CDU zur Zeitarbeit (1 Betrachter)

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TimoNRW

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Beschluss des CDU-Bundesvorstandes vom 27. August 2012 (Auszug):

"Zeitarbeit, befristete Arbeitsverhältnisse und Teilzeit spielen auf dem Arbeitsmarkt heute eine wichtige Rolle. Mit der so erzielten Flexibilität sind zusätzliche Beschäftigungsfelder erschlossen und Wachstum ermöglicht worden. So hat die Teilzeit auch eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich gemacht. Aber auch für viele Menschen, die bisher vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen waren, sind neue Einstiegsmöglichkeiten entstanden. So ist zum Beispiel die Zeitarbeit ein wichtiges arbeitsmarktpolitisches Instrument geworden. Sie bietet Unternehmen Flexibilität für Auftragsspitzen und arbeitslosen Arbeitnehmern die Chance auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Da-von haben insbesondere Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte profitiert. Wir wollen die damit verbundenen Chancen weiter nutzen und treten dafür ein, dass die Tarifparteien die Arbeitsbedingungen in der Zeitarbeit regeln. Auf Grundlage eines gemeinsamen Vorschlags von den für die Zeitarbeit zuständigen Tarifvertragsparteien haben wir die erste untere Lohngrenze in der Zeitarbeit festgelegt. Gleichzeitig übersehen wir aber auch nicht die Risiken, die damit verbunden sind und haben Verfehlungen – beispielsweise mit dem Gesetz gegen Missbrauch von Zeitarbeit – bekämpft. Je länger die Bezahlung von Zeitarbeitnehmern und Stammbelegschaft auseinanderklaffen, desto schwieriger ist dies unter Gerechtigkeitsgesichtspunkten zu rechtfertigen. Deshalb haben wir den Grundsatz der Entgeltgleichheit („Equal Pay“) im Gesetz verankert, von dem nur tarifvertraglich abgewichen werden kann. Die CDU Deutschlands spricht sich dafür aus, den Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ für Zeitarbeitnehmer konsequent umzusetzen. Wir wollen die Tarifparteien auf dem Weg unterstützen, diesen Grundsatz unter Berücksichtigung geeigneter Übergangs- und Einarbeitungszeiten auch in der betrieblichen Praxis umzusetzen. Wir setzen darauf, dass die Tarifpartner jeweils maßgeschneiderte Lösungen für eine Annäherung der Entlohnung der eingesetzten Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer an die Stammbelegschaft in der jeweiligen Branche vereinbaren. Die Regelungen, die Tarifpartner z. B. in der Metall- und Elektroindustrie und der Chemieindustrie gefunden haben, sind dafür gute Beispiele.
Wir werden die Gespräche der Tarifpartner aufmerksam begleiten und prüfen, ob und in welchem Umfang darüber hinaus noch Handlungsbedarf besteht.
https://www.cdu.de/doc/pdfc/starkes-deutschland-chancen-fuer-alle.pdf
 

hemmi

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Nichts gelernt, doof wie ein Brot, eben besserwisserisch und unbelehrbar wie Politiker eben sind:icon_neutral:
 

Ein Hartzianer

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Zeitarbeit, befristete Arbeitsverhältnisse und Teilzeit spielen auf dem Arbeitsmarkt heute eine wichtige Rolle.
Natürlich, wie sonst hätte es mit dem Lohndumping so ausarten können ?
Mit der so erzielten Flexibilität sind zusätzliche Beschäftigungsfelder erschlossen und Wachstum ermöglicht worden.
Im Export. Ja. Den Binnenkonsum hat das ruiniert.
Aber auch für viele Menschen, die bisher vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen waren, sind neue Einstiegsmöglichkeiten entstanden. So ist zum Beispiel die Zeitarbeit ein wichtiges arbeitsmarktpolitisches Instrument geworden. Sie bietet Unternehmen Flexibilität für Auftragsspitzen und arbeitslosen Arbeitnehmern die Chance auf eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.
Eine, von der Mensch nicht leben kann. Bravo.
Da-von haben insbesondere Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte profitiert.
LÜGE ! :icon_evil:
Wir wollen die damit verbundenen Chancen weiter nutzen und treten dafür ein, dass die Tarifparteien die Arbeitsbedingungen in der Zeitarbeit regeln.
Nicht regeln. Verbieten !
Auf Grundlage eines gemeinsamen Vorschlags von den für die Zeitarbeit zuständigen Tarifvertragsparteien haben wir die erste untere Lohngrenze in der Zeitarbeit festgelegt.
Ja, mit der CGZP bei 0€.
Gleichzeitig übersehen wir aber auch nicht die Risiken, die damit verbunden sind und haben Verfehlungen – beispielsweise mit dem Gesetz gegen Missbrauch von Zeitarbeit – bekämpft.
Ihr habt doch dem Mißbrauch erst Tür und Tor geöffnet.
Außerdem, wo bitte, kann ich dieses "Gesetz" nachlesen ?
Je länger die Bezahlung von Zeitarbeitnehmern und Stammbelegschaft auseinanderklaffen, desto schwieriger ist dies unter Gerechtigkeitsgesichtspunkten zu rechtfertigen. Deshalb haben wir den Grundsatz der Entgeltgleichheit („Equal Pay“) im Gesetz verankert, von dem nur tarifvertraglich abgewichen werden kann.
Davon wird ja auch nach wie vor reger Gebrauch gemacht.
Die CDU Deutschlands spricht sich dafür aus, den Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ für Zeitarbeitnehmer konsequent umzusetzen.
Zum Vergleich noch mal:
Deshalb haben wir den Grundsatz der Entgeltgleichheit („Equal Pay“) im Gesetz verankert, von dem nur tarifvertraglich abgewichen werden kann.
Klingelts ? Es bleibt also beim Lohndumping.
Wir wollen die Tarifparteien auf dem Weg unterstützen, diesen Grundsatz unter Berücksichtigung geeigneter Übergangs- und Einarbeitungszeiten auch in der betrieblichen Praxis umzusetzen.
Aha, also das Versprechen auf EP nach 6 oder mehr Monaten, wenn die
Leute längst wieder rausgeflogen sind. Also auch nichts Neues.
Wir setzen darauf, dass die Tarifpartner jeweils maßgeschneiderte Lösungen für eine Annäherung der Entlohnung der eingesetzten Zeitarbeitnehmerinnen und Zeitarbeitnehmer an die Stammbelegschaft in der jeweiligen Branche vereinbaren. Die Regelungen, die Tarifpartner z. B. in der Metall- und Elektroindustrie und der Chemieindustrie gefunden haben, sind dafür gute Beispiele.
Im Klartext werden Leiharbeiter weiterhin durchschnittlich
30-40% weniger verdienen als Stammbeschäftigte.
Auch das Aufstocken wird den Leihkeulen nicht erspart bleiben.
Alle weiteren Unsicherheiten werden nicht geändert. War klar. :icon_neutral:
Wir werden die Gespräche der Tarifpartner aufmerksam begleiten und prüfen, ob und in welchem Umfang darüber hinaus noch Handlungsbedarf besteht.
Die diesen Absatz betreffende Tagesordnung hätte nur einen Punkt:
Verbot von Leiharbeit und Prekärbeschäftigung.
Aber was vorher gewollt war, wird natürlich nicht abgeschafft.

Fazit:
Leiharbeit und Prekärbeschäftigung weiten sich weiter aus.
Auch einen auskömmlichen Mindestlohn wird es nicht geben.
Daraus folgend werden Sklaven weiter Sklaven bleiben, ja die
Arbeitsbedingungen werden sich -liest man zwischen den Zeilen-
noch weiter verschlechtern.

Also alles beim Alten. :icon_laber::icon_kotz2:
 
E

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Gast
Bin seit kurzem ohne Job, hab nächsten Monat Probearbeit bei einer Firma durch eigene Bewerbungsbemühungen. Das JC weiss das und trotzdem schicken Sie mir 11 VV nur mit Sklavenarbeitsfirmen und nur Jobs wie z.B Gabelstaplerfahrer und das obwohl ich keinen Staplerschein habe. Möchte auch nicht wie der Klaus enden ---->
Staplerfahrer klaus - YouTube
:biggrin::biggrin::biggrin: Kleiner Spass muss sein :icon_party:
Die Zeitarbeitsfirmen sind wie Parasiten die man nicht mehr los wird.
Zeitarbeit = Moderner Sklavenhandel = gehört sofort verboten !!!
 
E

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Gast
Naja, wenn der Dutzfreund vom lupenreinen Demokraten diesbezüglich Bilanz ziehen würde, sähe das keinen Deut anders aus.

Das ist das Grundübel, was der Michel nicht verstehen will. Er hat keine Wahl, und wenn sie ihm noch so gekonnt vorgegaukelt wird.
 

optimistin

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Die CDU Deutschlands spricht sich dafür aus, den Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ für Zeitarbeitnehmer konsequent umzusetzen
Frag mich nur WO denn immer noch Ost- Westlohnunterschiede.
Zum :icon_kotz2:
 
E

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Gast
Kennt jemand auch nur eine einzige Klitsche, die nicht den Tarifvertrag IGZ, BZA oder dergleichen anwendet?
Denn dieser schließt ja Equal-Pay von vornherein aus.
Ach, diese verlogene Bande.

Uns wird suggeriert, dass alles besser wird und ja... wir arbeiten an einer Bezahlung, von der man auch leben kann.

Es gibt ein Unternehmen, das wirbt sogar mit dem Slogan:
Auskommen mit dem Einkommen.
 

Ein Hartzianer

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Ranja meißelte:
wir arbeiten an einer Bezahlung, von der man auch leben kann.
Das "wir" beziehe ich mal auf uns. :biggrin:
Um diese Arbeit zu erleichtern, hab ich ja auch den Link zum Lohnspiegel
in der Signatur stehen. Unter den Durchschnittswrt sollte sich *keiner*
runterhandeln lassen, damit schießt man sich nur selber ins Knie. :icon_kinn:
 

Ein Hartzianer

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Wie darf ich diesen Unsinn bitte verstehen ??? :confused:

Unsereins läuft nicht auf Wolken oder 10m überm Fußboden.
Von Realiätsverlust kann hier ebenso wenig die Rede sein.

Also tue uns bitte mal den Gefallen und erkläre deinen Erguss etwas genauer.
 
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