Businessplan ohne Einstiegsgeld? (1 Betrachter)

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HZ725

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Ich habe folgendes Problem:

Seit Anfang 2010 arbeite ich nebenberuflich selbstständig. Die Arbeit war zwar sehr zeitaufwändig, der Gewinn überschritt bis Oktober 2010 aber nur unwesentlich die Freibeträge. Ich war auch weiterhin ganz normal arbeitslos gemeldet und habe brav meine Bewerbungen geschrieben, obwohl ich aufgrund meines Alters und anderer Gründe keine Aussicht auf einen sozialversicherungspflichtigen Job habe.

Bisher ist es mir gelungen, eine erneute Zuweisung in eine unsinnige 50plus-Maßnahme (eine habe ich hinter mir) zu vermeiden, aber es wird bei jedem Termin mit dem SB schwieriger.

Nun musste ich zu einem Gespräch mit einem sogenannten Existenzgründungsberater, das leider sehr unangenehm verlaufen ist. Von Beratung keine Spur, stattdessen Vorschriften, die mit meinem Geschäftskonzept gar nicht zusammenpassen, und unsinnige Forderungen. Immer mit der Drohung: "Wenn Sie das nicht machen, teile ich das der ARGE mit, und dann kommen Sie in die 50plus-Maßnahme."

Unter anderem soll ich einen Businessplan erstellen. Das meiste, was darin verlangt wird, trifft auf meine Arbeit aber gar nicht zu, ich könnte mir also nur Blödsinn zusammenfantasieren. Was ich allerdings auf keinen Fall kann: Eine Einkommensvorschau zusammenbasteln mit monatlich steigendem Einkommen, weil es dafür keine seriöse Grundlage gibt. Ich habe zwar die berechtigte Hoffnung, mein Einkommen zu steigern, aber genau voraussehen lässt sich das halt nicht.

Seit November hat sich mein Einkommen sowieso schon so weit erhöht, dass die ARGE eigentlich nur noch meine Krankenversicherung bezahlt und ich vielleicht noch einen kleinen Aufstockungsbetrag bekommen werde.

Nun meine Frage: Kann die ARGE unter diesen Umständen von mir verlangen, dass ich einen Businessplan erstelle? Ich will kein Einstiegsgeld von denen haben. Wenn es unbedingt sein muss, würde ich auch weiterhin noch die unsinnigen Bewerbungen schreiben. Alles, was ich will, ist, von der nächsten Maßnahme verschont zu bleiben, damit ich meine selbstständige Arbeit ausüben kann.
 

Koelschejong

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Steigende Gewinne sollten eigentlich ein ausreichendes Argument sein. Müssen und dürfen sind in dem Bereich eher falsche Vokabeln, da läuft fast alles über Kann-Vorschriften.
 

wolliohne

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Warum jetzt Businessplan wenn du doch schon längere Zeit auch selbstständig arbeitest?

Lasse dich nicht unter druck setzten,wobei du doch keinerlei Förderung in Anspruch nehmen möchtest.

Übrigens zur eigenen Kostenkontrolle,veranstalten die IHKs vor Ort alle paar Wochen kostenlose Businesskurse-kann nie schaden
 

sofia

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Ich frage mich, ob die kleine Aufstockung und die Versicherung überhaupt noch von der Arge in Anspruch genommen werden müßte, sollte.

Würde er darauf verzichten, dann wäre Ruhe im Karton und gut is.

Wenn er sich freiwillig gesetzlich versichert wird eh prozentual von seinem Einkommen Beiträge berechnet.

Zwar kann er auch da circa Einkünfte nennen, am Ende wird aber genau gerechnet wie die Einnahmen waren und dementsprechend Beiträge erhoben.

So kann er gänzlich auf die Arge verzichten.
 

sofia

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Ich habe folgendes Problem:

Seit Anfang 2010 arbeite ich nebenberuflich selbstständig. Die Arbeit war zwar sehr zeitaufwändig, der Gewinn überschritt bis Oktober 2010 aber nur unwesentlich die Freibeträge. Ich war auch weiterhin ganz normal arbeitslos gemeldet und habe brav meine Bewerbungen geschrieben, obwohl ich aufgrund meines Alters und anderer Gründe keine Aussicht auf einen sozialversicherungspflichtigen Job habe.

Bisher ist es mir gelungen, eine erneute Zuweisung in eine unsinnige 50plus-Maßnahme (eine habe ich hinter mir) zu vermeiden, aber es wird bei jedem Termin mit dem SB schwieriger.

Nun musste ich zu einem Gespräch mit einem sogenannten Existenzgründungsberater, das leider sehr unangenehm verlaufen ist. Von Beratung keine Spur, stattdessen Vorschriften, die mit meinem Geschäftskonzept gar nicht zusammenpassen, und unsinnige Forderungen. Immer mit der Drohung: "Wenn Sie das nicht machen, teile ich das der ARGE mit, und dann kommen Sie in die 50plus-Maßnahme."

Unter anderem soll ich einen Businessplan erstellen. Das meiste, was darin verlangt wird, trifft auf meine Arbeit aber gar nicht zu, ich könnte mir also nur Blödsinn zusammenfantasieren. Was ich allerdings auf keinen Fall kann: Eine Einkommensvorschau zusammenbasteln mit monatlich steigendem Einkommen, weil es dafür keine seriöse Grundlage gibt. Ich habe zwar die berechtigte Hoffnung, mein Einkommen zu steigern, aber genau voraussehen lässt sich das halt nicht.

Seit November hat sich mein Einkommen sowieso schon so weit erhöht, dass die ARGE eigentlich nur noch meine Krankenversicherung bezahlt und ich vielleicht noch einen kleinen Aufstockungsbetrag bekommen werde.

Nun meine Frage: Kann die ARGE unter diesen Umständen von mir verlangen, dass ich einen Businessplan erstelle? Ich will kein Einstiegsgeld von denen haben. Wenn es unbedingt sein muss, würde ich auch weiterhin noch die unsinnigen Bewerbungen schreiben. Alles, was ich will, ist, von der nächsten Maßnahme verschont zu bleiben, damit ich meine selbstständige Arbeit ausüben kann.
Naja, soweit ich das alles überblicke, geht es der Arge dadrum, dass du entweder arbeitslos bist und Hilfe beziehst, wobei dann die Arge auch bei dir das übliche Prozedere anwendet, also auf Jobsuche schicken und und und, oder aber du erstellst denen deine zu erwartenden Aussichten, so dass sie sehen können, dass du auf absehbare Zeit halt dann weg bist von der Hilfe.

Ich glaube, wenn du nachweisen kannst, dass die Selbständigkeit in einem bestimmten Zeitraum auch einen Sinn haben wird und du wirklich selbständig sein wirst, dann wird sich auch niemand vom Amt in den Weg stellen.

Ich vermute, dass die halt keine Aussicht darauf haben, dass die "Selbstständigkeit" auch wirklich zum Wegfall der Hilfe führt.
 

sofia

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Das ist wahr, genau voraussehen lässt sich das Steigen der Einkünfte nicht, aber um wirklich selbstständig zu werden mußt du dir so viel Aufträge einholen, dass dein Auskommen und dein Betrieb abgesichert werden.

Aber das weißt du ja sicher alles.

Deshalb hau rein und hol dir was du noch brauchst um auf eigene Füße zu stehen.

Darf ich mal erfahren was du machst?

Ich bin in einer ähnlichen Situation und auch ich habe mir überlegt, ob ich nicht uaf das Geld vom Amt verzichten könnte, doch leider ist es zu viel, was ich noch brauche um den Alltag zu bewältigen, sonst hätte ich darauf verzichtet.


Das Schlimmste was einem die Kraft raubt ist nämlich das Geplänkel mit diesem Amt.
Und nicht die Arbeit selbst.

Im Übrigen ist ein Businessplan auch für dich selbst sehr interessant, dann kannst du nämlich sehen wie alles verlaufen muß um aus- und weiterzukommen.
 

CanisLupusGray

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Hallo,

kurz und bündig:
keine Förderung vom Amt = kein Grund zur Vorlage eines Businessplanes
Nun musste ich zu einem Gespräch mit einem sogenannten Existenzgründungsberater, das leider sehr unangenehm verlaufen ist. Von Beratung keine Spur, stattdessen Vorschriften, die mit meinem Geschäftskonzept gar nicht zusammenpassen, und unsinnige Forderungen. Immer mit der Drohung: "Wenn Sie das nicht machen, teile ich das der ARGE mit, und dann kommen Sie in die 50plus-Maßnahme."
Hast Du das schriftlich bzw. Zeugen dafür? Im Strafgesetzbuch gibt es den § 240 Nötigung. Allerdings sehen DIE eine 50pluss-Statistik-Verfälschungs-Maßnahme nicht als empfindliches Übel.

Ich frag mich gerade, ob Du das freiwillig mit dir machen lässt, oder dem (und auch der Weitergabe Deiner Daten) zugestimmt hast?

Hast Du eine EGV unterschrieben, in der festgelegt, dass das Amt dir fachkundigen Dritten vor die Nase setzt / zuweist?
In meinem Fall war das dann ein alter Bekannter des Amtsvorstandes (Seilschaftsgeklüngel) und die Gelder wurden nur hin und her geschoben.
Keine EGV = kein Grund für die dummen Spielchen seitens des Amtes
EGV vorhanden = setze diese bitte mal anonymisiert hier rein
 

sofia

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Hat ja keiner von ihm verlangt einen Businessplan zu erstellen.
Soweit ich das verstanden habe, will die Arge ihren Hilfebeziehr auf die eine oder andere Weise los werden, was ja auf jeden von uns als Hilfebeziehr zutrifft.

Ich an seiner Stelle würde (nicht nur für mich) einen "Plan" vorlegen und darauf bestehen, dass ich meine Sache so machen will.
Alles was die wollen ist nur wissen ob er weiter kommt oder nicht.

Die Argen lassen sich ja mittlerweile ncith auf Jahre hinaus hinhalten mit BEhauptungen, sondern wollen Beweise.

Wenn er es ernst meint, dann hat er auch soweit alles im Klaren, so dass er das Amt vom Ernst der Lage überzeugen kann und muß.

Das ist in meinen Augen auch die einzige Möglichkeit um vor irgendeine Maßnahme verschont zu werden.
Schlüssiges Konzept vorlegen.
Freiwillig.
 

CanisLupusGray

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Hat ja keiner von ihm verlangt einen Businessplan zu erstellen. #1: Unter anderem soll ich einen Businessplan erstellen.
Soweit ich das verstanden habe, will die Arge ihren Hilfebeziehr auf die eine oder andere Weise los werden, was ja auf jeden von uns als Hilfebeziehr zutrifft.

Ich an seiner Stelle würde (nicht nur für mich) einen "Plan" vorlegen und darauf bestehen, dass ich meine Sache so machen will.
Alles was die wollen ist nur wissen ob er weiter kommt oder nicht.

Die Argen lassen sich ja mittlerweile ncith auf Jahre hinaus hinhalten mit BEhauptungen, sondern wollen Beweise. Ach, ausgerechnet die, die seit Jahren versuchen ihre eigenen falschen Behauptungen für Recht zu erklären und sie dann doch von den Gerichten um die Ohren gehauen kriegen?

Wenn er es ernst meint, dann hat er auch soweit alles im Klaren -da stimme ich dir zu-, so dass er das Amt vom Ernst der Lage (???) überzeugen kann -könnte, wenn er denn vom Amt gefördert werden würde und sich für die Förderung mit einem ohnehin fraglichen Zahlenspiel rechtfertigen müsste- und muß.

Das ist in meinen Augen auch die einzige Möglichkeit um vor irgendeine Maßnahme verschont zu werden.
Schlüssiges Konzept vorlegen.
Freiwillig.
Nochmal: keine Förderung = kein Grund zur Abgabe irgendwelcher Zahlenspiele!
Alle weiteren Angaben muss der TE / HE ohnehin halbjährlich in den Weiterbewilligungsanträgen machen.
 

HZ725

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Vielen Dank für die vielen Beiträge.

Warum jetzt Businessplan wenn du doch schon längere Zeit auch selbstständig arbeitest?
Weil ich erst jetzt zu der Existenzgründungsberatung musste. Der Typ dort hat den Businessplan von mir verlangt, obwohl ich ihm gesagt habe, dass ich kein Einstiegsgeld beantragen möchte.


Darf ich mal erfahren was du machst?

Ich bin in einer ähnlichen Situation und auch ich habe mir überlegt, ob ich nicht uaf das Geld vom Amt verzichten könnte, doch leider ist es zu viel, was ich noch brauche um den Alltag zu bewältigen, sonst hätte ich darauf verzichtet.


Das Schlimmste was einem die Kraft raubt ist nämlich das Geplänkel mit diesem Amt.
Und nicht die Arbeit selbst.

Im Übrigen ist ein Businessplan auch für dich selbst sehr interessant, dann kannst du nämlich sehen wie alles verlaufen muß um aus- und weiterzukommen.
Ich arbeite als Texterin und Lektorin.

Mich ganz von der ARGE abzumelden, hab ich mir auch schon überlegt, es dann aber doch bleiben lassen, weil ich eben nicht sicher vorhersehen kann, ob ich in den folgenden Monaten genug verdiene, um damit auszukommen.

Dass einem vor allem das Geplänkel mit dem Amt die Kraft raubt, da stimme ich dir voll und ganz zu.

Einen Businessplan für mich selbst brauche ich nicht. Natürlich weiß ich, wieviel ich im Monat brauche, um über die Runden zu kommen. Und ich kann mir natürlich ausrechnen, wie viele Aufträge mit welcher Bezahlung ich haben müsste, um dieses Geld zu verdienen. Ob ich diese Aufträge aber immer bekommen werde, lässt sich zurzeit nicht vorhersagen.

Was das übrige Geschäftskonzept betrifft, so ist das sehr einfach. Darüber braucht man keine 20 bis 30 Seiten zu schreiben. Ich wüsste gar nicht, wie ich die voll kriegen sollte, und habe im Übrigen auch gar keine Zeit dazu, weil ich schließlich arbeite.

Mit der Krankenversicherung ist es übrigens nicht ganz so einfach. Es gibt einen gewissen Mindestbeitrag, der liegt auch bei einem sehr niedrigen Einkommen so etwa bei 200 Euro. Ist also nicht so ganz wenig.


@CanisLupusGray,

das mit der Nötigung sehe ich ähnlich wie du, aber die ARGE wird das wohl anders sehen. Ich habe leider keinen Zeugen und kenne auch niemanden, den ich dafür zukünftig einspannen könnte. Schriftlich habe ich natürlich gar nichts.

Und ja, bisher war alles "freiwillig" (so freiwillig, wie es bei der ARGE halt zugeht). Ich habe die EGV zwar nicht unterschrieben, dem nachfolgenden Verwaltungsakt aber auch nicht widersprochen. Ich dachte, ein Gespräch oder meinetwegen auch ein paar Gespräche sind immer noch besser als eine Vollzeitmaßnahme, und es hätte ja auch sein können, dass was Nützliches dabei rausgekommen wäre.

Sicher, die können mich nicht zwingen, einen Businessplan vorzulegen. Aber die Konsequenz wird sein, dass der "Existenzgründungsberater" mein Vorhaben als nicht tragfähig einstuft, und die Folge davon wird dann etwas später eine Zuweisung in irgendeine Maßnahme sein. Und diese Maßnahme wäre der Tod meiner Selbstständigkeit. Zur Zeit arbeite ich nachmittags bis abends mehr oder weniger Vollzeit bei einem Verlag, und das würde ich nicht schaffen, wenn ich ab 8 Uhr morgens in irgendeiner Idiotenmaßnahme sitze. Und auch andere Textaufträge könnte ich nur noch in sehr geringem Maße nebenbei ausführen, weil man dafür 1. Zeit und 2. ein bisschen Freiheit im Kopf braucht. Es ist so schon schwierig genug, mit einer Maßnahme wäre es ziemlich unmöglich.

Die ARGE würde sich mit einer Maßnahme-Zuweisung also ins eigene Fleisch schneiden, weil sie mich am Geldverdienen hindert, aber so etwas tun sie ja gern.

Die andere Möglichkeit wäre, dass ich die Maßnahme nicht antrete, aber dann werde ich natürlich sanktioniert und wäre auf demselben finanziellen Stand, als wenn ich mich gleich von der ARGE abmelden würde.
 

Henrik55

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Ob Du nebenher selbstständig bist oder nicht ist nicht Grund oder Hindernis für die ARGE Dich in eine Maßnahme zu stecken. Das mußt Du trennen. Sie können so einen Plan natürlich verlangen, wenn Du Fördergelder benanspruchen willst. Das machst Du aber nicht.
Falls Du denen einen Buisinessplan vorlegst können die auch so tun, als ob sie das ganz anders sehen. In diese Richtung würde ich mich niemals ziehen lassen.
 

sofia

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Vielen Dank für die vielen Beiträge.


Weil ich erst jetzt zu der Existenzgründungsberatung musste. Der Typ dort hat den Businessplan von mir verlangt, obwohl ich ihm gesagt habe, dass ich kein Einstiegsgeld beantragen möchte.


Ich arbeite als Texterin und Lektorin.

Mich ganz von der ARGE abzumelden, hab ich mir auch schon überlegt, es dann aber doch bleiben lassen, weil ich eben nicht sicher vorhersehen kann, ob ich in den folgenden Monaten genug verdiene, um damit auszukommen.

Dass einem vor allem das Geplänkel mit dem Amt die Kraft raubt, da stimme ich dir voll und ganz zu.

Einen Businessplan für mich selbst brauche ich nicht. Natürlich weiß ich, wieviel ich im Monat brauche, um über die Runden zu kommen. Und ich kann mir natürlich ausrechnen, wie viele Aufträge mit welcher Bezahlung ich haben müsste, um dieses Geld zu verdienen. Ob ich diese Aufträge aber immer bekommen werde, lässt sich zurzeit nicht vorhersagen.

Was das übrige Geschäftskonzept betrifft, so ist das sehr einfach. Darüber braucht man keine 20 bis 30 Seiten zu schreiben. Ich wüsste gar nicht, wie ich die voll kriegen sollte, und habe im Übrigen auch gar keine Zeit dazu, weil ich schließlich arbeite.

Mit der Krankenversicherung ist es übrigens nicht ganz so einfach. Es gibt einen gewissen Mindestbeitrag, der liegt auch bei einem sehr niedrigen Einkommen so etwa bei 200 Euro. Ist also nicht so ganz wenig.


@CanisLupusGray,

das mit der Nötigung sehe ich ähnlich wie du, aber die ARGE wird das wohl anders sehen. Ich habe leider keinen Zeugen und kenne auch niemanden, den ich dafür zukünftig einspannen könnte. Schriftlich habe ich natürlich gar nichts.

Und ja, bisher war alles "freiwillig" (so freiwillig, wie es bei der ARGE halt zugeht). Ich habe die EGV zwar nicht unterschrieben, dem nachfolgenden Verwaltungsakt aber auch nicht widersprochen. Ich dachte, ein Gespräch oder meinetwegen auch ein paar Gespräche sind immer noch besser als eine Vollzeitmaßnahme, und es hätte ja auch sein können, dass was Nützliches dabei rausgekommen wäre.

Sicher, die können mich nicht zwingen, einen Businessplan vorzulegen. Aber die Konsequenz wird sein, dass der "Existenzgründungsberater" mein Vorhaben als nicht tragfähig einstuft, und die Folge davon wird dann etwas später eine Zuweisung in irgendeine Maßnahme sein. Und diese Maßnahme wäre der Tod meiner Selbstständigkeit. Zur Zeit arbeite ich nachmittags bis abends mehr oder weniger Vollzeit bei einem Verlag, und das würde ich nicht schaffen, wenn ich ab 8 Uhr morgens in irgendeiner Idiotenmaßnahme sitze. Und auch andere Textaufträge könnte ich nur noch in sehr geringem Maße nebenbei ausführen, weil man dafür 1. Zeit und 2. ein bisschen Freiheit im Kopf braucht. Es ist so schon schwierig genug, mit einer Maßnahme wäre es ziemlich unmöglich.

Die ARGE würde sich mit einer Maßnahme-Zuweisung also ins eigene Fleisch schneiden, weil sie mich am Geldverdienen hindert, aber so etwas tun sie ja gern.

Die andere Möglichkeit wäre, dass ich die Maßnahme nicht antrete, aber dann werde ich natürlich sanktioniert und wäre auf demselben finanziellen Stand, als wenn ich mich gleich von der ARGE abmelden würde.
Sehe ich auch so, dass man dein Geschäft als nicht tragfähig einstufen könnte und wie geschrieben wurde, solange du auch nur eine geringe Aufstockung, also Geld bekommst, wollen die schon wissen was du da treibst.

Trotzallem hast du aber immerhin Aufträge bekommen und das ist auch nicht zu verachten.
Einen richtigen Businessplan mußt du glaub ich nicht erstellen.
Ich würde das so beschreiben wie ich das auch gemacht habe.
Im Übrigen kannst du bei der IHK dir auch dabei helfen lassen oder zumindest wird man dir dort sagen, ob dein Plan so ok ist, wie du ihn verfasst hast.

Bei diesen nicht schriftlichen Geschichten von der Arge bin ich der Meinung, dass es fragwürdig ist, ob du dem nachkommen mußt, bin aber nicht sicher, eigentlich müßtest du schriftlich bekommen was sie genau von dir wollen.

Ich glaube auch, dass du keine Romane denen bringen solltest, sondern wirklich das was du machst und wie sich die finanzielle Situation bisher entwickelt hat und wie du halt die zukünftige Entwicklung siehst und erwartest.

Auch wie du deine Aufträge bekommen möchtest.

Und ja, die schneiden sich ins eigene Fleisch!


Das wäre meine Vorgehensweise, denn der Arge kannst du nicht trauen und ruckzuck bist du in einer Maßnahme und kannst dein Geschäft nicht so fortführen wie du das machen mußt.

Das wäre meine Befürchtung.

Nimm dir bitte einen Zeugen mit!
Unbedingt!
 

sofia

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Nochmal: keine Förderung = kein Grund zur Abgabe irgendwelcher Zahlenspiele!
Alle weiteren Angaben muss der TE / HE ohnehin halbjährlich in den Weiterbewilligungsanträgen machen.
Ja, sorry, hab ich vielleicht doch überlesen, dass es sein muß.

Sei´s drum, die Arge will wissen, solange Hilfe bezogen wird, was der HE macht und wie er den Wegfall der Hilfe herbeizuführen gedenkt.

In eignem Interesse würde ich meinen Plan denen vorzeigen, zumal es so weit ist, dass unsere Texterin unter Druck steht und die Selbstständigkeit gefährdet ist, wenn sie nichts nachweist.

Andere müssen auch Bewerbungen oder Arbeitsverträge oder was auch immer vorlegen, da genügt nicht zu behaupten man arbeitet.

Ja, freiwillig soll sie das machen.......................!
Naja, jetzt ist es auch schon nicht mehr so freiwillig, sie wurde ja schon aufgefordert.................die Frsge ist bloß ob es ein solcher Businessplan sein muß, wie man ihn bei anderer Selbstständigkeit braucht, also mit massiver Rechnerei und alles.

Ich glaube, dass es reicht wenn sie beschreibt was sie gemacht hat bisher, welche Erfolge vorliegen und wie sie in der Zukunft zu mehr kommen möchte.
 

musiker01

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Als Texterin und Lektorin kannst Du Dich bei der KSK (Künstlersozialkasse) seeeeeeeeeehr kostengünstig Sozial- und Krankenversichern!

Viele Grüße
 
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