Cannabis treibt Behörden in den Wahnsinn

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ExitUser

Gast
Eine Behördenposse aus Deutschland, anno 2015:

https://cannabis-social-club.hamburg/was-rauchen-sie-eigentlich-herr-staatsanwalt/

Legaler Tabak darf nur unter staatlicher Aufsicht gekauft und zu legalen Zigaretten gedreht werden? Legale Zigaretten müssen unter staatlicher Aufsicht verwahrt werden und dürfen nur mit dem Hinweis auf Legalität weitergereicht werden? Da stellt sich nicht nur die Frage warum die Exekutive soviel wert darauf legt sich freiwillig lächerlich zu machen, sondern auch ob dies nicht eine unrechtmäßige Einschränkung der freien Meinungsäußerung ist, mit der die Versammlungsbehörde auf Anraten von Polizei und Oberstaatsanwältin ihre Kompetenzen überschreiten. „Legal – illegal -Exkrementgal“ kennt man sonst nur aus Anarchokreisen. Hier scheint sich die Polizei nach diesem Motto zu richten und erklärt das Rauchen von Tabak mal eben als illegal, zumindest wenn die Zigaretten konisch sind und nicht von der Polizei markiert wurden.

https://www.youtube.com/watch?v=GV23mxxgXJg
 

arbeitslos in holland

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cannabis macht nicht süchtig !

der regelmässige und dauerhafte konsum von cannabis, kann aber der einstieg sein in toxische drogen wie kokain, heroin usw, weil der konsument sich an cannabis "gewöhnt" und der "kick" dann weg ist.
desweiteren verändert der dauerhafte konsum von cannabis die persönlichkeit

der gelegentliche konsum von cannabis als alkohol-substitut ist dagegen ungefährlich und unbedenklich.

die folgen des alkohols und seiner nebenwirkungen, führten am silvesterabend zu vorkommnissen, bei denen die kölner polizei auch tote befürchtet hatte und nicht mit der anzeigenannahme hinterkam.

wären auf dem bahnhofs-vorplatz joints herumgereicht worden oder wären shischa-pfeifen geraucht worden, wäre wohl eine weniger agressive stimmung gewesen

peace !
 

ZynHH

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desweiteren verändert der dauerhafte konsum von cannabis die persönlichkeit
Ja, das sieht man an deinen Behauptungen.

"ich mach mir meine Welt, wiedewiedewie sie mir gefällt.....":icon_hihi:
 
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Gast
Eine Behördenposse aus Deutschland, anno 2015

Das halte ich für eine absolut hysterische Reaktion der Behörde! Ich befürworte deshalb eine solche Informationsveranstaltung um Berührungsängste abzubauen.
Da stellt sich nicht nur die Frage warum die Exekutive soviel wert darauf legt sich freiwillig lächerlich zu machen[...]

Ich würde die Frage anders formulieren: die Behörde hat sich lächerlich gemacht, weil die Angst vor Repressionen aus der Bevölkerung gegen diese Veranstaltung enorm hoch war.
Gut dokumentiert und nachgewiesen ist die Wirksamkeit des Cannabis in der Schmerztherapie, bei multipler Sklerose, Übelkeit, Erbrechen und Kachexie. Viele Studien - meist vorklinische (an Tiermodellen) - weisen auf das mögliche arzneiliche Potential von medizinischem Cannabis bei gewissen Krebsformen, psychiatrischen Symptomen (z. B. Schlafstörungen, Angststörungen, ADHS, bipolare Störungen, schizophrene Psychosen, endogene Depressionen), Epilepsie, entzündlichen Schmerzsyndromen (z. B. Colitis ulcerosa, Arthritis), sowie bei Autoimmunerkrankungen (z. B. Morbus Crohn) hin.[1][2] Die medizinische Anwendung von Cannabis und Cannabinoiden wird derzeit intensiv erforscht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Hanf_als_Arzneimittel

Hanf ist, als Droge, auch eine Heilpflanze. Viele Patienten wären froh, wenn die behördlichen Hürden endlich niedriger wären, um ihre Medizin auch zu erhalten.

https://weknowyourdreams.com/images/peace/peace-08.jpg
 

ZynHH

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Was dann bei 2.000.000 Konsumenten bedeuten müßte, dass 95% nicht abhängig sind.
Es ist ja auch nicht jeder, der Alkohol trinkt, ein Alkoholiker, aber er würde es genauso wenig eingestehen. Persönlichkeitsverändernde Suchtmittel sind per SE nicht ungefährlich. Und nur weil es auch medizinisch eingesetzt werden kann, bedeutet es nicht, es sei gesund. Auch Computer sind nicht gefährlich, können aber falsch verwendet werden und süchtig machen.

Einen großen Faktor bei jeder Sucht stellt der Süchtige selbst dar, wird dies aber nicht zugeben.
 

Flodder

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Die Überschrift "Cannabis treibt Behörden in den Wahnsinn" ist schlecht gewählt. Eine juristische Person wie eine Behörde kann nicht in den Wahnsinn getrieben werden. Eher die Behördenmitarbeiter.

Und bei manchen Entscheidungen von JC-Mitarbeitern kann man sich schon fragen, was haben die billiges Zeug geraucht. :icon_mad:
 

Roter Bock

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Es gibt Menschen die davon süchtig werden und andere die es auch bleiben lassen können. Zwischen Genuss und Sucht gibt es alle Facetten. Alkohol ist nicht weniger schlimm.

Roter Bock
 

BonoboBert

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Cannabis ist verboten, weil es illegal ist!
Wo kämen wir bloß hin, wenn sich alle Marihuana spritzten!
 

arbeitslos in holland

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Was dann bei 2.000.000 Konsumenten bedeuten müßte, dass 95% nicht abhängig sind.

bei alkohol ist das verhältnis eher das gegenteil: 95% der konsumenten sind abhängig, in bayern wahrscheinlich 98%.
der volkswirtschaftliche schaden tippt den alkohol wirklich.
das Hauptproblem: die gesellschaftliche Anerkennung, die leichte verfügbarkeit und der täppische preis.

lehrer saufen, Ärzte, Journalisten und auch richter.

erfahrungsberichte von zb Christiane f. oder jan c. sollte jeder gelesen haben, der sich zu der thematik äussert.

die liberale drogenpolitik in den NL ist aber gescheitert.
 
E

ExitUser

Gast
die liberale drogenpolitik in den NL ist aber gescheitert.

Vielleicht kann man aus diesem Scheitern entwas lernen?
Die Idee hinter dem Wietpas war zwar ein Schritt vorwärts in einer niederländischen Drogenpolitik, die sich in den Jahren davor vor allem durch das Zögern in Bezug auf drastische Maßnahmen auszeichnete. Die Umsetzung erfolgte allerdings ohne die Abwägung aller Vor- und Nachteile, die die Einführung mit sich bringen könnte. Zudem geschah sie über den Kopf der betroffenen lokalen Akteure hinweg und führte letztlich zu einer Zersplitterung der nationalen Drogenpolitik. Darüber hinaus lässt sich im Laufe der Jahre beobachten, dass statt der Bekämpfung der Ursachen der Drogenproblematik eine Bekämpfung der negativen Effekte der niederländischen Drogenpolitik stattfindet.
Und so wich die tolerante Haltung der niederländischen Bevölkerung gegenüber dem Konsum ‚weicher‘ Drogen in den Jahren nach Veröffentlichung der Drogennota von 1995 zunehmender Skepsis und Unbehagen.
https://www.uni-muenster.de/NiederlandeNet/nl-wissen/politik/vertiefung/drogenpolitik/schluss.html

Diese tolerante Haltung ist bei uns nicht vorhanden, daher halte ich eine Bemühung zur Legalisierung zum jetzigen Zeitpunk für obsolet.

Mir stellt sich eher die Frage nach den Ursachen für das Konsumieren von Drogen.

Die Fähigkeit der Großhirnrinde mit Informationen umzugehen ist eben, wie sie ist (begrenzt) und wir können sie weder mit Drogen, noch mit anderen Methoden erweitern.

Was also ist der "Kick"?
 
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ExitUser0090

Gast
In diesem Artikel von Thomas Fischer, Vorsitzender Richter am BGH, finden sich ein paar kluge Worte zum Thema.

Fischer im Recht / Drogenpolitik : Legalize it!

Eine Kolumne von Thomas Fischer
Der gute Alk

Alkohol ist eine psychogene Droge mit hohem Suchtpotenzial. Es ist nicht so groß wie bei Nikotin oder Opiaten, aber immerhin bringt es – je nach Kultur – zwischen zwei und zehn Prozent der Konsumenten in die bedrückende Lage eines Abhängigkeitssyndroms oder dauerhaft grenzwertigen Missbrauchs mit psychosozialer Auffälligkeit. In Deutschland sind das etwa 2,5 Millionen Menschen, also, zurückhaltend geschätzt, jeder 25. Erwachsene.

Drei Millionen Menschen in Deutschland konsumieren regelmäßig Cannabis: Haschisch, Marihuana, ein paar andere Produkte. Vielleicht ein halbes Prozent von ihnen hat die Droge und das eigene Leben nicht im Griff. Beim Alkohol sind es zehn Prozent.

Ausblick

Wie es enden wird, ist klar: Legalize it! Verrückte Holländer, ungenannte Randständige haben es vorgemacht. Coffeeshops in NL!
Oregon, Kalifornien; Haarlem (NL): Legalized. Oder Malaysia: Todesstrafe. Wir sollten uns bald einmal entscheiden.
Drogenpolitik: Legalize it! |*ZEIT ONLINE




Cannabis ist verboten, weil es illegal ist!

Ich weiß nicht ob das jetzt beabsichtigt war, aber die aktuelle Drogenbeauftragte hat das tatsächlich sinngemäß so gesagt. :biggrin:
 

arbeitslos in holland

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ich lebe/arbeite seit 15 jahren in den NL und bin immer noch kein dauerkonsument. ich kenne aber die “nebenwirkungen“der volkommenen freigabe, aus eigenem erleben.

das ging nämlich daneben, weil dann kriminelle, das zeug verticken.
man könnte aber so vorgehen, wie bei Methadon.
verkauf ausserhalb der “kifferstuben“ bleibt strafbar.
die fragen sind dann wo der stoff herkommt und welche grenzwerte eingehalten werden müssen.

hinter jeden kiffer den staatsanwalt samt der bullerei hinterher zu jagen, sollte man lassen
 
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ExitUser

Gast
Das Verteufeln von Cannabis ist auf wirtschaftliche Interessen zurückzuführen und hat nichts damit zu tun, dass der Staat sich um seine unmündigen Bürger sorgt.

Wie BAYER mit HEROIN reich geworden ist .... - 500 Beiträge pro Seite
Bevor die Droge Heroin in Deutschland am 6. April 1971 mit dem Betäubungsmittelgesetz endgültig verboten wurde, war Heroin schon über 70 Jahre lang als Arzneimittel in Medikamenten verwendet worden. Was kaum einer weiß: Den gefährlichen Suchtstoff entwickelte die Pharma-Firma BAYER. Schon 1898 ließ das Unternehmen den Namen der Substanz schützen. Fortan war das Opiat mit dem wissenschaftlichen Namen Diacetylmorphin als "Heroin" bekannt. Entdeckt hatte es der englische Chemiker C. R. Wright. BAYER war es als erster Firma gelungen, den Stoff - eine Mischung aus Morphin und Essigsäure - fabrikmäßig herzustellen. BAYER startete im Jahr 1900 einen bis dahin noch nie dagewesenen Werbefeldzug. Auf dem ganzen Globus lobten Anzeigen in zwölf Sprachen das Mittel in den höchsten Tönen. BAYER verschickte Tausende von Gratisproben an ÄrztInnen. "Die Nachbestellungen", so hieß es wenig später, "übertrafen alle Erwartungen". Die Verkaufserfolge von Heroin legten den Grundstein für den Aufstieg der Elberfelder Farbenfabrik zu einem Weltkonzern. BAYER bewarb Heroin als Hustenmedizin für Kinder, der Stoff sei ungefährlich, erzeuge keinerlei Abhängigkeit und sogar bei Darmkoliken von Säuglingen wirksam. Heroin wurde schnell zum Kassenschlager.

Mit der Einführung des Heroins auf den pharmazeutischen Markt wurde auch die Rolle des Cannabis als Universalmedizin an den Rand gedrängt. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunders war Hanf - eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt - für die Herstellung von Kleidung und Papier sowie als Allheilmittel verwendet worden. Bis zu 80 Krankheitsbilder, die bisher Domänen der Cannabismedizin gewesen waren, konnten fortan auch mit ASPIRIN und Heroin "geheilt" werden.

Heroin und ASPIRIN waren die ersten chemischen Arzneimittel der Geschichte. Es folgten die Entwicklung chemischer Fasern (NYLON) und synthetischer Stoffe zur Herstellung von Papier, die alle Anwendungsgebiete von Cannabis bzw. Hanf mehr schlecht als recht ersetzten und zur Kriminalisierung einer jahrhundertelang erfolgreich genutzten Kulturpflanze führte. Wie eminent wichtig die Kriminalisierung des ökologisch unbedenklichen Hanfes für die chemischen Konzerne war, verdeutlicht eine Einschätzung des US-Riesen DUPONT aus den dreißiger Jahren, die in dieser Form sicherlich auch auf BAYER und den IG FARBEN-Trust zutrifft: Wäre der Hanfanbau nicht verboten worden, hätte DUPONT 80 % seiner Geschäfte nicht gemacht.

Die Geschichte des Hanf in der westlichen Welt
In den 30'er Jahren war die Hanfpflanze einigen machthungrigen US-Amerikanern ein Dorn im Auge und Geldbeutel: dem Ölmagnaten und Bankier Mellon, dem Holzpapierfabrikanten und Medienzar Hearst, dem Chemieriesen Du Pont. Sie hatten keinerlei Interesse an einer Nutzung der Hanfpflanze, verdienten sie doch ihr Geld mit holzhaltigen Papier und Kunstoffen. Der Papierkrieg um den Hanf war bereits in vollem Gange: Am 14. Oktober 1916 veröffentlichte das amerikanische Landwirtschaftsminesterium ein Bulletin über "Hanfwerg als Material zur Papierherstellung". Die Agrarwissenschaftler hatten herausgefunden, daß ein Hektar Hanf, der als einjährige Pflanze bis zu sechs Meter hoch wächst, zu Pulpe (Papierbrei) verarbeitet, dieselbe Menge Papier ergiebt, wie 4,1 Hektar Wald.


Hanf hat bei uns eine kulturelle Bedeutung, die aber gerne verschwiegen wird:

Keine Angst vor Hanf: Warum Cannabis legalisiert werden muß | Drogerie
Im Gegenteil: »Mancher Schad’ ist nicht zu heilen durch die Kräuter dieser Welt, Hanf hat viel verzweifelt Böses gut gemacht und abgestellt«, lautet ein altes Sprichwort, das die Brüder Grimm in ihr Deutsches Wörterbuch aufnahmen und das die bedeutende Rolle des Hanfs als Heilpflanze unterstreicht. Von den großen Heilkundigen des Mittelalters wie Paracelsus oder Hildegard von Bingen bis in die Arzneibücher und Apotheken zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Cannabis als Arzneimittel ebenso unverzichtbar wie in der Landwirtschaft als universeller Rohstoff für Textilien, Papier, Seile, Segel und hunderte anderer Produkte. Aus Hanfsamen, einem der proteinreichsten Nahrungsmittel überhaupt, wurden Brot, Suppe und zahlreiche Lebensmittel gemacht. Und die Hanfblüten landeten als »Knaster« in der Pfeife der Bauern, die sich teuren Tabak nicht leisten konnten. Die entspannende Wirkung – es macht »a wengerl rauschig« sagte man in Bayern – war sehr wohl bekannt, doch niemand sah darin etwas Verwerfliches oder gar eine gefährliche Droge, deren Konsum verfolgt und bestraft werden müsste.

Dass freilich Kinder und Jugendliche die Finger davon lassen sollten, macht schon der Pionier des Comicstrips, Wilhelm Busch, in seiner Geschichte von »Krischan mit der Piepe« (1864) deutlich, in der sich ein Junge über das Verbot des Vaters hinwegsetzt und dann aus dem Rauch der Pfeife Gespenster aufsteigen sieht. Der heimkehrende Vater erlöst den berauschten Krischan dann von seinem »Horrortrip« – mit einer Tasse starken Kaffee.
Bis vor 100 Jahren waren Haschischzigaretten eine Normalität in deutschen Tabakläden, und ihr Verschwinden nach dem Ersten Weltkrieg war nicht einem Verbot, sondern einem einsetzenden Trend zum »Leichtrauchen« geschuldet: »Starker Tobak« – als Redewendung für unglaubliche, verrückte Geschichten immer noch ein Begriff – war nicht mehr so gefragt.
Krischan mit der Piepe von Wilhelm Busch - Text im Projekt Gutenberg

Wirkstoffgehalt im Cannabis gestiegen? | Haschisch | THC | Drogen-Information-Berlin
Das Potenzial einer Cannabispflanze, überhaupt THC zu produzieren, ist in ihrem genetischen Bauplan festgelegt und liegt etwa zwischen 5 und 25 %. Konkret heißt das, genau wie vor 1.000 Jahren, enthält auch heute das Harz in der Blüte einer Cannabispflanze ganz grundsätzlich bis zu 25 % THC. Im Durchschnitt rauchen wir also heute Gras mit einem THC-Anteil von 12 – 17 %. Damals wie heute hat gepresstes Haschisch einen geringeren THC-Anteil. Der sogenannte "Platten-Marok" hat im Durchschnitt einen THC-Anteil von 5 – 10 %. Jeder, der wirklich konkrete Zahlen zu diesem Thema einsehen möchte, kann sich sowohl bei der DBDD als auch bei der EMCDDA informieren.

Für das Jahr 2010 gibt die Deutsche Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (DBDD) einen durchschnittlichen THC-Gehalt von 8,2 % für Gras und von 6,8 % für Haschisch an (Reitox-Report 2011). Im Vergleich mit den Angaben von 1997 zeigen sich insgesamt nur geringe Veränderungen, wobei der Wirkstoffgehalt des Marihuanas leicht gestiegen und der des Cannabisharzes sogar leicht zurückgegangen ist.«

Hanf ist, als Droge, auch eine Heilpflanze. Viele Patienten wären froh, wenn die behördlichen Hürden endlich niedriger wären, um ihre Medizin auch zu erhalten.
Ein Beispiel: 20 Jahre Erfahrung. Würde man die nutzen, die Pharmaindustrie müsste auf einige Umsätze verzichten:
https://www.youtube.com/watch?v=HwCK0uOj2P4

Zur Entspannung: https://www.youtube.com/watch?v=iQ9Pcq5jfU8
 
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die fragen sind dann wo der stoff herkommt
Typisches Beispiel Libanon, westliche Verbote sorgen für Armut und kriminaliesieren harmlose Bauern:

Cannabis im Libanon
Als das Osmanische Reich nach dem Ersten Weltkrieg aufgeteilt wurde, hat Frankreich das Mandat des Völkerbunds erhalten, Syrien und den Libanon zu verwalten. Im Jahr 1926 wurde eine neue nationale Verfassung eingeführt, unter der die Erzeugung von Haschisch verboten war.

Es ist außerordentlich wichtig, die Geschichte und den gegenwärtigen Stand des anhaltenden Drogenkrieges zu dokumentieren, da er das Leben zahlreicher Menschen auf der ganzen Welt nach wie vor stark beeinflusst.

Momentan sichert der Hanfanbau das Überleben vieler Flüchtlinge im Libanon:

Libanon: Flüchtlinge aus Syrien arbeiten auf Cannabisfeldern - SPIEGEL ONLINE
"Wenn der IS wüsste, dass wir mit Haschisch arbeiten, würden sie mit dem Messer auf uns losgehen", sagt das 15-jährige Flüchtlingsmädchen Aisha.
 

BonoboBert

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ich lebe/arbeite seit 15 jahren in den NL und bin immer noch kein dauerkonsument. ich kenne aber die “nebenwirkungen“der volkommenen freigabe, aus eigenem erleben.
..

Das ist das, was ich auch immer aus den Kifferkreisen höre. Die sind ja eher für eine Legalisierung des eigenen Anbaus (für Eigenbedarf) statt der Abgabe in Apotheken.
In den Apotheken wird dreimal so teures Zeug verhökert. Das vernichtet dann aber sicher nicht den Schwarzmarkt, denn das sieht man ja am Tabak. Da wird auch geschmuggelt wie sonstwas.
 
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Spezielle Shops sind vermutlich der bessere Weg als die Abgabe in Apotheken. Allerdings sollte das dann "richtig" gemacht werden, da z. B. der (großflächige) Anbau in Holland afaik immer noch illegal ist. Aber dafür wird die deutsche Gesellschaft wohl noch ein paar Jahrzehnte brauchen.
 
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Das ist das, was ich auch immer aus den Kifferkreisen höre. Die sind ja eher für eine Legalisierung des eigenen Anbaus (für Eigenbedarf) statt der Abgabe in Apotheken.
In den Apotheken wird dreimal so teures Zeug verhökert. Das vernichtet dann aber sicher nicht den Schwarzmarkt, denn das sieht man ja am Tabak. Da wird auch geschmuggelt wie sonstwas.

Pharmazeutisch angebaute Pflanzen sind oft 100-fach geklont, gentechnisch verändert, um das Max. an Wirkstoffen zu erzeugen. Pharmazeutische Zeitung online: Molecular Pharming: Arzneistoffernte aus Pflanze und Tier

Die Preise würden bei Legalisierung fallen. Diejenigen, die heute anbauen (damit sind keine illegalen Anbauten gemeint), würden langfristig dem Weltmarkt unterworfen...vermutlich würden viele Kleinbauern verhungern.

Wir haben ja heute schon ein Monopol https://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto weniger auf bestimmtes Saatgut, (Sorten) Anbauflächen. Da das alles sehr begrenzt ist, sehe ich hier deutliche Probleme.

bissi Muik, auch ohne Dope gut zu hören: https://www.youtube.com/watch?v=ABc8ciT5QLs :icon_mrgreen:
 
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Pharmazeutisch angebaute Pflanzen sind oft 100-fach geklont, gentechnisch verändert, um das Max. an Wirkstoffen zu erzeugen.
Bei Hanf wird ja mehr mit Stecklingen gearbeitet.

Die Pharmaindustrie will natürlich den Kuchen für sich:
https://amerika21.de/2014/01/96235/marihuana-uruguay
Am 10. Dezember 2013 hatte der Senat Uruguays für das Marihuana-Gesetz gestimmt. Damit wird der Anbau und Verkauf von Marihuana legalisiert und durch den Staat kontrolliert. Illegale Drogenbanden sollen so vom Markt vertrieben werden.

Zur selben Zeit kursierten Gerüchte über eine Beteiligung des Saatgut-Multis Monsanto an der Marihuana-Legalisierung in Uruguay. George Soros, Finanzmogul und Anteilseigner von Monsanto, hatte mit seiner Initiative "Open Society" Kampagnen und Organisationen zur Legalisierung finanziell unterstützt. Auch wenn sich eine direkte Beteiligung Monsantos nicht nachweisen lässt, bleibt weiterhin die Frage bestehen, wie weit der Anbau von Marihuana kommerzialisiert werden soll.

In Colorado profitiert die Bevölkerung von den Einnahmen, die der Mafia entzogen wurden:
Marihuana: Mit Gras gegen die Mafia |*ZEIT ONLINE
Indem Colorado den Drogenbanden beträchtliches Kapital entzieht, kann es die eigenen Kassen in den kommenden zwei Jahren um rund 175 Millionen Dollar aufstocken; der Staat Washington rechnet mit über 600 Millionen Dollar in den nächsten fünf Jahren.

Und als wäre das nicht genug, wird der Staat seinen Bürgern wohl einen Teil ihrer Steuern zurückzahlen können. Dafür sorgt ein Gesetz, das die Einnahmen aus Steuern für den Bundesstaat begrenzt: Wird das Limit überschritten, ist der Staat zu Rückzahlungen an den Steuerzahler verpflichtet. Dank der Einnahmen durch den Cannabis-Erwerb wird Colorado einen Überschuss von 30 Millionen Dollar an seine Bürger rückerstatten können – die Legalisierung hat es möglich gemacht. Früher landete dieses Geld in den Taschen der mexikanischen Drogenbosse und ihrer Banken, jetzt steht es dem Staat zur Verfügung. Die Steuereinnahmen haben andere US-Bundesstaaten überzeugt, ebenfalls auf Legalisierung zu setzen: Alaska, Oregon, Florida und die Hauptstadt Washington D. C. haben ebenso diesen Weg eingeschlagen.
 
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@ Janie Jones

Danke für deine zusätzlichen Informationen!

Ich wollte mit meiner Anmerkung:
Pharmazeutisch angebaute Pflanzen sind oft 100-fach geklont, gentechnisch verändert, um das Max. an Wirkstoffen zu erzeugen.

Nicht nur darauf hinweisen, dass die Pharmaindustrie selbstverständlich schon lange ein Auge darauf geworfen hat, sondern auch auf die Tatsache hinweisen, dass das Präparieren von Pflanzen für die Synthese eines Wirkstoffes, hier Cannabidoide, (z. B. mit der Tabakpflanze sehr einfach ist) um die Produktion zu optimieren, eine Methode ist, um Flächen zu sparen. (Dir ist sicherlich das Flächenproblem unserer Erde präsent?). (Hier ein Spielchen dazu: Der ökologische Fußabdruck)

Bei Hanf wird ja mehr mit Stecklingen gearbeitet.
Das hätte sich im Falle der Produktions-Übernahme durch Monsanto/Pharmaindustrie, also die industrielle Herstellung schnell erledigt, weil man Hanf dazu nicht mehr bräuchte.

Die Pharmaindustrie will natürlich den Kuchen für sich:
https://amerika21.de/2014/01/96235/marihuana-uruguay
Eben!

Zu berücksichtigen ist natürlich, welche Begehrlichkeiten bestehen und welche Folgen eine Legalisierung für die "Aufteilung der Welt" unter wenigen hätte?

Wenn also eine Drogen Mafia den Erzeugern nicht mehr soviel abnimmt, hätte das mMn negative Folgen für die Erzeuger?

Du beschreibst und belegst zwar mit dem Zeitartikel, welche positiven Folgen das in Colorado für die Bürger/Verbraucher hat, mir stellt sich aber eher die Frage nach den Vertriebswegen, der Jugendschutzprävention und welche volkswirtschaftlichen Konsequenzen das hier bei uns hätte?. Gesundheitssystheme inkl.?

Gibt es dazu Fakten? NL?

Mich interessieren auch Fragen, wie ich einer bestehenden Drogen-Mafia wirkungsvoll die Grundlage entziehe, indem ich den Cannabisverkauf legalisiere?
 
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