Businessplan fürs Einstiegsgeld: ALGII-Bezüge berücksichtigen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Malegro

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Hallo,

ich sitze gerade an meinem Businessplan für meine geplante Selbständigkeit. Dafür möchte ich gerne beim Job Center Einstiegsgeld beantragen. Nun frage ich mich, ob ich bei der Liquiditätsplanung im ersten halben Jahr / Jahr die Bezüge des Jobcenters als "Einnahmen" berücksichtigen kann / soll / muss?

Weiß das jemand?

Danke schon einmal jetzt für eure Antworten,,
Malegro
 

wolliohne

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aber selbstverständlich !

Nur,tut mir leid,mach dir nicht zu große Hoffnungen-Entscheidung über evtl.finanz.Unterstützung liegt einzig und alleine beim FM.

Viel Glück
 

Malegro

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Danke!

Ich weiß, dass die Chancen nicht gut stehen und ich mit ziemlicher Sicherheit damit vors Sozialgericht gehen muss. Versuchen will ich es dennoch!
 

Mollmops

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Nun frage ich mich, ob ich bei der Liquiditätsplanung im ersten halben Jahr / Jahr die Bezüge des Jobcenters als "Einnahmen" berücksichtigen kann / soll / muss?
Nein. Kurzform: ALG II soll deinen Lebensunterhalt sichern und hat mit Firmenkosten nichts zu tun. Im Liquiditätsplan gibst du deine erhofften Einnahmen (aus Herstellung, Dienstleistung etc.) an und die Kosten, die dir im Rahmen deiner Tätigkeit entstehen (Material, Werbung etc.)

Ich weiß, dass die Chancen nicht gut stehen und ich mit ziemlicher Sicherheit damit vors Sozialgericht gehen muss.
Kann-Leistungen gerichtlich erstreiten... der Versuch geht sicher schief.
 

DeppvomDienst

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Mollmops hat wohl leider recht.
Da dürftest Du kaum Chancen haben.
Es liegt im Ermessen des Sachbearbeiters - bzw. an der Kassenlage des Jobcenters - ob Dir Einstiegsgeld gewährt wird oder nicht. Inzwischen tendieren die Jobcenter dazu, kein Einstiegsgeld zu gewähren, weil die keine Selbständigkeiten haben wollen, sondern Dich viel lieber in einen 1-Euro-Job oder ein Bewerbungstraining stecken.

Sie wissen, dass wenn Du selbständig bist, Du Dich deren Begehrlichkeiten (Maßnahmenkatalog) fast vollständig entziehst, und das passt den Gottheiten dort partout nicht.

Probiers, aber steck den Kopf nicht in den Sand, wenns kein Einstiegsgeld gibt. Das sind eh nur ein paar Piepen, die zwar helfen, aber mehr als ein paar Tropfen Wasser auf einem heissen Stein sind das auch nicht. Eine wirtschaftliche Existenz kann man von den paar Kröten nicht aufbauen.

In Deiner Liquiditätsplanung gibst Du an, was Du an Mitteln zum Start brauchst und woher Du diese Mittel beziehst.
Privatdarlehen, Gründerkredit, Bankdarlehen...
Oder wenn Du keine Mittel brauchst, kann man den Punkt auch weglassen und schreiben, dass für die Gründung alle notwendigen Mittel bereits vorhanden sind
(ein Programmierer wird z. B. höchstens noch die ein oder andere Software brauchen, ein Schreiner dagegen entsprechendes Werkzeug und eine Produktionsstätte)

Dabei geht es nur um die Selbständigkeit, Du kannst natürlich in einem Satz zum Abschluß erwähnen, dass Deine Sicherung zum Lebensunterhalt sowie die Krankenkassenbeiträge in der Gründungsphase durch ALG-II abgedeckt ist. Zur "Absicherung".

Etwas anderes ist die Umsatzrentabilitätsvorschau.
Dort zeigst Du Deine geplante Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben an, monatlich aufgeschlüsselt und was Du gedenkst, daraus monatlich an Gewinn zu generieren.
Hier musst Du halt Dein Orakel befragen... und dran denken, es muss ein Aufwärtstrend ersichtlich sein und Du solltest nicht zu hoch einsteigen, denn das ist unrealistisch und kann auch massive Konsequenzen zur Folge haben (ich sage nur Streitthema "Prognostizierte Einkommensvorschau" EKS).
 

Malegro

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danke euch! Ihr habt mir weitergeholfen!

Noch eine Frage: ich habe heute gehört, dass man neben dem Einstiegsgeld auch noch einen "Zuschuss zur Existenzgründung" beantragen kann (den genauen Namen der Leistung weiß ich leider nicht). Das sind wohl maximal 5000€, die für die Ausstattung (Büro, Computer etc), Marketingmaßnahmen und ähnliches bezogen werden können. Wieder eine Kann-Leistung, klar...

Habt ihr davon schon einmal etwas gehört? Wenn ja: wie heißt diese Leistung? Gibt es Erfahrungen?

Danke!

Lg Malegro
 

Koelschejong

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Das sind Leistungen nach § 16c SGB II

Erfahrungen - sehr unterschiedlich. Es gibt/gab JC's die damit sehr großzügig waren, andere aber sind da völlig zugeknöpft.
 

DeppvomDienst

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Mir wollte man die 5.000 Euro mal förmlich aufzwingen, es stand sogar in meiner EGV, dass ich mir Gedanken machen soll, ob ich dieses Darlehen nicht in Anspruch nehmen möchte etc.

Ich habs nicht gemacht, baue meine Selbständigkeit lieber langsamer, dafür solide und weitestgehend schuldenfrei auf.
Die Investitionsdarlehen die ich dafür aufnehme, sind so gestaltet, dass ich auch ohne Einnahmen die Rate zur Not durchaus noch irgendwie bedienen kann.
Dauert halt länger, aber ich hab den Druck mit solchen Darlehen nicht.
Muss jeder selbst wissen und je nach Tätigkeit gehts auch gar nicht ohne Darlehen.
 

Pfiffi

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Ich habs nicht gemacht, baue meine Selbständigkeit lieber langsamer, dafür solide und weitestgehend schuldenfrei auf.
:icon_klatsch::icon_klatsch::icon_daumen:

Auch so gemacht, und sehe es heute als die einzig richtige Entscheidung an, vorallem im Hinblick auf moralische Eigenunterstützung, sagte mir das geht so und so und so, wenn mir das JC etwas schenken möchte bitte, aber dafür etwas ausfüllen nein.

Das hatt etwas von Taube auf dem Dach und Spatz in der Hand zu tun.:icon_party:
 
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