Businessplan Workshop / Gründungszirkel für Frauen in Düsseldorf

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Was haltet ihr davon? Lohnt sich das und gibts dafür überhaupt grünes Licht vom JC? Oder ist das nur Werbung einer Unternehmensberatung um Kunden zu ködern:

...Sicher zum tragfähigen Geschäftskonzept - Mit dem Ziel ExistenzgründerInnen aus der Arbeitslosigkeit intensiver bei der Entwicklung, Prüfung und Umsetzung ihres Gründungsvorhabens zu beraten und zu unterstützen, wurde das Beratungsprogramm Wirtschaft NRW ins Leben gerufen. Die hiermit initiierte sog. Zirkelberatung, ist eine kombinierte Gruppen- und Einzelberatung an der mindestens vier und maximal sechs Personen teilnehmen können. Unter fachkundiger Anleitung wird ein individuelles Gründungskonzept erstellt, optimiert und überprüft, sowie Hilfe für spezifische Problemstellungen erörtert....
Der komplette Artikel im Original: Businessplan Workshop / Gründungszirkel für Frauen - foerderland-Forum

(wollte nicht den ganzen Artikel kopieren, darum der Link)

Möglicherweise steckt man da viel Geld rein (ja, ich finde 232,- €uronen sind ne Menge Geld, auch wenn man es zum Teil nur auslegt) und im Anschluss wird man vom JC eh nur zu völlig sinnfreien (und sauteueren) Maßnahmen herangezogen, anstatt mit ein paar Nutscherln Einstiegsgeld (50% vom Regelsatz ist echt ":icon_daumen:") gefördert zu werden.

Hat jemand mit diesen Beratungen Erfahrung gemacht?

*) Nutscherln=viel zu wenig für einen Start in die Selbständigkeit
 
E

ExitUser

Gast
Meines Wissens nach muß man sowieso einen Gründerkurs besuchen, bevor eine Selbstständigkeit abgenickt wird.
Ein Businessplan-Coaching alleine wird im Zweifel nicht ausreichen.
Es gibt alberne proforma Gründerkurse über 2-3 Tage und halbwegs brauchbare, die über 4-8 Wochen / 5 Std./Tag dauern.
Und dafür haben bestimmte Bildungsträger (z.B. Ableger der IHK) Verträge mit den Jobcentern.

Ich kann nur meine Erfahrungen wiedergeben.
Meine Coaches waren durch die Bank Selbstständige. Da sich diese Selbstständigen für kleines Geld als Lehrer verdingen müssen, soll jeder selbst entscheiden, ob diese Lehrer wirklich viel auf dem Kasten haben können (einer von denen hat mir vorgerechnet, wie hoch der Stundensatz ist den sie erhalten....lächerlich).
Ein beschäftigter Selbstständiger wird eher nicht die Zeit und Muse haben sich für derartig unterbezahlten Pillepalle herzugeben, sofern er keine ausgeprägte soziale Ader hat.

Ein Businessplancoaching macht nur Sinn, wenn es darum geht das bereits stehende Konzept in erster Linie für Dich und für die Bank aufzubereiten und aufs Papier zu bringen.

P.S.: Falls man einen Onlineshop betreiben möchte und sich Hilfe dabei erhofft, kann man viele Seminare/Coachings komplett knicken. Davon haben nur wenige echte Ahnung.
 

Koelschejong

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Von müssen kann sicher keine Rede sein, außer JC verkauft das als "Maßnahme". Sinnvoll aber kann ein solcher Kurs sicher in vielen Fällen sein, wenn er gut ist. Zu dem verlinkten Kurs kann ich nix sagen, habe noch nie von denen gehört.
 
E

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Gast
In der Nachschau würde ich empfehlen dieses Coaching in der Phase nach (!) dem gründlichen durcharbeiten der Geschäftsidee in Anspruch zu nehmen.
1. merkt man dann recht schnell ob der Kurs was taugt
2. weiß man welche Fragen zu stellen/zu klären sind.

Je mehr Du vor diesem Kurs sicher weißt und je mehr Du Dir vorab erarbeitet hast, desto kleiner ist dann die Enttäuschung, dass Du dort alles gelernt hast....bis auf das Notwendige.
Geh´einfach mal davon aus, dass Du kaum etwas von denjenigen lernen kannst, die selbst am Existenzminimum herumkrebsen.

Vorab würde ich folgende Bücher empfehlen (bekomme leider keine Provision :icon_knutsch:):

- Kaufmännisches rechnen (und viele Bücher dieser Reihe, z.B. Zeitmanagement)
https://www.amazon.de/Kaufmännisches-Rechnen-Manfred-Weber/dp/3448101567/ref=pd_sim_b_8

- Jetzt-sind-Sie-Unternehmer-Zeitmanagement
https://www.amazon.de/Jetzt-sind-Sie-Unternehmer-Zeitmanagement/dp/3709303427/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1335010823&sr=1-1

- Gründungszuschuß und Einstiegsgeld
Gründungszuschuss und Einstiegsgeld: Geförderte Beratung, Gründercoaching und Mikrokredite. Erfolgreich selbständig mit Geld vom Staat: Zuschüsse, ... ... Erfolgreich selbständig mit Geld vom Staat: Amazon.de: Andreas Lutz: Bücher

- Der Online Shop - Handbuch für Existenzgründer (dicker Wälzer, deckt aber vieles ab)

Gratsisdownload der 2. Auflage direkt beim Autorenteam: gratis eBook unserer 2. Auflage zum Download :: Thema anzeigen :: Online Shop Forum
 

Mollmops

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Die hiermit initiierte sog. Zirkelberatung, ist eine kombinierte Gruppen- und Einzelberatung an der mindestens vier und maximal sechs Personen teilnehmen können.
Hier würde ich schon hellhörig werden und ggfs. nachfragen. Bei sechs Teilnehmern mit bestensfalls sechs verschiedenen Gründungsideen ist sicher viel Blabla dabei.

Unter fachkundiger Anleitung wird ein individuelles Gründungskonzept erstellt, optimiert und überprüft, sowie Hilfe für spezifische Problemstellungen erörtert....
1. Was ist "fachkundig".
2. Wie sieht "Hilfe für spezifische Problemstellungen" aus - ein simples: "Schauen Sie mal im Internet nach." oder "Rufen Sie bei der IHK an."?
 
E

ExitUser

Gast
Also ich habe im Zuge meines Berufslebens schon etliche Bussinespläne schreiben müssen. Gut, die waren sehr fachspezifisch ausgerichtet auf die Situation neues Produkt goes market.
Dennoch wurden mir von verschiedenen Förderstellen vorgeschrieben, externe Bussinespläne schreiben zu lassen.
Diese haben viel Geld gekostet und waren unter der Rubrik "nice to have but useless" abzulegen.
Diese Bussinesplanschreiberei ist im Endeffekt der Berater-Kultur zuzuschreiben, so dass eine mögliche Verantwortung extern verschoben werden kann.
Was ist denn ein Bussinesplan im Endeffekt? Die einen schreiben sich die Zukunft schön, um maximale Förderquellen zu erschöpfen, die anderen prognostizieren einen Markterfolg in einem bereits völlig überfüllten Marktsegment (fünfte Dönerbude in der gleichen Strasse).
Kaum einer nimmt Rücksicht auf Fähigkeiten, Stärken und Schwächen des Existenzgründers oder gar auf die finanzielle Ausgangslage. Ich habe schon Businesspläne von vermeintlichen Fachleuten vorgelegt bekommen, in denen ordinäre wiederkehrende Ausgaben wie GEZ, Gema, BG und IHK Beiträge oder gar Steuervorauszahlungen nicht erwähnt wurden.
Für den kaufmännisch Unbedarften sind hier die qualitativen Unterschiede nur schwer auszumachen.
Generell lässt sich sagen: ohne Start-Kapital für die ersten 6 Monate wird die Luft sehr schnell sehr dünn. Und dann landet man im Endeffekt nach einigen Monaten wieder im ALG II nur mit noch mehr Schulden an der Backe. Ein Start-Up aus dem ALG II heraus halte ich generell für äußerst fragwürdig...
 
R

Rounddancer

Gast
Meines Wissens nach muß man sowieso einen Gründerkurs besuchen, bevor eine Selbstständigkeit abgenickt wird.
Das ist oft dann der Fall, wenn man den Gründungszuschuß, oder das Einstiegsgeld haben will oder muß.


Meine Coaches waren durch die Bank Selbstständige. Da sich diese Selbstständigen für kleines Geld als Lehrer verdingen müssen, soll jeder selbst entscheiden, ob diese Lehrer wirklich viel auf dem Kasten haben können (einer von denen hat mir vorgerechnet, wie hoch der Stundensatz ist den sie erhalten....lächerlich).
Ein beschäftigter Selbstständiger wird eher nicht die Zeit und Muse haben sich für derartig unterbezahlten Pillepalle herzugeben, sofern er keine ausgeprägte soziale Ader hat.
Das sehe ich aus meiner Erfahrung etwas anders.
Ein Selbstständiger, der selbst sich als Existenzgründer durchgekämpft hat, und gar nur zwei Tage/Woche Kurs gibt, den Rest oder Hauptteil aber rausgeht und real arbeitet,
hat in vielen Punkten mehr Erfahrung mit Tips, Tricks, Fallen, etc., als ein Referent, der halt BWL oder Jura studierte, und seither bloß vor irgendwelchen Kursteilnehmern steht.

Und oft ist es auch so, daß selbstständige Dozenten dieser Kurse früher selbst auf diese oder ähnliche Weise die Grundlagen der Existenzgründung vermittelt bekamen. (So wie auch die Dozenten der Fernschulen, z.B. Akad, selbst dort Teilnehmer waren).

Die machen das dann entweder aus der sozialen Ader heraus,- oder einfach, um an Tagen, die sie nicht kommerziell verkauft haben, an denen also normal gar nichts umgesetzt würde, durch die Kurse wenigstens eine Teilkostendeckung zu bekommen.


P.S.: Falls man einen Onlineshop betreiben möchte und sich Hilfe dabei erhofft, kann man viele Seminare/Coachings komplett knicken. Davon haben nur wenige echte Ahnung.
Ja, aber auch da werden es immer mehr, die da Erfahrung haben. Sie sollten sich einfach mal bei ihrer IHK oder HK, bei der VHS oder bei einem seriösen Bildungsträger melden.

Im Zweifel google man/frau z.B. nach Jürgen Saladin.
 

Roter Bock

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Was den Businessplan betrifft hat Tex das richtige formuliert "useless".

Man muss keinen Kurs besuchen - ich habe es auch nicht gemacht. Die Kurse haben meist die hidden agenda die Leute für unfähig zu erklären und sie wieder als Prekariat den A-loch AG's vor die Füsse zu schaufeln - bleiben lassen.

Ich arbeite zur Zeit mit einen Mann zusammen, der bei einer großen deutschen Firma solche Pläne fast täglich macht - ist ne private Connection und echt erhellend. Es ist kein Unternehmensberater - aber by the way ein echter Glücksfall.

Roter Bock
 
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Gast
Was den Businessplan betrifft hat Tex das richtige formuliert "useless".

Man muss keinen Kurs besuchen - ich habe es auch nicht gemacht. Die Kurse haben meist die hidden agenda die Leute für unfähig zu erklären und sie wieder als Prekariat den A-loch AG's vor die Füsse zu schaufeln - bleiben lassen.

Ich arbeite zur Zeit mit einen Mann zusammen, der bei einer großen deutschen Firma solche Pläne fast täglich macht - ist ne private Connection und echt erhellend. Es ist kein Unternehmensberater - aber by the way ein echter Glücksfall.

Roter Bock
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