Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbstständig?

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Balduin1

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Hallo zusammen!

Ich habe die letzten 11 Monate als Selbständiger gearbeitet, da jedoch seit Anfang November auch angekündigte Aufträge meiner Kunden ausblieben habe ich beschlossen, Hartz 4 zu beantragen. Nun soll ich ich aber die typischen Unterlagen vorweisen, so zb. einen Businessplan, ausgefüllte EKS und eine Gewinn- und Verlustrechnung. Da ich aber überhaupt nicht vorhabe, das Gewerbe weiter auszuführen und es heute abgemeldet habe, frage ich mich, ob der ganze Aufwand überhaupt nötig ist? Denn einen Businessplan erstellt man doch eigentlich nur, wenn man gefördert werden möchte, oder nicht? GuV-Rechnung verstehe ich noch, da sieht dann mein Zuständiger, dass ich wirklich kein Geld mehr habe. Ich will wieder ganz normal auf Lohnsteuerkarte arbeiten...

Würde mich über jede Hilfe sehr freuen!

gruß


Balduin1
 

warpcorebreach

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

selbst wenn du wärend h4 mit einer selbstständigkeit anfängst gibt es keine pflicht einen bussinesplan zu erstellen. wenn du jetz für dich selbst entscheidest das du die selbständige tätigkeit aufgibst gibt es auch keinen grund für eine eks. dazu muss man das gewerbe auch nicht abmelden. die eks soll man abgeben wenn einnahmen aus selbstständiger tätigkeit erzielt werden und nicht weil man ein gewerbe angemeldet hatt. heisst also: keine einnahmen= keine eks.
es ist anzunehmen das man prüfen will wovon du in der vergangenheit gelebt hast. wie das zu erfolgen hatt muss man im einzelfall sehen. ich würde mich jedenfalls hüten unüberlegt allen forderungen des jc nachzukommen
 

Balduin1

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Also sag ich dem JC, dass ich keine EKS ausgefüllt habe, da ich 1. nicht vorhabe, Einahmen zu erzielen und 2. das auch gar nicht nicht kann, da Gewerbe abgemeldet. Dasselbe gilt dann ja auch für den Businessplan, oder? Könnten die dann irgendwie mucken? Im Grunde müssten dem JC dann ja die auch geforderten Rechnungen als Beweis, dass ich gearbeitet habe, reichen? Was ist mit der geforderten Steuer an- bzw. abmeldung und den Einkommensbescheiden der letzten 2 Jahre? Da das JC Kontoauszüge + Rechnungen bekommt, ist doch meine Hilfebedürftigkeit ausreichend bewiesen! Ich merke, jede Antwort produziert weitere Fragen;)
 

Anna B.

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Hallo,

ich würd denen nun nichtunbedingt sagen, dass du "nicht vorhabe Einnahmen zu erzielen"....das könnte wiederum gegen dich ausgelegt werden...du hast ja alles zu unternehmen, um deinen Hilfebedarf zu verringern...

Ich würd denen noch einmal schildern, dass du keine Selbständige tätigkeit mehr ausübst, weil keine Einnahmen für die Zukunft vorliegen, dass das ein Verlustgeschäft war und dann müßte das m.E. doch reichen...oder?

Gruß
Anna
 

warpcorebreach

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

grundsätzlich machen die jobcenter eh was sie wollen auch wenn es oft klar rechtswidrig ist. in sofern kann man keine eindeutige aussage treffen.
ich würde möglichst kurz und knapp antworten das du z.b. ab ende des monats vor anstragsstellung deine gewerbliche tätigkeit eingestellt hast und somit auch die selbstständige einkommenserzielungsabsicht nicht mehr vorliegt. deshalb gibt es auch keine eks abgabepflicht und eine bussinesplanpflicht gibt es schonmal grundsätzlich nicht. natürlich solltest du seitdem auch keine sichtbaren geldeingänge diesbezüglich mehr haben.
ich vermute hier wieder irgendwelche krummen dinger des jc aber wenn dem so ist braucht man denen nicht noch in die hand spielen.
zur nachweisbarkeit wie du in der vergangenheit deinen lebensunterhalt bestritten hast kann ich dir im grunde nicht helfen da ich damit keine erfahrungen habe. viele möglichkeiten wären denkbar. im zweifelsfall sollten kontoasuzüge aber auf jeden fall ausreichend sein. vieleicht bin ich diesbezüglich schon paranoid aber denkbare fallstricke gabe es immer viele. deswegen auch so wenig infos rausgeben wie nur irgendwie nötig denn es könnte dir schlussendlich mehr schaden als nutzen.
 

Schnuckelche

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Verstehe ich das richtig: Du hast Dich selbstständig gemacht und hast keinen Geschäftsplan? Kein Wunder, dass das Ganze in die Binsen gehen muss.

Ein Unternehmer hat immer einen "Plan" von dem was er da tut. Und daher ist ein BusinessPlan auch jederzeit abrufbar und kann dem Sachbearbeiter in die Hand gedrückt werden.

Gut, dass Du nicht mehr selbstständig bist, Du scheinst dafür nicht geeignet zu sein (was eben keine Abwertung ist!)
 

Koelschejong

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Verstehe ich das richtig: Du hast Dich selbstständig gemacht und hast keinen Geschäftsplan? Kein Wunder, dass das Ganze in die Binsen gehen muss.

Ein Unternehmer hat immer einen "Plan" von dem was er da tut. Und daher ist ein BusinessPlan auch jederzeit abrufbar und kann dem Sachbearbeiter in die Hand gedrückt werden.

Gut, dass Du nicht mehr selbstständig bist, Du scheinst dafür nicht geeignet zu sein (was eben keine Abwertung ist!)
Und wozu bitte soll man den Geschäftsplan eines nicht mehr existierenden Gewerbes einem neugierigen SB in die Hand drücken? Nur weil der das will.
Na dann wirst Du ihm vermutlich doch auch die Atteste Deiner Ärzte und die Fotos von Deinem letzten Urlaub in die Hand drücken, wenn er das will, obwohl, weder für das Erstere noch für die beiden Letzteren kenne ich eine Rechtsgrundlage
 

Balduin1

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Nein, kein Businessplan, hätte auch nichts gebracht, da aufgrund der wirtschaftlichen Lage der betreffenden Branche eben keine Aufträge mehr reinkommen. Ok, dann begrenze ich meine Infos gegenüber dem JC so gut es eben geht. Bezüglich der Steuer an-und Abmeldung kann ich denen noch nicht viel bieten. Dann mache ich noch eine Gewinn/Verlustrechnung und gut?
 

Koelschejong

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Das halte ich für ok, GuV oder so etwas ist sicher nötig, denn sonst hält sich das JC an den Einnahmen auf dem Konto fest, und das gibt natürlich ein völlig falsches Bild.
 

Schnuckelche

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Und wozu bitte soll man den Geschäftsplan eines nicht mehr existierenden Gewerbes einem neugierigen SB in die Hand drücken? Nur weil der das will.
Na dann wirst Du ihm vermutlich doch auch die Atteste Deiner Ärzte und die Fotos von Deinem letzten Urlaub in die Hand drücken, wenn er das will, obwohl, weder für das Erstere noch für die beiden Letzteren kenne ich eine Rechtsgrundlage
Der LSB muss entscheiden können wer zuständig für den Antrag ist, ganz einfach. In der Regel sind für selbstständige andere LSB zuständig, als für "nomale" ALG-II Bezieher.
Das Kriterium ist die Tragfähigkeit des "Unternehmens", das eben nur dann beurteilt werden kann, wenn ein Geschäftsplan vorgelegt wird.
Ist das Unternehmen nicht tragfähig geht es ab an den "normalen" ALG-II LSB.

Ich empfinde es als höchst amüsant, dass ständig nach einer Rechtsgrundlage geschrieen wird, wenn es für einen Vorteil haft zu sein scheint, und dann eine Rechtsgrundlage als Ausgeburt der Hölle abgekanzelt wird, wenn sie eben nicht für die eigene Vorstellung dienlich ist ;-)
 

Schnuckelche

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Nein, kein Businessplan, hätte auch nichts gebracht, da aufgrund der wirtschaftlichen Lage der betreffenden Branche eben keine Aufträge mehr reinkommen. Ok, dann begrenze ich meine Infos gegenüber dem JC so gut es eben geht. Bezüglich der Steuer an-und Abmeldung kann ich denen noch nicht viel bieten. Dann mache ich noch eine Gewinn/Verlustrechnung und gut?
Ein Unternehmen ohne einen Geschäftsplan und genaue Zielsetzung ist für mich kein Unternehmen. Gut, dass es für Dich nun zu Ende ist, bevor Du Dich noch weiter mit Risiken überladen hättest.
 

Koelschejong

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Wenn Du richtig gelesen hättest, das Gewerbe ist abgemeldet. Also kein Grund einen Geschäftsplan vorzulegen. Und wenn Dir Verwaltungshandeln ohne Rechtsgrundlage genügt, ok - wie sagt man in Köln: Jeder Jeck is anders - ich bin da etwas anspruchsvoller.
 

Schnuckelche

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Rechtsgrundlagen finden sich massenhaft und manchmal auch gar nicht im Gesetz, sondern dem sogenannten Richterrecht. Das ist anerkannt - auch wenn man nicht davon weiß.

Wenn Du ganz genau gelesen hättest, dann würdest Du nicht genau beurteilen können, ob er das Gewerbe bereits bei möglicher Antragstellung abgemeldet hatte.
Aus seinem Beitrag Nr 3 schließe ich aber, dass das JC darüber noch gar nichts weiß, also muss man sich nicht wundern.

Aber immer schön rumkreischen und rummäkeln...
 
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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Ein Unternehmen ohne einen Geschäftsplan und genaue Zielsetzung ist für mich kein Unternehmen. Gut, dass es für Dich nun zu Ende ist, bevor Du Dich noch weiter mit Risiken überladen hättest.
Ich stelle mir gerade vor, ich würde mich mit einer Bratwurstbude selbstständig machen. Brauche ich da wirklich eine detailliert ausgearbeitete schriftliche Zielsetzung um zu wissen, dass ich Bratwürste braten und dann verkaufen will?
Da kaufe ich mir lieber Würste und brate los.


Ansonsten, der SB hat gesehen "selbstständig" und klickt bei Anforderung auf alles, was mit Selbstständigkeit zu tun hat.
Die Gewerbeabmeldung hinschicken und alles sollte erledigt sein.
 

Schnuckelche

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Ich stelle mir gerade vor, ich würde mich mit einer Bratwurstbude selbstständig machen. Brauche ich da wirklich eine detailliert ausgearbeitete schriftliche Zielsetzung um zu wissen, dass ich Bratwürste braten und dann verkaufen will?
Da kaufe ich mir lieber Würste und brate los.
Das ist der Unterschied zwischen der Bratwurstbude die dicht machen muss, und der die sich zu einer ausgewachsenen Gaststätte mit Straßenverkauf entwickelt.
 

Koelschejong

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Rechtsgrundlagen finden sich massenhaft und manchmal auch gar nicht im Gesetz, sondern dem sogenannten Richterrecht. Das ist anerkannt - auch wenn man nicht davon weiß.

Wenn Du ganz genau gelesen hättest, dann würdest Du nicht genau beurteilen können, ob er das Gewerbe bereits bei möglicher Antragstellung abgemeldet hatte.
Aus seinem Beitrag Nr 3 schließe ich aber, dass das JC darüber noch gar nichts weiß, also muss man sich nicht wundern.

Aber immer schön rumkreischen und rummäkeln...
Dann nenn uns doch mal bitte eine einzige Rechtsgrundlage, Gesetz, Verordnung, Gerichtsentscheidung, nach der die Vorlage eines Businessplans erforderlich ist.

Glaub mir, ich weiß SB verlangt gerne mal "alles Denkbare" und dem geb ich eben nicht nach. Das hat mit kreischen und mäkeln nicht sehr viel zu tun, wenn man auf der Einhaltung des Rechts besteht. Es gibt aber Leute, die das anders sehen.
 

Koelschejong

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Das ist der Unterschied zwischen der Bratwurstbude die dicht machen muss, und der die sich zu einer ausgewachsenen Gaststätte mit Straßenverkauf entwickelt.
Ach Gottchen, jetzt weiß ich, was ich damals beim Sprung in die Selbstständigkeit vergessen hab. Und ich Unwissender habe dann, obwohl ALG II Bezieher, der damaligen ARGE die Vorlage des auch damals schon geforderten Businessplans abgelehnt, bekam dann sogar noch vom SG diesbezüglich Unterstützung, auch der Richter dort fand keine Rechtsgrundlage. Wie groß wäre ich heute vermutlich, wenn ich damals einen Plan gemacht hätte.
 

Schnuckelche

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Ich habe schon verstanden. Es ist vollkommen egal, was ich schreibe - denn Dir geht es nicht um den Austausch, sondern um Rechthaberei.
 

Balduin1

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Ich habe als Helfer gearbeitet, da gibt es weder eine Betriebstätte, die ich unterhalten muss, noch andere Kosten, sondern nur meine Erfahrung und betreffend der Branche n' Leatherman. Da es schon seit längerer Zeit für meinen Kundenkreis keine Aufträge gibt, brauchen sie auch keine Helfer. Mein Businessplan lautete: Über den Sommer genügend erwirtschaften, um über die 4-monatige Winterpause zu kommen. Da ich neu in der "Szene" bin, hat das nicht geklappt- vielleicht das berühmte unternehmerische Risiko. Das Kleingewerbe habe ich rückwirkend zur letzten Einnahme abgemeldet. Ich mache jetzt eine GüV und gut is. Sollte ich morgen doch noch einen Businessplan vorlegen müssen, wird der aufgrund der nicht-vorhandenen Komplexität des Gewerbes entsprechend kurz ausfallen;) Und an einem Gang vors SG bin ich nicht interessiert, ich hoffe dem entgegenwirken zu können. Da die EKS ja nur für zu etwartende Einnahmen benötigt wird, sehe ich da kein großes Risiko.
 

Koelschejong

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AW: Businessplan erstellen obwohl NICHT mehr Selbständig?

Ich habe schon verstanden. Es ist vollkommen egal, was ich schreibe - denn Dir geht es nicht um den Austausch, sondern um Rechthaberei.
Es geht mir sicher nicht um Rechthaberei, es geht mir nur darum, deutlich zu zeigen, auch das JC braucht eine Rechtsgrundlage für sein Handeln. Und auch der Leistungsberechtigte ist hoffentlich nicht so weit mit dem Rücken an der Wand, dass er seine Rechte nicht durchsetzen kann. Dabei geht es mir nicht um das kleinliche Prinzip, aber es geht mir durchaus darum, dem JC sehr deutlich zu zeigen, bis hierhin spiel ich mit, und darüber hinaus gibt's unter Umständen dann Streit.

Und Businessplan, den Du quasi als Voraussetzung für ein Gewerbe ansiehst, das halte ich für stark übertrieben. Das heißt aber nicht, dass man sich vor und während der Gewerbeausübung Gedanken über morgen machen muss. Aber der Businessplan ist eben deutlich mehr, als nur Gedanken - und genau damit überfordert man dann auch recht viele Gewerbetreibende, die auch ohne einen solchen Plan erfolgreich sein können.
 

Schnuckelche

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Und Businessplan, den Du quasi als Voraussetzung für ein Gewerbe ansiehst, das halte ich für stark übertrieben. Das heißt aber nicht, dass man sich vor und während der Gewerbeausübung Gedanken über morgen machen muss. Aber der Businessplan ist eben deutlich mehr, als nur Gedanken - und genau damit überfordert man dann auch recht viele Gewerbetreibende, die auch ohne einen solchen Plan erfolgreich sein können.
Ich glaube Dir ist nicht bewusst, was ein Geschäftsplan tatsächlich darstellt. Das Ding kann 3 Seiten oder eben 25 Seiten haben.
Von einer Voraussetzung habe ich auch nicht gesprochen, sondern lediglich darauf hingewiesen was "Sinn" macht. Kein Unternehmer, der bei Verstand ist wirtschaftet einfach so drauf los.

Eine Rentabilitätsberechnung braucht jedes noch so kleine Unternehmen.
Und dennoch: Dir geht es um Rechthaberei - ich bleibe dabei.

TE,

für mich klingt das eher nach Scheinselbstständigkeit, will das aber mangels Kenntnis der Fakten nicht unterstellen.

Und Deine Aussage "Da ich neu in der Szene bin..." bestätigt mich in der Haltung Deiner Selbstständigkeit gegenüber. Du hättest Dich über Deinen "Markt" umfassender informieren müssen.

Das ist kein Vorwurf!
 

warpcorebreach

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mir ist auch völlig unklar warum ein geschäftsplan immer nötig sein soll. einige tätigkeiten sind so überschaubar das es schlicht absurd wäre. davon mal abgesehen gibt es auch keinen grund warum eine selbstständigkeit unbedingt meinen lebensunterhalt decken muss.
 

Schnuckelche

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Aha! Und dann aber davon sprechen wie man ausgebeutet wird, wenn man nicht mindestens X-Euro von einem Arbeitgeber bezahlt bekommt.
Also irgendwie kann ich hier oftmals nur den Kopf schütteln.

Wenn ich als Unternehmer in der Stunde mehr Ausgebe als ich Einnehme, dann macht das eben keinen Sinn. Und das berechnet man eben zumindest in einer Mini-Berechnung, wenn man schon so "dumm" ist, sich als Unternehmer nicht um seine ureigensten Dinge kümmern zu wollen.
Sind schon viele Pleite gegangen, weil sie viele Kosten nicht bedacht haben. Wie gesagt, das ist der Unterschied, selbst bei der kleinsten "Unternehmung".
 

Koelschejong

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Ich streite mich gerade mit dem JC um genau solche tollen Worte - Rentabilitätsberechnung, Geschäftsplan, Kundenanalyse, Erfolgskontrolle - all das was SB'chen un von SB'chen beauftragter, externer Coach anscheinend in einem Studium schön auswendig gelernt haben. Gleicher SB, gleicher Coach aber zwei unterschiedliche Gewerbetreibende. Beide können mit diesen Begriffen absolut nichts anfangen - und ich verstehe vollkommen, warum sie dies nicht können.
Beide Betriebe zeigen gemessen an der kurzen Zeit seit Gründung, eine ausgesprochen positive Entwicklung, nur SB'chen und Coach können oder wollen nicht verstehen, wie das denn ohne all diese wohlklingenden Begriffe überhaupt sein kann und verlangen weiter deren Vorlage.

Ich könnte die nun um des lieben Friedens willen für die beiden erstellen - aber wozu? Die Läden laufen und bei beiden ist absehbar, selbst wenn die Erfolgskurve sich deutlich abschwächen würde, werden beide Gewerbe bei pessimistischer Prognose in ca. 2 Jahren Ihre Inhaber samt Familien ernähren können. Darauf kommt es an und nicht darauf, das SB'chen und Coach Papiere mit wohlklingenden Bezeichnungen unter die Näschen gehalten bekommen - für deren Vorlage es keine Rechtsgrundlage gibt.

Es kam in einem Fall jetzt, pünktlich zu Heiligabend, ein Versagungsbescheid, weil die Sachen nicht vorgelegt wurden. Heute beim SG wurde der diensthabende Richter recht ungehalten, ich durfte das Telefonat mithören. Der Versagungsbescheid war binnen Minuten vom Tisch - weil es keine Rechtsgrundlage für die Vorlage der wohlklingenden Papiere gibt.
 

Schnuckelche

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Das halte ich für ein Märchen, das Du hier erzählst, um toll dazustehen.
Die Vorlage der Unterlagen, von denen Du sprichst, sind für eine Entscheidung von Einstiegsgeld usw. entscheidend. Sicherlich nicht für Deinen Anspruch auf ALG-II. Eine Tragfähigkeit muss auch innerhalb von 6-12 Monaten gegeben sein.

Offensichtlich scheint weder dem SB, noch Dir bewusst zu sein worum es eigentlich geht.

Aber viel Erfolg beim wirtschaften ;-)
 
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