Chance auf Wohnung mit minimal höheren Mietkosten und Bürgschaft

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Taini

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Hallo,

ich lebe derzeit in folgender Situation
Bis letzten November habe ich noch 600km entfernt in einer WG gelebt. Dort war ich bereits als H4-Empfänger gemeldet. Die WG hat sich unerwartet einfach aufgelöst. Wieso und weshalb ist für den Kontext unwichtig. Feststeht, dass ich nicht innerhalb von einem Monat eine Wohnung finden konnte. Glücklicherweise hat meine Mutter mich bei sich aufgenommen ohne Miete zu verlangen (habe beim JC klar angegeben, dass wir weder BG noch HG sind). Wiederum dummerweise lebe ich in ihrem Wohnzimmer auf dem Sofa (was mit 30 nicht mehr so toll ist) und wenn sie nach ihrem Halbtags-Job nach Hause kommt, hocken wir 8+ Stunden bis Abends auf engem Raum aufeinander. Das erhitzt langsam die Gemüter. Zumal ich eine Frau kennengelernt habe und das alles nur noch schwieriger macht, denn Privatsphäre existiert hier nicht.

Somit suche ich jetzt aktiv seit knapp über 3 Monaten nach einer Wohnung in meiner Stadt. Bisher hatte ich 18 Besichtigungen und bekam nicht eine einzige Zusage. Auf die restlichen 40+ Anfragen kam nicht einmal eine Antwort. Nun habe ich am Samstag eine Besichtigung bei einer älteren Dame die mir sehr viele Hoffnungen gemacht hat und meine Situation versteht. Sie ist die Mutter der derzeitigen Mieterin und übernimmt für den Vermieter die Besichtigungen und Auswahl eines Nachmieters. Hier kommt nun aber nach zu viel Text mein eigentliches Problem:
- der Richtwert in meiner Stadt liegt bei 482€ Bruttokaltmiete bei max. 50m²
- die potentielle Wohnung kostet 410€ kalt + ~50€ Heizkosten(laut der Dame) und insgesamt ca. 560€ warm bei 52m²

Zudem wäre es dem Vermieter lieber wenn meine Mutter eine Bürgschaft eingehen würde (was sie für mich sofort tun würde). Im Prinzip habe ich kein Problem damit einen Eigenanteil von 10-20€ zu tragen, falls die Miete minimal zu hoch ist.

Habe ich bei diesem Preis irgendwas zu befürchten? Es ist ja schließlich immer nur von der Bruttokaltmiete die Rede. Die beinhaltet meines Wissens nach ja nicht alle Nebenkosten. Demnach ist 560€ doch ein realistischer Wert oder sehe ich das falsch?

Ich bin aus psychischer Sicht eh schon stark angeknackst und wenn ich noch zwei Monate länger in dieser Situation lebe weiß ich auch nicht was noch passieren wird. Ich drehe hier langsam durch. Soll ich in einem formlosen Schreiben, falls ich die Wohnung überhaupt bekomme, mit reinschreiben wie schwer die Suche ist und wie sehr meine Wohnsituation mich belastet, wenn ich das Mietangebot einreiche?


Liebe Grüße
Taini
 

Taini

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Hmm, ist dieses Forum hier zu speziell, weshalb Antworten gerne mal dauern? ^^ Kenne mich hier noch nicht so aus.

Dann möchte ich eine andere Frage stellen: Ich wäre bereit bis 30€ der Miete selber zu tragen. Das kann ich mir eigentlich ganz gut leisten. Meine Mutter erwähnte, dass sie mir diese 30€ aber auch jeden Monat zustecken könnte. Sowas sollte ich besser nicht erwähnen oder? Und sollte ich das JC darauf hinweisen, dass sie eine Bürgschaft eingeht (falls ich die Wohnung kriege)?
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Taini,

diese Wohnungsprobleme haben viele, daher hättest du dich im Forum bereits etwas einlesen können, bis jemand antwortet :wink:.

Du musst ein Mietangebot des Vermieters beim JC einreichen und auf eine Entscheidung warten, bevor du den Vertrag unterschreibst. Wenn es keine Zustimmung gibt, kannst du dennoch umziehen, bekommst dann aber nur den KdU-Höchstsatz gezahlt. Natürlich solltest du auf deine persönliche Situation und den angespannten Mietmarkt hinweisen.

Bürgschaft sollte das JC nicht interessieren.
Bruttokalt heißt Grundmiete plus NK ohne Heizkosten und Warmwasser.

Kaution könnte als Darlehen gewährt werden, Umzugs- und Renovierungskosten als Zuschuss. Sobald du eine Reaktion vom JC hast, melde dich ruhig noch einmal.

Gruß
 

Taini

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Ich habe mir schon hier und da ein bisschen was durchgelesen. Nur manchmal habe ich das Gefühl, dass zwei Threads zum selben Thema zwei verschiedene Antworten bringen :D

Kaution, Umzugskosten oder Erstaustattung müssen nicht übernommen werden in meinem Fall. Das kann ich mir alles leisten und das wollte ich auch in einem formlosen Schreiben dann mit angeben.

Hallo Taini,
Wenn es keine Zustimmung gibt, kannst du dennoch umziehen, bekommst dann aber nur den KdU-Höchstsatz gezahlt.

Und der KdU-Höchstsatz ist in dem Fall die Bruttokaltmiete? Sprich die 482€ und ich säße komplett alleine auf ~60€? Das wäre dann irgendwann schon ein bisschen viel für mich. Immerhin kommt da ja auch noch Internet/Telefon/Handy und Co mit drauf. Aber erstmal abwarten. Diesen Samstag ist die Besichtigung. Im positiven Fall melde ich mich dann nochmal.

Danke für die Antwort!
 
E

ExitUser

Gast
Nur manchmal habe ich das Gefühl, dass zwei Threads zum selben Thema zwei verschiedene Antworten bringen :D

Ja, das verwundert nicht, bei der Willkür in vielen Behörden. Manche behaupten sogar, du dürftest ohne Zustimmung gar nicht umziehen.

Bruttokalt + angemessene Heizkosten bekommst du erstattet, dazu eine Warmwasserpauschale, wenn elektrische Durchlauferhitzer vorhanden sind.

Ich würde bei Ablehnung versuchen, die volle Miete einzuklagen, vor allem wenn die Differenz nicht sehr hoch ist.

Das sehen wir dann.
 

ela1953

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Sind in den 560 Euro die Heizkosten mit drin?
Bruttowarm ist ohne Heizkosten, also 510 Euro. Also 28 Euro selbst zu zahlen
Wenn in den Nebenkosten auch Strom ist, kannst du die Summe auch noch abziehen. Den musst du vom Regelsatz zahlen.
Und wie oben schon erwähnt gehört Warmwasser auch nicht zur KdU, sondern zu den Heizkosten
 

romeo1222

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Bruttowarm ist ohne Heizkosten, also 510 Euro. Also 28 Euro selbst zu zahlen
Wenn in den Nebenkosten auch Strom ist, kannst du die Summe auch noch abziehen. Den musst du vom Regelsatz zahlen.

Bruttowarm ist aber mit Heizkosten, sagt ja schon der Name, oder verstehe ich dich gerade falsch?

Bruttokalt = Miete inkl. Nebenkosten zuzüglich Heizkosten.
Nettokalt = Nur die Miete ohne Nebenkosten und ohne Heizkosten.
Nettowarm = Gibt es sowas überhaupt? Jedenfalls Miete inklusive Heizkosten ohne Nebenkosten
Bruttowarm = Miete inklusive Nebenkosten und inklusive Heizkosten.

Das müssten dann im Falle der TE ja fast 80€ sein. Dürfte schwer werden dieses einzuklagen, da der Wert doch deutlich höher ist, und der Wert des JC auch nicht viel zu niedrig klingt.

Wenn im Mietvertrag eine Pauschalmiete vereinbart ist, inklusive den Stromkosten, so dürfen diese Kosten nicht abgezogen werden und das JC muss diese auch bezahlen. Ebenso wenn eine Garage oder ein Stellplatz für die Wohnung Pflicht ist, Kabel-TV-Gebühren oder eine Hausrat- / Haftpflichtversicherung vorgeschrieben ist.
 

Taini

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Ich habe auch nach der Besichtigung keine genaue Aufteilung, da ich ja nur mit der Mutter der aktuellen Mieterin gesprochen habe. Aber so wie die Dame es mir erzählte ist es ungefähr:

Kaltmiete: 410€
Nebenkosten: 150€ von denen 50€ Heizkosten sind
Strom ist separat. Somit also 560€ + ~30-40€ Strom. Soweit ich weiß bin ich in den Top3 der potentiellen neuen Mietern. Mal abwarten.
 
E

ExitUser

Gast
Hast du dir gleich ein Mietangebot geben lassen? Wenn der übliche Bürokratismus mit dem JC losgeht und lange zu dauern verspricht, bevorzugen die Vermieter dann doch ganz schnell andere Bewerber.

Dass der Strom so hoch geschätzt wird, lässt auf elektrische Warmwasserbereitung schließen. Hast du das erfragt?
Ist dem so, kannst du auf den KdU-Satz noch 9,57 € draufschlagen. Heizkosten werden in tatsächlicher Höhe zusätzlich berücksichtigt.

Wenn dir die Wohnung gefällt, klemm dich dahinter. Besser ein Mietangebot zuviel eingereicht, als dass es nachher den Vermietern nicht schnell genug geht.

Viel Glück!
 

Taini

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Hast du dir gleich ein Mietangebot geben lassen?

Ich habe das Formular und lege es bei jeder Besichtigung immer meinen Unterlagen bei (Selbstauskunft, Schufa, Mietangebot, Mietzahlungsnachweis). Irgendwie wollen die Vermieter/Makler meine Unterlagen nur nie :(

Oder meinst du, dass der Vermieter mir das bereits ausgefüllt überreichen sollte? Denn von sowas war nie irgendwo die Rede. Ich habe es nur so verstanden, dass ich es ihm gebe und wenn ich in Frage komme, dann schickt er es mir ausgefüllt zusammen mit dem Mietvertrag zurück.

Dass der Strom so hoch geschätzt wird, lässt auf elektrische Warmwasserbereitung schließen. Hast du das erfragt?

Nein, habe ich nicht. Muss ehrlich zugeben, dass ich mich nur bedingt mit sowas auskenne. Habe bisher nur Zuhause gelebt und danach für viele Jahre in einer WG. Da war das insgesamt kein wirklich wichtiges Thema und es gab nie irgendwelche finanziellen Probleme/Auffälligkeiten.
Außerdem muss ich die Besichtigungen jedesmal alleine machen weil nie jemand Zeit hat um mitzukommen. Da vergesse ich manche Fragen einfach oder, im Bezug auf deine Frage, weiß nicht einmal dass ich sie stellen sollte/könnte.

Wenn dir die Wohnung gefällt, klemm dich dahinter. Besser ein Mietangebot zuviel eingereicht, als dass es nachher den Vermietern nicht schnell genug geht.

Viel Glück!
Ich habe gestern zumindest schonmal die Bestätigung bekommen, dass ich in die Top3 der potentiellen Mieter gekommen bin. Im Laufe der nächsten Woche soll ich dann erfahren ob ich letztendlich die Wohnung kriegen kann :) Dann steht nur noch der Endgegner "JC" im Weg.
 
E

ExitUser

Gast
Oder meinst du, dass der Vermieter mir das bereits ausgefüllt überreichen sollte?

Vorlagen kannst du dazu im Netz finden.

https://www.jobcenter-ge.de/Jobcent...78E3BACBC8D373818D?__blob=publicationFile&v=1

Wenn du den Mietvertrag bekommst, kannst du natürlich auch damit zum Amt gehen, aber wie lange ist der Vermieter dann bereit, auf eine Unterschrift zu warten?

In Zukunft solltest du dir vielleicht eine Liste erstellen, welche Fragen abgearbeitet werden müssen.

Wenn ich mir die Miethöhe anschaue, scheinst du ja in einer begehrten Region zu wohnen. Da wird es nicht einfach sein, etwas zu finden.
 

Taini

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Es gibt gute Nachrichten! Ich habe endlich ein Angebot von einem Vermieter bekommen (nicht die hier angesprochene Wohnung). Die Wohnung wäre zum 1.3. Das Mietangebot habe ich gerade bekommen und werde es morgen direkt ans JC schicken.

Jetzt habe ich eine letzte Frage. Ich habe davor in einer WG gewohnt und davor wiederum bei meiner Mutter. Zählt die WG bereits als "eigene Wohnung"? Denn die Neue benötigt noch eine komplette Küche etc. Das kann ich drehen und wenden wie ich will, ich kanns mir leisten, nage dann aber erstmal am Hungertuch. Deswegen habe ich ein Schreiben beigelegt um nach Erstausstattung zu fragen. Meint ihr das wird klappen?
Immerhin gesellen sich zur Küche auch noch eine Waschmaschine, Internet/Telefon (mit einmaliger Anschlussgebühr), ein Kühlschrank und all der Kleinkram den man noch braucht wie Putzmittel und Co.
 

Nena

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Die Wohnung wäre zum 1.3. Das Mietangebot habe ich gerade bekommen und werde es morgen direkt ans JC schicken.
Hast Du wirklich so viel Zeit? Wenn Du hin gehst, wird es SOFORT entschieden.

Erstausstattung ist bedarfsabhängig. Das hat nichts damit zu tun, ob Du schon einmal eine Wohnung (oder gar Erstausstattung) hattest. Tipp: Liste im Antrag exakt auf, was Du alles brauchst (Putzmittel nicht, aber Eimer z.B.), am besten mit (realistischen) Preisen.
 

Taini

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Hast Du wirklich so viel Zeit? Wenn Du hin gehst, wird es SOFORT entschieden.

Ich hatte mich extra deswegen beim Jobcenter und auch bei Bekannten erkundigt. Von beiden Seiten kam die Aussage, dass es auch am Schalter einfach nur entgegen genommen wird und man dann wieder nach Hause gehen kann. Von daher hat es für mich jetzt keinen großen Unterschied gemacht. Ich kam hier beim Jobcenter noch nie ohne Termin direkt für irgendwas dran.

Edit: Hab gerade extra nochmal angerufen. Die Dame am Telefon sagte mir, dass ich auch vor Ort einfach auf nem Stapel landen würde, den die dann der Reihe nach abarbeiten. So viel dazu.
 
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