliche Ablehnungen mit mündlicher Begründung durch SB. Der Alose muss also auf einer schriftlichen Begründung bestehen und erhält die dann auch.
Der Alose sollte dabei auf einer Ablehnung bestehen, die auf seinen Berufswunsch eingeht, sonst erhält er nur ein 08/15 Schreiben. Widerspruch ist schwierig, weil nichts zu fassen ist.

Bei ältern Alo kann der SB auf psych. Test bestehen um die Lernfähigkeit zu klären. Verzögert alles.

Mit einer Weiterbildung sollte man sich beeilen. Kurz vor Alg-Ende wird wohl kaum etwas genehmigt. Und Kurse beginnen in der Regel kaum im Dezember (vor Weihnachten) und kaum im Juni/Juli (vor Sommerferien).
Man sollte mal in die Bildungszielplanung der eigenen AfA schauen, was sie für das laufende Jahr geplant hat. Muss sich aber mit seinem Wunsch nicht daran halten. Örtliche Weiterbildungen sind in Kursnet ausgeschrieben (Haken bei "nur Angebote mit Bildungsgutschein" setzen).
Wichtig: die AfA hat sich das Nachholen von Ausbildungen auf die Fahnen geschrieben. Ein SB könnte da bei Ablehnung evtl. auch Probleme bekommen.
Ablehnung wegen des Alters sehe ich als Diskriminierung. Man muss immer sehen, wie lange noch gearbeitet werden muss.
Danke.
 
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WernerMeier

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Guten Morgen und besten Dank für die Infos.

Ich werde dann nochmal an die AfA schreiben und die genannten Argumente anbringen.

LG
 
E

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Hallo Werner Meier!

Es gibt auch andere Möglichkeiten, eine Ausbildung zu finanzieren. Bei der AfA wirst du aller Erfahrung nach keine komplette Ausbildung bekommen.

Dazu müsste man etwas mehr über deine Erwerbsbiographie wissen.
Bei Aufstiegsweiterbildungen kann alternativ zum Abschluss eine langjährige einschlägige Berufserfahrung als Vorausetzung anerkannt werden.

sds
 

Doppeloma

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Hallo WernerMeier, :welcome:

das ist hoffendlich NICHT dein Echt-Name, sonst solltest du dich an die Redaktion wenden (rotes Dreieck / Beitrag melden) und das umgehend in einen anderen "fiktiven Usernamen" ändern lassen.

Nun mal zu deiner Anfrage, dafür wäre es wichtig zu wissen, ob du aktuell ALGI beziehst und/ oder bereits aufstocken musst mit ALGII, das ist nicht ganz unwichtig für die korrekten Antworten.

ich bin etwas über 50 Jahre alt, habe keine abgeschlossene Berufsausbildung und bin seit Herbst letzten Jahres ohne Erwerbstätigkeit.
Darf man fragen was du bisher / zuletzt beruflich gemacht hast, da käme ja auch eine entsprechende Fortbildung / Auffrischung mit Bezug auf deine (bereits vorhandenen) Berufserfahrungen vielleicht in Frage ???

Im Bereich ALGI gilt das SGB III und daraus ergeben sich auch andere Zumutbarkeiten betreffs deiner Vermittlung als später im SGB II (Hartz 4), es ist immer sehr gut zu erwähnen in welchem Bereich man aktuell Leistungen bezieht, denn die Möglichkeiten (und Rechte) sind teilweise sehr verschieden.

Mit Ü 50 dürfte es bereits auch (zumindest theoretisch) Ansprüche auf Unterstützung aus der Rentenkasse geben und die werden (auch bei der AfA) sehr gerne genutzt, um eigene Finanzen sparen zu können.

Bei meinem ersten Gespräch in der AfA wurde mir vorgeschlagen, eine halbjährige Qualifizierung zur Vorbereitung auf die Externenprüfung zu machen (Sicherheitsbranche).
Klar, die Sicherheitsbranche braucht IMMER "Nachschub", die zahlen ja bisher auch mit am Schlechtesten (in der Regel gerade mal den gesetzlichen Midestlohn), wer will da schon gerne hin, wenn er was "Besseres" bekommen (und in ALGI vielleicht sogar noch verlangen) könnte.

Trotzdem gibt es dafür inzwischen auch eine komplette Berufsausbildung und was man dir anbietet ist "nichts Halbes und nichts Ganzes",(eigentlich) Ungelernte werden auch eher für Mini-Jobs eingestellt.

In diesen "Grundbildungen" wird nur das bezahlt, was die Bewerber inzwischen mindestens mitzubringen haben an Grundkenntnissen, zu dem was sie dürfen und was sie nicht dürfen (im privaten Sicherheitsbereich), "früher" haben diese AG das mal selber bezahlt.

Schau dir mal § 140 SGB III an und dann kannst du ja noch mal drüber nachdenken ob, das (zumindest aktuell) ein "zumutbares" Angebot wäre ...

§ 140 SGB III Zumutbare Beschäftigungen

Dieses würde meine Jobchancen langfristig erheblich verbessern. Mir wurde auf meine Nachfrage hin mündlich zugesichert, daß auch Qualifizierungen in anderen Berufsfeldern möglich sind.
Aber gewiss doch, was man dir mündlich zusichert, ist ungefähr so zuverlässig, wie die Auswirkungen "wenn in China ein Sack Reis umfällt", was konkret würdest DU dir denn vorstellen wollen und können als sinnvolle Weiterbildung ???

Die mir vorgeschlagene Maßnahme wollte ich aus verschiedenen persönlichen, logistischen und beruflichen Gründen nicht machen.
Dürfte wohl noch ALG I / AfA sein, denn beim JC (ALG II / Hartz 4) hat man keine "Wünsche" mehr zu haben und wenn man nicht will wie das JC, bekommt man schnell kein Geld mehr wegen "mangelnder Mitwirkung" bei der Arbeitsvermittlung.

Die letzten Monate habe ich also damit verbracht, meinen Sachbearbeitern immer höher qualifizierte Ausbildungen anzubieten. In Verbindung dazu wurden die Begründungen für die Ablehnungen immer abstruser/ merkwürdiger.
Na-Ja, "anbieten" sollten dir ja die SB was Sinnvolles, was dich auch weiter bringen könnte und OHNE schriftliche (sehr gut begründete) Anträge auf Förderung aus dem Vermittlungs-Budget, die du deinem SB (mit Forderung einer Eingangsbestätigung auf einer Kopie davon) auf den Schreibtisch legst, wird man dich weiter mit mündlichen Plattheiten hinhalten, bis dein ALGI mal abgelaufen ist.

§ 44 SGB III Förderung aus dem Vermittlungsbudget

Letztes Beispiel einer Anfrage: Ausbildung 2 Jahre mit staatlicher Prüfung, Stellen im Umkreis mehrfach ausgeschrieben.
Hast du diese Anfrage schriftlich und nachweislich gemacht, ist das eine Ausbildung / Fortbildung aus dem KursNet gewesen ... die AfA bezahlt nicht alles, was man sonst irgendwo finden könnte ...

KURSNET - Startseite

Antwort der Sachbearbeitung: "gibt es denn die Stellen in 2 Jahren auch noch und nehmen die Arbeitgeber denn auch über 50 jährige?"
Wie wahrscheinlich es ist, dass in diesem Berufsbereich auch in 2 Jahren noch eingestellt wird, hat eigentlich der SB zu wissen und NICHT DU, immerhin meint man ja auch zu wissen, dass du beim Sicherheitsdienst unbedingt tolle Chancen haben würdest. :icon_kinn:

In diesem Moment wußte ich dann ehrlich gesagt auch nicht mehr recht weiter. :)
Schade, dass du da nicht weiter wusstest, ich hätte sie gefragt ob sie schon mal was vom "Diskriminierungs-Verbot" gehört hat und, dass deine Förderung NICHT von deinem Lebensalter abhängig gemacht werden darf, sonders deiner (möglichst aussichtsreichen) Wiedereingliederung in auskömmliche Arbeit dienen soll ...

Schon traurig wenn das schon die Leute so skeptisch sehen die eigentlich dafür bezahlt werden den nötigen Optimismus zu verbreiten, dass man auch mit Ü 50 noch dringend am heutigen Arbeitsmarkt gebraucht wird. :icon_dampf:

Immerhin soll man ja auch bis 67 noch arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, auch wenn man zugeben muss das ist (leider) die Realität, dann sollen sie doch gleich ehrlich sagen, dass man in deine Fortbildung (eigentlich) KEINEN CENT mehr investieren möchte.

Wenn ich die Lage richtig deute, ist das für mich eine Sackgasse oder?
So wie du das bisher angestellt hast ganz sicher, allerdings hat sie durchaus die Wahrheit gesagt, was deine Aussichten generell am heutigen Arbeitsmarkt betrifft, völlig egal was du noch dazu lernen würdest ... UND in deinem Falle wäre (vermutlich) für ALLE beruflichen Fördermaßnahmen letztlich die DRV zuständig.

Aber das wird man dir wohl erst mitteilen wenn du tatsächlich mal schriftliche Anträge auf konkrete Fördermaßnahmen gestellt hast ... dann kommt bestimmt sehr bald die schriftliche Mitteilung, dass man deinen Antrag zur weiteren Bearbeitung an den für dich zuständigen Leistungsträger / Kostenträger (DRV) weitergeleitet hat.

Da lässt man dich dann genau so hängen, denn man wird dir irgendwann mitteilen, dass du bisher ja auch OHNE Berufsabschluß ausgekommen bist und daher am "allgemeinen Arbeitsmarkt" sicher bald die geeignete Tätigkeit finden wirst ... dank deiner vielfältigen praktischen Berufserfahrungen im bisherigen Leben.

Der wahre Hintergrund wird der genau gleiche sein wie bei der AfA, man mag KEIN Geld mehr ausgeben für dich mit Ü 50, da kannst du den Rest deines Arbeitslebens auch noch so herum bekommen, hat ja bisher auch funktioniert ... :idea:
Das gibt man dir in der Form natürlich NICHT schriftlich, es finden sich genug andere (vermeintlich) plausible Gründe dafür, die du dann kaum widerlegen kannst ... :icon_neutral:

Vielleicht bewilligt man dir (bei der DRV) sogar eine berufliche LTA-Leistung, die nützt dir aber auch nur was wenn du selber den AG findest, der dich deswegen nun (versicherungspflichtig) einstellen und einarbeiten möchte ... um für eine gewisse Zeit von der DRV Zuschüsse (zu Beiträgen und Lohn für dich) zu bekommen.

Mit etwas Glück findest du einen solchen AG sogar und der behält dich dann genau so lange wie er das muss, damit er diese Zuschüsse nicht an die DRV zurück zahlen braucht ...

Dann bist du noch ein wenig älter geworden und gehst erneut auf Arbeits-Suche ...

Tut mir leid aber ich kenne genug Fälle wo das genau so gelaufen ist, bis dir die zuständigen Stellen da die ganze Wahrheit wenigstens mal SAGEN werden, das kann noch dauern ... aber deine AfA-SB hat sich ja zumindest schon unvorsichtig "verplappert" ...

MfG Doppeloma
 

WernerMeier

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Guten Morgen,

das ist ja eine Menge "Input", vielen Dank dafür. Ich werde mich so gut ich kann äussern. :)

WernerMeier ist natürlich nicht mein richtiger Name, danke trotzdem für die Aufmerksamkeit.

Ich war über 12 Jahre auf ein und derselben Arbeitsstelle in der Securitybranche tätig, hatte dort verschiedene Arbeitgeber und war gut vernetzt. Es gab und gibt viele Gründe diese Branche zu verlassen und auch nicht wieder dahin zurückzukehren.

Ich habe die Branche verlassen und ein befristetes Arbeitsverhältnis begonnen welches auf Grund des Wegfalls der gesamten Betriebsstelle nicht verlängert werden konnte und zur Zeit beziehe ich Alg1.

Es ist tatsächlich meiner Unerfahrenheit geschuldet, daß ich erst in den letzten Wochen damit begonnen habe, mir die AfA- Vorgänge schriftlich bestätigen zu lassen. Somit habe ich bisher keinen schriftlichen Antrag auf eine Ausbildung gestellt.

Ich bin ein sehr optimistisch denkender Mensch und habe tatsächlich auch schon wieder eine Stelle in Aussicht. Trotzdem lässt mir die Möglichkeit, evtl. doch noch eine Ausbildung machen zu können, keine Ruhe. Ausserdem regt sich durchaus ein gewisser Trotz bei mir. Ich finde es ziemlich uncool wie ich bei der örtlichen AfA "abgespeist" werde.

Die von mir vorgeschlagene Ausbildung war aus dem Kursnet, es gab und gibt nach wie vor offene Stellen zu dieser Ausbildung in der Umgebung. Ich habe schriftlich eine Begründung zur Ablehnung der Fortbildung angefordert und diese dann ja auch bekommen.

Nun, wie dem auch sei....

Wenn ich den Post von "Doppeloma" richtig deute werde ich abwägen müssen zwischen:

- einfach einen Job suchen und weitermachen wie bisher

oder

- einen Verwaltungsakt aufmachen mit ungewissem Ausgang

Sehe ich das so richtig?

LG und danke nochmals!
 
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Katzenstube

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Hallo, lieber WernerMeier,
mir wurde von den SB's der AFA gesagt dass man/frau grundsätzlich erst mal im erlernten Beruf vermittelt werden soll. Ist das chancenlos, dann kann eine Qualifizierung erfolgen (was wiederum im Wohlwollen des SB's liegt). Diese Weiterbildung/Qualifizierung sollte dann auch an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes angepasst werden.

Ich sehe bei Dir die Gefahr, da Du aus einer gesuchten Branche kommst, dass die AFA gar kein Interesse hat Dich an eine andere Branche/Ausbildung zu vermitteln. So lange genug Bedarf in Deiner angestammten Branche ist können die Dich ja quasi "zwingen" in dem "ursprünglich von Dir gewählten" Berufsbereich zu bleiben.

Ich selber war drei Jahrzehnte im kaufmännischen, bin wegen der Pflege meiner Mutter ungelernt in den Pflegebereich, sogar da wollte mir die AFA dann diktieren, doch gefälligst dort zu blieben (trotz Attest des Arztes, das körperliche Arbeit nicht geeignet ist für mich) Du siehst: wo es am wärmsten bläst, da rennt der SB hin...

Toi toi toi wünscht Katzenstube
 

BerndB

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Im Sommer 2016 wurde der Begriff des Vermittlungsvorrangs durch einen zusätzlichen Satz in § 4 SGB III klargestellt:
„Von der Erforderlichkeit für die dauerhafte Eingliederung ist insbesondere auszugehen, wenn Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit fehlendem Berufsabschluss an einer nach § 81 SGB III geförderten beruflichen Weiterbildung teilnehmen."​

Wobei natürlich das angestrebte Ziel auch wichtig ist, da man bspw. einen Bürokaufmann mit über 50 Jahren nur schwer als neu ausgebildeten Maurer unterbringt (wie auch umgekehrt). Deshalb muss ein schriftlicher Ablehnungsbescheid konkret auf den angestrebten Beruf und die Chancen nach der Weiterbildung eingehen. Die mündlichen Ablehnungsgründe gelten da nicht mehr, könnte der SB diese doch jederzeit leugnen oder umdeuten. Einen "allgemeinen" Ablehnungsbescheid würde ich allerdings als grundsätzliche Ablehnung einer Weiterbildung deuten, und wenn man einen Widerspruch so begründet, bekommt ein SB innerhalb der AfA sicher Probleme. Denn einerseits wird mit jedem Tag der Arbeitslosigkeit eine Weiterbildung wichtiger und anderseits ist das Thema der AfA: Weiterbildung, Weiterbildung, Weiterbildung. Weiterbildung bedeutet für den SB aber auch zusätzliche Arbeit.
 
E

ExitUser

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Einen "allgemeinen" Ablehnungsbescheid würde ich allerdings als grundsätzliche Ablehnung einer Weiterbildung deuten, und wenn man einen Widerspruch so begründet, bekommt ein SB innerhalb der AfA sicher Probleme.
Was soll das bringen, wenn es keinen Rechtsanspruch auf Weiterbildung gibt?

Das wäre bei LTA der Fall also bei beruflicher Reha Behinderter oder von Behinderung Bedrohter.

Selbst dort wird in dem Alter äußerst selten noch eine Ausbildung bewilligt.


Ich bin ein sehr optimistisch denkender Mensch und habe tatsächlich auch schon wieder eine Stelle in Aussicht. Trotzdem lässt mir die Möglichkeit, evtl. doch noch eine Ausbildung machen zu können, keine Ruhe.
Das ist doch fein!
Darüber kannst du ja mal mit dem zukünftigen AG reden. Manche sollen Weiterbildung durchaus unterstützen :wink:. Um konkrete Finanzierungsmöglichkeiten jenseits vom Bildungsgutschein vorzuschlagen, müsste man dann doch genauer wissen, wass du machen möchtest. Manchmal bleibt einem nichts anderes übrig, als selbst zu finanzieren. Ich weiß, das ist ungerecht, aber das ist sicher nicht schlecht angelegtes Geld.
 

BerndB

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Das wäre bei LTA der Fall also bei beruflicher Reha Behinderter oder von Behinderung Bedrohter.
Selbst dort wird in dem Alter äußerst selten noch eine Ausbildung bewilligt.
Wenn damit die DRV gemeint ist, und die dürfte bei berufl. REHA im Alter zuständig sein, wird dort nicht nach § 4 und § 81 (2) Nr. 2 SGB III entschieden.

Aber natürlich sind mir Ausreden der SB, wenn Sie Arbeit vermeiden wollen, bekannt.
 
E

ExitUser

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@BerndB, damit wäre der zuständige Träger gemeint, berufliche Reha im Alter gibt es m.W. nicht, aber das hier nur am Rande, denn die nötigen Voraussetzungen für LTA haben wir hier nicht.

Einen Bildungsgutschein zu bewilligen ist nun nicht viel Arbeit. Das kann ganz fix gehen, wenn die Arbeitsmarktnähe vorhanden ist und man längere Zeit in die AV eingezahlt hat.
 
E

ExitUser

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@Wholesaler, würdest du dich bitte auf den vorliegenden Fall konzentrieren?!

Soblad er wieder AN ist, sieht die AfA sich erst recht nicht mehr in der Verantwortung.
 

Wholesaler

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Entschuldige vielmals. Du gibst hier immer Ratschläge. Aber wie das Ganze bezahlt werden soll, darüber verlierst du kein einziges Wort.
 
E

ExitUser

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Von seinem Einkommen, wenn er bald wieder eine Stelle hat? Fianzierungsmodelle kann ich hier nicht anbieten. Dafür sind die Voraussetzungen einfach zu unterschiedlich. :wink:

Es gibt doch einige Möglichkeiten, wenn man weiß, was man genau machen möchte.
 
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