Businessplan Freiberufler und KSK (1 Betrachter)

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Sven19864

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Hallo,
bin seit Ende November Arbeitslos. Habe seit 2014 eine Nebentätigkeit als Fotodesigner, für US Firmen von Deutschland aus.

Nun hat man mir angeboten einen Gründungszuschuss. Mein Antrag an die Künstlersozialkasse habe ich die Woche fertig. Kann mich erst ab jetzt dort anmelden, da ich nun das mindest Einkommen erreicht habe.

Nun meine Frage. Wer hilft mir beim erstellen eines Businessplan, vor allem der dann nicht 1000€ kostet? Vor allem, da ich kaum Ausgaben habe, da ich von zu Hause arbeite

In der Liquiditätsvorschau muss ich ja meine Privaten Ausgaben angeben. Kann ich die durch 2 Teilen, da ich mit meiner Partnerin zusammen lebe?
 

HartzVerdient

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Moin!

Ich berichte mal, wie ich meinen Businessplan erstellt habe und hoffe, dir damit eine Richtung aufzeigen zu können.

Zunächst muss man folgendes festhalten:

Ein Businessplan ist ein lebendiges Dokument, welches man nie wirklich fertig schreiben kann. Im Verlauf deiner Tätigkeit kommen neue Punkte hinzu, fallen alte Punkte weg, kommen neue Sichtweisen hinzu oder gar weitere Einblicke.

Ein Businessplan muss kein Geld kosten, da man das Ding auch zu Hause - mit etwas Fleiß - selbst erstellen kann (ca. 1-2 Wochen könnte das ruhig dauern). Dabei muss der Plan auch nicht vollkommen rund sein. Es reicht, wenn man erstmal alles zusammenträgt und kategorisiert. Danach kann man anfangen das Ding zu zergliedern und zu sortieren.

Im Internet findest du auf einigen Seiten sehr viele Informationen zu Businessplänen. Sehr wichtig und hilfreich ist, die bereits erprobten Gliederungen zu übernehmen.

Beispiel:
  • Zusammenfassung
  • Gründerperson/en
  • Produkt/Dienstleistung
  • Marktübersicht
  • Marketing
  • Unternehmensorganisation/Personal
  • Chancen und Risiken
  • Finanzierung
  • Unterlagen

Beispieldokumente:

Ich kann auch empfehlen, dass du hierzu Freeplane oder Freemind zum Gliedern und Kommentieren benutzt. Dabei handelt es sich um MindMap Programme, mit denen man sehr schnell Gliederungen ausarbeitet, schnell Kategorien hinzufügen kann und auch sehr schnell einzelne Äste und Blätter irgendwo abzwacken und irgendwo neu anknüpfen kann. Damit, so meine persönliche Erfahrung, kann man wirklich sehr effektiv und schnell einen Businessplan erstellen.

Auch würde ich keinen Businessplan von irgendjemanden schreiben lassen. Schon garnicht für 1000€ Du hättest dann zwar einen Businessplan, aber inhaltlich wüsstest du nicht darüber bescheid. Ein Businessplan ist auch ein operatives Dokument, was genau "deinen" Business und "dein" Geschäft beschreibt. Das sollte kein Dokument sein, welches man einfach mal herumzeigt bzw. wo andere sich schnell mal deine Geschäftsidee abkopieren oder so. Das Ding sollte ein Geheimnis sein, wie die "Coca Cola" Formel.
 

flandry

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Auf den Seiten des Bundesministeriums für Wirtschaft und der Kreditanstalt für Wiederaufbau sind ganz brauchbare Unterlagen. Vielleicht hat auch die Hausbank welche.
Als allererstes würde ich eine grobe Schätzung machen: Ausgaben und Einnahmen. Da sollten mindestens 3.000 Euro Gewinn im Monat rauskommen.
Ein halbwegs guter Businessplan erfordert mindestens 50 Stunden Zeit. Auch bei deinem Business.
 

franky0815

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die kfw bank hat mal solche projekte gefördert, kontakte vermittelt und nicht zuletzt mit geld.
 

Linuxfan

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In der Liquiditätsvorschau muss ich ja meine Privaten Ausgaben angeben. Kann ich die durch 2 Teilen, da ich mit meiner Partnerin zusammen lebe?
Anhaltspunkte für das was Du monatlich ausgibst kann ein geführtes Haushaltsbuch geben. Ich würde allerdings betriebliches und privates Trennen und auf jeden Fall zwei separate Bankkonten führen.

Bezüglich Liquiditätsplan würde ich das dann so machen, dass Du monatlich einen bestimmten Betrag quasi als Unternehmerlohn dem Firmenkonto entnimmst. So habe ich das zumindest in einem US-Businessplan mal gesehen. Allerdings gilt auch hier, dass wenn die Entnahmen zu hoch sind, Du unter Umständen deine Verbindlichkeiten nicht mehr bezahlen kannst (z.B. Telefonrechnung, DSL etc.). Auf Deutsch gesagt, Du wärst illiquide - nicht "flüssig".
 

Linuxfan

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Habe seit 2014 eine Nebentätigkeit als Fotodesigner, für US Firmen von Deutschland aus.
Ich nehme mal an, dass Du dann auch gut Englisch lesen kannst. Es gibt da einige Bücher zum Aufbau von Fotografiedienstleistungen im Amerikanischen. "Building your own Photography Business" von Orenstein. Habe auch eine ältere Ausgabe davon, die ich gerne verkaufen würde, da ich mehr und mehr auf Kindle wechsele.

Fotografie kann so viele Ausprägungen haben: Von Stockfotografie bis hin zum eigenen Studio mit Portraits, über die Reportage etc. Dürfte man fragen, was für Fotos Du machst. Es ist so, dass ich gerne eine Bildagentur etablieren würde aber gegen gettyimages, Shutterstock und Corbis (welches ja kürzlich an gettyimages ging) nicht so wirklich Land sehe. Früher war die Agenturlandschaft schöner.
 
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