Businessplan: weshalb, wieso, warum und vor allem wie? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

M

Mitglied 61702

Gast
Also, der Businessplan scheint die heilige Kuh der JC zu sein. Sie wollen ihn von Selbstständigen haben, egal was kommt.

Deshalb die Frage, ob jemand einen möglichst einfach gehaltenen Businessplan für Künstler kennt, den man downloaden und entsprechend ausfüllen/verwenden kann. Welcher Künstler hat denn schon einen Businessplan? Insbesondere welcher Künstler, der keine Zuschüsse beantragen muß oder will und der keine grundsätzlichen Kosten hat? Man arbeitet, man bietet an und entweder kaufens die Leute, oder nicht.

Alles was ich für die Arbeit primär brauche, habe ich schon. Sicher wird es die eine oder andere zukünftige Investition geben, aber vorerst ist nichts nötig. Ich habe PC, Drucker, Hirnschmalz und Ideen. Mehr brauche ich nicht. Ich weiß wo ich wie und für wieviel anbieten muß.

Also, Businessplan. Wer hat schonmal und kann mir Tips geben?
 

Nena

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 Oktober 2015
Beiträge
2.147
Bewertungen
2.461
Planst Du, davon jemals leben zu können? Was Du schilderst ist, draufloszu"malen", mit Glück beim Vorbeigehen vielleicht mal was zu verkaufen. Und dann. Nennst Du das einen PLAN?
 

Linuxfan

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
21 November 2014
Beiträge
714
Bewertungen
299
Also, Businessplan. Wer hat schonmal und kann mir Tips geben?
Ich überlege hin und wieder im Bereich der Fotografie etwas zu machen und habe schon einige Businesspläne geschrieben. Welche Art von Kunst (Malerei, Schreiben, Fotografieren etc.) möchtest Du denn machen?

Der Grund warum die Agentur für Arbeit danach fragt liegt darin begründet, dass sie prüfen wollen, ob das Konzept langfristig tragfähig ist und dich ggf. aus ALG II befreien kann.
 
M

Mitglied 61702

Gast
Also, ganz ehrlich, zum künstlerisch tätig werden brauche ich keinen Plan. Das mache ich, jetzt schon, jeden morgen von 5 bis 9 und meistens nochmals von 10 bis 12 Uhr oder von 12 bis 14 Uhr. Das ist alles an "Plan" was ich brauche.

Ich habe mehr als 20 Jahre lang nur davon gelebt, mal recht, mal schlecht, aber davon gelebt. Alles was ich jetzt unmittelbar will, ist freiberuflich so viel Geld zu verdienen, wie ich verdienen würde, wenn ich so viele Stunden wie ich leistungsfähig bin in einem Mindestlohnjob/HiWi-Job arbeiten würde. Wir reden hier von maximal 60-70 Stunden (oder 500-600 Euro/Monat). Langfristig wäre mir schon recht, ich käme irgendwann auf 800 Euro, denn das würde mir zusammen mit KSK und Wohngeld völlig ausreichen.

Was für einen Plan soll man da denn machen? Das sind doch Hirnfürze für Angsthasen. Mit Verlaub. Ich hätte ja gerne mal einen Picasso oder Marc gefragt, ob die erst einen Businessplan geschrieben haben, bevor sie Guernica und das Blaue Pferd malten. Entweder es gefällt den Leuten, was man erschafft, oder es gefällt nicht. Deshalb heißt es auch Kunst und nicht Kunstgewerbe.

Kurz gesagt: ich glaube nicht an Businesspläne für Autoren, Maler und Musiker, sowie andere Künstler. Wenn ich also dennoch einen machen muß, dann bitte möglichst so, daß ich mich hinterher noch mit Selbstrespekt im Spiegel ansehen kann. Das ist alles, was ich hier frage :)

Ich überlege hin und wieder im Bereich der Fotografie etwas zu machen und habe schon einige Businesspläne geschrieben. Welche Art von Kunst (Malerei, Schreiben, Fotografieren etc.) möchtest Du denn machen?
Ich schreibe.

Der Grund warum die Agentur für Arbeit danach fragt liegt darin begründet, dass sie prüfen wollen, ob das Konzept langfristig tragfähig ist und dich ggf. aus ALGII befreien kann.
Da kann sie lange fragen, ich bezweifle ob sie es wirklich beurteilen kann. Ich bin nur noch eingeschränkt leistungsfähig. Mit einem Mindestlohnjob im Leistungsmaß würde ich höchstens 500 bis 550 Euro pro Monat verdienen. Das kann ich mittelfristig auch freiberuflich, und zwar mit der Chance mich dabei ohne Stundenmehraufwand dennoch finanziell besser zu stellen.

Es ist im Übrigen meine einzige Chance, mich aus ALGII zu befreien, denn einen Vollzeitjob werde ich in diesem Leben nicht mehr machen können, und jeder Mindestlohnjob auf meinem rein körperlichen Leistungsniveau hält mich fein vom JC abhängig.
 

Hartzeola

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 August 2011
Beiträge
10.204
Bewertungen
3.451
Ich hätte ja gerne mal einen Picasso oder Marc gefragt, ob die erst einen Businessplan geschrieben haben, bevor sie Guernica und das Blaue Pferd malten.
Die Beiden haben ja definitiv auch kein ALG II beantragt.

Im Ernst:wenn Du keine Zuschüsse beanspruchst muss Du keinen Businessplan schreiben. Als Rache kann das JC lediglich ein paar VV mehr zusenden, mehr nicht.
 
M

Mitglied 61702

Gast
Im Ernst:wenn Du keine Zuschüsse beanspruchst muss Du keinen Businessplan schreiben. Als Rache kann das JC lediglich ein paar VV mehr zusenden, mehr nicht.
Ich will ja auch keine Zuschüsse. Aber das JC sagt mir, ich müsse einen Businessplan vorweisen. Deshalb frage ich ja... :biggrin:
 

Hartzeola

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
10 August 2011
Beiträge
10.204
Bewertungen
3.451
Aber das JC sagt mir, ich müsse einen Businessplan vorweisen.
Interessant ist nicht das, was das JC sagt, sondern das, was es schreibt.

Deine mögliche Aussage, dass Du keine Geldleistungen fürs Geschäft beanspruchst und deshalb keinen Plan benötigst (wozu auch?) kann das JC nicht an Deine Unterlagen anheften...:biggrin:
 
Oben Unten