• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.
    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc...
    Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.
    (Dieser Hinweiß kann oben rechts, für die Sitzung, ausgeblendet werden)

Ca. 940 EU zu dritt - zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel...

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Bluna

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
24 Mrz 2009
Beiträge
46
Bewertungen
1
tja, so schaut´s aus im grauen Deutschland :-(

Ich weiß zu gut wie der Mann sich fühlt, wie es ist wenn man zum leben zu wenig und zum sterben zuviel hat. Wir leben derzeit zu dritt von ca. 940 EUR. Davon werden Miete, laufende Kosten, Nahrung usw. bestritten. Oft esse ich tagelang nichts, damit wenigstens für die Kinder noch was da ist.

Drüber reden..... schön und gut - aber wer will diese Dinge denn hören? In Zeiten wo Magazine wie "Taff" und co den Menschen einimpfen, dass man nur wer ist, wenn man in Luxus schwelgen kann fehlt doch vielen Menschen jeglicher Bezug dazu, was ARMUT in Deutschland wirklich heißt. Außerdem stört es sie in ihrer Leichenstarre, wenn sie sich über sowas vielleicht Gedanken machen müssten.

Ich stamme ursprünglich aus einer Welt, wo man sich schon für einen Gutmenschen hält, wenn man vor Weihnachten 10 EUR auf den Spenden-Überweisungsträger von Brot-für-die-Welt schreibt, der pünktlich Anfang Dezember im Briefkasten liegt. Aus einer Welt, wo man bemüht ist, die "bessere" Nageldesignerin an der Hand zu haben wie die Nachbarin, aus einer Welt, wo du an dem gemessen wirst, was du hast und womit du protzen kannst.

Dann von einem auf den anderen Tag der Sprung in die heutige Welt... Trennung vom Mann, Umzug in eine 100 km entfernte Stadt, den Kopf voller Illusion über "Neuanfang" und schöner Zukunft. Die Realität bedeutete jedoch Verlust der Arbeit, Verlust aller sozialen Kontakte (vom Freundeskreis bis hin zum Elternhaus) letztendlich Verlust jeglichen Selbstvertrauens dank der Erfahrung nur noch vor verschlossene Türen zu laufen. Was zurück bleibt ist die Erkenntnis, dass die Welt mich nicht braucht und der Wunsch, diese Welt auch nicht mehr zu brauchen. Wenn ich noch so lange durchhalten kann, bis meine Töchter auf eigenen Beinen stehen können, dann hat es wenigstens einen Sinn gemacht.
 

Bluna

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
24 Mrz 2009
Beiträge
46
Bewertungen
1
AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

so, das mit dem Durchalten bis die Mädchen außer Haus sind hat sich dann jezt auch erledigt. Gerade habe ich erfahren, dass ich die Kosten für Wohnung, Essen und Co. künftig von nur noch rund 600 EUR bestreiten muss.... also kann ich mir schon mal überlegen ob ich lieber wohnen oder essen will....... das ist dann das endgültige Aus.
 

dr.byrd

Neu hier...
Mitglied seit
25 Nov 2007
Beiträge
2.921
Bewertungen
159
AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

so, das mit dem Durchalten bis die Mädchen außer Haus sind hat sich dann jezt auch erledigt. Gerade habe ich erfahren, dass ich die Kosten für Wohnung, Essen und Co. künftig von nur noch rund 600 EUR bestreiten muss.... also kann ich mir schon mal überlegen ob ich lieber wohnen oder essen will....... das ist dann das endgültige Aus.
Was ist da los? Wie können wir helfen? Was beziehst du?
 

Bluna

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
24 Mrz 2009
Beiträge
46
Bewertungen
1
AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

zur Zeit ca. 340 EUR ALG I und bislang 608 EUR Unterhalt, ab nächstem Monat nur noch 304 Unterhalt. Kindergeldzahlung wurde kommentarlos eingestellt seit Februar und ALG II habe ich mir selbst vergeigt.... so what.... glaube nicht mehr daran, dass mir irgendwer helfen kann.... es sei denn, er hätte nen Job für mich ;-)
 

dr.byrd

Neu hier...
Mitglied seit
25 Nov 2007
Beiträge
2.921
Bewertungen
159
AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

zur Zeit ca. 340 EUR ALG I und bislang 608 EUR Unterhalt, ab nächstem Monat nur noch 304 Unterhalt. Kindergeldzahlung wurde kommentarlos eingestellt seit Februar und ALG II habe ich mir selbst vergeigt.... so what.... glaube nicht mehr daran, dass mir irgendwer helfen kann.... es sei denn, er hätte nen Job für mich ;-)
Was heißt ALG II selbst vergeigt? Du hast Ansprüche!!! Hol Dir Hilfe. Woher kommst Du (KL)? Gibt es da keinen Erwerbslosenverein, keinen Sozialverband, keine Gewerkschaft, wenn Du es allein nicht mehr schaffst? Du brauchst Begleitschutz zum Amt.
 

Bluna

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
24 Mrz 2009
Beiträge
46
Bewertungen
1
AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

ich weiß nicht, was für Vereine es hier gibt, ich kenne mich hier nicht wirklich aus, da ich noch nicht lange hier wohne. Aber ich werde auch mit Unterstützung nicht dazu in der Lage sein, dieses Gebäude, welches die ARGE beherbergt noch einmal betreten können - ich schätze, dann drehe ich komplett durch, wenn ich da nochmal rein müsste, nach all dem, was die mit mir gemacht haben. Die haben mir meine Menschenwürde genommen, meinen allerletzten Funken Selbstachtung kriegen die nicht auch noch. Ich bin mir über die Alternativen im Klaren: entweder ich finde schnellst möglich eine Arbeit oder ich werde in absehbarer Zeit meine Wohnung verlieren, somit dann auch meine Kinder und meine Tiere und da ich außer denen niemanden mehr habe alles, was mich überhaupt noch am Funktionieren hält.
 

dr.byrd

Neu hier...
Mitglied seit
25 Nov 2007
Beiträge
2.921
Bewertungen
159
AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

ich weiß nicht, was für Vereine es hier gibt, ich kenne mich hier nicht wirklich aus, da ich noch nicht lange hier wohne. Aber ich werde auch mit Unterstützung nicht dazu in der Lage sein, dieses Gebäude, welches die ARGE beherbergt noch einmal betreten können - ich schätze, dann drehe ich komplett durch, wenn ich da nochmal rein müsste, nach all dem, was die mit mir gemacht haben. Die haben mir meine Menschenwürde genommen, meinen allerletzten Funken Selbstachtung kriegen die nicht auch noch. Ich bin mir über die Alternativen im Klaren: entweder ich finde schnellst möglich eine Arbeit oder ich werde in absehbarer Zeit meine Wohnung verlieren, somit dann auch meine Kinder und meine Tiere und da ich außer denen niemanden mehr habe alles, was mich überhaupt noch am Funktionieren hält.
Bloß nicht durchdrehen. Du hast Verantwortung, für Dich und Deine Lieben. Du verlierst nicht Deine Selbstachtung, wenn Du für Deine Rechte kämpfst. - Ganz im Gegenteil. Du gewinnst sie dadurch wieder zurück!

Deswegen nochmal meine Frage: Aus welcher Gegend kommst Du?

Du musst Dir Hilfe besorgen. Es gibt bestimmt in Deiner Gegend aktive Erwerbslose, mit denen Du erst mal sprechen kannst.
 

Bluna

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
24 Mrz 2009
Beiträge
46
Bewertungen
1
AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

KL = Kaiserslautern. Ich habe bereits mit jemandem hier aus dem Forum Kontakt aufgenommen, der meiner Tochter beistehen wird. Es raubt mir den Schlaf zu wissen, welch einer Behörde sie sich und ihrem ungeborenen Kind aussetzen muss nur weil ich nicht in der Lage bin, sie weiter zu ernähren. Und ich bin froh, dass ich hier wenigstens Hilfe für sie finden konnte. Das wird jetzt aber auch alles ziemlich off topic - ich wollte hier eigentlich nicht über meine persönlichen Probleme jammern sondern hatte nur mein Verständnis für die Menschen aus dem erwähnten Artikel bekunden wollen.
 

dr.byrd

Neu hier...
Mitglied seit
25 Nov 2007
Beiträge
2.921
Bewertungen
159
AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

KL = Kaiserslautern. Ich habe bereits mit jemandem hier aus dem Forum Kontakt aufgenommen, der meiner Tochter beistehen wird. Es raubt mir den Schlaf zu wissen, welch einer Behörde sie sich und ihrem ungeborenen Kind aussetzen muss nur weil ich nicht in der Lage bin, sie weiter zu ernähren. Und ich bin froh, dass ich hier wenigstens Hilfe für sie finden konnte. Das wird jetzt aber auch alles ziemlich off topic - ich wollte hier eigentlich nicht über meine persönlichen Probleme jammern sondern hatte nur mein Verständnis für die Menschen aus dem erwähnten Artikel bekunden wollen.
In Kaiserslautern sieht es m. W. schlecht aus. Ich kenne nur den Verdi-Erwerbslosenausschuss

Ob es den
ERWERBSLOSENTREFF in KAISERSLAUTERN
immer am 1. und 3. Dienstag im Monat
10 - 12 Uhr Caritasstube, Engelsgasse, KL


noch gibt, weiß ich nicht.

Sicher gibt es aber

Sozialverband Deutschland SoVD und

Sozialverband VdK auch in Kaiserslautern.

Alles Gute für Dich.
 

Bluna

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
24 Mrz 2009
Beiträge
46
Bewertungen
1
AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

danke dass du dir die Mühe gemacht hast mir das rauszusuchen.
 

Curt The Cat

Teammitglied
Redaktion
Mitglied seit
18 Jun 2005
Beiträge
7.760
Bewertungen
2.391
Ich hab da jetzt mal 'nen eigenen Thred draus gemacht..


:icon_wink:
 

catwoman666666

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
4 Apr 2007
Beiträge
1.641
Bewertungen
153
AW: Wenn der Lohn nicht mehr zum Leben reicht (Ein Kurzarbeiter erzählt ...)

zur Zeit ca. 340 EUR ALG I und bislang 608 EUR Unterhalt, ab nächstem Monat nur noch 304 Unterhalt. Kindergeldzahlung wurde kommentarlos eingestellt seit Februar und ALG II habe ich mir selbst vergeigt.... so what.... glaube nicht mehr daran, dass mir irgendwer helfen kann.... es sei denn, er hätte nen Job für mich ;-)

warum wurde Kindergeldzahlung eingestellt?
 

Gaestin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 Jan 2007
Beiträge
1.664
Bewertungen
551
warum nur die Hälfte Unterhalt?
Und in welchem Bereich möchtest Du arbeiten?
 

Bluna

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
24 Mrz 2009
Beiträge
46
Bewertungen
1
ich weiß nicht warum die die Zahlung eingestellt haben. Meine große ist in dem Monat volljährig geworden, vielleicht deswegen. Ich will mich seit Wochen täglich dazu zwingen da anzurufen um das zu klären aber immer wenn ich das Telefon in die Hand nehme lege ich es wieder zur Seite weil mich der Mut verlässt.

Die Hälfte vom Unterhalt deswegen, weil der Vater künftig den Unterhalt für die Älteste auf ihr eigenes Konto überweisen will.

Mir ist egal in welchem Bereich ich arbeite, nur Kaltakquise schaffe ich nervlich nicht. Ich würde putzen gehen, in den Verkauf, zu MacDonalds.... aber nicht mal da werde ich genommen. Auf meinen Job kriege ich nur Absagen. Ich bin gelernte Bürokauffrau mit sehr gutem Abschluss, Zusatzqualifikationen und tadellosem Arbeitszeugnis. In 7 Monaten habe ich es geschafft gerade mal bei zwei Firmen überhaupt einen Vorstellungstermin zu erhalten. Und mit jedem Tag sinkt mein Vertrauen auf meine tatsächlichen Fähigkeiten.
 

ela1953

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 Mrz 2008
Beiträge
6.339
Bewertungen
1.485
Die Kindergeldzahlung wird immer kommentarlos eingestellt, sobald das Kind 18 Jahre alt ist.

Um es weiterhin zu bekommen, musst du es beantragen und belegen, dass das Kind Ausbildungssuchend oder Arbeitsuchend gemeldet ist.
Du kannst das Kindergeld auch nachträglich beantragen und bekommst es nachgezahlt.

Wenn ihr in einer BG wohnt, hast du ja im Endeffekt gleich viel Geld - egal, ob du den Unterhalt auf dein Konto oder auf das deiner Tochter bekommst.

Hat deine Tochter mit Unterhalt und Kindergeld allerdings genug eigenes Einkommen, dann fällt sie raus aus der BG.

Du schreibst aber auch, dass deine Tochter schwanger ist. Dann ist sie meines Wissens nach eine eigene BG. Aber ab wann genau weiß ich nicht auswendig. Schau mal auf den Seiten der Arbeitsagentur, da sind Beispiele angegeben.

Bei Schwangerschaft hat deine Tochter auch Anspruch auf einen Mehrbedarf.
 

Bluna

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
24 Mrz 2009
Beiträge
46
Bewertungen
1
ela, das ist nicht mehr relevant ob wir als BG zählen oder nicht, da ich kein ALG II mehr erhalte. OK, dass für die Große kein Kindergeld mehr gezahlt wird weil sie volljährig ist, das kann ich nachvollziehen. Aber ich habe noch ein weiteres Kind und auch für dieses wurde die Zahlung eingestellt.

Die Große hat jetzt ihre Schule abgebrochen. D. h. sie wird Montag einen Antrag auf ALG II stellen und sich arbeitssuchend melden. Nehmen sie die überhaupt an, da sie ja als Schwangere im Grunde nicht vermittelbar in Arbeit ist?
 

Seelenstaub

Neu hier...
Mitglied seit
3 Mrz 2009
Beiträge
39
Bewertungen
0
hi Bluna

Das mit dem Alg 2 ist mir irgendwie net klar ... wieso kriegst Du das net?
magst Du vielleicht mal mehr erzählen , was Sache ist z. B. ? und darüber was bislang gelaufen ist auf dem Amt ?....

kann gut nachvollziehen das Dir irgendwann mal der Ars.. auf Grundeis geht wenn sich keiner kümmert.... das Motto heisst aber eigentlich :

Jetzt erst Recht.

denke das hier einige user bereit wären , dir zu helfen. nebenbei bemerkt ist es kein Zeichen von schwäche sich hilfe zu holen ! Das hat nix mit jammern zu tun....

lass mir ne PN zukommen wenn du reden willst, oder melde dich per skybe !

Gruss Seelenstaub
 

Bluna

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
24 Mrz 2009
Beiträge
46
Bewertungen
1
also dass ich kein ALG II mehr bekomme hat den Grund, dass ich keinen Folgeantrag abgegeben habe und irgendwann auch auf keine Schreiben mehr von der ARGE reagiert habe, bzw. ich habe die Briefe nicht mal mehr geöffnet. Der Gedanke, dieses Haus nochmal betreten zu müssen - das schaffe ich nicht. Was die mir angetan haben, das wird Jahre dauern bis ich das halbwegs verarbeitet habe. Es fällt mir auch sehr schwer darüber zu schreiben weil ich mich so schäme. Das i-Tüpfelchen was mich dann letztendlich zum Aufgeben gebracht hat war als ich schwach und schwindelig vor Hunger vorsprechen wollte, man mich erst abwimmeln wollte und dann habe ich all meinen Stolz und Scham und Ehrgefühl runtergeschluckt und mich geoutet wie dringend mein Anliegen ist weil ich schon seit Tagen nichts mehr gegessen hatte und die Frau sich darauf hin was zu essen geholt hat und vor mir anfing ihr Frühstück in sich reinzustopfen - da war dann einfach Ende. Lieber sterbe ich als nochmal von dieser frau dreckig ins gesicht gegrinst zu kriegen. Ich habe lange mit keinem Menschen darüber sprechen können weil mich niemand versteht. Ich kriege nur Vorwürfe, ich soll mich halt zusammenreißen und das ignorieren weil es ja um meine Existenz geht und ich habe nettgemeinte Aufmunterungsversuche bekommen wie "ach das wird schon alles wieder" und im Grunde will ich mir darüber nichts mehr anhören ich will das einfach nur noch vergessen können und mal wieder einen positiven Gedanken finden. Aber die Zeit drückt im Nacken, wenn ich nicht schnell eine Arbeit finde, dann werde ich meine MIete nicht mehr bezahlen können. Regelmäßig essen ist schon lange nicht mehr drin, manchmal esse ich tagelang nichts damit es wenigstens für die Kinder reicht. Aber ich bin ja selbst schuld weil ich den antrag nicht abgegeben habe.
deswegen will ich ja auch nicht rumjammern und weil ich auch weiß dass es Menschen gibt, denen geht es noch viel schlechter als mir. Ich will nur, dass wenigstens meine Tochter bekommt was ihr zusteht und gemeinsam können wir dann wenigstens die Kosten tragen, die da sind.
 

Bluna

Neu hier...
Thematiker*in
Mitglied seit
24 Mrz 2009
Beiträge
46
Bewertungen
1
entschuldigung wenn ich so wirr schreibe im Moment. ich kenne mich gerade selbst nicht wieder aber bei mir liegen einfach die Nerven blank.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten