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Chance nicht als eheähnlich eingestuft zu werden?

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Nicht offen für weitere Antworten.

Nitara

Elo-User/in

  Th.Starter/in  
Mitglied seit
6 Feb 2006
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#1
Hallo,

nach dem Bezug von Überbrückungsgeld habe ich nun noch 25 Tage Restanspruch auf ALG1. Ab März muss ich ALG2 beantragen.
Nun stellt sich für mich folgende Frage:
Ich lebe seit 7 Jahren mit einem Mann in einer gemeinsamen Wohnung zusammen. Wir sehen unsere Beziehung jedoch nicht als eheähnlich, da weder gemeinsame Kinder, noch gemeinsame Versicherungen, auch keine gemeinsamen Konten (ich weiss bis heute nicht genau, was mein Mitbewohner verdient). Wir haben getrennte Schlafzimmer, nutzen jedoch das Wohnzimmer, Bad und die Küche gemeinsam. Bei uns macht jeder was er will, vergleichbar mit einer offenen Beziehung. Wäre unsere Beziehung eheähnlich hätten wir geheiratet. Da er aber nicht finanziell für mich aufkommen möchte, haben wir es nicht getan.
Wenn ich nun meinen Antrag auf ALG2 abgebe, wird man mir eine eäG, schon aufgrund der langen Dauer des Zusammenlebens unterstellen.
Wie stehen hier die Chancen, als nicht eheähnlich anerkannt zu werden?
Wovon soll ich in der Zwischenzeit, bis der Antrag, Widerspruch etc., durch ist leben? Ich habe echt Existenzangst!
Vielleicht sollte ich lieber ausziehen?

Danke für alle Antworten!
Nitara
 
E

ExitUser

Gast
#2
Ja ich kann deine Ängste gut verstehen.

Wenn Ihr wirklich keine Eheähnliche Gemeinschaft darstellt,solltet ihr von Anfang an das auch so dokumentieren,was heißt,beim Antrag auf ALG II das Kreuz an der richtigen Stelle machen.

Desweiteren empfehle ich Euch alle Auskünfte die ihr der Arge gegenüber abgibt,schriftlich zu machen und zu kopieren,denn mit aller Wahrscheinlichkeit wird man euch eine eheähnl. Gemeinschaft unterstellen.


Benutzt mal die folgenden Links


Wann liegt eine eheähnl. Gemeinschaft vor

http://www.elo-forum.org/forum/ftopic2532.html


Neuer Fragebogen eheähnlich ALG II


http://www.elo-forum.org/forum/ftopic3552.html
 

Nitara

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  Th.Starter/in  
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6 Feb 2006
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#3
Danke für die schnelle Antwort, die empfohlenen Artikel habe ich mir durchgelesen und genau darauf beruhte ja meine Frage.
Wenn ich nach den Artikeln gehe, spricht alles gegen die eäG bis auf die Tatsache, dass wir schon seit 7 Jahren zusammen leben.
Ich habe mir auch einmal die Urteile zu Gemüte geführt, da geht ja alles bis zum "Urschleim". Und bis dass alles durch ist....
Soweit ich hier gelesen habe, ist man in der Zeit der "Schwebe" auch nicht krankenversichert. Die KV wirkt ja nur 1 Monat nach.
Aus Existenzängsten bin ich geneigt, mein Kreuzchen bei eheähnlich zu machen, da bekomme ich laut Rechner noch ca. 100 Euro, bin aber krankenversichert. (Das Einkommen meines Partners habe ich jetzt mal geschätzt) Was ist eigentlich wenn mein Partner sich weigert sein Einkommen anzugeben? Oder ist er dazu verpflichtet, wegen der Mitwirkungspflicht?
Mann...wie soll man denn von 100,- leben????
Das macht einen echt fertig!!!!

Nitara
 
E

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Gast
#4
Warum willst du lügen? Warum willst du evtl. umziehen, dich von liebgewonnenen Dingen trennen?

Wenn du keine eäG führst, kannst du dies doch ruhigen Gewissens angeben. Überhaupt halte ich persönlich nicht viel von dieser Zwangszusammenführung.

Wenn Gleichsetzung mit Ehepaaren, dann richtig. Oder kannst du dich bei dem eäGemeinschaftspartner familienversichern?

Werdet ihr steuerlich gemeinsam im Splitting veranlagt?

Es kann doch nicht sein, dass immer wenn es um staatliche Leistungen geht, die Eheähnlichkeit herangeführt wird, wenn es aber zum Vorteil dieser Gemeinschaft ginge, sind es wieder Fremde.

Das war hier aber nicht deine Frage.

Du hast Existenzangst, wenn du dir vorstellst, dass du nur von 100 € leben sollst? Hätte ich allerdings auch. Wer bezahlt die Miete für die Wohnung? Wer die Heizung? Die Krankenversicherung allein deckt auch nicht mehr die Kosten bei Krankheit. Denk an die Zuzahlungen bei Medikamenten, die Praxisgebühr. Ja, und solltest du mal ins Krankenhaus müssen, ist auch da eine Zuzahlung fällig. Brauchst du eine Brille, Zahnersatz? Wovon willst du das bezahlen?

Nein, bleib bei der Wahrheit und steh es durch! Leih dir vielleicht, wenn es knapp wird, Geld von deinem Bekannten und unterzeichne eine Abtretung.

Wenn du dann gar nichts mehr hast, um dir die Brötchen zu kaufen, solltest du zum Sozialgericht gehen und eine einstweilige Anordnung erwirken.

Einige Monate zu überbrücken, dürfte doch wohl leichter sein, als längere Zeit kein Geld zu haben. Warum soll dir dein Bekannter jetzt Geld geben, wenn er es bisher auch nicht getan hat?

Vielleicht schreibt hier noch jemand etwas dazu, ob ein Unter- oder Mitmieter, der kein Leistungsempfänger ist, tatsächlich verdonnert werden kann, diesen Schein auszufüllen. Wäre ich nicht im Leistungsbezug, würde ich es nicht tun. Soviel weiß ich schon mal.
 

Nitara

Elo-User/in

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#5
Barney sagte :
Wenn Gleichsetzung mit Ehepaaren, dann richtig. Oder kannst du dich bei dem eäGemeinschaftspartner familienversichern?

Werdet ihr steuerlich gemeinsam im Splitting veranlagt?

Es kann doch nicht sein, dass immer wenn es um staatliche Leistungen geht, die Eheähnlichkeit herangeführt wird, wenn es aber zum Vorteil dieser Gemeinschaft ginge, sind es wieder Fremde.

Das war hier aber nicht deine Frage.
Das sehe ich genauso, du sprichst mir aus dem Herzen!
Du hast recht, warum klein beigeben ....
Ich bin alleinstehend und so werde ich das auch angeben.
Ich werde demnächst hier berichten, wie es mir ergangen ist!

Liebe Grüße
Nitara
 

Koelschejong

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#6
Das Thema "eheähnlich" taucht nun immer wieder auf, es gibt jede Menge "Indizien", die angeblich für oder gegen eine eheähnliche Gemeinschaft sprechen sollen. So weit so schlecht, ich habe aber bisher noch nie irgendwo eine Anspruchsgrundlage dafür gefunden, dass der eheähnliche Partner zum Unterhalt verpflichtet sei.
Im Klartext:
Die ARGE sagt - Ihr seid "eheähnlich" Dein Partner hat Dich zu unterhalten.
Dein Partner sagt: Nö danke, das tu ich nicht!
Frage: Wer kann ihn wie und auf welcher gesetzlichen Grundlage denn nun zwingen, Dir die Brötchen zu zahlen???
Die ganze Konstruktion verwechselt da doch m.E. guten Willen mit Pflicht.
 
E

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Gast
#7
Die Kosten für eine extra- Krankenversicherung eines nicht verheirateten Empfängers sind als Bedarf mitzurechen, also zieht hier das Argument nicht, hier wären Nachteile. Auch steuerlich bringt es schon lange kaum etwas, wenn man heiratet.
Ich kenne eine ganze Reihe von Leuten ( mit Kindern zudem), die nur Nachteile hatten durch die Heirat- mal von Hartz 4 ganz abgesehen.

Ehrlich gesagt, wird mir oftmals schlecht, wenn ich dann von Leuten höre, die sich ernsthaft aufregen, das sie- obwohl x- Jahre mit dem Partner zusammenleben in eindeutig eheähnl. Gemeinschaft- keinen Mehrbedarf Erziehung bekommen und keinen Unterhaltsvorschuss mehr.

Im übrigen kann der Arbeitende in der BG den Hilfeempfänger als Belastung absetzten, wenn dieser wegen ihm weniger Geld vom Amt bekommen hat.
 

michaelulbricht

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#8
Wir hatten das selbe problem (eheähnlich)

hallo,

nimm dir blos eine eigene Wohnung.
Die wollen es doch so, und bezahlen sie dann ja auch.
Ich schreibe an meinen SB nur noch folgendes: getreu ihrem Motto "Das Geld muß raus" usw.

@ lillybelle:

Der Steuervorteil bei verheirateten und bei eheähnlichen ist gewaltig.
Und die ausergewöhnliche Belastung mußt du mal dem Finanzamt erklären.

Michael
 
E

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Gast
#9
Bei uns hat es sich steuerlich kaum gelohnt, weil mir der Heirat viele andere finanzielle Vorteile weggefallen sind, die Singles und somit "Alleinerziehende" haben.
Und ja : Wer wessen Verdienst bereits bei der Berechnung von Leistungen nach dem SGB angerechnet worden ist oder anderer Sozialleistungen, dem wird dies bei der Steuer berücksichtigt, ähnlich wie Unterhaltsverpflichtungen als Belastung, soviel ich weiß. Das brauchten wir der Steuer nicht zu erkläre, das war so.

( Die Sauerei ist nur, dass möglicher Zufluss aus einer Steuerrückzahlung auch gerne gleich kassiert von den ARGEn wird, wenn es dem Partner dann zufliesst mit der Steuerabrechnung)
 

gelibeh

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#10
Im übrigen kann der Arbeitende in der BG den Hilfeempfänger als Belastung absetzten, wenn dieser wegen ihm weniger Geld vom Amt bekommen hat.
Bist Du Dir da so sicher, hab gerade meine Steuererklärung fertig gemacht, ich hab nichts davon gesehen, das man außerehelichen Unterhalt geltend machen kann-
 
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Gast
#11
Ich mach das nicht selbst, da ich es ja nicht bin, die Einkommen hat, aber wahrscheinlich ist es nur eine Frage als was man dies "verkauft" / bezeichnet, schätze ich. Dopplete Haushaltsfürhrung gibts ja auch noch.
 
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