Bvb Schein (1 Betrachter)

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MundM

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Hallo ihr Lieben,

habe gestern mit dir Schule Invia Telefoniert wo ich gerne nächstes Jahr mein Schulabschluss machen würde da ich sehr früh Mama geworden bin,
die Dame am telefon hat mir ein Platz zu gesichert ich sollte nur Schleunigst zur Arge gehen und mir ein Bvb schein holen. Nun meine frage bekomm ich den einfach so oder kommen die mir dann mit irgendwas anderem weil ich für mich jetzt mit 23 Jahre finde es sehr wichtig meine Schulabschluss zumachen.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo,

das BvB hat mich doch sehr irritiert, ich dachte schon, Du wolltest Fußballer werden...:biggrin:
Was du meintest, ist das berufsvorbereitende Jahr, kurz BvJ.
So, genug mit klugschei**ern, lies Dir das Nachstehende gut durch, drucke es Dir aus und spreche mit Deiner SB.
Wenn SB halbwegs vernünftig ist, wird da Zustimmung erfolgen.
Einen wirklichen Rechtsanspruch scheint es noch immer nicht zu geben.
Nimm Dir möglichst einen Beistand mit und frage SB Löcher in den Bauch, die haben eine Beratungspflicht.
Lass' Dich nicht abwimmeln.
Am besten ist es, wenn Du den Wunsch nach dem BVJ-Schein als schriftlichen Antrag nachweislich einreichst.
Über Anträge muss eine schriftliche Bescheidung ergehen.

Alles Gute
Christine

hier der Text der BA ->

Förderung der Vorbereitung auf einen Hauptschulabschluss - §§ 61a, 77 SGB III

Ein Auszubildender ohne Schulabschluss hat einen Anspruch, im Rahmen einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme auf den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses oder eines gleichwertigen Schulabschlusses vorbereitet zu werden. Die Leistung wird nur erbracht, soweit sie nicht für den gleichen Zweck durch Dritte erbracht wird. Die Agentur für Arbeit hat darauf hinzuwirken, dass sich die für die allgemeine Schulbildung zuständigen Länder an den Kosten der Maßnahme beteiligen. Leistungen Dritter zur Aufstockung der Leistung bleiben anrechnungsfrei. Ein Rechtsanspruch auf einen Schulabschluss ist damit nicht verbunden. Die notwendigen Qualifikationen müssen in einer schulischen Abschlussprüfung nachgewiesen werden.
Mit dem Rechtsanspruch wird sichergestellt, dass jeder Jugendliche die Chance erhält, den Hauptschulabschluss im Rahmen einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme nachzuholen, sofern nicht bereits feststeht, dass er aufgrund seiner individuellen Möglichkeiten nicht in der Lage sein wird, den Hauptschulabschluss durch die Vorbereitung voraussichtlich zu erreichen (vgl. § 64 Abs. 2). Neben dem Ziel, durch berufsqualifizierende und die Persönlichkeit bildende Elemente die Berufseignung herzustellen und hierüber die berufliche Eingliederung zu erreichen, ist für einen erfolgreichen Übergang in Berufsausbildung aufgrund steigender Anforderungen der Berufsbilder und der Betriebe auch der Nachweis eines schulischen Abschlusses von wachsender Bedeutung.

Dabei gilt: Prävention geht vor Reparatur. Vorrangiges Ziel ist, dass jeder junge Mensch die Schulzeit mit einem qualifizierten Abschluss beendet. Deshalb geht der Gesetzgeber davon aus, dass durch verstärkte präventive Maßnahmen der Länder bereits in der allgemeinbildenden Schule die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen wird. In diesem Zusammenhang müssen auch Berufsorientierung und Ausbildungsreife vor allem an Schulen mit Hauptschulbildungsgang weiter verbessert werden. Dies soll vor allem für Schulen mit Hauptschulbildungsgang ab der 7. Klasse auf eine breitere Basis gestellt werden.
Die Arbeitsagenturen beteiligen sich bereits mit großem finanziellen Engagement an der vertieften Berufsorientierung in Schulen. Der finanzielle Einsatz der Bundesagentur für Arbeit für die vertiefte Berufsorientierung in Schulen kann durch Umschichtung aus damit entbehrlichen nachgelagerten Maßnahmen weiter erhöht werden, sofern die notwendige Kofinanzierung durch Dritte (Länder, Kommunen, Unternehmen etc.) bereitgestellt wird.
Der Rechtsanspruch auf Förderung des nachträglichen Erwerbs des Hauptschulabschlusses besteht nur für junge Menschen, die bereits ihre Vollzeitschulpflicht nach den Gesetzen der Länder erfüllt haben (vgl. § 64 Abs. 2). Leistungen Dritter, die für den gleichen Zweck erbracht werden, sind vorrangig. Mit dem Auftrag an die Agenturen für Arbeit, darauf hinzuwirken, dass sich die Länder durch Übernahme von Kosten zur Förderung der Vorbereitung auf den nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses bzw. der Nachweisprüfung an den Maßnahmen beteiligen, wird deutlich hervorgehoben, dass die Länder, die die Verantwortung für die allgemeine Schulbildung tragen, nicht durch den Rechtsanspruch aus der Verantwortung entlassen werden.
Die zusätzlich erforderlichen Mittel werden finanzneutral durch Umschichtungen im Rahmen des BA-Haushalts erbracht.
Arbeitnehmer (Erwachsene) werden durch Übernahme der Weiterbildungskosten zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses oder eines gleichwertigen Schulabschlusses gefördert, wenn sie die Voraussetzungen für die Förderung der beruflichen Weiterbildung und eine erfolgreiche Teilnahme an der Maßnahme erwarten lassen. Die Leistung wird nur erbracht, soweit sie nicht für den gleichen Zweck durch Dritte erbracht wird. Die Agentur für Arbeit hat darauf hinzuwirken, dass sich die für die allgemeine Schulbildung zuständigen Länder an den Kosten der Maßnahme beteiligen. Leistungen Dritter zur Aufstockung der Leistung bleiben anrechnungsfrei.“
Zur Verbesserung der beruflichen Eingliederungschancen sollen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch auf Maßnahmen zum nachträglichen Erwerb des Hauptschulabschlusses im Rahmen von Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung erhalten. Ein Rechtsanspruch auf einen Schulabschluss ist damit nicht verbunden. Die notwendigen Qualifikationen müssen in einer schulischen Abschlussprüfung nachgewiesen werden. Neben dem Vorliegen der Anforderungen nach § 77 Abs. 1 ist Voraussetzung der Förderung, dass eine erfolgreiche Teilnahme an der Maßnahme erwartet werden kann. Die Vorbereitungskurse zum Nachholen des Hauptschulabschlusses sollen in der Regel mit beruflicher Weiterbildung verknüpft werden. Damit werden die Bemühungen der vorrangig verantwortlichen Länder verstärkt und ergänzt, um auch Erwachsenen das Nachholen des Hauptschulabschlusses zu ermöglichen. Wie in § 61a sollen auch hier die Agenturen für Arbeit darauf hinwirken, dass sich die Länder an den Kosten der Maßnahmen beteiligen. Die Beteiligung der Länder bezieht sich dabei anteilsmäßig nur auf die Kosten zur Vorbereitung des nachträglichen Erwerbs des Hauptschulabschlusses bzw. der Nachweisprüfung. Die Regelungen zum Leistungsverbot bei Erbringung gleichartiger Leistungen durch Dritte und zur Nichtanrechnung von Aufstockungsleistungen entsprechen inhaltlich den Regelungen zur Förderung des Nachholens des Hauptschulabschlusses im Rahmen von Berufsvorbereitung (siehe § 61a).
Quelle: BA
 

Erolena

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Für MundM kommt noch direkt die Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) in Betracht.

3. Zielgruppe
Zur Zielgruppe berufsvorbereitender Bildungsmaßnahmen der BA gehören
– unabhängig von der erreichten Schulbildung – junge Menschen, sofern
sie ohne berufliche Erstausbildung sind, ihre allgemeine Schulpflicht erfüllt
und in der Regel das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Zur Zielgruppe zählen insbesondere junge Menschen,
• die noch nicht über die erforderliche Ausbildungsreife oder Berufs-
eignung verfügen* (s. u.a. Begriffsdefinition) oder

• denen die Aufnahme einer Ausbildung wegen fehlender Überein-
stimmung zwischen den Anforderungen des Ausbildungsmarktes
und dem persönlichen Bewerberprofil nicht gelungen ist und deren
Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen durch die weitere Förde-
rung ihrer beruflichen Handlungsfähigkeit erhöht werden sollen
(Steigerung der Vermittelbarkeit).
...
...
Für die Abgrenzung zur Förderung der beruflichen Weiterbildung (auch hin-
sichtlich der Vorbereitung auf den nachträglichen Erwerb eines Haupt-
schulabschlusses oder eines gleichwertigen Schulabschlusses) gelten
die Regelungen des § 77 Abs. 2 SGB III.
https://www.arbeitsagentur.de/zentr...A-11-2009-VA-Erg-BvB-Fachkonzept-Anlage-2.pdf
 
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